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Brexit: Der große Knall
AFP

Das Unfassbare ist geschehen: Die Briten haben entschieden, die EU zu verlassen. Das Ergebnis des Referendums ist knapp, die Aussage dennoch eindeutig. Warum haben die Brexit-Anhänger gewonnen und was passiert nun? Die wichtigsten Antworten.

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aprilapril 24.06.2016, 10:24
250. Ihrer Analyse...

Zitat von franke08
Es geschieht der EU schon recht, das Volk wird vergrätzt durch immer neue sinnfreie Reglementierungen, wie Glühbirnen, Staubsauger, Wärmedämmung, Herdhandschuhe!!! usw. Daneben wird massig Geld gedruckt, Großbanken die sich verzockt haben werden mit Steuergeldern gerettet. Außerdem gibts keinerlei eigenständige europäische Politik sondern nur noch eine Erfüllung amerikanischer Interessen, siehe Nato, Russland, Ukraine. Es geht nur um Profit für die Finanzhaie und Großkonzerne, am Volk wird vorbei regiert. Diese EU ist nicht überlebensfähig, eine EU die europäische Interessen vertritt, auch gegen Amerika, und deren Beschlüsse zum Wohle des Volkes sind und nicht nur zum Wohle des Finanzkapitals, die hätte eine Chance.
kann ich nur zustimmen. Man kann nicht andauernd gegen die Interessen der Bürger handeln oder über deren Köpfe hinweg. Außerdem mangelt es der Kommission an demokratischer Legitimation. Mit Grausen denke ich an die Wahl des Winkeladvokaten aus Luxemburg. Kuhhandel statt klare Positionierungen. Fast wie bei der FIFA.

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Einervondrei 24.06.2016, 10:24
251.

Zitat von franke08
Es geschieht der EU schon recht, das Volk wird vergrätzt durch immer neue sinnfreie Reglementierungen, wie Glühbirnen, Staubsauger, Wärmedämmung, Herdhandschuhe!!! usw. Daneben wird massig Geld gedruckt, Großbanken die sich verzockt haben werden mit Steuergeldern gerettet. Außerdem gibts keinerlei eigenständige europäische Politik sondern nur noch eine Erfüllung amerikanischer Interessen, siehe Nato, Russland, Ukraine. Es geht nur um Profit für die Finanzhaie und Großkonzerne, am Volk wird vorbei regiert. Diese EU ist nicht überlebensfähig, eine EU die europäische Interessen vertritt, auch gegen Amerika, und deren Beschlüsse zum Wohle des Volkes sind und nicht nur zum Wohle des Finanzkapitals, die hätte eine Chance.
Geht es Ihnen so schlecht?

Davon ab:

Sie steigen voll auf die unsinnige, weil unqualifizierte EU Kritik ein. Natürlich gibt es Reibungen, Fehlentscheidungen und Lobbyismus. Nur, wo nicht?
Fängt in der Familie an und endet in der Regierung.
Schaffen Sie den idealen, moralischen Menschen, dann läuft es. Hat aber mit der europäischen Idee nichts zu tun.

Sollten Sie das Ganze ob seiner Kompexität nicht durchschauen empfehle ich Nuhr:

Einfach mal die Fresse halten.

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stebiel 24.06.2016, 10:26
252. Scherbenhaufen

Es ist unendlich traurig, was da gerade passiert ist. Gründe: 1.) die englischen Politiker, die - beginnend mit Maggie Thatcher ("I want my money back") die EU eigentlich immer schlecht gemacht haben, inkl. David Cameron, der auch ständig nachverhandelt hat, um mehr für sein Land herauszuholen (Beispiell für Nationalismus innerhalb der EU). Wie unglaubwürdig ist es, wenn Cameron dann plötzlich für einen Verbleib in der EU wirbt! 2.) Geburtsfehler der EU, die als Wirtschaftsgemeinschaft gegründet wurde (EWG) und eigentlich immer das primäre Ziel hatte, die europäische Wirtschaft zu fördern. Das haben die Lobbyisten der internationalen Großunternehmen genutzt, um vorrangig ihre Interessen in Brüssel durchzusetzen. So wird es zumindest vom "einfachen Mann" (der aktuell häufig AfD + Co. wählt) wahrgenommen. Nun hat die Demokratie mit mächtiger Stimme gesprochen. 3.) das eigentlich Gute an der EU - gemeinsame Währung, offene Grenzen - von dem auch jeder einzelne ganz offensichtlich profitiert hat, hat sich auch noch ins Schlechte verkehrt: die gemeinsame Währung hat letztlich die Krise der wirtschaftlich schwächeren Mittelmeer-Staaten zuerst kaschiert, dann in voller Wucht ausbrechen lassen und die offenen Grenzen innerhalb der EU haben - bei fehlendem Schutz der Außengrenzen - die Flüchtlingskrise befördert. 4.) die sich selbst multiplizierende, ausufernde Bürokratie in Brüssel: warum man in Brüssel regeln muss, wie krumm die Banane sein darf, versteht keiner. 5.) der Mangel an Demokratie: das europäische Parlament wird als Schwatzbude wahrgenommen, die eigentlichen Entscheidungen werden in der Europäischen Kommission getroffen, die keine demokratische Legitimation hat. Dieser Fehler hätte lange korrigiert werden müssen.
Die Idee einer europäischen Einigung bleibt richtig, aber die o.g. Probleme müssen dringend gelöst werden. Es muss ein Europa der Regionen her. Und: Welcome Scotland and Northern Ireland! Rest-England wird Probleme kriegen...Vielleicht auch eine Chance, die neue Populismus-Bewegung in Europa zu entzaubern.

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WwdW 24.06.2016, 10:27
253. sehe ich exakt genauso

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Da sich abzeichnet, dass Schotten und Nordiren das "Vereinigte Königreich" infrage stellen, weil sie in der EU bleiben möchten, sollte Großbritannien erstmal seine internen "Scheidungsangelegenheiten" regeln und "Kleinbritannien (England und Wales) danach den Austritt aus der EU verhandeln. ;-) Ich glaube, dass die EU gut und wichtig für Europa ist. Trotzdem freue ich mich über das Ergebnis: Keine britischen Extrawürste mehr und am Beispiel des englischen Niedergangs in den nächsten 20 Jahren werden alle anderen sehen können, wie wichtig die EU für sie ist... abstrakte Warnungen sind, was sie sind: für die meisten zu abstrakt; aber das plastische Beispiel wird den meisten vor Augen führen, was sie an der EU haben. In diesem Sinne wünsche ich England (und Wales) einen langen bitteren Abstieg!
Das sehe ich exakt genauso und hoffe dass die negativen Erfahrungen allerdings ohne Toten vonstatten gehen.

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romeo_mike 24.06.2016, 10:28
254. Hallo nixus-minimax

Zitat von nixus_minimax
Raus mit den Briten, die sollen gefälligst Leine ziehen mit Ihren ewigen Sonderlocken. Jetzt ist die Zeit für eine Katharsis und dann tun wir ein gutes daran den ewigen EU Nörglern zu zeigen was mit Ländern passiert die diese verlassen. Den Briten keinerlei Zugeständnisse mehr gewähren.
Ihr Wort in Gottes Ohr.

Trotzdem: So sieht's in Tat und Wahrheit nur schon wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses aus. Und zwar in den Köpfen derjenigen, die die Kanzlerin in bezug auf das weitere Vorgehen (sicher erfolgreich ;-) briefen werden:

24.6.2016 / 09h57 / SPON "Brexit-Newsblog":

Deutschlands wichtigster Industriezweig bangt offenbar um sein Exportgeschäft: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert, alles dafür zu tun, um den bislang ungehinderten Waren- und Dienstleistungsverkehr auch künftig zu ermöglichen. "Nach einem EU-Austritt sollte niemand Interesse daran haben, mit Zollschranken zwischen Großbritannien und dem Festland den internationalen Warenverkehr zu verteuern", sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Ich bin mal gespannt wie lange es dauert, bis auch der SPON auf diese "alternativlose" Linie einschwenkt. Kann aber gut sein, dass dieser Beitrag wegen diesem letzten Satz zensiert wird :-(

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Tikotako 24.06.2016, 10:29
255. Gegen die Naturgesetze

Wir wissen, dass die Natur keine geschlossenen Systeme akzeptiert. Wir haben es bei Kommunismus gesehen.

Das System EU ist auch nicht anders als ein geschlossenes System.

Dass die EU irgendwann zusammenbricht, sollte niemanden wundern. Der größte Verlierer am Ende wird der größte Profiteur sein, also Deutschland. Deutschland sollte sich jetzt schon auf den Tag X vorbereiten.

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andmy_ 24.06.2016, 10:31
256.

So wie die meisten Engländer, habe ich keine glaubhaften Argumente für den Verbleib gehört und die sind auch kaum zu finden. Das Versprechen allein, dass man irgendwann in Zukunft mit EU besser da steht als ohne, ist schwer nachzuvollziehen. In der aktuellen Situation ist GB als Geberland durch die EU im Nachteil und das ist halt einfach zu erklären. Für mich ist die Entscheidung logisch, auch wenn diese katastrophal für die EU ist.

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romeo_mike 24.06.2016, 10:31
257. Das kann er gerne ....

Zitat von sapereaude!
... Selbst jetzt noch rennt Martin Schulz von Mikrofon zu Mikrofon und malt den wirtschaftlichen Untergang an die Wand.
Er wird aber gegen die da nicht ankommen:

24.6.2016 / 09h57 / SPON "Brexit-Newsblog":

Deutschlands wichtigster Industriezweig bangt offenbar um sein Exportgeschäft: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert, alles dafür zu tun, um den bislang ungehinderten Waren- und Dienstleistungsverkehr auch künftig zu ermöglichen. "Nach einem EU-Austritt sollte niemand Interesse daran haben, mit Zollschranken zwischen Großbritannien und dem Festland den internationalen Warenverkehr zu verteuern", sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann

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die-metapha 24.06.2016, 10:33
258.

Zitat von Einervondrei
Ich hätte meinen Mitmenschen mehr zugetraut, aber statt die Ärmel hochzukrempeln wird auf die Demokratie eingeprügelt. Völig ohne Not, nur weil ein paar Idioten laut schreien. Ich halte einen Großteil der Bevölkerung für zu Unrecht Wahlberechtigt. Dummheit pur. Oder Ignoranz. Oder Egoismus. Auf jeden Fall nichts, womit man einen Staat lenken sollte.
Genau diese fordern aber zu allen politisch heiklen Themen eine Volksabstimmung - nach dem Motto"wir sind das Volk"
Ich kann ihrem Beitrag nur zustimmen.

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