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Brexit-Gespräche in Paris: Johnson erreicht bei Macron: nichts
Gonzalo Fuentes/REUTERS

Mister Brexit holt sich eine Abfuhr bei Monsieur Europe: Nach unfruchtbaren Gesprächen in Berlin hoffte Großbritanniens Premier Johnson auf Paris. Doch auch Präsident Macron lässt sich nicht erweichen.

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TscheffichheißeTscheff 22.08.2019, 14:50
1. Es gibt bereits ein Abkommen!

Und das ist auch bereits von der damals amtierenden britischen Regierung unterschrieben. Das kann man gar nicht einfach wieder aufschnüren. Liebe Engländer, wir sehen euch nicht gerne abstürzen, aber Ihr seid es, die darauf bestehen.

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kassandra21 22.08.2019, 15:00
2.

>Johnson drängt daher seit Monaten auf die Streichung der Klausel.<

...die auf Drängen der Briten im Austrittspapier aufgenommen wurde. Die ganze Diskussion ist schon deswegen müßig, weil Irland keiner Vereinbarung zustimmen wird, die keinen Backstop enthält.
Und außer einem "unsere magischen Einhörner* werden das schon schaukeln" kam ja diesbezüglich aus Westminster auch kein Lösungsvorschlag. So ist das halt, wenn Planet Brexit und Realität zusammenprallen.






*der Autor entschuldigt sich aufrichtig bei allen Einhörnern und Einhörnerinnen, seien sie magisch oder anderer Natur

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derhey 22.08.2019, 15:02
3. Warum

habe ich nur das blöde Gefühl, unsere Frau Merkel könnte nich mal wieder erweichen lassen und einem "Kompromiss" das Wort reden. Ich hoffe nur, Macron bleibt hart, 31.10. 2019 ist Ende der Fahnenstange, so wie es die Briten wollen, hart aber fair. Es war Zeit genug, es gibt wichtigere Aufgaben.

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peterpeterweise 22.08.2019, 15:04
4. Zwei Verlierer

Es wird immer so dargestellt, als ob ein ungeregelter Brexit nur die Briten zu Verlierern machen würde. So ist es aber nicht. Falls Großbritannien auch nur einen Teil der vertraglich vereinbarten Zahlungen zurückhält, dann platzt der gesamte EU-Haushalt. Und warum sollte Großbritannien eine vertraglich vereinbarte Summe zahlen, wenn der Vertrag geplatzt ist? Ohne die britischen Gelder würde wahrscheinlich sehr schnell ein Hauen und Stechen in den verbliebenen Ländern beginnen. Niemand wird freiwillig auf Gelder verzichten, oder aber Milliarden an Geldern zusätzlich zahlen wollen. Auch die EU pokert hoch, wenn sie so tut, als sie GB beliebig auflaufen lassen kann. Beide Seiten haben viel zu verlieren.

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YoRequerrosATorres 22.08.2019, 15:07
5. Klarer Fall..

..von Pech gehabt. Bad Luck, wie der Engländer sagt.
Ich verstehe seit 2 Jahren wirklich nicht, wie dieser Vertrag dauernd geändert werden soll, ohne dass man nach dem fertigen Vertrag wieder am Verhandlungstisch sitzt.

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burlei 22.08.2019, 15:09
6. Ist es für die EU ...

... denn wirklich soooo schwer zu verstehen? BoJo will den vollständigen Austritt der EU. Nicht mehr an irgendwelche Verträge und Abmachungen gebunden sein, keine Beiträge mehr zahlen, selber Handelsabkommen treffen, selber bestimmen, wer wann und wozu ins Land kommt, wie die Grenze zur Republik Irland aussieht (Rep. IR -> NIrl = dicht. NIrl -> Rep IR = sperrangelweit offen) und für dieses Entgegenkommen des Vereinigten Königreiches stimmt die EU zu, alles, was den Handel in der Richtung GB -> EU sowie die Zahlung von Zuschüsse und Subventionen der EU an GB weiterhin aufrecht zu erhalten und nicht zu erschweren oder zu behindern. Ist das denn zuviel verlangt? Was wäre das denn für ein Deal, wenn GB irgendwelche Einschränkungen befürchten müsste? Ein unfairer Deal! Das wollen wir doch alle nicht, oder doch? Doch!? Das ist ... das ist ... Also sowas von unfair! Da könnt ihr doch mal sehen, was uns die nachtragende EU aus reiner Bosheit und Frustration und um uns Briten klein zu halten alles zumuten will! Böse EU! So unfair!

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at.engel 22.08.2019, 15:09
7.

Mal abgesehen vom Brexit als solchem, ist es schon erschreckend, auf welchem Niveau die britische Diplomatie angekommen ist. Da schicken die erst zwei Jahre Leute los, die weder vom Dossier, noch von der Funktionsweise der EU den blassesten Schimmer zu haben scheinen - David Davis, um einen unter vielen zu nennen.
Und dann kommt da Johnson volkommen planlos auf den Kontinent, klappert die Haupstädte einzeln ab, anstatt direkt nach Brüssel zu gehen, wiederholt permanent das Gleiche, und scheint irgendwie an den Weihnachtsmann zu glauben.
Diplomatie gehörte mal zu den ausgesprochenen Stärken der Briten - lang ist's her!

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pepe-b 22.08.2019, 15:11
8. @ kassandra21

Ist das so? Ich bin in diesem Thema wirklich unentschieden. Dass es nicht gar keinen Backstop geben kann, verstehe ich. Einen Kompromiss im Sinne einer harten zeitlichen Begrenzung halte ich jedoch durchaus für machbar. Warum? Weil man so wenigstens Zeit gewinnt. Wenn die Briten sich für „No Deal“ entscheiden, dann passiert das, was beide Seiten nicht wollen, sofort und nicht erst in zwei oder drei Jahren. Die harte Grenze ist dann schon in 30 Tagen da. Johnson muss sich darauf einlassen, genau wie die EU. Besser einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.

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monopuls 22.08.2019, 15:11
9. ich will ein Abkommen!

Das ist doch schön. Bis jetzt war ja nur 'wir wollen dieses Abkommen'.
BJ wird ja dann bestimmt einen Entwurf in seinen Maßanzugtaschen haben - oder?
Lass doch mal was konkretes hören.

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