Forum: Politik
Brexit-Folgen: Das Ende des Empire-Gefühls
AFP

Der Brexit weckt bei manchen Briten Träume von einem "Empire 2.0". Die übersteigerten Erwartungen belasten nicht nur die Austrittsverhandlungen: Auf der Insel droht ein Gefühl nationaler Demütigung.

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peter.di 21.07.2017, 17:01
70. "Empire 2.0"

Klar, einen anderen Grund kann es auch nicht geben, nicht in der EU sein zu wollen.. Man muss sich ja nur die Norweger und Schweizer ansehen.

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schwester arno 21.07.2017, 17:01
71.

Zitat von simonweber1
altes Sprichwort lautet: "Wer zuletzt lacht, lacht am besten". Die EU wird eher Nach-als Vorteile durch den Austritt von UK haben. Im Gegensatz zu den meisten EU Mitgliedsstaaten war UK nämlich Nettozahler für die EU Kasse und kein Nehmerland wie die Masse der Eurostaaten. Die Wirtschaft UK ist stärker als die von mehr als 20 anderen EU Staaten zusammen genommen. Das Wirtschaftswachstum 2016 betrug 2%, mehr als in allen anderen EU Staaten. Der Brexit ist für die EU ein starker Verlust. Insofern sollte man nicht den Tag vor dem Abend loben. Den Briten wird es nach dem Austritt nicht schlechter gehen, als vorher in der EU, so Wirtschaftswissenschaftler. Ähnliche Berechnungen gibt es auch für Deutschland, wo Wirtschaftswissenschaftler errechnet haben, dass ein Austritt Deutschlands aus der EU sich wirtschaftlich vorteilhafter gestalten ließe.
Bitte um Belege, und kommen Sie mir nicht, wie der Daily Express, mit Herrn Henkel.

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HtFde 21.07.2017, 17:01
72. Bitte mal nachdenken ...

Zitat von rudig
weder das Eine noch das Andere wird eintreten. GB wird frei von den Vorschriften der EU sein und seinen eigenen Weg gehen.
Wir leben nicht in einer Welt, in der man allein allen anderen seinen Willen aufdrücken kann. Nun - zumindest kann es das UK nicht mehr. In so fern wird man den eigenen Weg nur gehen können, wenn man komplett auf Handel verzichtet oder sich ausschließlich schwächere Handelspartner aussucht.

Sobald man aber an stärkere Handelspartner ran will (und die Finanzindustrie braucht solche und keine Länder, in denen der Durchschnittslohn pro Monat 2,50 beträgt), wird man verhandeln müssen - und dann ist es ein gemeinsamer Weg und nicht mehr der eigene.

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cladwell 21.07.2017, 17:10
73.

Zitat von lathea
... sollte es für uns alle in erster Linie nur noch ein einziges nationales Gefühl geben: wir sind alle Europäer und "EU First". Außerdem sollten wir alle zuerst Waren kaufen, die in der EU hergestellt wurden und in Länder der EU in Urlaub fahren - soweit es machbar und sinnvoll ist. Die EU liegt zwischen Spinnern im Westen (Trump), Spinnern im Osten (Putin) und Spinnern im Süden (Erdogan) sowie einer Menge Flüchtlinge, die ihr Glück in den Sozialkassen der gelobten EU-Länder suchen. Im Norden haben wir noch den Nordpol. Wenn wir in der EU weiter friedlich und sicher leben und nicht zum Spielball und Begierdeobjekt dieser Spinner werden wollen, dann müssen wir die EU und den EU-Binnenmarkt stärken und schneller sowie besser an den "Vereinigten Staaten von Europa" arbeiten. Der Krieg in Syrien wird bald vorbei sein und dann fällt für viele Flüchtlinge der Schutz in der EU weg und Syrien wird wieder zu einem sicheren Herkunftsland erklärt. Damit wird sich ein Teil des Flüchtlingsproblems von selbst erledigen. Wir brauchen eine EU-Verfassung, eine EU-Einwanderungsbehörde, eine EU-weite Überarbeitung des gesamten Asylrechts und legale, an den Bedürfnissen der EU ausgerichtete Einwanderungsmöglichkeiten. Außerdem schnellstmöglich eine EU-Finanzverwaltung, die such zusammen mit Europol um Steuerhinterziehung in der EU kümmert sowie einen vernünftigen EU-Grenzschutz. Es müssen nicht alle EU-Staaten mitmachen - insbesondere nicht solche, die noch ihren nationalistischen Gedanke frönen und die EU lediglich als Geldesel sowie Forum für die Durchsetzung nationaler Interessen betrachten. Für diese Länder kann es durchaus auch eine EU der verschiedenen Geschwindigkeiten geben. Allerdings sollten sie von der EU keine oder wesentlich weniger Gelder bekommen und grundsätzlich in die EU-Kassen selbst einzahlen. Außerdem brauchen wir eine eigene EU-Steuer. Hier käme z.B. auch eine Handy-Steuer in Frage, bei der jeder Handynutzer in der EU, der sich in eines der mobilen Netze einwählt pro angefangenen Monat ca. 50 Cent bus 1? Handynetzsteuer zahlen muss. Das würde alle EU-Bürger und auch ausländische Handynutzer betreffen. Der Verwaltungsaufwand wäre minimal und diese Steuer würde regelmäßig sehr schnell sehr viel Geld in die EU-Kassen einspielen. Wir können nur noch gemeinsam und nur noch als eine starke EU wirklich etwas Positives für uns und die Welt bewirken. Der Demokratiegedanke ist auf europäischem Boden entstanden und er bedeutet nicht nur "Freiheit und Gleichheit", sondern auch "Brüderlichkeit, die den sozialen Aspekt beinhaltet. Die EU kann diesen Demokratiegedanken verbessern und perfektionieren, wenn wir uns dessen bewusst werde, dass wir nur noch als Europäer eine echte gute Zukunft haben können.
Bravo!!!
Und alle die "sich von Brüssel bevormundet" und "ihre nationale Souveränität eingeschränkt" sehen: Denkt einfach mal nach: In einer Demokratie werde ich immer von der Mehrheit bevormundet, wenn ich zur Minderheit gehöre. Und da ist er mir so was von egal, ob mich die Mehrheit der Franzosen, der Briten oder der Bayern bevormundet!!

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H Milch 21.07.2017, 17:10
74. Commonwealth

Die Engländer brauchen die EU so doll wie einen Tsunami. Die haben da nur Kohle abgegriffen und wollten die trotteligen Europäer ausnehmen. Da es nichts mehr zu holen gibt konzentriert man sich lieber auf andere Dinge.

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der_weisse_wal 21.07.2017, 17:11
75.

Zitat von gutmichl
Warten wir ab, ob die Briten tatsächlich in das prophezeite Elend abgleiten werden. Vielleicht wird nach der Wahl in Deutschland der Flüchtlingsstrom wieder anschwellen und die Briten in ihrem Votum erneut bestärken. Die Kontrolle über Zuwanderung ist ein Grundprinzip eines Staates, auch wenn das deutsche Politiker nicht verstehen. England ist bereit, Grundprinzipien auch mal ein paar Quartalszahlen zu opfern. In England höre ich nur immer, dass der Austritt aus der Krake EU sinnvoll ist. Vielleicht sollte man im Nicht-London-Teil für obige Artikel recherchieren. Man könnte fast glauben, dass es das Brexitvotum nie gegeben hat.
Vielleicht sollten wir mit einem Flüchtlingsstrom aus dem UK rechnen. Zumindest in Irland scheint das schon jetzt der Fall. Die Menge der Briten, die Iren werden wollen übersteigt die Kapazitäten.
Natürlich denkt England, dass der Austritt sinnvoll ist. England ist selbst eine Krake und saugt seit jeher die anderen Mitglieder des UK aus.
Ich war in Schottland und die Menschen dort halten den Brexit für eine Schnapsidee - man bedenke, sie haben den Whisky erfunden.
Was die Nostalgie betrifft, die ist in England seit jeher eine Form der Geschichtsklitterung. Gerade in Fächern wie Geschichte, stimmen die Schotten offenbar überhaupt nicht mit den Inhalten der Lehrbücher überein. Die anderen Mitglieder des UK haben von der EU massivst profitiert. Schon allein die Subventionen. Während Thatcher Wales und Schottland hat verhungern lassen, blühen diese seit der EU-Mitgliedschaft auf. In Wales sind sich die senilen Bauern dessen offenbar nicht bewußt. Aber Schottland wußte genau, warum es gegen einen Brexit votiert hat.
Niemand ind er EU wünscht sich das harte Schicksal des totalen Zusammenbruchs für das UK. Aber die "Elite" dort hat sich offenbar entschlossen mit wehenden Fahnen und ohne Bremsen auf den Abgrund zuzusteuern. Ohne Zweifel haben die Brexiteers für sich selbst mit Fallschirmen vorgesorgt, falls der Plan doch nciht so gut war...

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schwester arno 21.07.2017, 17:12
76.

Zitat von simonweber1
Brandschutzverordnung kommt doch gerade von der EU. Ist im Prinzip genauso unsinnig wie die Wärmedämmungsverordnung für Häuser, die die Brandgefährdung erheblich erhöhen.
Welche Brandschutzverordnung meinen Sie. Es gibt EU Richtlinien, die ein Einheitliches Bewertungsverfahren für die Baustoffe festlegen, von der Brandmelderpflicht ist hier nicht die Rede. Geben Sie mir doch die EU Nummer der Brandschutzverordnung und auch der Wärmedämmungsverordnung mal durch. Leider findet man diese im Google nicht, aber als Fachmann werden Sie mir die EU-Richtlinie (genaugenommen sind das bei der EU Richtlinien keine Verordnungen) mal bitte durch.

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grbxx 21.07.2017, 17:15
77. Empire weg

Kein Empire Gefühl mehr ist das Beste was ihnen passieren kann, dass ist schon sehr lange überfällig.

Ebenso wie ein Aufräumen mit der verkappten Klassengesellschaft.

Da der Rest von Europa sich im 20. Jahrhundert erfolgreich zerstört hat, haben wir dieses Problem nicht.

Was nur unterstreicht wie unnötig und schädlich Nostalgie und Revanchismus sind.

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petrapanther 21.07.2017, 17:20
78.

Zitat von rudig
ich muss mich immer wieder wundern, daß hier so einseitig und negativ von GB und den Brexit berichtet wird. ich war in London und bin der Meinung, was die Briten wirklich wollen ist sich nichts mehr von Brüssel vorschreiben lassen. Dafür nehmen sie auch kurzfristig wirtschaftliche Nachteile in kauf. Ich kann das verstehen und würde mich freuen, wenn auch wir Deutschen diesen Bürokratismus und Lobbyismus in Brüssel kritischer sehen würden. Wenn immer über die englischen Verhandlungspartner geschimpft wird aber die EU als erstes 100 Mrd verlangt, kann ich mich nur wundern.
"ich war in London und bin der Meinung, was die Briten wirklich
wollen ist sich nichts mehr von Brüssel vorschreiben lassen."
Die überwältigende Mehrheit der Londoner ist gegen den Brexit. Ich weiss ja nicht, mit welchen Londonern Sie geredet haben, aber eine repräsentative Gruppe war das mitnichten.

"Dafür nehmen sie auch kurzfristig wirtschaftliche Nachteile in kauf."
Wieso 'kurzfristig'? Die Nachteile werden möglicherweise langfristig oder gar permanent ausfallen.

"Ich kann das verstehen und würde mich freuen, wenn auch wir
Deutschen diesen Bürokratismus und Lobbyismus in Brüssel
kritischer sehen würden."
Die EU darf man gern kritisch sehen - solange man dabei sachlich bleibt und die Realität nicht aus dem Auge verliert. Und genau daran haperte es im Vorfeld des Brexit-Votums in Grossbritannien.

"Wenn immer über die englischen Verhandlungspartner geschimpft
wird aber die EU als erstes 100 Mrd verlangt, kann ich mich nur wundern."
Was gibt's da zu wundern? Grossbritannien hat nun einmal Verträge unterschrieben, und die EU pocht jetzt vollkommen zurecht darauf, dass diese auch eingehalten werden. Oder wollen Sie, dass man internationale Abkommen einfach so und jederzeit aufkündigen darf? Was hätten die dann noch für einen Wert?

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Schlaukeks 21.07.2017, 17:21
79. Irrwitz der Geschichte

Zitat von christoph_drenk
Die Briten sind dabei sich selber in beide Kniee zu schießen und fühlen sich gedemütigt ? Die Deppen, die den Austritt wollen sollten die Briten in Rente schicken und wieder zur Vernunft kommen. Ansonsten hat "UK" (ohne Schottland) alles verdient ´what they asked for`...
... das lustige daran ist es, dass man die Abstimmung eigentlich zu einer abschließenden Klärung der EU Frage im positiven Sinne angesetzt hatte. Bei einen Ja zur EU wäre das Thema erst mal vom Tisch aber
1.) kommt es ja anders und
2.) als man denkt ;)

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