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Brexit: So könnten Schotten und Nordiren in der EU bleiben
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England und Wales wollen raus aus der EU, Schotten und Nordiren wollen bleiben. Könnte gehen, heißt es in einer britischen Studie: Man müsse nur eine Föderation gründen - und eine alte Grenze wieder aufbauen.

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Liberalitärer 17.11.2017, 20:23
20. Meinungsfreiheit

Zitat von M. Vikings
Dem kann ich mich uneingeschränkt anschliessen.
Die PM und Herr Davis haben wir noch klar, wo die englische Tory Party steht. Mit Sicherheit nicht pro Putin. Aber jeder Engländer hasst das russische Volk nicht. Versuche man es dort mit mehr Meinungsfreiheit.

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lanzelot72 17.11.2017, 20:34
21. Noch eine Variante ...

... wäre, England tritt aus dem UK aus. Zwar auch nicht wahrscheinlich, aber in der Theorie geht schließlich alles. Nix für ungut ... ;-)

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sven2016 17.11.2017, 21:18
22.

Na ja .. wenn sich das UK zusätzlich noch zerlegt, dürfte die Idee stabiler Regierungen in London für lange Zeit erledigt sein.

Aber die Studie zeigt nur theoretisch juristisch mögliche Konstrukte auf, nicht die Vorstellungen irgendeiner Partei oder Personengruppe.

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alohas 17.11.2017, 21:31
23.

Diese Konstruktionen sind vor allem sehr gut dazu geeignet, Großbritannien letztendlich ganz auseinanderbrechen zu lassen. Reife Leistung! Die EU wäre dann nach Zypern (2004) und Ukraine (2014) am territorialen Zusammenbruch des dritten Staates beteiligt und diesmal sogar ganz gezielt eigenhändig und nicht nur als Mittäter. Dabei wird uns das Ding immer als große Gemeinschaftsidee, als Miteinander, Friedensprojekt und sonstigen derartigen Kokolores verkauft; wer's glaubt, wird selig.

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Liberalitärer 17.11.2017, 21:52
24. Waterloo

Zitat von alohas
Diese Konstruktionen sind vor allem sehr gut dazu geeignet, Großbritannien letztendlich ganz auseinanderbrechen zu lassen. Reife Leistung! Die EU wäre dann nach Zypern (2004) und Ukraine (2014) am territorialen Zusammenbruch des dritten Staates beteiligt und diesmal sogar ganz gezielt eigenhändig und nicht nur als Mittäter. Dabei wird uns das Ding immer als große Gemeinschaftsidee, als Miteinander, Friedensprojekt und sonstigen derartigen Kokolores verkauft; wer's glaubt, wird selig.
Daran glaube ich persönlich nicht und ich möchte gerne diesen EU-Staat in the making unter der Kontrolle eines starken Parlaments. Und deswegen werde ich für die PM kämpfen, aber Napoleon 2.0 beta ist auch suspekt. En marche sind wir auch nicht und das ist auch richtig so, auch wenn farts in the wind Anderes meinen. Ich halte persönlch - wenn man ein richtiges Europa bauen will - viel von Varoufakis (ohne Nostalgie). Aber im Moment und unter Napoleon 2.0 beta wird das nichts mehr mit dem UK. Da halten wir es mit Abba und Waterloo,

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as@hbx.de 17.11.2017, 22:12
25. Was bitte hatte die EU mit der Abstimmung 2004

Zitat von alohas
Diese Konstruktionen sind vor allem sehr gut dazu geeignet, Großbritannien letztendlich ganz auseinanderbrechen zu lassen. Reife Leistung! Die EU wäre dann nach Zypern (2004) und Ukraine (2014) am territorialen Zusammenbruch des dritten Staates beteiligt und diesmal sogar ganz gezielt eigenhändig und nicht nur als Mittäter. Dabei wird uns das Ding immer als große Gemeinschaftsidee, als Miteinander, Friedensprojekt und sonstigen derartigen Kokolores verkauft; wer's glaubt, wird selig.
in Zypern zu tun? Und die territoriale Integrität wurde ja wohl 2014 von den Russen in Frage gestellt! Was, außer Hetze, soll also Ihr post?

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paul.1 17.11.2017, 23:22
26. Dieser Artikel ist ein Witz!

Dieser Artikel ist völlig sinnlos. Sowohl Schottland als auch Nordirland müssten ein Unabhängigkeitsreferendum gewinnen. London wird dies nicht zulassen, das ist bereits allgemein bekannt.

Das Vereinigte Königreich wird nicht von der EU als Lösegeld abgehalten. Kein Deal wird getroffen und aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Vereinigte Königreich weggehen, ohne etwas zu bezahlen.

Denken Sie an die Gebühren, die das Vereinigte Königreich zu EU-Produkten hinzufügen wird, die in das Vereinigte Königreich eingeführt werden! Alle europäischen Autos, Lebensmittel. Ingenieurwesen…. Die EU sind Nettoimporteure in das Vereinigte Königreich und nicht umgekehrt.

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Miguelito 18.11.2017, 00:22
27. Ein Fehler ist schon drin ...

Großbritannien und Irland sind nicht Teil des Schengenraums, da sie die Grenzkontrollen nie abgeschafft haben. Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Schengener_Abkommen

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ramuz 18.11.2017, 11:20
28. Eben!

Zitat von paul.1
Denken Sie an die Gebühren, die das Vereinigte Königreich zu EU-Produkten hinzufügen wird, die in das Vereinigte Königreich eingeführt werden! Alle europäischen Autos, Lebensmittel. Ingenieurwesen…. Die EU sind Nettoimporteure in das Vereinigte Königreich und nicht umgekehrt.
Die armen Bürger und Firmen des UK, die diese Gebühren dann zahlen müssen für jene Produkte, deren Erwerb sie nicht vermeiden können - derer sind viele. Und schade um all die dann nicht mehr auf dem Markt konkurrenzfähigen britischen Produkte, die auf mit Gebühren belegten Vorprodukten aus der EU basieren - derer sind viele.
Und wehe all jenen wenigen Produkten aus dem UK, die dann im Gegenzug in der EU mit Gebühren belegt werden - derer sind ja nunnicht so viele.

Die Crux ist für das UK in der Tat, dass es mehr importieren muss (weil es Produkte selbst nicht mehr herstellt) als es exportieren kann.
Durch die Wertabschöpfung durch Finanztransaktionen, die meist über London liefen, konnte das in den vergangenen Jahren sehr gut nicht nur kaschiert, sondern sogar ausgeglichen werden. Leider für das UK wird das schon in 2018 beginnen, vorbei zu sein. Oder denken Sie, dass die geplanten und teilweise schon im Aufbau befindlichen Dependancen der grossen US- , asiatischen und europäischen Banken in FFm, Paris, Mailand das dortige Personal däumchendrehend auf den Monatsscheck aus London warten lassen? Nein - die müssen in Zukunft ihre Boni schon selber verdienen, und deswegen werden sie restlos das gesamte vergoldete EU-Geschäft aus London abziehen.

"I can promise you nothing but blood, sweat and tears"
Natürlich werden Sie nun sagen, dass eben auch in der Zeit nach den Worten von Churchill das UK zu Grösse wieder aufstieg. Ja - aber erst, als sie das "splendid isolated" Armenhäuslerdasein am Rande Europas (an das ich mich durchaus erinnere, ich bin alt genug dafür) zugunsten der warmen, helfenden und gebenden Arme der EU aufgegeben haben. Irgendwann hat Mrs. Thatcher dann entschieden, dass man keine Arbeiter mehr brauche, man mache besser nichts mehr Anstrengendes selber, sondern hole sich nur noch über die Banken den Rahm von der gemeinsam erarbeiteten europäischen Milch.

Deshalb wird mit dem Anlauf zum Brexit Churchills Wort eben wieder war. Leider.

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alohas 18.11.2017, 11:25
29. @ as@hbx.de

Im Fall von Zypern nahm man den Süden auf, nachdem lediglich der Norden für eine Wiedervereinigung des Landes gestimmt hatte. Infolgedessen fehlten in Brüssel (so wie eigentlich immer) die Eier, den Norden als eigenständigen Staat anzuerkennen und somit wenigstens Verantwortung für das eigene Fehlverhalten zu übernehmen. Ohne den erheblichen Anteil Russlands herunterzuspielen, aber 2014 in der Ukrainekrise trat erneut die übliche Hybris der EU zum Vorschein, der Glaube, man könne ein Land durch eine mehr oder weniger vorgetäuschte, in der Realität jedoch kaum vorhandene Beitrittsperspektive zur Demokratie bewegen. Das hat schon in der Türkei nicht funktioniert und Erdogan erst recht stark gemacht. Demokratien haben sich über Jahrhunderte ganz ohne EU etabliert, da ist gerade besagtes Großbritannien ein Beispiel. Die hier vorgestellte Initiative teilweise linksradikaler EP-Fraktionen ist ein Spiel mit dem Feuer, nur um den Brexit möglichst nicht wie einen EU-Austritt aussehen zu lassen. Der Begriff "Hetze" wird derzeit offenbar gerne eingesetzt, wenn Aspekte angesprochen werden, die man nicht anschauen will.

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