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Brexit-Folgen: Die Briten gehen. Na und?
DPA

Für Großbritannien wird der Brexit dramatische Folgen haben. Doch für die EU überwiegen die Vorteile. Drei Prognosen.

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galbraith-leser 26.06.2016, 09:19
1. Und was passiert, wenn der Brexit sich als vorteilhaft erweist?

Der Fall des Pfundes sorgt doch dafür, dass die heimische Produktion günstiger wird. Die Gegenbeispiele Griechenland, Italien und Spanien zeigen doch die enormen Nachteile, wenn man keine eigene Währung mehr zum Abwerten hat. Man misst sich auf dem Level Deutschlands und geht wirtschaftlich (nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen der eigenen Korruption und Unfähigkeit) vor die Hunde. Und wer soll am Ende in der Wirtschaftsunion zahlen? Die Deutschen. Also comme toujours.

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ichwarsnicht 26.06.2016, 09:30
2.

Wie man vernahm, bereuen sie es jetzt schon und viele fordern ein zweites Referendum - weil sie ihre Stimme offensichtlich in Trance abgegeben haben...
Einmal hü und dann wieder hott; passt irgendwie zur bisherigen Extrawursthaltung. Um mit einem englischen Fachblatt zu sprechen: See EU later - und die EU winkt euch zum Abschied noch einmal zu!

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outsider-realist 26.06.2016, 09:30
3. Frankfurt

Viele Frankfurter freuen sich, weil prophezeit wird, das Banken und Konzerne von London nach Frankfurt wechseln. Woher kommt eigentlich diese Freude? Ich wohne selbst in Frankfurt und für mich ist das eher ein Horrorszenario. Der Wohnungsmarkt ist jetzt schon angespannt und wer nöchte denn bitte Londoner Verhältnisse in Frankfurt? Für Immobilienbesitzer wäre das ein goldenes Zeitalter, für den Durchschnittsbürger ein Albtraum. Steigende Mieten und steigende Preise und eine Stadt, die noch mehr an Grünflächen verlieren wird und zugebaut wird. So ein Frankfurt will ich nicht. London muss ein abschreckendes Beispiel sein.

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PhysikerTeilchen 26.06.2016, 09:36
4.

Die Nachrichten sind voll von Leuten, die bereits jetzt so empfinden. Vielen war offensichtlich nicht klar, dass die Warnungen der Experten ernst zu nehmen waren, und anderen war nicht klar, dass, wenn sie "Protest" waehlen, um der politischen Klasse einen Denkzettel zu verpassen, es gehoerig nach hinten losgehen kann, wenn zu viele Leute dieselbe Idee haben.

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Immanuel K. 26.06.2016, 09:41
5. Das sehe ich ähnlich,...

...wie man meinen (nicht zensierten Posts) vor dem 24.06. zu dem Thema entnehmen kann - dass einige der Protestwähler ihr Votum schon heute bedauern konnte man ja auch lesen.
Weiterhin denke ich, man kann die (dann) Rest Britannier ja in 10 bis 15 Jahren auch wieder aufnehmen - aber eben ohne die Extrawürste, die die EU in den Nationalegoismus getrieben haben...

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sojetztja 26.06.2016, 09:42
6.

Endlich mal ein gescheiter Kommenmtar zum Thema. Danke.

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Frokuss 26.06.2016, 09:44
7. endlich

Die Engländer haben sich wie die CSU in Deutschland verhalten. Es hat einfach nur genervt. Ich bin froh, dass Sie nun austreten. nun kann die EU sich weiter entwickeln, was Sie unbedingt von Nöten hat. Mit dem Antrag zu warten... festigt nur das was ich bisher über die Briten denke. Heißen wir hoffentlich bald die Schotten Willkommen :)

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kritischer-spiegelleser 26.06.2016, 09:44
8. Vorteil für die EU?

Dann müssen wohl erst noch einige EXITs kommen bevor die EU aufwacht. Die den Warnschuss nicht gehört hat! Die EU muss sich demokratisieren und auf Kernaufgaben beschränken. Dieser Moloch in Brüssel ist zu groß und hat nichts zu tun! Und was er tut macht er geheim um den Bürger nicht zu verschrecken.

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suppenfliege 26.06.2016, 09:44
9. So wird das nichts

Wer glaubt, dass nach dem Brexit die Wirtschaftsunion noch angesagter ist, hat nichts begriffen. Die Idee eines vereinten Europas ist theoretisch ganz nett, und auch als Ziel in Ordnung, aber die bisher verfolgte Zeitachse ist von den Bürgern noch nie gewollt worden. Das ganze muss mit viel mehr Augenmaß und viel langsamer umgesetzt werden. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Regionen sind schlicht viel zu groß, und das Misstrauen der Nationen zueinander auch. Man kann nicht gegen die Bürger regieren. Jetzt muss es erstmal weniger Europa sein, dann wird sich die Lage wieder beruhigen. Sprüche wie "Scheitert der Euro, scheitert Europa" hätte Merkel sich besser verkniffen. Das wird von den Bürgern durchschaut und war nie richtig. Falsche Griechenlandpolitik, falsche Flüchtlingspolitik, falsche Türkeipolitik. Mit Erdogan darf man keine politischen Geschäfte machen. Die Russlandsanktionen braucht auch keiner - mit Putin darf man auch keine Geschäft machen, aber die Russlandsanktionen treffen die Bürger und geben Putin politische Munition. Abgesehen davon, will wirklich jemand ein Russland ohne Putin? Haben wir im Nahen Osten nicht schon genug Probleme?

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