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Brexit: EU bietet Briten längere Übergangsphase an
REUTERS

Nach dem vorläufigen Abbruch der Brexit-Verhandlungen hat die EU einem Bericht zufolge Großbritannien angeboten, länger als geplant in Binnenmarkt und Zollunion zu bleiben. Gleichzeitig setzt Chefverhandler Barnier eine neue Frist.

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dirkcoe 17.10.2018, 12:31
60. Wenn eine Verlängerung

der Frist dazu führen kann , das entstehende Chaos durch einen harten Brexit zu vermeiden, dann bitte schön. Weder die EU, noch die Briten können ein Interesse daran haben, ein unkalkulierbares Risiko einzugehen. Allerdings muss klar sein das die Prinzipien der EU bestehen bleiben - egal wie lange die Verhandlungen nun dauern.

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rwachsmu 17.10.2018, 13:19
61. Erste Auflösungserscheinung?

Ich bin dafür, dass man Großbritanien fair behandelt. Nicht mehr und nicht weniger. Das bedeutet, dass man sich strikt an die Vorgaben der EU-Verträge hält. Wenn die Freizügigkeit hier zwingend ist, dann ist das so, usw.
Jedes Anzeichen dafür, dass man zum Schutz diverser Kapitalinteressen und Handelsinteressen einzelner Industriezweige oder gar Unternehmen von der Linie abweicht, erledigt sofort die Akzeptanz der EU eben über jene Kapital- und Handelsinteresen hinaus in der Bevölkerung. Die Verlängerung der Übergangsfrist ist genau dieses Anzeichen.
Zu wem gehört Nordirland? Offensichtlich zu Großbritanien. Kann mir mal jemand erklären, wie sich die EU erdreisten kann, über die Grenze Großbritaniens zu bestimmen oder gar nur zu verhandeln? Sorry Iren. Es hat 1921 nicht gereicht, ganz Irland zu befreien. Die EU ist nicht dafür da, das nachzuholen.
Eins sollte einem Sorgen machen. Merkel und ihren Helferlein ist nicht zu trauen. Sie wird die erste sein, die uns, bzw die EU, für die Interessen weniger Bonzen sofort verkauft.

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mostly_harmless 17.10.2018, 13:27
62.

Zitat von Miach
Auch dieser Kompromiss wird scheitern, May wird es bei den Hardcore Brexitern nicht durchbekommen. Spannend wird nur sein, wie man der EU auch das wieder in die Schuhe schieben wird ;-) [...]
Das ist doch wunderbar. Die ganze Welt kann dann über mehrere Jahre tag für Tag live und in Farbe besichtigen, wohin es führt, wenn man den Lügenmärchen der Rechtspopulisten Glauben schenkt.

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RedOrc 17.10.2018, 13:40
63. Nützt nichts

Zitat von mostly_harmless
Das ist doch wunderbar. Die ganze Welt kann dann über mehrere Jahre tag für Tag live und in Farbe besichtigen, wohin es führt, wenn man den Lügenmärchen der Rechtspopulisten Glauben schenkt.
Das kann man nun seit fast zwei Jahren bei Trump, und was hat es genützt? Die Anhänger schotten sich gegen jegliche Fakten ab und/oder finden einen Sündenbock.

Beim Brexit wird es genauso werden: Die EU wird Schuld sein, die Politiker die schlecht verhandelt haben, usw. usf.

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Thomas Schröter 17.10.2018, 14:29
64. Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben

Zitat von heidebock
.....mich wunderte schon die Konstanz und die konsequente Haltung der EU sehr. Irgendetwas kam mir komisch vor. Nun bekommen die Rosinenpicker von der Insel doch wieder ein Stück weit Ihren Willen.... Das wird sicherlich von den künftigen Xxxit-Kanidaten mit Argusaugen beobachtet und gewertet werden. Gute Nacht EU, es war schn mit dir....
Welcher Unternehmer kann alle 2 Jahre so ein Theater stemmen?

Die Attraktivität GB's als Investitionsstandort bewegt sich nun wohl tendenziel auf die der ehemaligen Kolonie Simbabwe / Rhodesien zu.
Widererrichtung des Empire auf britisch welch wohl mentalen Beeinträchtigungen infolge Klimawandel und Ernährung geschuldet ist.

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mostly_harmless 17.10.2018, 16:48
65.

Zitat von RedOrc
Das kann man nun seit fast zwei Jahren bei Trump, und was hat es genützt? Die Anhänger schotten sich gegen jegliche Fakten ab und/oder finden einen Sündenbock. Beim Brexit wird es genauso werden: Die EU wird Schuld sein, die Politiker die schlecht verhandelt haben, usw. usf.
Nun, aktuell sieht der US-Bürger die Auswirkungen der Steuerreform. Die sind - bei 5 - 20% geringeren Steuern für ihn - erstmal positiv. Die Effekte der rabiaten Kürzungen im Sozialbereich müssen hingegen eingie Zeit wirken, das geht nicht von heute auf morgen. Und die drastisch geringeren Einnahmen des Staates haben erst bei den Kürzungen im nächsten Jahr Effekte.
Dann beginnt die Weltwirtschaft dank der Zölle Trumps und des Handelskrieges gegen China gerade erst, sich einzutrüben, auch dies muss erst seine Effekte erst entfalten.
Das gleiche gilt für die deutlich steigenden Lebenshaltungskosten wegen der Zölle.

Also: Wollen wir hoffen, dass Trump die Midterms gewinnt. Und am Besten auch die Wahlen 2020. Damit die Bürger in den USA (da reichen keine kleinen Schläge auf den Hinterkopf, das braucht einen großen Holzhammer) das in aller Ruhe "geniessen", und ihre Schlüsse ziehen können.

Ok, es gibt ein gewisses Risiko für einen Atomkrieg mit Iran, schliesslich will Bolton, einer der größten Kriegstreiber in den USA den Iran seit Jahren "nuken". Aber hey: No risk, no fun!

Klang das jetzt sarkastisch? Das sollte es jedenfalls.

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frankcrx 17.10.2018, 17:03
66. Viel bla bla

Viele hier schreiben, dass im VK bis jetzt ja alles super läuft. Stimmt, der Brexit ist ja auch noch nicht vollzogen! Was passiert wenn es den harten Brexit gibt? Für das VK:
Es wird eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland geben. Es gibt keine andere Möglichkeit (siehe WTO)
Sämtlicher Warenverkehr fällt unter WTO Regeln, sprich es muß Zollabfertigungen beim Im- und Export geben.
Die just-in-time Lieferketten sind nicht mehr gewährleistet.
Das VK hat keine Freihandelsabkommen mehr und somit müssen auf alle Waren weltweit Zölle erhoben werden. Eine 0% Zoll schließt die WTO aus.
Sämtliche Zertifikate sind null und nichtig.
Die Finanzbranche in London verliert von heute auf morgen ihren größten Markt.
Der Personenverkehr wird über die Grenzen wird massiv zurückgehen, da es z.b. auch keine Fluglizensen mehr gibt.
Lieferengpässe bei Waren, Lebensmitteln, Medikamenten werden in der ersten Zeit zu erheblichen Verwerfungen führen.
Die Exportindustrie wird sich schnellst möglich nach anderen Standorten umschauen oder pleite gehen.
Wer ernsthaft glaubt dass das britische Volk diese Verwerfungen ihres Lebensstandards klaglos hinnimmt, weil das britische Volk schon immer so leidensfähig war, der verkennt in welcher Zeit wir leben. Auch die Briten wollen heute uneingeschränkt reisen, ihren Lebensstandard nicht aufgeben und global sein.
Erst wenn der harte Brexit das Leben im VK grundlegend verändert und jeder mit ein bischen gesundem Menschenverstand weiß das es sich zum schlechten verändern wird, erst dann werden sie begreifen in was sie sich, bzw. ihre regierenden, sich hineingeritten haben. Die EU versucht nicht der britischen Regierung ihren Arsch zu retten sondern der Bevölkerung. Nach dem harten Brexit hat das britische Empire nämlich fertig. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

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