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Brexit-Drama: Jetzt will sogar Farage ein neues Referendum
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Sollen die Briten erneut über den EU-Austritt abstimmen? Europa-Fans wollen das schon länger, nun liebäugelt auch Ober-Brexiteer Nigel Farage mit der Idee. Was, wenn es wirklich so weit kommt?

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moistvonlipwik 13.01.2018, 08:49
20.

Zitat von Zauberlehrling
Für eine so wichtige Entscheidung wäre auf jeden Fall eine Zweidrittelmehrheit vonnöten gewesen. Wo sind nur die Juristen, wenn man sie mal braucht?
Das ist keine Frage der Juristen. Das Referendum sollte nach Aussage Camerons nicht bindend sein. War es auch nicht - allerdings sah sich hinterher plötzlich jeder verpflichtet, es umzusetzen.

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tsknl 13.01.2018, 08:49
21. No Exit-from-Brexit

Obwohl ich recht anglophil bin, und die Briten sehr schätze, sehe ich keinen Rückzug aus dem elenden Brexit Desaster.

40 Jahre haben sie tagtäglich in den Tabloids erfahren, wie schrecklich und undemokratisch doch diese EU sei. Diese Hasskampagne der Murdochschen Schmierpresse würde bei einem Ausstieg aus dem Brexit mit noch größerer Gewalt weiter gehen. Auch der heute bereits existente Hass der Brexit Befürworter gegenüber den Gegnern (und umgekehrt) würde neue Nahrung erhalten. 50% sind halt immer unter den Verlierern.

Nein - sie müssen leider erst raus, um (hoffentlich) bald wieder bei zu treten. Natürlich wird auch während der Nicht-Mitgliedschaft die EU an allem Ungemach Schuld tragen. Aber ein wachsender Teil der Bevölkerung wird dies dann endlich als das entlarven, was es wirklich ist - und immer war. Ablenkung von der Inkompetenz der eigenen Regierung - speziell der Tories, die sich ungehemmt ihre Taschen füllen.

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scooby11568 13.01.2018, 08:51
22. @ kodu ich unterstelle das keineswegs subtil sondern direkt...

dieses ganze Gewäsch, Merkel muss weg, die EU ist undemokratisch, blablabla. Es gibt weder ernsthafte Probleme, die von den Alternaiven benannt werden, noch vernünftige Lösungen für irgend etwas. Nur dumpfe Hetze und Lügen. Wie man am Brexit schön sehen kann.

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a.vollmer 13.01.2018, 08:57
23. Ist doch klar und deutlich, was die Briten wollen

"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass," oder "Let me have my cake and eat it, too."

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spon_12 13.01.2018, 09:02
24.

Kurzer Einwurf: Es geht Farage nicht um einen Rückzug.

[qoute]
Sie würde das Gezeter des Remain-Lagers "für eine Generation vernichten" und die Politik zu einem harten Brexit zwingen - egal, wie negativ die Konsequenzen für die Wirtschaft wären.
[/quote]

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stevie25 13.01.2018, 09:02
25. Abstimmung in Kenntnis der Fakten

In den letzten Monaten wurden den Briten erst vermittelt, welche Folgen ein Austritt wirklich hat. Niemand würde sein Gesicht verlieren, wenn man in einem 2. Referendum darüber abstimmen würde, ob GB in der EU bleiben soll oder ohne Abkommen - so wie es Farage fordert - austreten soll. Die EU könnte eine Rücknahme des Austrittsantrages akzeptieren, wenn es zuvor ein positives Referendum gegeben haben sollte. Will die Mehrheit der Briten doch in der EU bleiben, wird sich niemand überbdiesen Willen hinwegsetzen.

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fördeanwohner 13.01.2018, 09:04
26. -

Zitat von kodu
In GB stimmen die Menschen für den Brexit in den USA wählt die Hälfte der Wähler Donald Trump. In Polen, Tschechien und anderen Ländern Ost- und Südeuropas gewinnen europakritische Strömungen an Einfluss bzw. sitzen bereits an der Regierung. in Deutschland bilden sich in wirtschaftlich und kulturell abgehängten Regionen überproportional schräge, sogar dem GG gegenüber ablehnende Organisationen. Die Heilsversprechen der selbsternannten, meist in den Metropolen residierenden "Eliten" verfangen beim Normalbürger nicht mehr. Vielleicht fragt sich mal jemand in den polit-medialen Elfenbeintürmen warum das so ist. Es ist nämlich keineswegs ausgemacht, daß die Briten bei einem (hypothetischen) zweiten Referendum anders entscheiden würde oder daß Trump nicht doch eine zweite Amtszeit bekommt. Anstatt den BREXIT-Unterstützern, TRUMP-Wählern ... EU-Gegnern subtil Schwachsinnigkeit zu unterstellen, sollten die Entscheider in Brüssel und die Chrfredakteure des Mainstream-Journalismus ihre käsigen Nasen mal vor die Tür stecken. Das könnte vielleicht inspirieren.
Das Problem ist, dass bestimmte Menschen von einer irrationalen Angst getrieben werden: in den USA haben abgehängte Weiße Angst davor, dass sie schlechter dastehen als Afro-Amerikaner, in Ostdeutschland und Osteuropa hat man Angst vorm Untergang des Abendlandes, im UK hat man Angst vor allen Zuwanderern aus der EU und sonst woher. Verstärkt wird das Ganze durch das Internet, über das sich diese Ängste verbreiten lassen und Leute sich gegenseitig negativ in ihren Ängsten verstärken.
Die Rechten sind nämlich nicht unbedingt wirklich sozial benachteiligte Menschen, sondern Menschen, die sich nun, da sie ungekannte Möglichkeiten (s.o.) haben, wieder aus ihren Löchern trauen.
Ich bin auch mit vielem nicht einverstanden, aber ich sehe das Problem eher im Egoismus unserer Zeit und nicht darin, dass die Politiker heutzutage so viel schlechter sind als ? Und an den "Mainstream"-Medien liegt es auch nicht, da die meisten hierzulande ja für mehr soziale Gerechtigkeit stehen als dagegen.

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die-metapha 13.01.2018, 09:05
27.

Eine erneute Abstimmung darüber macht eigentlich keinen Sinn. Ginge es alleine darum, sich darin für den harten BREXIT unterscheiden eventuell - allerdings müsste dann die Rechtsverbindlichkeit zuvor festgelegt werden. Aber weder für die EU noch für Gesellschaftsteile, welche in der EU bleiben möchten spielt eine solche Abstimmung eine Rolle.
GB hat die rechtsverbindlich Austrittserklärung bei der EU eingereicht und somit die Verhandlungen ausgelöst. Ein einseitiges Zurück - egal von welcher Seite ausgehend - wird es so nicht geben.
Ich persönlich denke, ein harter BREXIT wird immer wahrscheinlicher da die innenpolitischen Strömungen in diese Richtung zeigen.
Nigel - der, der den Kopf so im Nacken trägt als könne ihm jederzeit eine vorgespannte, übergroße, zusammengerollte, klebrige Zunge aus dem Hals schnellen um vorbeischwirrende Fliegen zu fangen - also dieser Nigel ist ein Populist und nimmt die Strömungen und Launen seiner Umgebung sehr sensibel auf um daraus persönliches Kapital zu schlagen. Er selbst sitzt ja übrigens im EU Parlament und bekommt selbstverständlich nach dem Austritt GB aus der EU ein nettes Ruhegeld. Da kann einem dabei auch völlig egal sein, welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft hat - er wird sie dann freudig mit Durchhalteparolen füttern.

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Remote Sensing 13.01.2018, 09:05
28. Die Belohnung für die Briten

im Falle eines erneuten Referendums gegen den Brexit , wären massive Zugeständnisse an sie. And the winner is- GB!

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degraa 13.01.2018, 09:06
29. Man müsse "phantasievoll und erfinderisch" auf eine "maßgeschneiderte

Lösung hinarbeiten"

Und der Preis für das nichtssagendste Polit-BlaBla geht zum wiederholten Male ins ...tata ... Vereinigte Königreich.
Die Briten haben mal Weltklasse-Diplomaten und Verhandler gehabt. Aus der maritimen Weltmacht ist ein albernes Narrenschiff geworden.

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