Forum: Politik
Brexit-Minister Davis: Freihandelsabkommen soll EU-Austritt abfedern
AFP

In der EU bleiben? Nein. Vorteile des Binnenmarkts genießen? Ja! Der britische Brexit-Minister David Davis wirbt in London für ein Freihandelsabkommen mit der EU. Die Opposition spottet.

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steinbock8 06.09.2016, 07:09
50. das soll auf Wunsch

der Briten darauf hinauslaufen das es so bleibt wie es ist ohne Zahlungen an die eu leisten zu müssen also alle Rosinen für Sie und den Rest könnt ihr euch teilen wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht sollen erst Verhandlungen statt finden wenn der offizielle Austritt erfolgt ist am Ende sind die Briten von ihrem eigenen Votum für den brexit kalt erwischt worden also warten wir es ab was die Politik wieder von Händel ausmacht

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hockeyversteher 06.09.2016, 07:55
51. Es ist bemerkenswert ...

... in welcher Qualität hier über eine der ältesten Demokratien der Welt gesprochen wird.
Verächtlich, Belehrend, Herablassend.
Allein dass gibt den Britten genügend Gründe, die BrExit-Entscheidung nachträglich gut zu finden.
Und als nächstes soll in Zukunft ein Umgang mit GB gepflegt werden, der geprägt ist von gekränkter Eitelkeit, Trennungsschmerz und Egoismen.
GB ist nach wie vor eine der größten Volkswirtschaften der Welt, die auch nicht mehr als die USA von der Finanzindustrie abhängig ist. Ein Freihandelsabkommen ist also tatsächlich von beiderseitigem Interesse. Auch die EU kann es sich nicht leisten, immer weitere Teile des Weltmarktes zu ignorieren. Wir boykottieren schon Russland. Jetzt soll GB abgestraft werden. Wer kommt als nächstes? China?

GB wird, und das ist logisch, seine Verhandlungsposition so stark als möglich machen. Die EU sollte sich also nicht wundern, wenn sie auf einmal einer Partnerschaft gegenüber sitzt, die gemeinsam ein Freihandelsabkommen abschließen möchte. Ich denke da noch an die Schweiz - die ebenfalls einen Volksentscheid umzusetzen hat oder auch Norwegen. Die EU ist ohne GB viel kleiner, weniger mächtig und von einer Verfassung, die wirtschaftliche Muskelspiele gar nicht zulässt.
Man sollte sich also in den Verhandlungen mit den Britten auf das Besinnen, was der Auftrag von Politikern ist - das Beste für die eigene Bevölkerung zu tun. GB abzustrafen ist das sicher nicht.

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ein_verbraucher 06.09.2016, 08:15
52. Ursprünglich wurde Oktober genannt

für den Start des Artikel 50 und dem Austrittsantrag seitens GB. Jetzt heisst es nicht mehr dieses Jahr....die Briten werden von Ihren Politikern ebenfalls nach Strich und Faden ver....

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ein_verbraucher 06.09.2016, 08:19
53. Aber mal im Ernst

wenn alle Stricke reissen dann kann England nach CETA mit Kanada ein Abkommen schließen und dann werden alle Waren aus England oder nach England über Kanada abgewickelt. Und die Containerschiffe brauchen nur aufs offene Meer fahren, umflaggen und in Rotterdamm Hamburg etc anlegen und Ihre Fracht löschen....wer braucht da ein Freihandelsabkommen? Die britische Regierung wird jetzt strategisch die Entwicklung von CETA abwarten.

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brux 06.09.2016, 08:57
54. Erstaunlich

Erstaunlich, dass kaum jemand den Unterschied zwischen Zugang zum und Mitgliedschaft im EU Binnenmarkt kennt.

Zugang hat fast jeder, oftmals ohne Zolltarife. Die Türkei hat sogar eine Zollunion mit uns.
Mitgliedschaft bedeutet, dass man am Tisch sitzt, wenn die Regeln und technischen Normen des Binnenmarkts gemacht werden.

Die Briten werden weiter deutsche Autos kaufen, schlimmstenfalls mit 3% Einfuhrzoll. Aber Firmen wie Jaguar und JCB bei den Baumaschinen werden es gar nicht mögen, wenn sie demnächst die neuesten Normen dem EU Amtsblatt entnehmen dürfen. Da werden dann schnell Firmensitze verlagert, denn es kann ums Überleben gehen.

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rhabarberzüchter 06.09.2016, 10:04
55. Daran glaube ich nicht.

Denn noch regiert Frau Merkel, und die wird den Briten helfen, zumal Deutschland ja seine BMW, VW, Vauxel, Audi irgendwo los werden muss. Da wird insbesondere die Autoindustrie auf sie Druck machen, dass die Forderungen der Briten mindestens zu 200% erfüllt werden. Dank Frau Merkel wird GB nach dem vollzogenen Brexit besser dastehen als heute. D wird's richten, denn w i r sind E x p o r t w e l t m e i s t e r und auch sonst schon Größten in Europa, und das seit über 100 Jahren. Nicht vergessen? Der Leitspruch lautet: W i r schaffen das. Etwas früher lautete das so: Am deutschen Wesen... Doch schon Wilhelm Busch dichtete: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe! In diesem Sinns noch ein "Emotion": :-((

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kuac 06.09.2016, 10:28
56.

Zitat von hockeyversteher
Es ist bemerkenswert... in welcher Qualität hier über eine der ältesten Demokratien der Welt gesprochen wird. Verächtlich, Belehrend, Herablassend.....
Sie haben leider die Reihenfolge verwechselt. Zuerst hat die älteste Demokratie genauso über die EU gesprochen und Brexit beschlossen. Dann kommen die Reaktionen, weil GB alle Vorteile der EU weiterhin beibehalten will, aber keine der Pflichten.

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thrashmail 06.09.2016, 12:04
57.

Zitat von hockeyversteher
... in welcher Qualität hier über eine der ältesten Demokratien der Welt gesprochen wird. Verächtlich, Belehrend, Herablassend. Allein dass gibt den Britten genügend Gründe, die BrExit-Entscheidung nachträglich gut zu finden. Und als nächstes soll in Zukunft ein Umgang mit GB gepflegt werden, der geprägt ist von gekränkter Eitelkeit, Trennungsschmerz und Egoismen. GB ist nach wie vor eine der größten Volkswirtschaften der Welt, die auch nicht mehr als die USA von der Finanzindustrie abhängig ist. Ein Freihandelsabkommen ist also tatsächlich von beiderseitigem Interesse. Auch die EU kann es sich nicht leisten, immer weitere Teile des Weltmarktes zu ignorieren. Wir boykottieren schon Russland. Jetzt soll GB abgestraft werden. Wer kommt als nächstes? China? GB wird, und das ist logisch, seine Verhandlungsposition so stark als möglich machen. Die EU sollte sich also nicht wundern, wenn sie auf einmal einer Partnerschaft gegenüber sitzt, die gemeinsam ein Freihandelsabkommen abschließen möchte. Ich denke da noch an die Schweiz - die ebenfalls einen Volksentscheid umzusetzen hat oder auch Norwegen. Die EU ist ohne GB viel kleiner, weniger mächtig und von einer Verfassung, die wirtschaftliche Muskelspiele gar nicht zulässt. Man sollte sich also in den Verhandlungen mit den Britten auf das Besinnen, was der Auftrag von Politikern ist - das Beste für die eigene Bevölkerung zu tun. GB abzustrafen ist das sicher nicht.
Absolut richtig und sehr gut formuliert.

Abgesehen davon wird sich kein EU Land auch nur eine Chance entgehen lassen wollen mit GB erfolgreichen Handel zu betreiben. Ganz vorne weg, Deutschland.

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Fragen&Neugier 06.09.2016, 14:42
58. Man sollte auch an sich selbst denken, bevor man vor Schadenfreude platzt.

Zitat von lord-crumb
Ich kann mir nicht vorstellen, dass England oder vielleicht doch noch Großbritannien das durchsetzen kann, was es hofft. Obwohl unsere Politiker selten standhaft sind, bleibt ihnen in diesem Fall keine andere Möglichkeit. Anderenfalls werden auch andere ihre Mitgliedschaft in der EU überdenken und neu verhandeln wollen. Das wäre dann endgültig der Anfang vom Ende der EU. Großbritannien hingegen wird sicherlich Schwierigkeiten haben, aber auch die gehen vorbei. Und selbst wenn die Wohlstandskurve in Großbritannien abflachen sollte, die Brexitverantwortlichen können den Leuten immer noch einreden, dass es mit der EU noch viel schlimmer gekommen wäre.
Mit den Briten fällt ein Nettozahler weg
Die Briten müssen sich selbst erhalten, die EU-Nettozahler die EU-Nettoempfänger und sich selbst eben auch.
Die Wohlstandskurve flacht längst ab - bei den reichsten Staat in Europa am deutlichsten, auch wenn die wegen dem Vorsprung noch viel besser dastehen als die ärmsten Staaten.
Flacht sie auf dem Kontinent schneller ab als auf der Insel, braucht man niemandem etwas mehr einzureden.
Für die Briten ist die Steuerung der Zuwanderung wichtig, weil da Ansprüche an ihren Sozialstaat entstehen, die sich erst in Jahrzehnten und für Jahrzehnte auswirken werden.
Unbestritten ist, dass den Unternehmen die Personenfreizügigkeit hilft, sie können billigeres Personal aus EU-Staaten anstellen, in denen die Arbeitslosigkeit grösser und die Löhne tiefer sind. Nur die, die EU-Migranten verdrängen, die bleiben dem Staat als Fürsorgefälle erhalten. Die Briten haben da längere Erfahrung, weil Deutschland die maximale Sperrfrist ausgereizt hat für die neuen Mitglieder aus der Osterweiterung. Die PFZ hat etwas von einem Schneeballsystem. Das sieht man in den Staaten am besten, die nur eine EU-Einwanderung aber keine Auswanderung in die EU haben, also insbesondere die ohne Euro und die reicheren, egal ob in der EU oder nicht.
Es ist wie mit dem Seerosenteich, wenn sich eine in der Zeit x verdoppelt, fällt eine zweite nicht auf, ist der Teich halb voll, dann ist er nach t x ganz voll - wobei ich mit voll jetzt als Bild die Ansprüche an den Sozialstaat meine.

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spmc-129372683232763 06.09.2016, 15:08
59. Diese Frage wird

auch wegen der wirtschaftlichen Bedeutung GB`s nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden

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