Forum: Politik
Brexit: Der große Knall
AFP

Das Unfassbare ist geschehen: Die Briten haben entschieden, die EU zu verlassen. Das Ergebnis des Referendums ist knapp, die Aussage dennoch eindeutig. Warum haben die Brexit-Anhänger gewonnen und was passiert nun? Die wichtigsten Antworten.

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ks173 24.06.2016, 08:33
100. Wer jetzt noch mehr EU fordert wird diese zerstören

Wenn ich die Stimmen höre, die nach noch weiterem Zusammenwachsen schreien, also eine weitere Abgabe nationaler, demokratisch legitimierter Verantwortung an Brüssel, dann kann ich nur davor warnen:

Wer den Untergang der EU wünscht, der wird sie vertiefen.

Der Brexit ist ein schlechter Tag für Europa, weil England m.E. die Stimme der Vernunft war, d.h. sich gegen die Transferunion und unkontrollierte Massenmigration gestemmt haben.

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schmidthappens 24.06.2016, 08:33
101. es ist zu hoffen...

...das die Verantwortlichen Junkers, Schulz.. usw. diesen Knall nicht nur wahrnehmen sondern endlich auch begreifen wie sehr sie in den letzten Jahren die Interessen der Bürger vernachlässigt haben.

Wenn diese Herren nicht umdenken und ihr "schulmeisterliches Auftreten" den Bürgern gegenüber abstellen, werden die Schockwellen des Brexit noch lange andauern.

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dertheoretiker 24.06.2016, 08:35
102. Katharsis

Das Gefühl hat gewonnen: Zwar gibt es keine guten Gründe aber es "fühlt" sich offenbar für die Mehrheit der Briten besser an. Das ist zu akzeptieren und dann ist hier der Scheidepunkt. Traurig ist es trotzdem, aber es zeigt auch: man kann ein Land das kein Interesse hat auch nicht mit Kompromissen und Entgegenkommen halten. Hoffentlich bewirkt es zweierlei:
- Einen Weckruf auch anvdie Bürger der EU sich zu diesem Ziel der Einheit Europas verstärkt zu bekennen und ein deutliches Gegengewicht zu den schrillen Exitler zu bilden
- die nationalen Regierungen sollten endlich der EU und dem EU Parlament die notwendigen Kompetenzen geben damit hier Probleme nachhaltig gelöst werden können und aufhören Brüssel für eigenes Versagen verantwortlich zu machen.
Ich hoffe inständig, dass dies die Katharsis wird um die EU neu aufzustellen und zu stärken

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egoneiermann 24.06.2016, 08:38
103.

Zitat von ulli7
Es könnte in den langwierigen Verhandlungen auch ein wundersamer Wandel der verkrusteten Strukturen der Europäischen Union eintreten, der es den Briten ermöglicht in einer stark reformierten EU zu verbleiben. Wann darf in Deutschland über einen Dexit abgestimmt werden?
Die Frage ist nur, ob man in einer für die Briten reformierten EU sein will. Man hat gesehen, dass die Reduktion der EU auf den Binnenmarkt keine positiven Emotionen auslöst. Um den Rechtspopulisten zu begegnen, die ja vor allem die Solidarität in Europa stört, muss die Europäische Idee neu positiv besetzt werden und das bedeutet: Demokratie, Menschenrechte, Reisfreiheit etc. Oder wie es die Rechten so gerne sagen, die gemeinsame europäische Kultur.

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daseinbi 24.06.2016, 08:40
104. Zukunft für Europa

ich wünsche mir, dass nach dem Referendum der Briten in der EU neue Denkmuster zugelassen werden. Weniger Regulierungswut, Akzeptanz dafür, dass die Bürger in Europa nicht nur Europäer sind, sondern eben auch ihre eigenen Nationen mit deren Eigenheiten lieben und weiter bewahren wollen. Auch sollte am großen EU-Verschwendungsapparat (allein schon der regelmäßige Umzug Strasbourg-Brüssel!!!) aufgeräumt werden. Gleichzeitig müssen die Entscheidungsprozesse demokratisiert werden. Das monströs aufgeblasene EU-Parlament debattiert und stimmt ab, aber nur die Kommission bestimmt am Ende? Das sollte jedem Demokraten den Magen umdrehen. Wenn das Referendum in der EU-Verwaltung zum Umdenken und zur längst notwendigen Reform führt, sollten wir den Briten für Ihre Entscheidung langfristig dankbar sein. Ich hoffe, der Rest der EU hat begriffen, dass es ein "Weiter so" nicht geben kann. Denn dann werden weitere Länder über einen Austritt entscheiden und es wird am Ende nicht nur die EU, sondern Europa zerstören.

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####md-11#### 24.06.2016, 08:40
105. Das wichtigste

an der ganzen Brexit Debatte war und ist für mich die Tatsache, dass die britische Regierung die Bevölkerung befragt und.... Achtung: sich auch daran halten möchte(was noch zu beweisen wäre). Klar das so etwas hier zu Lande Überraschung hervorruft.

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Mister Stone 24.06.2016, 08:40
106. Gut für Europa

"Andere Mitgliedsländer könnten dem Vorbild Großbritanniens nacheifern und ihre Bürger ebenfalls über einen Austritt abstimmen lassen."

Ja hoffentlich!

Die Briten haben nicht gegen Europa gestimmt, sondern gegen diese EU. Und das war klug und richtig.

Um es mit merkelscher Logik darzustellen: Alles, was die Macht dieser EU begrenzt, ist gut für Europa. Und was gut ist für Europa, das ist gut für Deutschland.

Aber so wie wir Juncker, Schulz und Konsorten kennen, werden sie die EU-Verträge zugunsten der Briten nachbessern, und danach wird Cameron die Briten eben nochmal abstimmen lassen...

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qwertmaster 24.06.2016, 08:40
107. @Ulli7

Wenn ich noch länger solche Kommentare lesen muss, werde ich bald ein VWL Studium für
Jeden potenziellen Wähler fordern...ich kann einfach diese hohl aufgeblasenen Halbwahrheiten vom Stammtisch nicht mehr hören und bin müde es immer wieder zu erklären...

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twib95 24.06.2016, 08:41
108. ...

Ich kann es nicht glauben, wie naiv man denn sein kann, um zu glauben, dass das hier ernsthaft eine Souverenitätsfrage ist! Als Begründung dient das "Immigrationsproblem". Hören Sie sich doch die Leute an. Rechtspopulistischer geht es kaum.
Die EU ist NICHT König Britanniens. Die Richtlinien, die es in nationales Recht umzusetzen gilt, erleichtert den binneneuropäische Handelsmarkt.

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hyperlord 24.06.2016, 08:42
109. Und man beschimpft die Bürger...

Ob der Brexit nun eine gute Idee ist oder nicht, kann aktuell niemand wirklich seriös bewerten.
Toll ist aber, dass die Befürworter nach wie vor als dumme Volltrittel dargestellt werden mit "überschaubarem" Detailwissen usw.
Dabei sollte man vielleicht auch mal überlegen, ob nicht die undemokratische Struktur der EU, das intransparente Verhalten (siehe TTIP) und der Bürokratieirrsinn (das Parlament zieht regelmäßig um!!) viel mehr dazu beitragen, dass die Menschen sich von der EU abwenden.
Es ist doch viel mehr so, dass die EU immer gerne genommen wird, um über Bande Gesetze durchzudrücken, die man sonst im eigenen Land nicht durchbekommt, siehe aktuell die Netzsperren (übrigens ein Vorschlag der CSU).
Wenn die EU es nicht schafft, den Menschen einen Mehrwert zu bieten, sondern nur den Großkonzernen, dann ist es nur folgerichtig, dass die EU zerbricht.

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