Forum: Politik
Brexit: Der große Knall
AFP

Das Unfassbare ist geschehen: Die Briten haben entschieden, die EU zu verlassen. Das Ergebnis des Referendums ist knapp, die Aussage dennoch eindeutig. Warum haben die Brexit-Anhänger gewonnen und was passiert nun? Die wichtigsten Antworten.

Seite 5 von 26
This Bürge 24.06.2016, 07:54
40. Grossbritannien: Austritt aus der eu sowie aus ttip, tisa und ceta

Mit dem Referendum ändert sich in nächster Zeit vorerst nichts - Grossbritannien bleibt mindestens zwei Jahre Mitglied der EU und in dieser Zeit werden die Verhandlungen über den Austritt geführt. Dass der Finanzmarkt noch während der Abstimmung verrückt spielte, zeigt seinen rein spekulativen Charakter - der Finanzmarkt ist realitätsfremd!

Sehr elegant hat Grossbritannien die US-Vertragswerke TTIP, TiSA und CETA umschifft. CETA, TiSA und TTIP werden als "Freihandelsabkommen" vermarktet, weil sie unter der zutreffenderen Bezeichnung "Konzernschutzabkommen" kaum durchsetzbar wären. Mit ihnen droht uns eine Machtergreifung privater Richter über Staaten.

Übrigens, das Wetter in London ist heute Morgen schön und es ist bereits 20° warm. Ein gutes Zeichen!
zu lesen unter: http://www.montagszeitung.ch/de/z178/

Beitrag melden
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 24.06.2016, 07:55
41. Nicht die Briten

Eine sehr sehr knappe Mehrheit der Engländer wollen die EU verlassen.
In Schottland und Nordirland sieht das offenbar ganz anders aus. Auch wenn EU-Gegner das nicht verstehen können oder wollen: Sie sind nicht in der deutlichen Mehrheit wie sie es gerne hätten.
Das neoliberal-konservative polit-establishment in England hat den Wagen an die Wand gefahren.
Wahrscheinlich auch aus Angst vor einer Zeitenwende die auch das politisch überwiegend ähnlich orientierte Establishment Rest-Europas zu befürchten hat.
Ehe man sich versieht werden, obwohl man die böse EU los geworden ist, die gleichen Probleme oder noch schlimmere auftreten. Vor allem weil das besagte politische Lager wohl doch wieder Zuflucht im rechten Sumpf der Politik sucht wo sie sich als Heilsbringer gegenwärtiger Krisen inszenieren können, dabei aber weiterhin mehr Teil des Problems als einer Lösung sind.

Beitrag melden
ulli7 24.06.2016, 07:55
42. Jetzt dürften die extrem hohen Mieten in London sinken

Die Immobilienpreise und die Mieten in London sind exorbitant hoch. Der Brexit dürfte die Preisblase zum Platzen bringen. Trotz eindeutiger Abstimmung über den Brexit glaube ich noch nicht an der Ausstieg von Großbritannien aus der EU. Es könnte in den langwierigen Verhandlungen auch ein wundersamer Wandel der verkrusteten Strukturen der Europäischen Union eintreten, der es den Briten ermöglicht in einer stark reformierten EU zu verbleiben. Wann darf in Deutschland über einen Dexit abgestimmt werden?

Beitrag melden
die-metapha 24.06.2016, 07:57
43.

Ich bin tatsächlich sehr gespannt, wem die jetzt im Taumel des Glücks versammelte Mehrheit dann frustriert die Schuld an den Problemen gibt die sie so geflissentlich ausgeblendet hat.
Jetzt wird man erst mal die innenpolitischen Auswirkungen spüren - Machtkämpfe in der Downing Street, Kursverluste und Investitionsstop ausländischer Firmen.
Schottland und Nordirland stehen da auch noch auf dem Zettel - und zwar sehr zeitnah.
Aus Great Britain wird little britain - zudem politisch unregiert.

Beitrag melden
peti55 24.06.2016, 07:57
44. mal schaun..

ob sich andere Regierungen auch ein solches Refrendum trauen - wette dann wären Holland, Dänemark und manch ein anderer auch weg. Die Brits haben ja nicht mal den Euro und von Masseneinwanderung sind sie auch weit weg. Vielleicht merken die Politiker dann endlich mal, dass niemand die 10000 überbezahlten Bananen Beamten in Brüssel braucht und machen eine vernünftige Union.

Beitrag melden
paulaschwarz 24.06.2016, 07:58
45. Martin Schulz hat es bereits angekündigt.

Nachahmern des Brexit müssen 'sich warm anziehen.
Dänemark, und die Niederlande werden dieses eher undemokratische Verhalten der EU Spitzen zur Kenntnis nehmen.
Der Brexit wird die 'Rechtpopulisten' befeuern, und die nächsten Wahlen werden überall in Europa 'überraschende' Ergebnisse liefern.
Die Angst geht um bei der 'Elite' - die Angst die selbst erzeugt wurde. Wer Politik nur für Wenige macht, darf sich nicht wundern wenn sich die Mehrheit von Ihnen verabschiedet.

Beitrag melden
cherrypicker 24.06.2016, 07:58
46. Na endlich!

Dieses ewige Gezerre und Genörgel der Briten war ja nicht mehr zu ertragen. Nicht auszudenken, wenn es knapp für die EU ausgegangen wäre, dann würden die Briten noch mehr Extrawürste fordern. Nun hingegen kann die EU zeigen, ob sie nur der Technokratenladen ist, für den viele sie halten, oder ob es ihr um die Menschen geht. Wenn letztere Haltung obsiegt, könnte der Riss zwischen der EU und Großbritannien letztlich zu jener politischen Vertiefung führen, die die Nationalismen überwindet und ein gemeinsames europäisches Haus erschafft. Und wenn nicht ... nun, dann war diese EU keinen Schuss Pulver mehr wert und sie kann mit Fug und Recht untergehen. Der Ball liegt nun bei den anderen Staats- und Regierungschefs in Europa.

Beitrag melden
wintergreen 24.06.2016, 07:59
47. Viel Lärm um Nichts

Es wird wohl später eine zweite Abstimmung geben (müssen), wenn Gras darüber gewachsen ist und dann werden die Briten reuig in den Schoss der EU zurückkehren. Man stimmt solange ab, bis das Resultat passt, diese Taktik hat sich bereits beim Vertrag von Lissabon bewährt. Inzwischen bearbeitet man das Volk mit den üblichen Schreckgespensten Arbeitslosigkeit, Nachteile, usw.

Beitrag melden
hmueller0 24.06.2016, 08:01
48. Warum gewann das Brexit-Lager?

Was für eine Frage. Die Antwort - und zwar die einzig richtige - folgt ja auch gleich: "Die Brexit-Befürworter haben sich die Unzufriedenheit der Briten mit der Politik zunutze gemacht." Was denn auch sonst? Und das "Take back control" - "Lasst uns wieder die Kontrolle übernehmen" sollten wir uns auch zu Herzen nehmen - nicht nur bezogen auf die EU, sondern auch auf die MItgliedsstaaten. Scheinbar haben viele Politiker vergessen, dass sie gewählte Vertreter sind, die Interessen der Bevölkerung vertreten sollen. Statt dessen gebärden sie sich wie selbstherrliche Landesfürsten, deren Leibeigene froh sein dürfen, regiert zu werden.

Beitrag melden
so, so und so 24.06.2016, 08:01
49.

Nö, Grönland ist 1985 ausgetreten. Außenpolitisch wird Grönland zwar von Dänemark vertreten, ist aber sonst weitgehend autonom. So autonom, dass sie mittlerweile darüber nachdenken, wieder in die EU einzutreten.

Beitrag melden
Seite 5 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!