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Brexit-Folgen: Das Ende des Empire-Gefühls
AFP

Der Brexit weckt bei manchen Briten Träume von einem "Empire 2.0". Die übersteigerten Erwartungen belasten nicht nur die Austrittsverhandlungen: Auf der Insel droht ein Gefühl nationaler Demütigung.

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Dumme Fragen 21.07.2017, 17:44
100. Britain...

Wer um 17.35 Uhr in einem britischen Pub sitzt, weiß, warum das UK untergehen wird. Das Empire ist dort noch nicht untergegangen, die Briten denken immer noch, ihnen gehört die halbe Welt und die Sonne geht nie unter! Totale Dekadenz!

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mkalus 21.07.2017, 17:47
101.

Zitat von andre-bock
Merkels Macht basiert nur auf der Rolle Deutschlands in der EU.
Wie bitte? Mal abgesehen davon das Deutschland genausoviel in der EU zu sagen hat wie alle anderen Mitgliedsstaaten hat Deutschland auch unabhaengig von der EU einen ziemlich guten ruf in der Welt, und auch den Pass mit dem am weitesten ohne Visa reisen kann.

Das Deutschland von der EU profitiert hat, klar, aber so haben alle 28 Mitgliedstaaten, das war ja die Idee dahinter.

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elektromotor 21.07.2017, 17:48
102. Die EU-Brandschutzverordnung ist der deutschen Regierung

Zitat von simonweber1
Brandschutzverordnung kommt doch gerade von der EU. Ist im Prinzip genauso unsinnig wie die Wärmedämmungsverordnung für Häuser, die die Brandgefährdung erheblich erhöhen.
aber gerade nicht restriktiv genug. Das heißt: wir setzen noch eins drauf auf die geschmähte, angebliche EU-Regulierungswut.
Und die Wärmedämmverordnung ist auch deutsch.

Im UK wird man genau wie bei uns alles noch viel besser machen und noch bürokratischere Gesetze erfinden. Wer's nicht glaubt, googelt: Stadt Cardiff, Verbot des Recyclings von Teebeuteln.

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emobil 21.07.2017, 17:48
103. Whiskey

Zitat von Wal-Ire
...und damit ist wohl neben Whiskey ...
oops, "Whiskey" kommt aus Irland oder den USA...
Aber der Whisky ist ja auch ganz annehmbar ;-)

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churchilla 21.07.2017, 17:49
104.

Zitat von der_weisse_wal
Vielleicht sollten wir mit einem Flüchtlingsstrom aus dem UK rechnen. Zumindest in Irland scheint das schon jetzt der Fall. Die Menge der Briten, die Iren werden wollen übersteigt die Kapazitäten. Natürlich denkt England, dass der Austritt sinnvoll ist. England ist selbst eine Krake und saugt seit jeher die anderen Mitglieder des UK aus. Ich war in Schottland und die Menschen dort halten den Brexit für eine Schnapsidee - man bedenke, sie haben den Whisky erfunden. Was die Nostalgie betrifft, die ist in England seit jeher eine Form der Geschichtsklitterung. Gerade in Fächern wie Geschichte, stimmen die Schotten offenbar überhaupt nicht mit den Inhalten der Lehrbücher überein. Die anderen Mitglieder des UK haben von der EU massivst profitiert. Schon allein die Subventionen. Während Thatcher Wales und Schottland hat verhungern lassen, blühen diese seit der EU-Mitgliedschaft auf. In Wales sind sich die senilen Bauern dessen offenbar nicht bewußt. Aber Schottland wußte genau, warum es gegen einen Brexit votiert hat. Niemand ind er EU wünscht sich das harte Schicksal des totalen Zusammenbruchs für das UK. Aber die "Elite" dort hat sich offenbar entschlossen mit wehenden Fahnen und ohne Bremsen auf den Abgrund zuzusteuern. Ohne Zweifel haben die Brexiteers für sich selbst mit Fallschirmen vorgesorgt, falls der Plan doch nciht so gut war...
...und man hat uns in Schottland im Vorfeld des Unabhaengigkeitsreferendum 2014 gesagt : ...wenn ihr jetzt fuer die Abspaltung von GB stimmt, dannt fliegt ihr aus der EU. ...Tja, da haben viele Schotten und wahlberechtigte EU Buerger in Schottland Angst bekommen, denn sie wollten in der EU bleiben. Deshalb haben sie fuer den Verbleib im Koenigreich gestimmt.....
Schottland hat die Downingstreet Luegen satt.
Ich hoffe auf ein INDIREF 2 !!!

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viwaldi 21.07.2017, 17:49
105. Ich finde, die Diskussion hier läuft falsch

Ich wünsche den Engländern alles gute und viel Erfolg, auch wenn ich glaube das Sie einen historischen Fehler gemacht haben. Vor allem eine Abstimmung ohne eine ehrliche gesellschaftliche Diskussion vorher, nur dumpfe Propaganda. Egal, wichtig ist das wir die EU besser machen und weiter entwickeln. England war oft eine Bremse, die fällt nun weg und wir müssen und können die Chancen einer EU jetzt besser nutzen. Die Globalisierung kann in Europa nicht mit Rückfall in Kleinstaaterei gemeistert werden, davon bin ich überzeugt. Und auch wenn ich England alles Gute wünsche, wünsche ich das Bessere für die EU. England soll fair behandelt werden, aber keine Bevorzugung bekommen. Unsere Politik hat die Aufgabe, Deutschland und die EU Mitglieder bestmöglich zu vertreten. Geschenke an Ex-Mitglieder darf es nicht geben, gerechte Abkommen schon.

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schwester arno 21.07.2017, 17:50
106.

Zitat von Jürgen Thiede
Bei den Tests, die von den britischen Behörden nach der Brandkatastrophe bei anderen Hochhäusern durchgeführt wurden, kam heraus, dass keines der geprüften Gebäude den Anforderungen entsprach. Dazu sind Brandschutzvorschriften gut. Im UK wurden sie Mitte der achtziger Jahre gelockert und die Einhaltung nicht behördlich überprüft.
Lassen Sie sich von Weber nicht ins Boxhorn jagen, die Brandschutzvorschriften obliegen den Staaten, teilweise den Untereinheiten, wie den Bundesländern in Deutschland oder Österreich aber nicht der EU. Die EU regelt die Zuordnung von bauchstofftechnischen Baustoffen und Bauteilen, wie z.B. Türen, Verglasungen oder Brandschutzklappen (sowas wie EI 30, EI 60 Bauteile u.a) , was sind macht, da man sonst solche Teile nicht auf dem Markt anbieten könnte. Die Richtlinieb sind im wesentlichen auf Normen gestützt, die von Sachverständigen erstellt werden, nicht von Politikern. Laien kennen diesen Unterschied oft nicht

Wie z.B Hochhäuser oder Tiefgaragen brandschutztechnisch auszulegen sind, wie die Überwachung (Brandmelder, Gasmelder, Entrauchungssysteme) ist nicht Sache der EU, sondern der Einzelstaaten oder Untereinheiten. Eine EU-weite Brandmelderpflicht gibt es nicht. Sie können aber davon ausgehen, dass das UK in Sicherheits- und Brandschutzfragen, i.d.R. der Vorreiter ist, nicht der Nachzügler, der widerwillig Dinge einführt, weil die EU es dazu verdonnert. Leute, die sich in dem Gewerbe (Arbeitssicherheit, Brandschutz, Ex-Schutz) nicht auskennen wissen das natürlich nicht.

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peter.di 21.07.2017, 17:51
107.

Zitat von ein_Nachdenker
Der Niedergang little britains schreitet unaufhaltsam fort. Nebelhafte Gedanken an ein vor langer Zeit zu Sc mag einen Teil unseres isolierten Inselvölkchen delirant von nahender Weltmachtherrlichkeit träumen lassen. Jäh erwacht, bleibt nur das deprimierende Schauspiel einer orientierungslosen politischen Führung, die in Brüssel gerade dilettantisch die Zukunft ihres Wahlvolks verzockt, derweil sich die Hauptverantwortlochen des BRRXITs bereits feige aus dem Staub direkt im Rinnstein der Geschichte verkrochen haben: ein elender Haufen verantwortungsloser politischer Hasardeure und Egomanen, vorübergehend bewundert von den Losern, den Bildungsfernen, den Unterbelichteten und abgehängten, also jenen, die als erste die drastischen Folgen des selbst gewählten BREXITS zu erdulden haben.
"Der Niedergang little britains schreitet unaufhaltsam fort. "

Ganz sicher. Bald wird es ihnen so schlecht gehen wie den westeuropäischen Nicht-EU Ländern der Schweiz und Norwegen. Vorbei der Glanz solcher EU Länder wie Griechenland, Italien Spanien.

Und die Kommentare der EU Anhänger werden wirklich immer bestechender in ihrer Sachlichkeit.

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Braveheart Jr. 21.07.2017, 17:57
108. In Großbritannien weht ein verdammt rauher Wind ...

... jedem ins Gesicht, der die falsche Haut- oder Haarfarbe hat, auf die falsche Schule ging, oder einfach Pech im Leben hatte. Seit Jahren wird auf Deubel-komm-raus privatisiert und rationalisiert. Sobald der BREXIT Fakt ist, werden Hunderttausende auf den Kontinent flüchten. Und die Royal Navy wird sie nicht aufhalten.

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brucewillisdoesit 21.07.2017, 17:59
109. wieder: Logik

Zitat von rudig
es werden neue Handelsverträge abgeschlossen, z.B. mit USA / China / Kanada u.s.w.
Und diese Handelsverträge die nun nicht mehr das UK gemeinsam mit allen anderen EU-Staaten, sondern nur noch das UK alleine aushandelt (und somit eine weitaus schwächere Verhandlungsposition hat) werden viel besser für das UK sein ? Insbesondere da jeder Verhandlungspartner weiß, das das UK aufgrund seiner Situation gar nicht anders kann, als mehr oder weniger jeden Deal erst einmal anzunehmen (in der wagen Hoffnung ihn irgendwann nachverhandeln zu können) ?
Wie kann man so naiv sein zu glauben, das das Ersetzen von Handelsverträgen durch neue mit schlechteren Konditionen zu einer Wohlstandszunahme führt. Das ist ja absurder als Lotto zwecks Wohlstansvermehrung z uspielen.
Natürlich wird das UK dadurch nicht untergehen, aber es wird der Bevölkerung nicht besser, sondern schlechter gehen und das war vermutlich explizit nicht das Ziel des ganzen.

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