Forum: Politik
Brexit-Referendum: Liebesbomben auf London
DPA

Vor dem EU-Referendum macht sich Panik breit unter den Europafreunden in Großbritannien. Premier David Cameron hofft jetzt auf Hilfe von außen - zum Beispiel von Barack Obama.

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unbekanntgeblieben 22.04.2016, 14:02
20.

Große Länder sind dazu in der Lage, aber das wäre ein echtes Problem für unsere 'Eliten'.

Hier mal ein paar JA/NEIN 'Abstimmungen' ohne viel Information, die wahrscheinlich recht schnell zu Ende sind:

- Agenda 2010 weiterführen und verschärfen
- Erbschaftssteuer mindestens auf Lohnsteuerniveau
- sollen Politiker sich, wie sie es von anderen verlangen, selbt privat vorsorgen
- härtere Strafen bei Korruption, Klassifizierung als Verrat
-> Schonung bei Entscheidung aus 'bestem Wissen und Gewissen' (Irren ist menschlich, sich dafür bezahlen lassen nicht)
- Begrenzung für Anzahl und Art der Nebenjobs eines Politikers
- Offenlegung der Parteifinanzierung und Hausausweise
- Sanktionen für nicht gehaltene Wahlversprechen
- bewusste Falschaussage als Korruption
- Entbürokratisierung und Entrümpelung der Geesetze
- TTIP
- Abschaffung Hartz4, staatl. Krankenkassen und anderer Minisubventionen -> Zusammenführen in bedingungsloses Grundeinkommen (Entbürokratisierung ;) ?)
Auch was für die 'besorgten':
- GEZ in der Form (für 130+ Sender, 1/3 Pensionskasse)
- Ausbau Polizeistellen
- Religionsfreiheit, aber absolute Unterordnung zum Gesetz (die Preußen konnten das ...)
- ...

Wenn man dann noch echte Experten die doch nicht so alternativlosen Vorschläge vortragen lässt ...

Funktionieren kann das, Politiker gibt es dann auch immer noch, aber bestimmt nicht mehr unsere jetzigen.

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NeueTugend 22.04.2016, 14:08
21. Anstatt einer verlogenen, penetranten Charmoffensive

sollte sich die EU-Kommission mal überlegen, ob sie nicht das wirkliche Übel sind. Aber nein, dazu sind sie nicht fähig, schließlich geht es ihnen auch nicht um die Menschen in Europa. Mit anderen Worten, ihnen geht es nicht um Europa, sondern um ihre Union.
Widerliche Lobbyunion.

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schwerpunkt 22.04.2016, 14:13
22.

Zitat von jogi1709
Wenn die Briten nach Verstand entscheiden sollen, kann nur der Brexit die Entscheidung sein. Dann wäre dort wenigstens nicht - wie dies bei uns sein wird - syrisch erste Amtssprache und es hätte nicht der Ortsmufti was zu sagen.
Auweia!
Erst an den Verstand appelieren und da so ein Statement vom Stapel lassen ... passt irgendwie nicht zusammen.

Unabhängig davon, dass "sysrisch" als Sprache gar nicht nicht in der Bevölkerungsgruppe existiert auf die Sie anspielen. Deren Muttersprache ist arabisch.

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digibkk 22.04.2016, 14:15
23. Nach dem Exit

kann ja die Île-de-France und Teile von Berlin in ihrer Rest-EU glücklich werden.

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prince62 22.04.2016, 14:20
24. Cameron ist der Zauberlehrling, dem alles aus den Händen gleitet.

Zitat von KuGen
Cameron hat ein gewagtes Spiel gemacht und damit gerechnet, dass er die Sache voll im Griff hat. Und bewiesen, dass er ein Mieser Zocker ist.
Nicht ganz, mit dem Versprechen des Referendum hat Cameron seinen Wahlkampf geführt und gewonnen, erst danach ist ihm offenkundig die Einsicht gekommen, oder vorgerechnet worden, daß ein Brexit für Großbritannien die absolute Katastrophe sein wird,

vorher hat er sich offenbar nicht darüber beraten und unterrichten lassen, jetzt wird er die Brexit-Sache nicht mehr los, auch wenn er sich noch so dolle schüttelt.

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schwerpunkt 22.04.2016, 14:23
25.

Zitat von io_gbg
Nein. der Grundgedanke wird nicht zerstört. Was die EU und den Euro schwächt, ist die wachsende Krankheit namens Nationalismus.
Ich glaube, dass einiges an EU-Frust und in dessem Kielwasser der Nationalismus durchaus davon kommt, wie sich die politische EU darstellet und wahrgenommen wird.

Ich selbst würde mich als glühenden Beführworter eines vereinigten Europas bezeichnen, stehe der EU als politische Instition trotzdem (oder gerade deswegen) skeptisch gegenüber.
So viele Entwicklungen, die meiner Meinung nach in der falschen Reihenfolge angegangen werden und Prioritäten falsch setzt.
Anstatt ein wirklich Subsidiaritätsprinzip durchzuziehen, wird der Spieß umgedreht und Regelungen, die eigentlich auf Staaten oder sogar Regionalebene behandelt werden müssen, werden durch eine mit einem als völlig überdimensioniert wahrgenommenen Beamtenapparat durch gezogen.
Aber das was tatsächlich durch ein gemeinschaftliches Europa umgesetzt werden sollte, bleibt dann wieder bei den Nationalstaaten.
Das einzige, was wirklich mal durchgezogen wurde ist der Euro (den ich immer noch beführworte). Aber auch der wurde in einer falschen Reihenfolge eingeführt: ERST ein wirklich gemeinsamer Wirtschaftsraum mit gemeinsamen regelungen auch zu Steuern und Abgaben und DANN der Euro.
Nun haben wir den Euro, aber von dem was eigentlich vorher eingeführt werden sollte, ist weit und breit nichts zu sehen.

Ich kann Frust gegenüber den politischen Instanzen diesbezüglich verstehen. Das dieser vielerorts in Nationalismus umschwenkt kann ich nicht verstehen.

Trotz aller Kritikwürdigkeit an der EU, bringt sie uns ALLEN wesentlich mehr Vorteile als Nachteile. Letztere werden aber gerne plakativ heraus gestellt. Die EU hat also zusätzlich noch ein massives Problem mit dem Eigenmarketing.

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epiktet2000 22.04.2016, 14:24
26. Die Briten sind schon o.k.,

Aber ihr Staat, dessen Regierungen in allen Konflikten der letzten beiden Jahrzehnte militärisch mitmischte bzw. wie im Falle Libyens zur Intervention drängte, wird Europa nicht fehlen.

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mwiehagen 22.04.2016, 14:26
27. Brexit

vorab gesagt, bin ich nach reichlich Lektüre mehrerer Artikel der verfügbaren Presse, der Überzeugung, dass der Verbleib GB's in der EU weitaus mehr Vor- als Nachteile für Alle hätte.
Aber da haben wir wieder diesen Punkt: Diese Frage des Verbleibs oder nicht ist für meine Begriffe absolut keine Sache, die durch ein Referendum entschieden werden sollte. Es ist nun mal so, dass der weitaus größte Teil der Bevölkerung das nicht sinnvoll entscheiden kann. Emotionen, Empathie und Ethik, Dinge, die man jedem Bürger zugestehen kann und muss, sind hier nicht gefragt. Hier sollten die Wirtschafts-, Finanz- und Politikwissenschaftler aus ganz Europa Ihre Thesen aufstellen, diskutieren, abwägen und die Entscheidung treffen.
Was wird da bloß jetzt bei rauskommen? Ich ahne Negatives.

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yt0198 22.04.2016, 14:32
28. Naiv

Zitat von io_gbg
Nein. der Grundgedanke wird nicht zerstört. Was die EU und den Euro schwächt, ist die wachsende Krankheit namens Nationalismus.
Die EU bringt Vorteile in erster Linie für die Wirtschaft und die Finanzindustrie. Dem durchschnittlichen Bürger z.B. in D, der nach Einführung des Euro deutlich weniger Geld in der Tasche hatte, bringt die EU Nachteile. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass der Cameron für die EU ist, weil er so romantisch-verklärt vom europäischen Grundgedanken überzeugt ist wie Sie? Der Mann ist ein knallharter Verfechter einer möglichst liberalen Marktwirtschaft mit allem, was dazu gehört, i.e. Privatisierung von Staatseigentum etc. Dem ist der europäische Grundgedanke so was von egal. GB hat vor allem die Osterweiterung der EU Nachteile gebracht, da sie zu millionenfacher Einwanderung geführt hat, was nicht nur die Schulen und das Gesundheitssystem (vorher schon überlastet) extrem unter Druck gesetzt haben, sondern sich auch auf den Wohnungsmarkt ausgewirkt haben. Derart nämlich, dass die ohnehin schon total überhöhten Miet- und Kaufpreise noch weiter gestiegen sind, so dass diese, vor allem im Südosten wo nun mal die meisten Arbeitsplätze sind nicht mehr erschwinglich sind. Cameron et al. kann dass egal sein, denn die schicken ihre Kinder auf Privatschulen und haben private Krankenversicherungen.

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maxhennings 22.04.2016, 14:41
29. Sehr gut

ich bin ganz klar für ein Brexit. Sollen die Briten mal schön auf ihrer Insel bleiben und endlich als Außenhandelspartner der EU gesehen werden. Der David Cameron wird als der Mann in die Geschichte eingehen, der er ist, schlechtester Regierungschef in der EU und der der den Brexit zu verantworten hat.

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