Forum: Politik
Brexit-Folgen: Die Briten gehen. Na und?
DPA

Für Großbritannien wird der Brexit dramatische Folgen haben. Doch für die EU überwiegen die Vorteile. Drei Prognosen.

Seite 17 von 18
seppvonderalp 26.06.2016, 15:42
160. Stimmt

Zitat von hans.lotz
Statt sich in ständig wiederkehrenden Spekulationen über die schlimmen Folgen des Brexit für England zu verlieren, wäre es sinnvoller sich endlich mit den notwendigen Reformen in der EU zu beschäftigen. Die Nachahmung des Brexit durch andere Länder wird ganz sicher nicht mit der Fortsetzung von Drohungen vermieden. Und das Referendum der Briten hätte es nicht gegeben, wenn die Eurokraten zumindest eine Reformbereitschaft hätten erkennen lassen. Insofern hätte der Brexit wenigstens ein Positivum.
... stiimt genau. Die Frage ist nur ob die "Eurokraten" in der Lage sind aus ihren Fehlern zu lernen. Wünschenswert und notwendig für die EU und Europa.

Beitrag melden
mulli3105 26.06.2016, 16:01
161. Absolut richtige Argumentation

und schnörkellos formuliert. Es ist definitiv nicht einzusehen, warum ein einziges Land - Nettozahler oder nicht - den Rest der EU in dauernder Geiselhaft zu halten versucht; ständige Vetos, ständiges Verzögern wichtiger Entscheidungen, soweit diese nicht GB nationale Vorteile versprechen. England war immer schon EU-verdrossen. Maggie Thatcher lässt grüßen, Cameron hat diese Antihaltung jahrelang wie eine Monstranz vor sich hergetragen. Damit ist jetzt hoffentlich Schluß.

Ich bin sehr neugierig, ob dieser Brexit nicht eher die Initialzündung wenigstens für den Versuch eines Neubeginns sein könnte. Auch wenn ich für dieses Konstrukt eher schwarz sehe.

Beitrag melden
Blindleistungsträger 26.06.2016, 16:17
162. Warum

Zitat von kommentar2016
Stimme - insbesondere im Punkt 3 vollständig zu. Aber waum verträgt die EU jetzt den Austritt des Nettozahlers Großbritannien, aber Griechenland musste unbedingt in EURO und EU gehalten werden? (Wobei ja selbst die AfD nie den Austritt aus der EU gefordert hat)?
Weil man in Griechenland so herrlich viel Geld auf Nimmerwiedersehen versenken kann, während man von den Briten noch welches erhält. Geld versenken scheint ein toller Spaß zu sein.

Beitrag melden
postorgel 26.06.2016, 16:23
163. interessante Sichtweise

so langsam kann ich mich nun doch mit dem brexit anfreunden. so richtig überzeugte Europäer waren die alten Briten ja nie. um so bedauerlicher für die jungen Briten. um die tut es mir wirklich leid.

Beitrag melden
Hohenstaufen 26.06.2016, 16:24
164.

Zitat von outsider-realist
Viele Frankfurter freuen sich, weil prophezeit wird, das Banken und Konzerne von London nach Frankfurt wechseln. Woher kommt eigentlich diese Freude? Ich wohne selbst in Frankfurt und für mich ist das eher ein Horrorszenario. Der Wohnungsmarkt ist jetzt schon angespannt und wer nöchte denn bitte Londoner Verhältnisse in Frankfurt? Für Immobilienbesitzer wäre das ein goldenes Zeitalter, für den Durchschnittsbürger ein Albtraum. Steigende Mieten und steigende Preise und eine Stadt, die noch mehr an Grünflächen verlieren wird und zugebaut wird. So ein Frankfurt will ich nicht. London muss ein abschreckendes Beispiel sein.
Überwiegend wurden Brachflächen bebaut oder Baulücken geschlossen. Weiterhin wurden der Westhafen bebaut (überflüssig als Hafen) und der Osthafen tlw. bebaut. Viele Neubaugebiete enstanden an der Peripherie und Bäuerchen verdienten sich eine goldene Nase.

In der City entstehen durch Abbruch (Zürichhochhaus) usw. neue interessante Hochhäuser.

Prima, wenn der Finanzplatz Frankfurt gestärkt würde.
Ich habe außer in Hamburg( Binnenalster) ein so schön gestaltetes Flußufer hibb de Bach und dripp des Bach gesehen.

Danke Frau Roth! Und wer die Mieten nicht bezahlen kann
bekommt Wohngeld. Im Übrigen, das ist die Crux:
Ballungszentren werden nie kleiner...

Kleiner Tipp, ziehen Sie in den Vogelsberg, bei den Zinsen bekommen Sie dort günstig ein Haus.
(Satire off)

Frankfurt die schönste Großstadt auf so einer kleinen Fläche mit einem gut ausgebauten Nahverkehr (wenn mal nicht ein Stellwerk ausfällt) den Wallanlagen die für immer unantastbar bleiben, der besten Oper in Deutschland seit Jahren, das wissen Sie ja selbst.

Es is kaa Stadt uff der weite Welt, die so merr wie mei Frankfort gefällt, un es will merr net in mein Kopp enei: wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!

Friedrich Stolze

Beitrag melden
Blindleistungsträger 26.06.2016, 16:24
165. Bonn und Berlin

Zitat von mister-m
...zum Besseren: den Irrsinn beenden, dass das Europäische Parlament zwölf mal im Jahr umzieht, zwölf mal hin und zwölf mal zurück, von Brüssel nach Strassburg und zurück, mit Kosten von Hunderten Millionen Euro, pro Jahr. Solange dieser bürokratische Wahnsinn kein Ende findet glaube ich auch nicht daran, dass sich irgendetwas zum Besseren ändern wird.
Dann sollten wir auch mal endlich damit aufhören, ständig Leute von Bonn nach Berlin und zurück fliegen und/oder fahren zu lassen. Wir sollten die noch immer in Bonn befindlichen Regierungseinrichtungen endlich nach Berlin umtopfen damit sich hier irgendetwas zum Besseren ändert.

Beitrag melden
teletubby1951 26.06.2016, 16:25
166. glaskugelprophetie

ob diese ganzen vorhersagen tatsächlich so eintreten, lassen wir mal dahin gestellt. das gegenteil ist jeweils ebenso möglich. die pfundabwertung hat ja auch 2 seiten. einerseits werden importe für die briten teurer, andererseits werden britische exporte erleichtert. dafür wird es für uns dann schwieriger, waren auf der insel zu verkaufen usw. usw. ein paar firmenzentralen in frankfurt werden das kaum ausgleichen.
dass die politische zusammenarbeit in der rest-eu einfacher wird, wage ich auch stark zu bezweifeln. denn die briten sind bei weitem nicht die einzigen, die eigene vorstellungen haben.

Beitrag melden
GBS 26.06.2016, 16:37
167. Bilder machen Meinungen

Ich habe schon früher bei Varoufakis bemängelt, dass der SPIEGEL und alle anderen zielsicher die Fotos herausgesucht haben, die ihn diabolisch macheren. natürlich hätte zu ihm ein Foto schlecht gepasst, auf dem er kleine Kinder oder Schäferhunde tätschelt, möglichst noch auf dem Motorrad sitzend.

Aber ich fand ihn ungemein sympathisch, kompetent, energiegeladen, er hätte die Griechenland Krise anders gemanagt. Andererseits ist natürlich das Foto mit den drei Brexit-Befürworterinnen passend zu unserem Stimmungsbild. Die mittlere ist eine schrille, fanatische Nudel, die Linke schaut dümmlich aus der Wäsche.

Da ich nicht beurteilen kann, was der Brexit wirklich für Konsequenzen hat - das kann aber auch von den Fachleuten kaum jemand - habe ich privat Lotterie gespielt und auf die German Angst gesetzt und 60% meiner deutschen Aktien verkauft.

So werde ich, was auch immer geschieht, mit Freuden an den Brexit zurückdenken.

Beitrag melden
taxikutscherHH 26.06.2016, 16:41
168. t-alex

Zitat: „60% Exportquote in die EU-Länder -richtig. Ändert sich da was ohne EU??“ Wer weiß? Aber ist auch nicht entscheidend. Entscheidend wäre der Preis dafür. Made in germany wieder 15% (?) teurer? Oder 20%? Das würde bedeuten entweder Rationalisierung oder Direktinvestitionen im Ausland. Beides bedeutet 2 Mio mehr Arbeitslose, oder 3 Mio? Weniger Steuern, Haushaltsprobleme? Mehr Sozialausgaben? Raus aus der warmen Milchschüssel? Schluss mit dem sozialen Frieden. Stärke? Was ist das? Gibt es da ein absolutes Maß? Nein. Stärke ist immer relativ. Maßstab ist immer der Schwächere. Aber seien wir doch konsequent. Her mit der DM. Weg mit EU und Euro. Dann sehen wir wie weit wir kommen. Dann geht uns zwar schlechter, aber wir haben es selbst verdient und können uns auf die Schulter klopfen. Wir können uns dann immer noch damit trösten dass es uns „etwas“ besser geht. Auch wenn wir näher an die Schwachen herangerückt sind.
Mit besten Grüßen. TaxikutscherHH

PS. Heute Abend, 18 Uhr. Germany!!! :-)

Beitrag melden
abcd63 26.06.2016, 16:51
169. Dieser Artikel ist dummer Populismus

gepaart mit Schadenfreude. Wer soll und wird wohl (natürlich alternativlos) den EU Beitrag der Briten übernehmen? Glaubt jemand die Süd- und Osteuropäer werden auf Geld verzichten wollen? Wir sind jetzt also im Boot mit sozialistischen Planwirtschaftlern (Frankreich) und uneffektiven Subventionsempfängern. Na Prost Mahlzeit. Dann kommt die Schuldenunion (heißt dann Weiterentwicklung der EU) usw. Die Bruten haben das Richtige getan.

Beitrag melden
Seite 17 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!