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Brexit-Folgen: Schotten fordern neue Abstimmung über Unabhängigkeit
REUTERS

Großbritannien verlässt die EU - und Schottland vielleicht schon bald das Vereinigte Königreich. Regierungschefin Sturgeon nennt ein weiteres Unabhängigkeits-Referendum "höchst wahrscheinlich".

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hassoa 24.06.2016, 17:32
180. Ja,

Zitat von DerweißEwal
Zum erstenmal seit Jahrhunderten vereint und unabhängig ? Wow !
da werden sich die Unionisten aber freuen!

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box-horn 24.06.2016, 17:32
181. splendid Isolation

naja, in der Praxis wird sich voraussichtlich für die Briten nicht viel ändern.
Denn darüber abstimmen "raus" zu wollen ist das eine, die Umsetzung, die Jahre dauern würde, (falls es wirklich dazu kommt) ist durch die vielzahl geschlossener Verträge der EU, zu internationalen Handelsabkommen etwa, an denen die Briten als EU-Mitglied partizipieren, etwas ganz anderes.

Wenn da GB "über Nacht" rausfliegen würde, wäre zweifelhaft, ob sie das im Alleingang bilateraler Verträge günstiger für die britische Wirtschaft hinbekämen. Selbst der europäische Festlandsmarkt wäre auf einmal eine schwere Hürde. Für die britsche Wirtschaft, die davon bislang proftiert (und mit deren Hilfe die Steuergelder generiert, die in die EU fließen), wäre das ein herber Rückschlag.

Die Briten werden, sollte die Wahl politisch umgesetzt werden, schmerzhaft lernen, daß man den Kuchen nicht gleichzeitig essen und aufheben kann.
Und weil es nicht lange dauern wird, bis sich diese Erkenntnis durchsetzt, wird die Umsetzung in Äonen vergleichbar der der darwinschen Evolution erfolgen.

Und: GB hat sich erpressbar gemacht. All die britischen Vertragsbesonderheiten wären Verhandlungsmasse, wenn die Briten auf halbem Weg und voller Erkenntnis des Irrtums wieder zurückwollen.

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biobayer 24.06.2016, 17:33
182. UK-Austritt bedingt EU-Austritt

Zitat von Stäffelesrutscher
Da die Engländer und Waliser (und -innen) gegen die EU entschieden haben, die Schotten und Nordiren (und -innen) aber für die EU, liegt es nahe dass in diesen konstituierenden Teilen des bislang noch Vereinigten Königreiches Referenden über den Austritt aus dem UK abgehalten werden. Logischerweise bleiben diese Länder dann in der EU.
Das ist eben der große Irrtum. Bei einem Austritt aus dem UK "bleiben" Schottland und Nordirland nicht einfach in der EU, sondern können erst als souveräne Staaten Beitrittsverhandlungen mit der EU beginnen.

Mit dem Austritt aus dem UK erfolgt gleichzeitig auch der EU-Austritt, währenddessen das Vereinigte Königreich noch bis 2018/19 Mitglied der EU bleiben wird.

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doutdes 24.06.2016, 17:34
183. Der voraussichtliche Zwergstaat England

Zitat von tomkey
Die Brexit-Jubler können sich ab sofort Gedanken machen, was da dem British Empire eigentlich heute Nacht alles so angetan wurde. Die EU-Bremser sind weg (Engländer) und die EU-Befürworter (Gibraltar, Schottland, Nordirland) überlegen ernsthaft eigene Wege zu gehen. Ein herrlicher Boomerang für alle Britannien zuerst!-Brüller^^
Ergänzend hierzu wäre den Brexit-Brüllern noch zu wünschen, dass die Königin ihren "Rücktritt " mit der Begründung erklären würde, sie hätte keine Lust als Staatsoberhaupt eines werdenden Kleinstaates zu fungieren .

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C. Goldbeck 24.06.2016, 17:34
184.

Zitat von jamguy
Schottland gehört zu England und die Schotten können praktisch kein Problem mit dieser demokratischen Landesentscheidung haben.
Schottland gehört genauso wenig zu England, wie Bayern zu Brandenburg. Schottland gehört mit Nordirland (noch) zu Groß-Britannien.

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Krefey 24.06.2016, 17:35
185.

Zitat von Sauerländer
Sie haben Recht, die Queen mag das Staatsoberhaupt dieser Länder sein. Dennoch sind diese Länder nicht Teil Großbritanniens. Sie sind lediglich Teil des Commonwelth. Da Staaten wie Kanada auch nicht in der EU sind, wäre eine Teilung wie Schottland es machen könnte durchaus denkbar, rechtlich eigenständig als Staat und in der EU, im Commonwelth als Staatsoberhaupt die Queen und dennoch nicht Teil Großbritanniens. Großbritannien besteht aktuell aus England, Wales, Schottland und Nordirland.
@Sauerländer, #37

Nicht ganz richtig, man muss bei Großbritannien mit den Begrifflichkeiten vorsichtiger sein. Schottland wird immer auch Großbritannien sein. Großbritannien ist nämlich nicht der Name des Landes sondern der Name der Insel, auf der England und Schottland liegen. Das Land heißt offiziell "Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland" und wenn die Schotten und die Iren sich von England trennen, dann wird das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland aufhören zu existieren, Großbritannien wird aber natürlich weiter existieren bis bis die Insel im Meer versinkt.

Folglich blieben die Schotten auch weiterhin Briten, genau wie die Engländer. Sie würden nur nicht mehr einem Land angehören. Der Begriff "Brite" wäre dann eben kein Begriff für eine Staatsangehörigkeit sondern für eine länderübergreifende Regionszugehörigkeit.

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Dr.Watson 24.06.2016, 17:36
186. Och Joh!

Zitat von kladderadatsch
Jetzt ließt man schon von Banken, die von London nach Frankfurt umsiedeln wollen, US-Unternehmen werden ihre EU-Niederlassungen auf das Festland verlegen und die Londoner Immobilienpreise einbrechen. Wenn dann noch die Schotten abstimmen wollen, ist das Desaster perfekt. Bleiben die Schotten in der EU, werden sie die Briten als englischsprachiger EU-Standort beerben können. Wenn die Kosten wirklich auch allen Briten bewusst geworden sind, wird das zweite Ergebnis anders ausfallen.
Wer will ein zweites Ergebnis?

Raus ist raus und "die Alte", die es sich ständig mit Sonderbehandlungen hat gut gehen lassen und dennoch bei den ersten Schwierigkeiten zum Scheidungsanwalt gerannt ist, will niemand zurück!

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gabrielle.buchholz 24.06.2016, 17:37
187. Britannien wird immer kleiner, smal is beautiful......

Es mußte jedem klar sein , daß im Falle eines Brexit die Schotten von der Fahne gehen. Sie werden sich vom "United Kingdom" abspalten der EU beitreten und dem EURO, dauert etwa 3-5 Jahre. Mit Unificaion von Irland wird es noch etwas länger gehen.

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tpro 24.06.2016, 17:38
188.

Zitat von platin-iridium
1.) Natürlich wird es die EU in drei Jahren noch geben. Haben Sie stichhaltige Gründe dafür, warum dies nicht so sein sollte? Wenn ja, bitte aufzählen. 2.) Irland und Schottland treiben regen Handel mit allen Mitgliedern der EU. Die Iren werden die ersten sein, die sich von Großbritannien lossagen werden, danach werden die Schotten folgen. Gibraltar wird den nächsten Schritt tun. Diese Minderheiten werden Minderheiten bleiben. Weil die Mehrzahl der Menschen ahnt, daß nationalistische, egoistische, rassistische Parolen mehr Schaden als Nutzen anrichten. Insbesondere die polnischen Bürger werden das sehr schnell spüren.
Wenn ich den letzten Teil lese, weiß ich, daß Ihre Vermutungen und Aussagen im oberen Teil nur Spekulationensind und das Nachplattern von Unwissenden ist. Ich tue sie ab als "viel geschrieben und nichts wahr".

Ich komme seit 1998 beruflich nach Polen und war schon so oft dort, daß ich es nicht mehr zählen kann. Während Sie Ihr Polen"wissen" aus dritter Hand beziehen, habe ich mit Leuten aller Schichten zu tun. Wie wollen Sie also wissen, was "polnische Bürger" denken?

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Dr.Watson 24.06.2016, 17:40
189. Och Joh!

Zitat von the lucky one
Total genial, dass Schottland nun die Zügel in die Hand nimmt! Das wünschen uns wir Bayern für Deutschland auch! Just go!!!!
Ihr Bayern wart schon immer das gepäppelte Armenhaus Deutschlands!

Das ihr aktuell meint auftrumpfen zu können, angesichts einer vermeintlichen finanziellen Stärke, ist einfach nur erbärmlich, angesichts der Multimilliardensubventionen, die nach wie vor in euren Landstrich gepumpt werden!

Da bleibe ich lieber ein braver und halbwegs bescheidener Hesse, der eher sehr wenig vom Subventionstopf erhält und trotzdem seit Jahrzehnten keine roten Zahlen schreibt!

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