Forum: Politik
Brexit: Nehmt euch ein Stück Kuchen
DPA

Sind die Briten etwa immer noch drin? Da kann Theresa May noch so viel näseln und in Limousinen stecken bleiben: Das Brexit-Drama wird langsam langweilig. Machen wir es wieder interessant.

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rainer60 17.12.2018, 15:13
50. leider

Zitat von fx33
Erschreckend viele Beiträge hier argumentieren emotional, so, als sei der Schreiber/die Schreiberin von den Briten persönlich beleidigt worden. Nichts ist besser als der Verbleib Großbritanniens in der EU. Das Austrittsreferendum kann man ja eigentlich nicht ernst nehmen, denn die Entscheidung der .....
es wäre natürlich besser wenn gb in der eu verbleiben würde. allerdings dann mit einem richtigen bekenntnis zu Europa und nicht, aufgrund ihrer vergangenheit, eine sonderrolle beanspruchen.
ich fühle mich auf keinen fall persönlich beleidigt, habe allerdings in den letzten 2 jahren ( 50 jahre vorher friede,freude,eierkuchen) einen teil der briten (brexiter) von einer seite kennengelernt die ich nicht für möglich gehalten habe.
man kann nicht immer die große vergangenheit eines landes beschwören wenn das heute so traurig aussieht wie in GB.

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Bolligru 17.12.2018, 15:16
51. Also die Kommetare

die ich im Independent und dem Guardian lese sind keineswegs europafeindlich, ganz im Gegenteil.
dort wird der Irrsinn der eigenen politischen Klasse schonungslos und bisweilen mit typisch britsich-schwarzem und sarkastischem Humor gebrandmarkt

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Europa! 17.12.2018, 15:17
52. Kleine Ergänzung

Die "Arbeitsmigration aus der EU" ist Kuzmany-Deutsch für "Freizügigkeit in der EU". Sie ist für die Bürger das Kernstück des neuen Europa und deshalb auch nicht verhandelbar. Im Übrigen waren es nur die Briten, Iren und Schweden, die den Osteuropäern diese Freizügigkeit vom ersten Tag des Jahres 2004 gewährt haben, während z.B. Bundeskanzler Schröder für Deutschland eine Übergangszeit von mehreren Jahren vereinbarte. Es wurde zwar immer behauptet, die "polnischen Klempner" in England seien ein Problem (in Wirklichkeit sind sie die dringend notwendige Antwort auf die völlig mangelhafte oder gar nicht vorhandene Ausbildung englischer Handwerker), aber ich bin fest überzeugt, dass es der Schwarze September 2015 in Deutschland war, was die Briten zum Brexit getrieben hat. Ein Kontrollverlust dieser Größenordnung ist für jedes europäische Land vollkommen inakzeptabel - und für ein Land wie Großbritannien schon gar.

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ancoats 17.12.2018, 15:20
53.

Zitat von Murmeltier
Meine Güte, diese ständige Beschimpfung der EU als bürkoratisch, Lobby und Aussaugemaschinerie zieht doch wirklich nicht mehr. Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass das Problem allenfalls darin liegt, dass man Brüssel zu wenig Kompetenz zugesteht, und die besteht ......
So ist es. Und manche Mitgliedländer könnten zudem endlich mal aufhören, ausschließlich mediokre und ansonsten überflüssige Politiker nach Brüssel zu verklappen - das wäre für eine tatsächlich nötige Reform und Stärkung der EU schon mal äußerst förderlich.

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dr.joe.66 17.12.2018, 15:20
54. Stiff Lips braucht kein Mensch...

Zitat von reinhard_becker
Das, was der Autor vorschlägt, wäre der Beginn der Selbst-Demontage der EU. Das hat der Autor anscheinend nicht begriffen. Abgesehen davon wäre es mit dem grundlegenden EU-Recht .....
Sehe ich auch so!
Der Autor ist offenbar Fan der Briten - wobei er nicht sagt oder merkt, dass er Fan der Engländer ist, und damit die Schotten schon mal im Vorbeigehen links liegen lässt.
Wie auch andere Foristen es völlig korrekt schreiben: da nutzt jemand die Drohung mit Selbstmord, um etwas zu bekommen. Solche Personen gehören in eine therapeutische Anstalt, in der sie lernen müssen, ihre Situation ehrlich anzuschauen.
Ich komme mir bei dem Artikel vor wie der böse Vater, der seinem Sohn nicht den Familien-Golf überlässt. Muss der Papa mit dem Fahrrad zur Arbeit, nur damit der verwöhnte Sohnemax Auto fahren kann? Ja, geht's noch???
Ich weiß, dass die meisten Engländer, Walliser und Schotten hart arbeiten und nicht viel Wohlstand genießen und alles andere als verwöhnt sind - aber die Oberschicht-Snobs, die GB diesen erbärmlichen Brexit eingebrockt haben, die sind extrem verwöhnt.
Und darin liegt für mich die große Hoffnung im Brexit, gerade auch im schmerzhaften ungeregelten Brexit. Dass das Volk endlich merkt, wie sehr es belogen wurde und wird, und die ganzen stiff lips und schrulligen Blaublüter und Privat-Schulen-Alumnis im Loch Ness versenken.

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obersterhofnarr 17.12.2018, 15:27
55. Echt jetzt? Das glauben Sie?

Zitat von Trevor Philips
Da hat der perfide Engländer, welcher sich dem deutschen Streben nach einem unter der gütigen Führung des zukünftigen Exportweltmeisters geeinten Europas widersetzte wirklich mehr Hilfe über den Marshallplan erhalten? Shocking! Der musste ja auch seine Kriegskredite zurückzahlen und wurde nicht für......
GB hat sich nach dem Krieg selber kaputt gemacht. Britisch Elend ist ein wunderbares Beispiel dafür. Und dann, kommen sämtliche Kriegsverlierer und Ex-Kolonien und machen erfolgreich Auto- und Flugzeugfabriken auf? RR, Mini und Bentley gehören jetzt den Krauts und Jag / Range Rover den Indern; mega shocking. Vauxhall gehört jetzt den Froschfressern, na gut nicht ganz so shocking. Und Nissan / Toyota sind auch erfolgreich, aber japanesisch. Das sind die, die auf der anderen Seite der Erde den Krieg verloren haben. Eigentlich.
Und die britischen Traditionsmarken? Kaputt.
Deshalb auch der Brexit, denn ein harter Brexit wird natürlich über Nacht diese ganzen ausländischen Investitionen auf der Insel entwerten, quasi eine Enteignung durch die Hintertür.
Die Briten haben ein Problem bei der Selbstwahrnehmung. Auch was die Historie anbelangt. Britische Soldaten zum Beispiel haben auf Inder geschossen, als diese den Austritt aus dem Empire anstrebten, weil sie die Kontrolle über ihr Geld, Grenzen und Gesetzte wieder erlangen wollten. Kommt Ihnen das bekannt vor? Und schießt JCJ jetzt auf Briten? Nein? So was aber auch.
Oder was ist mit all den afrikanischen Sklaven, die mit britischen Schiffen in die ebenfalls britischen Karibikkolonien verschleppt wurden. Stichwort Genozid. Deshalb immer schön auf der Bremse bleiben, wenn die eigene Weste mehr als ein paar dunkle Flecken hat.

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Liudin69 17.12.2018, 15:33
56. Bitte rauswerfen!

Was ist mit der Glaubwürdigkeit unserer Demokratie nicht in Ordnung? Wozu wird abgestimmt? Damit dann wieder etwas anderes gemacht wird? Die EU würde sich einmal mehr als Wirtschaftsclübchen outen und zum Affen der Wirtschaft machen. Ich für meinen Teil würde im Falle einer Änderung nie mehr zur Wahl gehen. Egal, um was es geht.

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Vadomar 17.12.2018, 15:33
57.

Zitat von Bolligru
die ich im Independent und dem Guardian lese sind keineswegs europafeindlich, ganz im Gegenteil. dort wird der Irrsinn der eigenen politischen Klasse schonungslos und bisweilen mit typisch britsich-schwarzem und sarkastischem Humor gebrandmarkt
Leider sind der Independent und der Guardian ziemliche Ausnahmen. Dort ist das Echo tatsächlich überwiegend europafreundlich. Das war es dort aber auch schon vor dem Referendum.
Schaut man sich allerdings bei anderen Blättern um, ist immer noch überwiegend die Mär von der bösen EU and vom Land der Glückseligen nach einem harten Brexit zu finden.
Und dazu muss man nicht mal Murdochs Hetzpresse bemühen.
Vielleicht kommt ein Erwachen wirklich erst mit einem harten Brexit.

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j.vantast 17.12.2018, 15:33
58. Cream skimming

Nun, was GB immer gemacht hat und auch weiterhin macht nennt sich schlicht "cream skimming".
Nur hat das dummerweise auch schon auf einige andere EU-Staaten abgefärbt. Jeder will nur noch ganz viel und vom Besten, ohne allerdings irgendwo Zugeständnisse machen zu wollen.

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erik93_de 17.12.2018, 15:35
59. Wozu denn nur?

Wozu brauchen wir ein Land in der EU, daß vor allem ein Einfallstor für US-Politik (u.a. der von Thatcher % Reagen gepushte Neoliberalsimus, was zum Elend von heute geführt hat) und US-Spionage (Echolon, Five Eyes) ist? England ist der unversenkbare amerikanische Flugzeugträger vor der Küste Europas. Da werden sie bleiben. Aber wenigstens sitzen sie dann nicht mehr in den Gremien. Hinfort mit ihnen!

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