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Brexit-Folgen: Die Briten gehen. Na und?
DPA

Für Großbritannien wird der Brexit dramatische Folgen haben. Doch für die EU überwiegen die Vorteile. Drei Prognosen.

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gympanse 26.06.2016, 10:41
50.

Zitat von galbraith-leser
Der Fall des Pfundes sorgt doch dafür, dass die heimische Produktion günstiger wird. Die Gegenbeispiele Griechenland, Italien und Spanien zeigen doch die enormen Nachteile, wenn man keine eigene Währung mehr zum Abwerten hat. Man misst sich auf dem Level Deutschlands und geht wirtschaftlich (nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen der eigenen Korruption und Unfähigkeit) vor die Hunde. Und wer soll am Ende in der Wirtschaftsunion zahlen? Die Deutschen. Also comme toujours.
Die "heimische" Produktion von Gütern macht im UK gerade mal 10,9% aus. Den Bärenanteil haben der Tourismus und vor allem (Finanz-)Dienstleistungen. Und gerade bei zweitem könnte ein Brexit nachteilig sein.

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Paul 57 26.06.2016, 10:44
51. Danke für diesen nüchternen Kommentar

Ja Jetzt kann aufgeräumt werden.
Selbst wenn sich 52 % der Britten für die EU entschieden hätten, wäre dies keine Basis gewesen, dass die EU sich festigt oder einen Schritt weiter kommt. Der britische Bremsklotz wird uns nicht fehlen. Die Gründerstaaten der EU können jetzt Verantwortung übernehmen: In der der Reihenfolge: Bestandsaufnahme. Reinigung und Neuorientierung. Dazu bedarf es aber eines klaren Willens. Wenn Polen oder Ungarn bremsen und vor den bösen Deutschen warnen: We want our money back – Das hat schon bei den Engländern geklappt. Dann steigt die Kompromißfähigkeit
Oder man beschließt endlich ein Europa der zwei Geschwindigkeiten / Intensitäten.
Es sind viele Möglichkeiten gegeben; wir sollten sie im Sinne Europas nutzen.

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peeka(neu) 26.06.2016, 10:47
52. Inseln

Zitat von galbraith-leser
Der Fall des Pfundes sorgt doch dafür, dass die heimische Produktion günstiger wird. Die Gegenbeispiele Griechenland, Italien und Spanien zeigen doch die enormen Nachteile, wenn man keine eigene Währung mehr zum Abwerten hat. Man misst sich auf dem Level Deutschlands und geht wirtschaftlich (nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen der eigenen Korruption und Unfähigkeit) vor die Hunde. Und wer soll am Ende in der Wirtschaftsunion zahlen? Die Deutschen. Also comme toujours.
haben den Nachteil, viele Produkte zwangsläufig importieren zu müssen. Dafür haben sie oftmals den Vorteil, Urlauber durch das schöne Wetter und die schönen Strände anzulocken. In einer solchen Konstellation hilft eventuell eine billige Währung.

Großbritannien ist auf den Welthandel weitaus stärker angewiesen als der Welthandel auf Großbritannien. Daher wird es zwar für Touristen billiger werden, für die Einwohner hat eine billige Währung aber extrem negative Folgen.

Und bei Finanzprodukten spielt die Währung keine Rolle.

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dr_allwissend 26.06.2016, 10:48
53. Das Gejammer der Verlierer

sowie die jetzt einsetzende Hetze gegen die Gewinner ist einfach erbärmlich. Da wird davon gefaselt, dass es jetzt 2 Mio. Befürworter in der Petition gäbe. In dieser angeblichen Petition kann aber jeder so oft unterschreiben wie er will.

Da jammern jetzt einige junge Leute aus der Londoner City, dass sich ihre Berufschancen pulverisieren. Von denen haben aber wahrscheinlich die wenigsten den Hintern real hoch bekommen und ein Kreuzchen an der Wahlurne gemacht sondern sich in irgendwelchen Blogs virtuell ergossen.

In ist in und out ist out. Wenn eine Ehe einseitig geschieden wird, dann muss man auch die Konsequenzen tragen.

Und ja, Merkel ist als Sargnagel der EU sicherlich mitschuldig. Genauso wie Schulz, Juncker uns wie sie noch heißen. Die haben die EU zu dem gemacht, was die Menschen so abstösst. Einen wirtschafts- und finanzhörigen undemokratischen Moloch.

Darüber sollten die Medien mal berichten.

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mister-m 26.06.2016, 10:48
54. Hier mal ein Vorschlag...

...zum Besseren: den Irrsinn beenden, dass das Europäische Parlament zwölf mal im Jahr umzieht, zwölf mal hin und zwölf mal zurück, von Brüssel nach Strassburg und zurück, mit Kosten von Hunderten Millionen Euro, pro Jahr. Solange dieser bürokratische Wahnsinn kein Ende findet glaube ich auch nicht daran, dass sich irgendetwas zum Besseren ändern wird.

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b.toennies 26.06.2016, 10:52
55. Gute Analyse...

sehe ich auch so... außerden macht sich ein starkes Gefühl breit, als Normalbürger in Zukunft gegen den braunen Bodensatz und den Absch.um der Gesellschaft der sich in Deutschland und Europa breit macht, viel entschiedener aufzutreten als in der Vergangenheit. Unsere Elterngeneration - ich bin Jahrgang 1956 - haben nicht umsonst den Dreck und Mist weggeräumt den Leute vom Schlage eines Höcke oder einer Lepen in Europa angerichtet haben. Also wenn ihr so "begeistert" seid von den Leistungen der Nazis und ihr euch als deren Erben versteht... dann hat "Deutschland" noch eine Rechnung mit euch offen. 60 Jahre Frieden in Europa sind einige Opfer und Einschränkungen für Europa wert auch wenn es manchmal grenzenlos nervt.. Am Beispiel der Ukraine lässt sich gut betrachten welche Verhältnisse wiederkehren wenn die Nationalisten wieder die Macht ergreifen könnten...

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carinanavis 26.06.2016, 10:54
56. Britenrabatt und EU-Regierung

Das UK hat bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt nur etwa halb soviel in die EU gezahlt wie andere Nettozahler. Ansonsten haben die Briten möglichst viel blockiert und prinzipiell nationale Interessen über die der EU gestellt.

Übrigens verdient der Artikel von Herrn Schult größtes Lob für die klare Sichtweise in all der Brexitpanik.

Eine erfolgreiche EU braucht nun auch Reformen, wie die Stärkung demokratischer Entscheidungen. Dazu gehört auch, dass das EU-Parlament seinen alleinigen Sitz in Brüssel nimmt und nicht abseits am Rande Frankreichs tagt. Die EU-Kommission muss durch eine demokratisch legitimierte Institution ersetzt werden, wie einen gewählten Senat oder zumindest einen Ministerrat aller EU-Länder. Im Idealfall würde eine echte EU-Regierung geschaffen. Allerdings sollte diese auch, wie im Artikel vorgeschlagen, Kompetenzen an die Nationalstaaten zurückgeben und sich auf wirklich wichtige Themen konzentrieren, die von übergeordneter Bedeutung sind.

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haresu 26.06.2016, 10:54
57. Und Seehofer gibt den Cameron

Zitat von Frokuss
Die Engländer haben sich wie die CSU in Deutschland verhalten. Es hat einfach nur genervt. Ich bin froh, dass Sie nun austreten. nun kann die EU sich weiter entwickeln, was Sie unbedingt von Nöten hat. Mit dem Antrag zu warten... festigt nur das was ich bisher über die Briten denke. Heißen wir hoffentlich bald die Schotten Willkommen :)
Referenden fordern und glauben die Welle reiten zu können. Das ist dumm und verantwortungslos!

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peeka(neu) 26.06.2016, 10:58
59. Wer ist denn

Zitat von semistar
Auch das auseinanderdividieren zwischen alten und jungen und Norden und Süden hat überhaupt nichts mit der Sache zu tun, ein Volk entscheidet nun mal in seiner Gesamtheit.
das Volk?
Wird anerkannt, dass Schottland eventuell ein ganz anderes "Volk" beherbergt als England und Wales?
Und warum gehören zu diesem Volk die Menschen auf Gibraltar und Nordirland?

Der Begriff des "Volkes" lässt sich bei dieser Abstimmung recht deutlich nicht mehr verwenden.
Außerdem wird deutlich, welche Risse tatsächlich durch die Gesellschaften des UK gehen.
Es wäre aber auch eine Lehre aus dem Referendum zu verstehen, dass es diese Risse eben nicht nur in UK gibt, sondern in den meisten europäischen Gesellschaften.

Es gibt Globalisierungsgewinner und vermeintliche -verlierer. Das "Volk" existiert augenscheinlich nur in den Köpfen der Verlierer. Nur wer finanziert diese Gesellschaften, wenn die Verlierer gegen die Gewinner stimmen und ihnen damit die Grundlage entziehen?

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