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Brexit-Durchbruch: Jetzt geht's erst richtig los
AP

London und Brüssel haben den Durchbruch geschafft: Die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen kann beginnen. Die aber dürfte noch schwieriger werden - darum geht's.

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redneck 08.12.2017, 14:17
20. EU von Globalisierung überrascht.

Zitat von peterpahn
Die EU kann beim Brexit nur verlieren, denn die ganze Linie, den Briten den Austritt so schwer und schmerzhaft wie möglich zu gestalten, spricht Bände; fast wie ein Fitness-Studio, das ein Mitglied nicht aus einem bestehenden Vertrag entlassen will, um nochmal 6 oder 12 Monate Beiträge zu kassieren - für neue Mitglieder sind solche Katastrophen-Buden natürlich längst nicht mehr attraktiv, weswegen sie sich noch stärker an die verbliebenen Mitglieder klammern und zunehmend auf Drohungen zurückgreifen (siehe jetzt aktuelle Vertragsverletzungsverfahren gegen mitteleuropäische Länder). Nein, Spaß beiseite, die EU braucht dringend Reformen, aber nicht solche, wie sie Macron, Juncker, Schulz und Merkel vorschweben, sondern ein Europa der Freiwilligkeit und Subsidiarität; und als wichtigste Einzelmaßnahme braucht Europa eine Insolvenzornung für Staaten der Euro-Zone.
Ist eine klassische No win situation wie sie nur Provinz-Politiker zuverlässig hinkriegen. Ein lockerer Staatenbund wollte die Reste feudaler Herrschaft wie Steuern, Zölle homogenisieren und/oder abschaffen, R&D und Produktion über mehrere Länder verteilen so dass keine Kriegswirtschaft mehr möglich sei. Heute haben wir genau das Gegenteil von. Ständig mehr Einschränkungen, hohe Steuern und Zölle, eine Europäische Armee ist bereits Realität.

Unreformierbar - drum kriegen die auch keine intelligente Problemlöser sonder Aufwasch aus der Provinz in Brüssel.

Dabei gibts das fast perfekte Modell Staatenbund schon seit 500 Jahren. Müsste man halt einfach kopieren, oder besser, den Schweizern Politik und Management überlassen. Dann wäre ein Ausscheren der Briten freundlich diskutiert worden und SIe hättens einfach mal auf Zeit ausprobiert. Der Blödsinn den Junker etc anrichten - würd nicht passieren weil dann solche Schwachmaten nicht an der Macht wären.

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MütterchenMüh 08.12.2017, 14:23
21. xxx

Zitat von brux
Der Text ist wohl etwas zu komplex für Journalisten. Die Briten verpflichten sich, dass es keine Grenze in Irland geben wird. Sie wollen das durch ein Handelsabkommen erreichen, erkennen aber offenbar nicht, dass Binnenmarkt und Freihandelszone sehr unterschiedliche Dinge sind. Binnenmarkt ist viel mehr als Handel mit Gütern. Eine offene Grenze erfordert, dass entweder Nordirland alle EU-Regeln weiter beachtet oder dass das gesamte Vereinigte Königreich das tut. Da die Protestanten in Nordirland ersteres ablehnen, kommt nur letzteres in Frage. Mit anderen Worten: Theresa May hat sich gerade für einen Beitritt zur EFTA und zum EWR entschieden. Blöd nur, dass dieser Idee nicht nur die EFTA und alle EU-Staaten zustimmen müssen, sondern dass ihre eigene Partei in dieser Frage unversöhnlich gespalten ist. May wird nicht die Premierministerin sein, die das liefern kann.
Warum muss bezüglich der EFTA die EU zustimmen?
Ist die EFTA nicht autonom=´?

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andre-bock 08.12.2017, 15:06
22. Redneck

So viel Mumpitz in nur einem Kommentar. Ihnen schwebt also das schweizer Modell vor? Müsste man eben nur einfach mal implementieren und das macht dann Imperator Redneck höchstpersönlich. Was halten wohl die Europäer von einem föderalen Staatenbund a la Schweiz mit gemeinsamer Steuer-, Militär- und Finanzpolitik, einer gemeinsamen Währung, gemeinsamer Haftung und einer Bundesregierung? Das Problem sind nicht die Leute in Brüssel. Die sind jedem Normalo turmhoch überlegen, weil sie schlicht divergierende Interessen auszugleichen haben. Das Problen ist ganz offensichtlich der komplett inkompetente Kleinbürger, wie hier anschaulich zu beobachten ist.

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constractor 08.12.2017, 15:30
23.

Es wird so kommen das die Briten alle Rechte eines EU Mitgliedes behalten aber keine Pflichten mehr haben werden.
Sie können fröhlich jede Einreise aus der EU in ihr Land verbieten, werden aber selber volle Freizügigkeit haben. Zollfreiheit auf britische Waren, aber Schutzzölle auf ausgewählte Importgüter um die britische Wirtschaft zu schützen.
Und was EU Bürger in England angeht es wird jetzt schon alles gatan um den weiteren Aufentalt zu erschweren wenn nicht sogar unmöglich zu machen. Teilweise erfolgen ja schon Aufforderungen das Land zu verlassen.

Wahrscheinlich wird die EU den Briten auch noch eine saftige Entschädigung zahlen müssen, wegen dem durch die EU-Mitgliedschaft entgangenem Wirtschaftswachstum.

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es reicht mir 08.12.2017, 15:42
24. 1 : 0 für GB

Junker, Barnier und Co haben also die Nerven verloren, sie verzichten jetzt schon auf die Festschreibung der Rechtsprechungskompentenz des Europ. Gerichtshofes und das wars, denn der angekündigte Verzicht auf Massenausweisungen ist nichts wert, denn die hätte ohnehin nicht stattgefunden, weil GB einen großen Teil der Europä. Arbeitskräfte braucht. Die EU hat bisher nichts erreicht und das bei den vollmundigen Ankündigungen. Dennoch beginnt die 2. Phase, wirklich eine (vorhersehbare) Blamage für die Verhandlungsführer der EU. Das Ende ist auch absehbar, GB wird das angestrebte weitgehende Freihandelsabkommen auch ohne Erhaltung der Freizügigkeit für EU-Bürger erhalten. Das wird insgesamt ein brauchbares Ergebnis und auch eine Blaupause für künftige Austrittsfälle, die dann sicher anstehen werden. Das hätte man aber auch einfacher und vor allem für ganz Europa und insbesondere Deutschland besser haben können, wenn die Leichtmatrosen in Brüssel und die Leichtmatreuse Merkel ihre euroextremistischen Scheuklappen abgelegt und den Briten bei den Vertragsverhandlungen entgegengekommen wären.

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seetaucher 08.12.2017, 16:19
25.

Zitat von MütterchenMüh
Wie kommen Sie darauf , dass das Verhandlungsergebnis der Binnenmarkt sein soll? Handelsabkommen , Zollunion u.ä. - mehr will London nicht!
Sie behaupten das ja wieder und wieder und wieder.

Können Sie mal eine Quelle benennen, aus der sich ergibt, dass die Briten z.B. keinen Zugang für ihre Kapitaldienstleistungen haben wollen (das ist weder Handel noch Zoll)? Und das obwohl Kapitaldienstleistungen der mit abstand wichtigste Wirtschaftszweig im UK sind?

Es würde mich wirklich interssieren, woher Sie Ihre Information haben, dass die Briten auf einen Zugang ihrer Kapitaldienstleistungen zum europäischen Markt keinen Wert legen.

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schwester arno 08.12.2017, 16:21
26.

Zitat von constractor
Es wird so kommen das die Briten alle Rechte eines EU Mitgliedes behalten aber keine Pflichten mehr haben werden. Sie können fröhlich jede Einreise aus der EU in ihr Land verbieten, werden aber selber volle Freizügigkeit haben. Zollfreiheit auf britische Waren, aber Schutzzölle auf ausgewählte Importgüter um die britische Wirtschaft zu schützen. Und was EU Bürger in England angeht es wird jetzt schon alles gatan um den weiteren Aufentalt zu erschweren wenn nicht sogar unmöglich zu machen. Teilweise erfolgen ja schon Aufforderungen das Land zu verlassen. Wahrscheinlich wird die EU den Briten auch noch eine saftige Entschädigung zahlen müssen, wegen dem durch die EU-Mitgliedschaft entgangenem Wirtschaftswachstum.
Sie haben keinerlei Beleg hierfür, lesen sie mal den Textentwurf dieses Abkommen genau durch, und erklären Sie dann, wie sie aufgrund dessen auf so eine hahnebüchne Einschätzung kommen.
Interessanterweise kommt die gesamte britische Presse (Brexiter und Remain) auf eine ganze andere Deutung, die sich allerdings an dem Papier deutlich mehr orientiert, als ihre Tirade (mehr ist es nicht).

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brux 08.12.2017, 16:49
27.

Zitat von MütterchenMüh
Wie kommen Sie darauf , dass das Verhandlungsergebnis der Binnenmarkt sein soll? Handelsabkommen , Zollunion u.ä. - mehr will London nicht!
Handelsabkommen ist Warenverkehr und schliesst Kontrollen ein, z.B. phyto-sanitär.
Zollunion in vollem Umfang ist derzeit an EU Mitgliedschaft gebunden.
Wunschdenken ist für Kinder.

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brux 08.12.2017, 16:51
28.

Zitat von MütterchenMüh
Warum muss bezüglich der EFTA die EU zustimmen? Ist die EFTA nicht autonom=´?
EFTA bedeutet Zugang zum Binnenmarkt nur, wenn man auch dem EWR Vertrag beitritt. Und dem müssen alle EU Staaten einzeln zustimmen.

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lanzelot72 08.12.2017, 17:38
29. @spon_2999637 (5)

Sie kennen den Begriff der "Guillotine-Klausel"? Funktioniert z.B. in Bezug auf die Verträge der EU mit der Schweiz ganz hervorragend!

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