Forum: Politik
Brexit-Ergebnis: Briten stimmen für EU-Ausstieg
REUTERS

Jetzt steht es fest: Großbritannien stimmt für den Austritt aus der Europäischen Union. Bei dem Referendum haben sich mehr als 50 Prozent der Wähler für den Brexit entschieden.

Seite 4 von 24
dr.joe.66 24.06.2016, 07:34
30. Demokratie muss das aushalten

Jetzt ist es also passiert. Die Briten verlassen die EU. Und aller Wahrscheinlichkeit nach - gerade auch vor dem Hintergrund der lokalen Wahlergebnisse - werden die Schotten und die Nordiren jetzt auf schnellstem Wege Großbritannien verlassen.
Das Volk hat so entschieden. Das nennt man Demokratie. Und eine Demokratie muss auch Entscheidungen aushalten, die unangenehm sind.
Dumm ist nur, dass man in einer Demokratie spätestens bei der nächsten Wahl Dinge revidieren kann. Das geht diesmal nicht.
Ich halte die Entscheidung der Briten bzw. der Engländer für dumm. Aber nachdem die Politik das Volk lange Zeit dumm gehalten hat, hat es jetzt auch dumm entschieden. C'est la vie.
Aber da ich Optimist bin, sehe ich das ganze für Europa sehr positiv. Jetzt müssen sich die Regierungen in den EU-Ländern und vor allem die Politiker in Brüssel endlich mit den überfälligen Reformen der EU befassen.
Die EU wird mittelfristig gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Der Euro damit ebenso.
Und die Engländer? Was wird wohl passieren, wenn das Volk merkt, dass die Versprechungen von Farage und Boris nicht eintreten?
Wenn Farage und Boris Recht hätten, wenn GB die neue Schweiz wäre, dann hätte das Pfund doch jetzt einen Sprung nach oben machen müssen, oder?
Bisher habe ich diesen Satz nur fußballerisch gemeint, jetzt meine ich ihn auch politisch: Ich bin froh, dass ich kein Engländer bin.
Aber Demokratie muss das aushalten.

Beitrag melden
hansgustor 24.06.2016, 07:34
31. Pro Kleinstaaterei

Ja die EU hat viele Probleme aber die Gegner sind grundsätzlich gegen ein vereintes Europa. Sie wollen nicht dass z.B. Geld von Deutschland nach Frankreich fließt. Deshalb werden wir den Wettbewerb gegen die USA und China auf lange Sicht verlieren.
Insbesondere in Deutschland wünscht man sich mittelalterliche Zustände zurück, wie man bei den Diskussionen über den Länderfinanzausgleich erkennen kann. Es bleibt wohl nur eine Frage der Zeit bis der Brückenzoll wieder eingeführt wird und Stadtmauern hochgezogen werden.

Beitrag melden
frankfurtbeat 24.06.2016, 07:35
32. etwas ...

etwas frischer Wind ist immer nicht schlecht und die Sonderrolle der Briten war nicht gerechtfertigt

Nun wünsche ich den Briten viel Spass beim Verhandeln ...

Beitrag melden
Vasilitsion 24.06.2016, 07:35
33. Wie bitte?

"Wir haben gewonnen, ohne eine einzige Kugel abgefeuert zu haben." So tönt der unsägliche EU-Gegner Farage. Und was bitte hat Jo Fox getötet?

Beitrag melden
Thomas Schröter 24.06.2016, 07:35
34. Sezession Britaniens unausweichlich

Der Showdown hat begonnen. Nun wird ausgefochten wessen Fliehkräfte sich durchsetzen.
Die innerbritischen oder die innereuropäischen.....

Beitrag melden
pat_machine 24.06.2016, 07:36
35. yeeeees

thank you England!

Beitrag melden
Dr.Akula 24.06.2016, 07:36
36. Gut

Aus einem Grund finde ich den Brexit gut: es ist ein solider Schuss vor den Bug unserer Selbstherrlichkeiten in den Abzockerstaaten wie Irland und (leider) auch Holland - angeführt von seiner Scheinheiligkeit aus Luxemburg. Passt auf ihr Götter, sonst gibt´s noch mehr Exits!

Beitrag melden
geisterfahrerii 24.06.2016, 07:36
37. Ein Sieg..

Ein großer Sieg für die Demokratie. Diese zutiefst verkommene und korrupte EU dachte sie könne sich alles erlauben. Ein Draghi plündert mein Konto und ein Junkers sorgt dafür dass die größten Firmen keine Steuern zahlen. Aus diese EU kann man nur austreten.

Beitrag melden
boxfrank 24.06.2016, 07:36
38. Die Auflösung beginnt!

Warum nur? Die Idee war doch gut - die Vorgaben streng. Alle Katzen (Politiker) hatten sich verpflichtet, keine Mäuse mehr zu fangen (neue Schulden zu machen). Begonnen hat das Verhängnis - damals wie heute - in Deutschland. Die rotgrüne Schröder Regierung hielt sich einfach nicht an die Vorgaben (so wie heute Merkel mal eben so Dublin/Schengen außer Kraft setzt). Nun hatte niemand mehr Hemmungen beim Schuldenmachen - bis in den EU-Untergang. Als nächstes ist der Euro dran. Damit die Südländer ihre immer noch (!) steigenden Schulden weiterhin bedienen können, schaffte der Italiener Draghi die Zinsen ab; jahrhundertealte Marktgesetze für Geld sind aufgehoben, usere private Altersvorsorge funktioniert ohne Zinsen nicht mehr. Diese durch schleichende Enteignung hervorgerufenen Milliardenverluse werden sich die Nordeuropäer auf Dauer nicht gefallen lassen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis es auch hier zum Knall kommt...

Beitrag melden
mxmchn 24.06.2016, 07:37
39. Der Lackmustest:

Stürzt GB jetzt ab, wird die EU gestärkt. Bleibt GB stabil oder prosperiert, wird auch in vielen anderen EU-Staaten eine Mehrheit keine Notwendigkeit mehr für einen Verbleib in der EU sehen. Das Ergebnis ist nicht zuletzt auch die Folge einer - nicht zuletzt auch fiskalisch - völlig verfehlten (Europa-) Politik der Regierungen Merkel II und Merkel III. Es riecht langsam brenzlig auf der Wohlstandsinsel Deutschland...

Beitrag melden
Seite 4 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!