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Brexit-Poker zwischen EU und Großbritannien: "Das Jüngste Gericht wäre zuständig"
OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/REX

Der Druck auf London wächst: Ein Regierungspapier bescheinigt Großbritannien eine miserable Vorbereitung auf einen No-Deal-Brexit. Die EU droht mit Konsequenzen, sollten die Briten ihre Schulden nicht begleichen.

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Spiegulant 13.06.2019, 20:33
1. EU soll endlich kompromissbereit sein

Die EU soll endlich einen Kompromiss eingehen, und auf alle Forderungen Englands eingehen.

Alles andere wäre ein Katastrophe. Für England.

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schwaebischehausfrau 13.06.2019, 20:43
2. Die geschürten Weltuntergangs-Szenarien

bei einem Hard Brexit würden jeder "Prepper"-Armageddon-Sekte zur Ehre gereichen. Und erinnern einen an ähnliche Szenarien zum Jahreswechsel 1999/2000 mit Millionen ausfallenden Computern, Stromausfällen und massenweise wie Steine vom Himmel fallenden Passagierflugzeugen. Passiert ist dann von all dem, äh...NICHTS!!
Wenigstens sieht Oettinger die Einklagbarkeit der 44-Milliarden Euro realistisch. Die Drohungen, die Briten dann von einem gemeinsamen Satelliten-Programm auszuschliessen, halte ich jetzt für nicht sooo überzeugend. Denn mit den eingesparten 44 Milliarden könnten die Briten neben einem eigenen Satelitten-Programm auch noch locker ne bemannte Mars-Mission und einen täglichen bemannten Shuttle-Service zu einer bemannten britischen Raumstation auf dem Mond finanzieren.

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Europa-Realist 13.06.2019, 20:44
3. Klarheit

Es ist doch komplett egal, wie vorbereitet man sich für irgendetwas fühlt. Wichtig ist doch, wenn alle endlich Klarheit hätten, dass das Ding am 31.10.2019 tatsächlich gemacht wird, damit auch mal wieder Ruhe eingekehrt.
Planungssicherheit ist ein wesentlicher Eckpfeiler für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wahrscheinlich Boris Johnson deshalb tatsächlich der beste PM für GB!

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Atheist_Crusader 13.06.2019, 20:48
4.

Man kann das Geld vielleicht nicht einklagen - aber man kann eine Begleichung der Schuld zur Vorbedingung für jedes weitere Abkommen mit Großbritannien machen.
Mal abgesehen davon, dass sie sich international unmöglich machen und in puncto Zuverlässigkeit in ähnliche Gefilde abstürzen wie Trump-Amerika. Mit dem Unterschied dass die USA immer noch genug politische und wirtschaftliche Bedeutung haben um mit ihrer Pöberlei durchzukommen. Großbritannien hingegen wird in beiderlei Hinsicht massiv an Bedeutung verlieren und noch dazu wirtschaftlich enorm verwundbar sein.

Politiker der Marke Johnson und Trump erinnern mich in ihrem Politikverständnis an kleine Kinder, die zum ersten Mal mit dieser Welt in Berührung kommen. Die stellen dann Fragen wie "Warum machen die Politiker nicht ein Gesetz das alle Kriege verbietet?". Die meisten Kinder lernen natürlich früher oder später, dass Politik sehr viel komplizierter ist. Nicht so unsere neuen Populisten. Die glauben wirklich an ihre "Es ist so einfach!"-Lösungen, machen einfach wonach ihnen gerade ist und pfeifen auf die Konsequenzen. Warum auch nicht? Sie persönlich wird es ja nicht treffen und wenn die Bürger sauer sind, hat man seine Sündenböcke ja schon parat. Die EU, die Globalisten, die Immigranten, das Weltjud-... öhm, ich meine natürlich George Soros..., die Linken, die Grünen, die Mitte, die Umweltschützer, die Bausparer, die Goldfischzüchter, die... ähm... die EU hatten wir schon genannt, oder?

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RedOrc 13.06.2019, 20:54
5. Und warum ist nichts passiert?

Zitat von schwaebischehausfrau
Und erinnern einen an ähnliche Szenarien zum Jahreswechsel 1999/2000 mit Millionen ausfallenden Computern, Stromausfällen und massenweise wie Steine vom Himmel fallenden Passagierflugzeugen. Passiert ist dann von all dem, äh...NICHTS!!
Und warum ist da praktisch nichts passiert? Weil all die Jahre davor darauf hingearbeitet wurde dass nichts passiert! Es schon eine bittere Ironie dass die gute Vorbereitungsarbeit auf Y2K dazu geführt hat das Szenario nachträglich nicht ernst zu nehmen. (Hat man Ihnen allerdings auch schon mehrfach erklärt, ich selbst verstehe diese Faktenresistenz bei Ihnen nicht)

Das ist aber ein gutes Beispiel: Mit hinreichend viel Arbeit und guter Planung kann man solche potentiellen Katastrophen entschärfen. Jetzt gucken wir mal den Brexit an, wer (EU vs GB) da genau besser vorgesorgt und geplant hat.

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pharloff 13.06.2019, 21:01
6. @ schwaebischehausfrau

Manchmal wünsche ich mir allein deswegen den harten Brexit, damit Leuten wie Ihnen endlich mal die Augen geöffnet werden, denn Sie verbreiten - sorry - einfach nur gefährlichen Schwachfug. Erstens prophezeit niemand einen Weltuntergang, sondern einen Wirtschaftseinbruch von ca 8% - für die Menschen dort IST das eine Katastrophe. Zusätzlich werden viele Facetten des alltäglichen und des Wirtschaftslebens negativ tangiert und zwar so sicher wie das Amen in der Kirche. Davon geht sogar die britische Regierung selbst aus, sonst würden Sie nicht um fast jeden Preis den harten Brexit verhindern wollen. Zweitens: die 44 Milliarden verteilen sich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Die - sagen wir mal - 4 Milliarden pro Jahr sind bei einem vorhergesagten Einbruch der Wirtschaft schneller aufgeraucht, als Sie zwinkern können, nicht zuletzt auch deshalb, weil in vielen Bereichen zukünftig deutlich höhere Kosten anfallen, z.B. Zölle und Zollabwicklung etc. Und nein, es geht nicht nur um Satelliten.

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baerenfreund-tim 13.06.2019, 21:01
7.

gebt England was es will.den brexit ohne deal.
Und wenn die Insel ihre Schulden nicht begleicht wird die Kreditwürdigkeit auf 0 gesetzt und keinerlei Handelspartner wird sich in der Zukunft finden.
Dann...ganz vielleicht..kommt England vom hohen Ross runter und verhandelt wie ein normales kleines Land.

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Atheist_Crusader 13.06.2019, 21:02
8.

Zitat von schwaebischehausfrau
Die geschürten Weltuntergangs-Szenarien bei einem Hard Brexit würden jeder "Prepper"-Armageddon-Sekte zur Ehre gereichen. Und erinnern einen an ähnliche Szenarien zum Jahreswechsel 1999/2000 mit Millionen ausfallenden Computern, Stromausfällen und massenweise wie Steine vom Himmel fallenden Passagierflugzeugen. Passiert ist dann von all dem, äh...NICHTS!! Wenigstens sieht Oettinger die Einklagbarkeit der 44-Milliarden Euro realistisch. Die Drohungen, die Briten dann von einem gemeinsamen Satelliten-Programm auszuschliessen, halte ich jetzt für nicht sooo überzeugend. Denn mit den eingesparten 44 Milliarden könnten die Briten neben einem eigenen Satelitten-Programm auch noch locker ne bemannte Mars-Mission und einen täglichen bemannten Shuttle-Service zu einer bemannten britischen Raumstation auf dem Mond finanzieren.
Sie scheinen irgendwie den Teil überlesen zu haben, dass die Einschätzungen von der britischen Regierung stammen. Also den selben Tories die das Referendum veranstaltet haben, die sich zum Brexit bekannten und jetzt zum zweiten Mal einen Premierminister wählen der den brexit durchführen soll. Ergo. Genau jene die ein absolutes Interesse daran haben dass der Brexit glatt über die Bühne geht und die überhaupt kein Interesse daran haben potentielle Probleme zu übertreiben.
Warum Sie das an den Y2k-Bug erinnert ist mir schleierhaft. Beziehungsweise ich nehme mal an Sie haben einfach entschieden dass es Sie daran erinnert, weil Sie die potentiellen Folgen des Brexit gerne kleinreden möchten.

Aber ehrlich gesagt: Dass Sie glauben, dass man mal ohne weiteres und für nur 44 Milliarden ein eigenes Raumfahrtprogramm und auch noch ein Satteliten-Navigationsnetz auf die Beine stellen könnte - und das auch noch in relativ kurzer Zeit - lässt mich ehrlich gesagt doch sehr an der Qualität ihrer Einschätzungen zweifeln. Da scheint doch eher der Wunsch Vater des Gedanken zu sein.

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Marinus_Ladegast 13.06.2019, 21:03
9.

Zitat von schwaebischehausfrau
bei einem Hard Brexit würden jeder "Prepper"-Armageddon-Sekte zur Ehre gereichen. Und erinnern einen an ähnliche Szenarien zum Jahreswechsel 1999/2000 mit Millionen ausfallenden Computern, Stromausfällen und massenweise wie Steine vom Himmel fallenden Passagierflugzeugen. Passiert ist dann von all dem, äh...NICHTS!! Wenigstens sieht Oettinger die Einklagbarkeit der 44-Milliarden Euro realistisch. Die Drohungen, die Briten dann von einem gemeinsamen Satelliten-Programm auszuschliessen, halte ich jetzt für nicht sooo überzeugend. Denn mit den eingesparten 44 Milliarden könnten die Briten neben einem eigenen Satelitten-Programm auch noch locker ne bemannte Mars-Mission und einen täglichen bemannten Shuttle-Service zu einer bemannten britischen Raumstation auf dem Mond finanzieren.
Beim Milleniumswechsel ist damals nichts passiert, weil man sich jahrelang seriös darauf vorbereitet hat. Und das kann man von der britischen Regierung und dem Brexit nach der Schaun-mer-mal-Methode ja nun wirklich nicht behaupten. Weil die Chaostruppe in London nichts gebacken bekommt, musste das Ding ja schon einmal verschoben werden.

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