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Brexit-Folgen: Das Ende des Empire-Gefühls
AFP

Der Brexit weckt bei manchen Briten Träume von einem "Empire 2.0". Die übersteigerten Erwartungen belasten nicht nur die Austrittsverhandlungen: Auf der Insel droht ein Gefühl nationaler Demütigung.

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Neophyte 21.07.2017, 16:02
20. @nonick93 "Weil Sie Ihre Freiheit wieder erlangen"

Zitat von nonick93
Ja klar, nationale Demütigung, weil sie ihre Freiheit wieder erlangt haben. Alles klar.
Wissen Sie eigentlich was dieser populistische Satz bedeutet, den die Brexiteers den Menschen entgegenschleudern, weil Ihnen die Argumente fehlen?

Wo bitte ist das (noch) Vereinte Königreich momentan unfrei? Alleine der Vorgang, das das VK einfach aus der EU austreten kann wann immer es will, zeigt wie frei es ist! Auch wenn das VK aus der EU austritt, wird die EU und der Rest der Welt immer noch da sein und das VK wird sich deren Bedingungen unterordnen müssen, will es mit der EU und der Welt Handel treiben.

Aber immer wieder faszinierend, dass so viele Menschen auf so aufs äußerste reduzierte simple Botschaften reinfallen und diese wiederholen, die Realität ist ja auch einfach viel zu kompliziert..

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Oskar ist der Beste 21.07.2017, 16:04
21. falsch verhalten sich auch die remainer....

...man schwafelt nur arrogant und überheblich daher und betrachtet die Geschichte auch ausschliesslich aus britischer Sicht. Der eigentliche Grund für den BREXIT liegt ja darin, daß die Briten in ihrer Mehrheit die EU immer nur als eine Art Supermarkt gesehen, haben, wo man ein Sonderangebot ergattern kann. Warum aber soll die EZ eigentlich den Briten in Zukunft noch eine Sonderrolle zugestehen, es ist eher zu erwarten, daß man von den Briten die Einführung des EUROS, den Eintritt in das Schengen Abkommen und außerdem auch die Akzeptanz erwartet, daß es in 30-40 Jahren eine europäische Regierung gibt und damit eben keine britische Regierung mehr. All das wird ja auch von den meisten Remainern abgelehnt und sie spielen daher leider auch eine sehr unrühmliche Rolle bei der ganzen Geschichte.

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Roland Bender 21.07.2017, 16:05
22. Ich bin öfters auf der Website von Daily Express unterwegs ...

und wenn ich ehrlich bin, ist die Mischung aus Arroganz und Ignoranz kaum auszuhalten. Sie möchten Freihandel aber gleichzeitig ihre Märkte schützen. Sie wollen in Europa wohnen können aber keine Ausländer auf der Insel akzeptieren. Sie wollen Zugang zum Europäischen Markt aber nicht Mitglied in der EU oder EFTA sein. Sie halten das europäische Gelddrucken für selbstzerstörerisch, aber gleichzeitig druckt ihre Zentralbank pro Einwohner ähnlich viel Geld.

Ich glaube noch nicht an die großzügigen Übergangsregelungen. Nicht, solange diese klein-geistigen Premierministerin dran ist. Und in der Schlange hinter ihr stehen überwiegend ähnliche Figuren. Dave (Davis), Boris, der Clown und der Ober-Intrigant Michael Gove. Dann kommen noch so Gestalten wie Reese-Mogg und Farange, denen man nicht mal 10 Pence anvertrauen kann. Und dann kommen erst wieder die moderaten Gestalten wie Phillip Hammond.

Manchmal sehe ich britisches Fernsehen und selbst die BBC nimmt in ihre Dokumentationen ständig Bezug auf den Luftkrieg über Großbritannien. Das ist enorm wichtig für die Briten. Ihre nationale Identität begründet sich auf die 12 Jahre im vergangenen Jahrhundert, in der zum letzten Mal wahrhaft heroische Taten vollführt wurden. Die Zeit davor war geprägt vom Empire und die Zeit danach vom Verfall des Empires. Beides ist nicht wirklich positiv belegt. Sie stilisieren Deutschland zum neuen Dominator Europas hoch und weiden sich daran, dass sie wieder allein gegen die bösen Deutschen ihrer alten Größe nachstreben können.

Die Britischen Zeitungen haben lange jedes Problem nach Europa geschoben und jedes positive Ereignis in Großbritannien verortet. Das wird sich jetzt ändern (müssen). Die EU ist nicht mehr da.

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ogga243 21.07.2017, 16:06
23. so what....

wer wagt denn eine Prognose für die EU ?? Mit Schadenfreude würde ich mich mal zurückhalten....für unser Land sehe ich auch keine schönen Zeiten auf uns zukommen...im Gegenteil...wer zu letzt lacht..lacht am besten....

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rudig 21.07.2017, 16:07
24. nein,

Zitat von Wal-Ire
Die ganze Welt wird sich darum reißen, mit einer so mächtigen Monarchie wie dem Vereinigten Königreich Geschäfte machen zu dürfen. Die Bedingungen, die Großbritannien angeboten werden, werden erheblich besser - für die Briten - sein als alles, was man bereit ist anderen Partnern zuzugestehen. Schliesslich hatGroßbritannien Atom-U-Boote, Flugzeugträger und reichlich Nuklearwaffen. Britannia rules the World! Das, was die Briten jetzt zeigen ist doch nur ein von der EU geknechtetes Vol. Sofort, wenn Großbritanninen aus der EU ausgetreten ist, wierd in Manchester wieder der weltbeste Stahl gekocht, die Werften in Belfast und Hull speien wieder Schiffe zu hunderten aus, in Yorkshire werden die Kohlezechen wiedereröffnet und in Wales gräbt man wieder nach Kupfer und Zinn. Triumph, Wolseley, Sunbeam und Jensen bauen wieder die besten Autos der Welt und die werden den Briten vom Rest der Welt direkt vom Fliessband aus den Händen gerissen, egal ob Rechtslenker oder nicht. Im Zuge des Empire 2.0 werden auch die Kontinentalmächte reumütig wieder zu Gallone, Meile und Unze zurückkehren, denn das leuchtende Beispiel ... Ähhh... Wecker, wieso? Sollte ich geträumt haben? It wohl ein Alptraum gewesen. In Wirklichkeit wird Großbritannien aus eigener Unfähigkeit ohne Deal aus der EU ausscheren, Schottland und Nordirland werden die Union verlassen und Kleinbritannien wird untergehen...
weder das Eine noch das Andere wird eintreten.
GB wird frei von den Vorschriften der EU sein und seinen
eigenen Weg gehen.

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kaiservondeutschland 21.07.2017, 16:07
25. Wenn man Groß ist

Autor Becker übersieht, dass das Land GROSSbritannien ist.
Wenn man "groß" im Sinne von großartig ist, braucht man keine EU.
Nur kleinmütige Länder wie Deutschland brauchen die EU.

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Atheist_Crusader 21.07.2017, 16:08
26.

Wäre vielleicht mal ganz heilsam.

Jahrhundertelang hat man rund um den Globus gemordet, unterdrückt und Hass geschaffen der bis heute besteht. Im Gegensatz zu Deutschland kam dann aber kein Bruch, keine Vergangenheitsbewältigung - das Gefühl der Überlegenheit gegenpber allem und jedem ist geblieben, Demut ein Fremdwort, Aufklärung gar nicht gewünscht. Man wählte bequeme Nostalgie über die Wahrheit - und das ist selten ein guter Kurs.

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Konstruktor 21.07.2017, 16:09
27.

Zitat von lexus1234
So langsam wünscht man sich die DDR_Zeitungen zurück, da stand mehr Wahrheit drin. Was für ein ausgemachter Unsinn. Weder ist klar, was "Empire Gefühl" überhaupt sein soll noch stellt sich die Verlustfrage. All das soll der geneigten deutschen Dumpfbacke suggerieren, daß der Brexit was böses und falsches war, so wie es unser Regime uns denken lassen will. Entgegen der (deutschen) Berichterstattung geht es der britischen Wirtschaft recht gut. Es werden auch, entgegen der Berichterstattung, nicht massenweise Arbeitsplätze von London nach Frankfurt verlagert. Die EU ist es, die um ihr Überleben kämpft. Und die EU ist eben NICHT gleich Europa. Die geneigte deutsche Dumpfbacke merkt auch nicht, daß es die EU ist, die die Lebensbedingungen in Europa kontinuierlich verschlechtert. Die geneigte deutsche Dumpfbacke wird brav wieder Mutti wählen. Weil Mutti sagt, daß es uns gut geht. Nun, wer in der Demokratie schläft.... hatten wir alles schon mal.
Ah ja, die "Lügenpresse!"-Schreier sind immer noch da.

In Wirklichkeit geht der britischen Wirtschaft zunehmend der Schwung aus und die in London ansässigen Großbanken haben schon ihre Vorausteams gen Festland in Marsch gesetzt, denen nach Erteilung einer neuen EU-fähigen Banklizenz mit ziemlicher Sicherheit viele weitere Arbeitsplätze folgen werden – nicht nur in den Banken selbst, sondern noch wesentlich mehr in deren Umfeld.

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lathea 21.07.2017, 16:13
28. In der heutigen Zeit ...

... sollte es für uns alle in erster Linie nur noch ein einziges nationales Gefühl geben: wir sind alle Europäer und "EU First". Außerdem sollten wir alle zuerst Waren kaufen, die in der EU hergestellt wurden und in Länder der EU in Urlaub fahren - soweit es machbar und sinnvoll ist. Die EU liegt zwischen Spinnern im Westen (Trump), Spinnern im Osten (Putin) und Spinnern im Süden (Erdogan) sowie einer Menge Flüchtlinge, die ihr Glück in den Sozialkassen der gelobten EU-Länder suchen. Im Norden haben wir noch den Nordpol. Wenn wir in der EU weiter friedlich und sicher leben und nicht zum Spielball und Begierdeobjekt dieser Spinner werden wollen, dann müssen wir die EU und den EU-Binnenmarkt stärken und schneller sowie besser an den "Vereinigten Staaten von Europa" arbeiten. Der Krieg in Syrien wird bald vorbei sein und dann fällt für viele Flüchtlinge der Schutz in der EU weg und Syrien wird wieder zu einem sicheren Herkunftsland erklärt. Damit wird sich ein Teil des Flüchtlingsproblems von selbst erledigen. Wir brauchen eine EU-Verfassung, eine EU-Einwanderungsbehörde, eine EU-weite Überarbeitung des gesamten Asylrechts und legale, an den Bedürfnissen der EU ausgerichtete Einwanderungsmöglichkeiten. Außerdem schnellstmöglich eine EU-Finanzverwaltung, die such zusammen mit Europol um Steuerhinterziehung in der EU kümmert sowie einen vernünftigen EU-Grenzschutz. Es müssen nicht alle EU-Staaten mitmachen - insbesondere nicht solche, die noch ihren nationalistischen Gedanke frönen und die EU lediglich als Geldesel sowie Forum für die Durchsetzung nationaler Interessen betrachten. Für diese Länder kann es durchaus auch eine EU der verschiedenen Geschwindigkeiten geben. Allerdings sollten sie von der EU keine oder wesentlich weniger Gelder bekommen und grundsätzlich in die EU-Kassen selbst einzahlen. Außerdem brauchen wir eine eigene EU-Steuer. Hier käme z.B. auch eine Handy-Steuer in Frage, bei der jeder Handynutzer in der EU, der sich in eines der mobilen Netze einwählt pro angefangenen Monat ca. 50 Cent bus 1? Handynetzsteuer zahlen muss. Das würde alle EU-Bürger und auch ausländische Handynutzer betreffen. Der Verwaltungsaufwand wäre minimal und diese Steuer würde regelmäßig sehr schnell sehr viel Geld in die EU-Kassen einspielen. Wir können nur noch gemeinsam und nur noch als eine starke EU wirklich etwas Positives für uns und die Welt bewirken. Der Demokratiegedanke ist auf europäischem Boden entstanden und er bedeutet nicht nur "Freiheit und Gleichheit", sondern auch "Brüderlichkeit, die den sozialen Aspekt beinhaltet. Die EU kann diesen Demokratiegedanken verbessern und perfektionieren, wenn wir uns dessen bewusst werde, dass wir nur noch als Europäer eine echte gute Zukunft haben können.

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Steve.Joe 21.07.2017, 16:13
29. Abwarten

Ich persönlich finde den Brexit ein sehr gewagtes Experiment ... und schade für Europa ... aber die Berichterstattung ist schon sehr negativ. Selbst wenn UK eine schwere Anpassungsphase durchläuft, lässt sich doch heute schwer prognostizieren wie sich das Land in den kommenden 10 bis 15 Jahren entwickeln wird. Vielleicht setzt ein "Brexit-Schock" ungeahnte Kräfte frei. Vor 10 Jahren wurde Deutschland auch "schlechgeredet" ... heute sieht es ganz gut aus. Aber Vorsicht: "Hochmut kommt vor dem Fall" ...

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