Forum: Politik
Brexit: Johnson-Regierung sagt Gespräche mit No-Deal-Gegnern ab
Jeremy Selwyn/ DPA

Kann Labour gemeinsam mit Tory-Abtrünnigen im britischen Parlament eine No-Deal-Bremse beschließen? Premier Boris Johnson hat ein Treffen mit Abgeordneten seiner Partei zum Brexit kurzfristig gecancelt.

Seite 3 von 8
shakshirak 02.09.2019, 09:57
20.

Was soll das Parlament denn beschließen? Ein Gesetzt, dass einen No-Deal Brexit verbietet, ist Schwachsinn, wenn man sich nicht auf den Deal einigen kann. Genau das ist der Fall. Es wurde eine Vereinbarung ausgehandelt, die von einem Partner hinterher abgelehnt wurde. Die Erbetene Verlängerung wurde nicht genutzt, um für den fertigen Deal zu werben oder diesen zu Verbessern. Abgesehen davon, dass die Fristverlängerung ausdrücklich nicht für Nachverhandlungen bestimmt war. Es wird einen Brexit ohne Abkommen geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
WolframS 02.09.2019, 09:59
21. Deal or NoDeal?

Das Problem liegt meines Erachtens darin, dass es für das Irland-Problem keine Idee gibt.
Die EU hat ihren Backstopp, was eigentlich nichts anderes als ein aufschieben der Problemlösung ist und England weiß auch nur, dass sie das nicht wollen.
Nun kommt Johnson mit seiner naiv rechtspopulistischen Einstellung man könne mittels Erpressung zu einer, nämlich seiner, "Lösung" kommen.
Wahrscheinlich gibt es beim Brexit keine sanfte Lösung einer weichen Grenze.
Meiner Meinung nach gibt es nur zwei Varianten:
1. Brexit mit Inneririscher harter Grenze
2. Verbleib GB´s in der EU
Dies mit allen Konsequenzen sollte man ehrlich den Briten kommunizieren und nochmals zur Abstimmung stellen.
Es wurde einfach schon zu viel gelogen zu viel polarisiert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sunshine422 02.09.2019, 10:04
22. UK soll gehen

und am Ende wird es nur halb so schlimm werden, wie hier getan wird. Natürlich wird es Probleme geben, die gibt es jetzt auch. Die Wirtschaft will verkaufen, übrigens Deutschland am meisten. Als in der Schweiz vor vielen vielen Jahren der Beitritt zum EWR anstand, wurde der abgelehnt. Dies obwohl, der Kollaps der Schweiz voraus gesagt wurde, falls man nicht beitritt. Und wie sieht es heute aus? Man hat Verträge entwickelt und langsam zueinander gefunden. Also lasst sie gehen und dann wird man sehen wie man weiter zusammen arbeiten kann. Schliesslich arbeitet man mit China und den USA auch zusammen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haichen 02.09.2019, 10:11
23. Verlängerung?

Nein, auf keine Fall. Man kann in drei Jahren gerne Verhandlungen für einen Wiedereintritt aufnehmen, aber nun ist genug. Leider.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
soerensen 02.09.2019, 10:11
24. @raton_laveur

Wie kommen wir auf diese Idee? Johnson wurde nach dem üblichen demokratischen Prozedere premier. Wie die anderen vor ihm auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danilo.pecher 02.09.2019, 10:11
25. Falsch übersetzt

Johnson droht nicht mit einem "temporären Ausschluss", sondern permanenten Sanktionen, Wer gegen die Regierungslinie stimmt, soll in der kommenden Wahl nicht mehr als konservativer Kandidat antreten dürfen. Die Parallelen zu den 30er Jahren werden immer bedrückender. Auch Hitler hat 1933 erstmal das Parlament kaltgestellt und 1934 dann die Partei von Abweichlern "gesäubert".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
annali 02.09.2019, 10:17
26. 1933

Ich muss sagen, dass mich die Lage in Großbritannien an 1933 erinnert.
Ausschluss des Parlaments, Drohungen an diejenigen, die nicht mitziehen... es macht mir Angst. Ganz interessant dazu ist auch die Reportage von Michael Moore - 11/9. Er zieht zwar den Vergleich zwischen Hitlers Beginn an der Macht mit USA und Trump, das Ganze kann aber auch auf das momentane Großbritannien umgemünzt werden. Medien clever zu Propagandazwecken genutzt (social media, Facebook, camebridg analytica).

Am besten fände ich, wenn die zwei Optionen Deal or no Deal (ironischerweise heißt so eine Quizshow in UK..) zur Abstimmung vorgelegt werden und die MPs sich für eine dieser beiden Optionen entscheiden müssen und das dann umgesetzt werden muss.
Letztenendes ist der Backstop noch immer das kleinere Übel im Vergleich zum no Deal, bei dem es eher noch schlechter um die Nordirischen Grenze steht. Ich habe allerdings meine Zweifel, dass Boris Johnson soetwas zulässt. Meiner Meinung nach WILL er den harten Brexit auf Gedeih und Verderb!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HerrPeterlein 02.09.2019, 10:17
27. Brexit kostet Wohlstand

Ohne Wunder kommt der harte Brexit, auch weil der Preis für die EU zu einer Verlängerung immer teurer wird. Obwohl man ja eigentlich GB in der EU halten will, stehen jetzt Entscheidungen für die nächsten Jahre an, da sind EU-Verweigerer keine Hilfe. Alle paar Monate den Brexit verschieben löst das Problem auch nicht dauerhaft und führt zu Frust auf allen Seiten. Die nächste Drohung kommt bestimmt auf GB.
Hauptleidtragender wird GB sein, weil dort die Wirtschaft extrem schrumpft und entsprechend der Wohlstand. Am Anfang ist es für die EU ärgerlich, aber schnell überwunden. Die Zeiten, dass GB, aber auch Deutschland und Frankreich der Nabel der Welt, mindestens in Europa waren, sind längst vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
soerensen 02.09.2019, 10:20
28. Es wird schon eine Lösung geben

Jetzt sollen die erst mal austreten, sich anschauen, wie das wird, ihr politisches System anschauen und eventuell optimieren und dann die Konsequenzen ziehen. Eventuell stellen sie ja einen Antrag auf Aufnahme in die EU. Bis dahin sollte die EU aber die aufnahmebedingu gen aktualisieren und zur Pflicht machen, dass nur Staaten mit einer Verfassung Mitglied werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sibbi78 02.09.2019, 10:22
29. Wenn man sich die Folgen eines no-deal anschaut,

fragt man sich, was denn daran soooo schrecklich ist. Natürlich gibt es zunächst einmal ein gewisses Chaos, auf das sich UK und EU bereits vorbereiten. Danach gelten die Regeln der WTO, alle grenzüberschreitenden Waren werden verzollt.
Es wird Engpässe geben z. B. im Lebensmittelbereich. Die Häfen werden überlastet sein. Aber dann? Wird es sich die EU leisten können, das UK völlig zu ignorieren? Nein - dafür sind die wirtschaftlichen Verflechtungen und die gemeinsamen Interessen zu groß...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 8