Forum: Politik
Brexit: So könnten Schotten und Nordiren in der EU bleiben
AP

England und Wales wollen raus aus der EU, Schotten und Nordiren wollen bleiben. Könnte gehen, heißt es in einer britischen Studie: Man müsse nur eine Föderation gründen - und eine alte Grenze wieder aufbauen.

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as@hbx.de 18.11.2017, 11:46
30. Na klar nahm man den Teil auf,

Zitat von alohas
Im Fall von Zypern nahm man den Süden auf, nachdem lediglich der Norden für eine Wiedervereinigung des Landes gestimmt hatte. Infolgedessen fehlten in Brüssel (so wie eigentlich immer) die Eier, den Norden als eigenständigen Staat anzuerkennen und somit wenigstens Verantwortung für das eigene Fehlverhalten zu übernehmen. Ohne den erheblichen Anteil Russlands herunterzuspielen, aber 2014 in der Ukrainekrise trat erneut die übliche Hybris der EU zum Vorschein, der Glaube, man könne ein Land durch eine mehr oder weniger vorgetäuschte, in der Realität jedoch kaum vorhandene Beitrittsperspektive zur Demokratie bewegen. Das hat schon in der Türkei nicht funktioniert und Erdogan erst recht stark gemacht. Demokratien haben sich über Jahrhunderte ganz ohne EU etabliert, da ist gerade besagtes Großbritannien ein Beispiel. Die hier vorgestellte Initiative teilweise linksradikaler EP-Fraktionen ist ein Spiel mit dem Feuer, nur um den Brexit möglichst nicht wie einen EU-Austritt aussehen zu lassen. Der Begriff "Hetze" wird derzeit offenbar gerne eingesetzt, wenn Aspekte angesprochen werden, die man nicht anschauen will.
der den Antrag gestellt hatte. Und auch die Ukraine wollte doch unbedingt das Assoziierungsabkommen oder warum hat deren Regierung darüber mehr als ein Jahr verhandelt? Auf die Rolle Russlands zur *territorillen Integrität * der Ukraine wollen Sie dann lieber doch nicht eingehen. Und für das alles die EU allein verantwortlich machen zu wollen, nenne ich dann auch Hetze.
Übrigens ist in dem Artikel keine Rede von irgendeiner *Initiative der linksradikalen EP-Fraktion* die Rede, sondern Zitat:

*Was die Studie in der aktuellen Ausgabe des "Cambridge Yearbook of European Legal Studies" vorschlägt, klingt im ersten Augenblick verrückt: Der Jurist Nikos Skoutaris von der East Anglia University befasst sich darin mit verschiedenen Möglichkeiten, Großbritannien so zu verändern, dass England und Wales ihren Brexit bekommen und Schottland und Nordirland zugleich in der EU bleiben könnten.*

Also bleiben Sie bei der Wahrheit und vor allem lesen Sie die Artikel, bevor Sie kommentieren, dann hält auch niemand Ihre Posts für Hetze!

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pavel1100 18.11.2017, 11:50
31. Bestechender Vorschlag

Mir wäre es Recht. Der EU wahrscheinlich auch. Ich fürchte nur May würde sich lieber einen Zeh abschneiden als in diese Richtung zu gehen. Aber wer weiß? Als nächstes würde sich dann der Großraum London melden und versuchen in der EU zu bleiben.

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alohas 18.11.2017, 12:30
32.

Zitat von as@hbx.de
der den Antrag gestellt hatte. Und auch die Ukraine wollte doch unbedingt das Assoziierungsabkommen oder warum hat deren Regierung darüber mehr als ein Jahr verhandelt? Auf die Rolle Russlands zur *territorillen Integrität * der Ukraine wollen Sie dann lieber doch nicht eingehen. Und für das alles die EU allein verantwortlich machen zu wollen, nenne ich dann auch Hetze. Übrigens ist in dem Artikel keine Rede von irgendeiner *Initiative der linksradikalen EP-Fraktion* die Rede, sondern Zitat: *Was die Studie in der aktuellen Ausgabe des "Cambridge Yearbook of European Legal Studies" vorschlägt, klingt im ersten Augenblick verrückt: Der Jurist Nikos Skoutaris von der East Anglia University befasst sich darin mit verschiedenen Möglichkeiten, Großbritannien so zu verändern, dass England und Wales ihren Brexit bekommen und Schottland und Nordirland zugleich in der EU bleiben könnten.* Also bleiben Sie bei der Wahrheit und vor allem lesen Sie die Artikel, bevor Sie kommentieren, dann hält auch niemand Ihre Posts für Hetze!
Wo habe ich denn geschrieben, dass ich die EU alleine verantwortlich mache? Ich schrieb von einer Mittäterschaft. Ich bin das Gegenteil eines "Putinverstehers", das geht aus diversen meiner Beiträge hier im Forum hervor, aber um die Rolle Russlands geht es hier diesmal ausnahmsweise nicht, sondern um die der EU. Was ist denn die GUE/NGL, die den Juristen Skoutaris mit seiner Expertise beauftragt hat? Steht in dem kleinen Interview, zugegebenermaßen etwas versteckt. Offensichtlich sind Sie wohl eher derjenige, der hier nicht richtig liest und einfach drauflosschreibt.

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alohas 18.11.2017, 12:41
33. zu Nr. 33

OK, Berichtigung: Die GUE/NGL hat Skoutaris mit Lösungsmöglichkeiten für Nordirland beauftragt, die allerdings auf dieser Expertise beruht. Dann lassen wir die "linksradikale Fraktion" mal beiseite.

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gandhiforever 18.11.2017, 14:31
34. Bedacht?

Wenn, technisch gesehen, diese Union in der EU bliebe, England und Wales (aehnlich Groenland) aber austreten duerften, hiesse das aber auch, dass die finanziellen Verpflichtungen weiterhin Bestand haetten.
Ob Schotten und Iren bereit waeren, fuer die Englaender zu zahlen, bezweifle ich.

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lanzelot72 18.11.2017, 23:44
35. Ja, bedacht !

In dem Fall würde sich das Zahlungs- und Empfangsverhältnis auch nur auf den EU-Teil des Konstrukts beziehen. Wo ist das Problem? Bzw. ... Was haben Sie nicht bedacht?

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jotha58 19.11.2017, 08:26
36. nach meinem dafürhalten,

soll GB erstmal den Brexit schultern, dann sehen wir weiter. Es ist doch so schon alles kompliziert genug.
Wegen eines Unabhängigkeitsreferendum, da muss sich Schottland allerdings schon ziemlich veralbert vorkommen. Hätten die damals gewusst, das GB aus der EU austreten möchte, dann hätten die Schotten höchsteahrscheinlich anders votiert. Nur für ein hätte gibt es nichts.

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Sissis666 27.11.2017, 19:43
37. Nicht zu Ende gedacht...

Und wer wird diese "Gebühren" zu bezahlen haben?
Ach? Das möchten diebritischen Verbraucher nicht bezahlen? Und weniger konsumieren aucaah nicht? Kein Thema!
Dann kaufen sie halt woanders. Warum wird das eigentlich nicht heute schon gemacht? Ach so...die Qualität...und die Normierung...und günstiger ist es im Binnenmarkt auch und viele der Importprodukte werden woanders gar nicht brauchbar produziert oder wären JIT zu teuer.
Aber nach dem Ausstieg, da ist es ja dann in der EU genauso teuer, wie woanders, da kann man ja dann aus Bockigkeit Ingenieurleistungen woanders kaufen...

...ach die sind dann noch teurer als jetzt sowieso schon...weil man kein Handelsabkommen mehr hat. Hmmm, also doch noch mal sehen, was die Anbieter in der EU verlangen und was die britische Regierung an "Gebühren" draufschlägt. Oder doch bockig sein oder ein Abkommen "aus dem Hut zaubern" oder sich bei den verbleibenden, mächtigen Wirtschaftsnationen des Commonwelth weitere Abfuhren holen oder, oder, oder...
Ahhh, der Geruch der Freiheit, der großen, weiten Welt! Endlich wieder Kontrolle!

Jetzt mal im Ernst...es ist ein Drama was da der britischen Bevölkerung angetan wird und was diese sich in Teilen hat antun lassen.
Weiterhin schadet es der EU und jeder vernünftige Europäer sollte wissen, das selbst eine entwicklungsbedürftige Gemeinschaft, wie die momentane, mehr Wohlstand, Prosperität, Einfluss, Handlungsfreiheit und Stabilität schafft, als es jeder Staat alleine vermag. Wieso sollte man also das vorhandene nicht von innen reformieren, anstatt fälschlich die Verantwortung für Mängel auf Brüssel zu schieben und nicht in die einzelnen Hauptstädte, wo diese Mängel in Wahrheit "gewünscht" und erzeugt werden?
Das UK wird (wohl) nicht untergehen, aber ganz egal, ob man die EU jetzt hasst oder nicht...wer nicht genug ökonomischen und politischen Weitblick besitzt zu erkennen, dass es unter den gegebenen Umständen in der Welt bei einem Brexit nichts, aber auch gar nichts für das UK zu gewinnen gibt, scheint letztlich kurzsichtig. Fakten scheren sich nicht um politische Zugehörigkeit, auch wenn aktuell in vielen Teilen der Welt so getan wird als sei das anders. Mit Lügen und einfachen Unwahrheiten als Antwort auf schwierige Herausforderungen kann man vielleicht kurzfristig Wahlerfolge erzielen, aber eben keine Politik betreiben, die Menschen Sicherheit und Wohlstand verschafft.

Die völlige Abwesenheit von Realitätssinn erkennt man schon daran, dass den ganz konkreten wirtschaftlichen und politischen Vorteilen der EU weder hier im Forum noch in London irgendeine tragfähige Vision von Brexitvorteilen entgegengesetzt wurde. Außer "das sehen wir dann" und "früher ging es auch ohne" oder "wir sprechen uns 2029" und "die EU wird einknicken" oder "die werden noch etwas aus dem Hut zaubern" oder "gib mir noch Zeit, ein kleines bißchen nur, etwas mehr Zeit, ein kleines Küßchen und dann geh bitte heim..." kommt da nichts.

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Sissis666 27.11.2017, 19:48
38.

Und wer wird diese "Gebühren" zu bezahlen haben?
Ach? Das möchten die britischen Verbraucher nicht bezahlen? Und weniger konsumieren auch nicht? Kein Thema!
Dann kaufen sie halt woanders. Warum wird das eigentlich nicht heute schon gemacht? Ach so...die Qualität...und die Normierung...günstiger ist es im Binnenmarkt auch und viele der Importprodukte werden woanders gar nicht brauchbar produziert oder wären JIT zu teuer.
Aber nach dem Ausstieg, da ist es dann ja in der EU genauso teuer, wie woanders, da kann man ja dann aus Bockigkeit Ingenieurleistungen und Lebensmittel woanders kaufen...

...ach die sind dann noch teurer als jetzt sowieso schon...weil man kein Handelsabkommen mehr hat. Hmmm, also doch noch mal sehen, was die Anbieter in der EU verlangen und was die britische Regierung an "Gebühren" draufschlägt. Oder doch bockig sein? Oder ein Abkommen "aus dem Hut zaubern"? Oder sich bei den verbleibenden, mächtigen Wirtschaftsnationen des Commonwelth weitere Abfuhren holen oder, oder, oder...?
Ahhh, der Geruch der Freiheit, der großen, weiten Welt! Endlich wieder Kontrolle!

Jetzt mal im Ernst...es ist ein Drama was da der britischen Bevölkerung angetan wird und was diese sich in Teilen hat antun lassen.
Weiterhin schadet es der EU und jeder vernünftige Europäer sollte wissen, das selbst eine entwicklungsbedürftige Gemeinschaft, wie die momentane, mehr Wohlstand, Prosperität, Einfluss, Handlungsfreiheit und Stabilität schafft, als es jeder Staat alleine vermag. Wieso sollte man also das vorhandene nicht von innen reformieren, anstatt fälschlich die Verantwortung für Mängel auf Brüssel zu schieben und nicht in die einzelnen Hauptstädte, wo diese Mängel in Wahrheit "gewünscht" und erzeugt werden?
Das UK wird (wohl) nicht untergehen, aber ganz egal, ob man die EU jetzt hasst oder nicht...wer nicht genug ökonomischen und politischen Weitblick besitzt zu erkennen, dass es unter den gegebenen Umständen in der Welt bei einem Brexit nichts, aber auch gar nichts für das UK zu gewinnen gibt, scheint letztlich kurzsichtig. Fakten scheren sich nicht um politische Zugehörigkeit, auch wenn aktuell in vielen Teilen der Welt so getan wird als sei das anders. Mit Lügen und einfachen Unwahrheiten als Antwort auf schwierige Herausforderungen kann man vielleicht kurzfristig Wahlerfolge erzielen, aber eben keine Politik betreiben, die Menschen Sicherheit und Wohlstand verschafft.

Die völlige Abwesenheit von Realitätssinn erkennt man schon daran, dass den ganz konkreten wirtschaftlichen und politischen Vorteilen der EU weder hier im Forum noch in London irgendeine tragfähige Vision von Brexitvorteilen entgegengesetzt wurde. Außer "das sehen wir dann" und "früher ging es auch ohne" oder "wir sprechen uns 2029" und "die EU wird einknicken" oder "die werden noch etwas aus dem Hut zaubern" oder "gib mir noch Zeit, ein kleines bißchen nur, etwas mehr Zeit, ein kleines Küßchen und dann geh bitte heim..." kommt da nichts.

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