Forum: Politik
Brexit: Der große Knall
AFP

Das Unfassbare ist geschehen: Die Briten haben entschieden, die EU zu verlassen. Das Ergebnis des Referendums ist knapp, die Aussage dennoch eindeutig. Warum haben die Brexit-Anhänger gewonnen und was passiert nun? Die wichtigsten Antworten.

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fördeanwohner 24.06.2016, 08:27
90. -

Zitat von ulli7
... Wann darf in Deutschland über einen Dexit abgestimmt werden?
Hoffentlich nicht!
Was passiert, wenn Unzufriedene in Überflussgesellschaften solche Entscheidungen treffen dürfen, sieht man ja bereits.
Natürlich ist die EU reformbedürftig, aber als Idee das Beste. In Zukunft werden wir weltweit mehr statt weniger Probleme bekommen. Da ist Nationalismus der falsche Weg.

Ernsthaft, Farage und Johnson! Es hätte jedem mit gesundem Menschenverstand zu denken geben müssen, dass solche Leute die Kampagne angeführt haben.
Unzufriedenheit muss doch nicht zwangsläufig zu solchen Ergebnissen führen.
Aus reiner Bequemlichkeit wählen die Leute also lieber seltsame Selbstdarsteller?
Mein Fazit kann da nur lauten: Keine Referenden!

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chriszly 24.06.2016, 08:28
91.

Ich freu mich für alle die für den Brexit gestimmt haben! Denke und hoffe das andere Länder nachziehen werden.Europas Diktatoren haben endlich den Denkzettel bekommen,den sie verdienen...

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Europa-Realist 24.06.2016, 08:28
92. EU-Reformen!

Dass das Vereinigte Königreich aus der EU möglicherweise aus der EU ist schade, weil dadurch einer der wichtigsten Mitgliedsstaaten nicht mehr unmittelbar eingebunden sein wird.

Die Briten haben damit aber - so wie es pauschaliert immer wieder zu lesen ist - nicht gegen Europa gestimmt, sondern gegen die EU mit seinen Institutionen.

Innerhalb der EU läuft in erheblicher Weise "etwas" schief. Am problematischsten ist die Machtlosigkeit des EU-Parlament und umgekehrt die unkontrollierte Übermacht der Kommission und des EU-Rates.

Die Briten hatten lang genug gedroht, wurden aber leider nie ernst genommen. Nun ist der Austritt (fast) perfekt. Alle Politiker, die die EU wollen, müssen nun endlich reagieren und diese EU reformieren, bevor andere Länder ähnlich wie die Briten handeln.
Dazu gehört insbesondere Ehrlichkeit und Selbstkritik. Auch der EURO selbst muss auf den Prüfstand. Nur wenn es ernsthafte Sanktionen bei Verstößen gibt, kann der EURO und die EU noch gerettet werden.

Erfolgen keine grundlegenden Reformen werden EU und EURO zwar fortbestehen, sie nimmt nur keiner mehr ernst und führt schleichend aber stetig in ein Desaster!

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togral 24.06.2016, 08:28
93.

Ich bin ehrlich überrascht. Soviel Kleingeist hätte ich den angeblich so vernünftigen Briten gar nicht zugetraut. Für die EU kann das nur ein Segen sein. Denn das die EU weiterentwickelt werden muss, habe ich immer gesagt. Bin mal gespannt wer für die Sun ab jetzt der Sündenbock wird. Die EU wird es jedenfalls nicht mehr sein können ;)

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pauli96 24.06.2016, 08:29
94. Im Vergleich zu anderen Referenden

ist der Ausgang so knapp nicht. Eine Mehrheit hat sich für den Austritt ausgesprochen. Und jetzt? Zuerst mal würden mich die Redaktionssitzungen von SPON interessieren. Aus dem Sturmgeschütz der Demokratie ist ja leider das Maschinengewehr der Bundesregierung geworden. Rudolf Augstein liegt vermutlich durch permanente Rotation mittlerweile in einer Art Gotthardtunnel...
Es ist (hoffentlich) das Ende der alternativlosen Politik.
klar ist die Frage zwischen Krieg und Frieden (fast) alternativlos auch Kooperation ist besser als Abschottung. Da fängt es allerdings an in der EU kompliziert zu werden.
Kooperation heißt im Wortsinne zusammen (an einem Projekt) arbeiten. Im Europa der EU wird darunter vor allem Vorteilsnahmen verstanden. In Deutschland insbesondere der Vorteil "der Wirtschaft". Wehr auch immer das ist. Volkseigenen Betriebe sind's ja wohl nicht. Eins der aktuell schönsten EU Beispiele ist für mich das Problem der EU-Ausländer, z.B. Polen, in England. Für eine Mehrzahl der Engländer Grund für einen EU-Austritt, für "die Wirtschaft" dringend benötigte Arbeitskräfte. Die Polen selber in England sind absolut EU-affin, aus Eigeninteresse. In Polen werden zwar die Straßenbauprojekte der EU gern genommen, sobald es aber irgendwie eines polnischen Beitrags bedarf, ist der Ofen aus. Eigeninteresse. Also. Ich bin sehr gespannt. Da ich ich im Gegensatz zu einer Reihe SPON-Redakteure der Meinung bin, weiter so geht nicht gut, ist der Brexit wenigstens ein Zeichen von Dynamik. Ich welche Richtung werden wir sehen.

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Le petit Suisse 24.06.2016, 08:29
95. Schulz'sche Anwürfe

Der EU-Schulz schiebt die ganze Verantwortung für dieses Debakel auf Cameron. Dass aber die Bundeskanzlerin mit ihrer unsäglichen Flüchtlingspolitik die Meinung der Briten gegen Europa entscheidend beeinflusst hatte, verschweigt er geflissentlich.

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heldi 24.06.2016, 08:29
96. Vielleicht...

...ja vielleicht, hoffentlich, werden die "Grossen" in ihrem elfenbeinernen Turm in Brüssel das Signal hören und verstehen und die richtigen Konsequenzen ziehen.
Ich hab da meine Zweifel, man wird sich jetzt mal auf gegenseitige Vorwürfe und Drohungen beschränken, zu bescheidener Einsicht das Debakel provoziert und verschuldet zu haben werden Juncker, Schulz, Merkel undCo wohl kaum gelangen.

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gruenerwaldgeist 24.06.2016, 08:30
97. Genial

Ich habe darauf gehofft, dass die Briten dem Brexit zustimmen, es aber nie für möglich gehalten, dass es tatsächlich passiert. Als überzeugter Europäer glaube ich fest daran, dass die EU diese Katharsis bitter nötig hat, um endlich demokratischer zu werden. Die heutige EU ist ein undemokratischer Misthaufen, in den oftmals unfähige Politiker entsorgt werden, die im eigenen Land untragbar wurden. Jetzt ist die Chance für einen Neuanfang, auch wenn er hart wird. Die Briten sind dann jederzeit willkommen, der reformierten EU erneut beizutreten. Wir haben ihnen dann viel zu verdanken.

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dirk.resuehr 24.06.2016, 08:32
98. Demokratie

macht auch Fehler. Die Börsen haben schon abgestmmt, Daumen unten. Schotten und Nordiren folgen wahscheinlich. Was bleibt? England, nicht united,
Gewinnerverlierer namens Farage, Johnson und Camerom.
Wirtschaftlicher Niedergang, wie bekannt. Control über was?

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tubaner 24.06.2016, 08:32
99.

Dass die Briten die EU wirklich verlassen, glaube ich erst, wenn das britische Parlament den Austritt bestätigt. Und die Abgeordneten sind, anders als Cameron es weiß machen will, an das Referendum gar nicht gebunden, sondern müssen nach eigenem Gewissen abstimmen. http://welt.de/article156407529

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