Forum: Politik
Brexit-Folgen: Das Ende des Empire-Gefühls
AFP

Der Brexit weckt bei manchen Briten Träume von einem "Empire 2.0". Die übersteigerten Erwartungen belasten nicht nur die Austrittsverhandlungen: Auf der Insel droht ein Gefühl nationaler Demütigung.

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paul.1 22.07.2017, 20:41
180. The divorce bill

Wenn das Vereinigte Königreich die EU verlässt, frage ich mich, wer seinen Anteil am EU-Haushalt bezahlen wird? Viel Glück von Südeuropa.

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Lula Latein 22.07.2017, 22:12
181. INSULANER sind nicht immer Kabarettisten.

Als Insulaner einmal bedeutend gewesen zu sein, ist eine große Bürde. Die Briten sind ein Opfer ihres Inseldenkens. Im Kleinen auch auf jeder Nordseeinsel zu beobachten. Und so ist das nun mal! Jede alte Glorie wärmt später nur noch die Seele. Für "Macher" ist sie nur eine Belastung. Und für die, die zu lange an die unaufhörliche Macht der alten Glorie glauben, ist es der Fahrstuhl nach unten. Ganz besonders für ein insulares Fühlen und Denken. Die Franzosen können sich für ihre alte Glorie Jean d' Arc und die Revolution nichts mehr kaufen. Ebenso wenig die Russen für den vergessenen Weltkommunismus und alte Welt-Herrlichkeiten. Die Amerikaner nichts für ihren angeblichen Unbesiegbarkeitsstatus. Sie werden jetzt auf anderen Kriegsgebieten (Konkurrenzfähigkeiten) geschlagen. Auch Spanier und Portugiesen beklagen das Verwesen der alten Glorie. Das gilt auch für Religionen mit ihren vagen Versprechungen und den Parteien mit ihren Ideologien. Warum kommt denn die SPD nicht mehr auf die Reihe? Weil sie immer wieder unverdrossen zur Verbindung mit den Mitgliedern und mit Hilfe der unverbesserlichen Linksintellektuellen die alten verschwommenen Glorienscheine beschwört. In diesem Klima kann kein Fortschritt gedeihen. Unser BRD-Glück ist, dass wir eine solche Glorie nicht haben. Und die, die wir zeitweilig zu haben glaubten, erwies sich als unmenschlich und des Gedenkens unwürdig. Für die Mehrheit der Wähler ist unsere Stärke das Fehlen der Last von politischen Illusionen. Auch die C-Illusionen von der CDU und Frau Merkel wurden durch die Macht der nicht beeinflussbaren Fakten an Grenzen geführt. Somit wurden die C-Werte auch das, was sie immer waren: Mangels eines realistischen Zieles nur der Weg dorthin. Aber auf keinen Fall ein Ersatz für vergangene Glorie.

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markus.pfeiffer@gmx.com 23.07.2017, 11:04
182. Schadenfreude!?

Als die Briten - wider Erwarten - doch für den EU-Austritt gestimmt hatten, habe ich gejubelt - zunächst nur deshalb, weil die Briten mit ihren Sonderregeln und ihrer Blockadehaltung bei fast allem der EU nie gut getan haben.
Da ich die Briten nicht besonders mag, kam in den Wochen danach, als immer deutlicher wurde, wie wenig haltbar die Versprechungen der "Brexitiers" waren, die Freude hinzu, dass sie sich mit dem Austritt wirtschaftlich wohl ins Knie geschossen haben werden.

Seit vergangenen Herbst wurde die Schadenfreude immer größer und immer mehr mit Mitleid für die britische Bevölkerung durchtränkt, weil die May-Regierung alles dafür tut, um das ganze in einem maximalen Desaster für GB enden zu lassen. May, Johnson & Co. wirken wie eine Bande pubertierender Teenager, die eben mal aus Versehen an die Macht gekommen sind und nun in einer Mischung aus jugendlichem Größenwahn und jugendlicher Ahnungslosigkeit den Karren maximal gegen die Wand fahren werden.

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lanzelot72 23.07.2017, 21:53
183. Naja ...

... mittlerweile haben sich die britischen Minister ja dazu herabgelassen, eine jahrelange Übergangsphase akzeptieren wollen zu würden haben möchten. Und in bekannt britischer Arroganz haben sie dabei wieder einmal völlig vergessen, daß dazu die Zustimmung einer nicht ganz unerheblichen Zahl von EU-Mitgliedern plus des EU-Parlaments nötig ist.
Aber natürlich .,. die stolzen Briten ... blabla ... ich kann die kommenden Kommentare der üblichen Verdächtigen wahrlich schon riechen ...

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Peter Bernhard 24.07.2017, 09:02
184. "Stay away from my property"

"Stay away from my property" konnte ich mir von Prinz Philip merken. Das "British Empire" steht für mich nach Wikipedia-Lektüre auch zu "komparative Kosten", Ricardo, Adam Smith, dan Marx in London für die "Entdeckung der Welt": einen analogen Vorgang verkörpert vielleicht Erdogan derzeit - dass ein längst begründeter Nationalstaat sich nicht als einziger entdeckt - etwa Wahlkampf in der BRD wie auf einer grünen Wiese oder in einem Dschungelcamp führt - sondern andere Nationalstaaten als solche nämlich entdeckt, die überhaupt "komparative Kosten" als eben auf den Staat, The Country, bezogene emrkmale aufweisen können. im Zuge dieser "Entdeckung von Wealth" im Entdecken der Welt, nach etwa "L'etat c'est moi" - als überhaupt "den Staat" als nämlcih absoluten, nicht parteigängigen und abstrakten, und deshalb weltweit einzigen in Nabelschauf - ist konsequent mit Ghandi das British Empire aufgelöst worden, als einziges. Konsequent, dass Freihandel etwa it Made in Germanies zugelassen wurde, kein Problem da sind komparative Kosten. Doch setzen diese Zuordnungen voraus - sinddiese tatsächlich geographisch, länderbezogen möglich? Oder ist das eine Simplifizierung von "militärischen Bedeutungen" etwa? Ein Erdölland nicht einfach zu besetzen und somit "Property Rights" anzuerkennen - das ist die britische historische Leistung. Die Amerikaner aber führten den US-Dollar als Rohstoffwährung ein.

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remoaner 24.07.2017, 16:15
185. Wiffle123

Interesting article and comments. Well observed.

Can you imagine the feelings of the 48%, the educated and professionals who are held hostage by the brexiter mindset.

When any sensible point is made about the benefits of EU membership, the reply is invariably nonsense about how Britain ruled the world for centuries and can do again, how we single- handedly won the 2nd world war (sorry) how the EU needs us more than we need it, how they'll roll over in the end and give us what we want. On and on it goes.

All of this hubris is cover for a singularly xenophobic world view. They have so much in common with the Trump supporters.

The truth is it is 90% about Islam. The majority of them believe that the refugees arriving in Europe want to come to Britain, that being in the EU forces us to accept them and that leaving the EU means and end to immigration and refugees, from anywhere and everywhere.

They go on the TV and radio and say that they don't care if they have to go down starving, do long as the foreigners are stoped from coming.

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