Forum: Politik
Brexit-Streit bei G7: Johnson kommt ohne Vorschläge, dafür mit Drohungen
Neil Hall/ REUTERS

Freundlich - aber ergebnislos: So lief ein Brexit-Treffen von Boris Johnson und EU-Ratspräsident Donald Tusk beim G7-Gipfel ab. Besonders irritierte die Drohung des Briten, eine 39-Milliarden-Pfund-Rechnung offen zu lassen.

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frenchie3 26.08.2019, 08:20
40. Es ist erstaunlich

was hier noch von Sturheit der EU gefaselt wird und daß man verhandeln muß. Gibt es für Kopfinhalte auch Studien a la PISA? GB WILL WEG, die können schneller abhauen als man piep sagen kann, tschüss, bye bye, arrividerci, salut. Der einzige Fehler der EU ist daß man keine absolute Katastrophe und eine Schadensbegrenzung wollte. GB will aber keine Schadensbegrenzung, man will überhaupt keinen Schaden. Reine Donnie T Logik der auch schon mal Verträge bricht und von anderen verlangt den Vertragseinhalter dafür zu bestrafen. Haut ab, BoJo und Co, das mit den Schulden werden wir noch sehen. Notfalls leiht Euch das Donnie, zu Zinssätzen aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel....

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kuac 26.08.2019, 08:21
41.

Zitat von Steve Holmes
Warum sollten die Briten der EU ein Abschiedsgeschenk machen? Theresa May hat den schlecht möglichsten Vertrag mit der EU ausgehandelt der vorstellbar ist. Daher wurde er im Britischen Parlament auch abgelehnt. Anstelle weiter über den Austritt zu verhandeln sollte man ihn endlich abschließen....
Kein Abschiedsgeschenk, sondern die Verbindlichkeiten, die GB eingegangen ist oder war.
Brexit war eine Britische Entscheidung und deshalb ist jetzt BoJo dran, nicht die EU.

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Knosa 26.08.2019, 08:23
42. Stimmt

Zitat von StonyBrook
Zitat: [..] es das britische Nordirland in Zollunion und Binnenmarkt halten könnte. (Zitat Ende) Das war der ursprüngliche Backstop, der die Grenze in die irische See verlegt hätte. Auf Wunsch der Briten, insbesondere auf Druck der Unionisten in Nordirland (DUP) wurde der Backstop erweitert auf ganz UK. Das war eine große Kröte, die die EU schlucken musste, weil der Backstop quasi eine kostenfreie Teilnahme am Binnenmarkt ermöglicht. Dass ausgerechnet dieser Punkt nun von der britischen Seite so vehement abgelehnt wird, zeigt, wie unmöglich es ist, mit dieser Nation ein Abkommen zu schließen. Dort gibt es für rein gar nichts eine politische Mehrheit, was nicht völlig einseitig nur Vorteile für das UK hat.
Genau so ist es. Wie man an den Abstimmungen im HoC gesehen hat, wird es nur eine Mehrheit für einen Vertrag geben, der UK alle Vorteile der EU bietet und auf die Verplichtungen verzichtet. Genau dies wurde den Bürgern des UK auch von der Leave Kampagne suggeriert.

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kuac 26.08.2019, 08:24
43.

Zitat von Kamillo
Das mit dem Zurückhalten der 39 Milliarden sollte sich Johnson sehr gut überlegen. Die Ratingagenturen könnten das als Zahlungsunfähigkeit der Briten interpretieren und das Ranking stark verringern. Dann werden Kredite für das Land sehr teuer, eine Abwärtspirale...
Den Populisten geht es nicht um das Land, sondern in erster Linie um sich selbst und eigene Karriere.

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hup 26.08.2019, 08:25
44. Bidde?

Zitat von 7jahrepech
Das UK wird wieder einmal dargestellt als sei es der Aggressor und stelle noch dazu haltlose Forderungen. Es gibt gute Gründe, als Politiker, der einen echten Brexit will, keinen Backstop zuzulassen. Objektiv verharren beide Seiten auf ihrer Position. Johnson will keinen Backstop, die EU will ihn. Beide Parteien wollen eigentlich eine Einigung. Und wenn beide Parteien völlig unnachgiebig sind, kann in keine Richtung ein Kompromiss erzielt werden.
Das UK ist nicht der "Aggressor", was auch keiner ausser Ihnen behauptet, es ist aber sehr wohl der AKTEUR. Denn niemand hat das UK zum Austritt aufgefordert oder gar gezwungen. Die Aktion des Austritts geht vom UK aus, und damit die Pflicht den Austritt mit zu gestalten. Das UK hat hier schlicht *gar keine* Forderungen zu stellen. Genausowenig wie einer, der plötzlich aus einem Club austritt irgendwelche Forderungen an das Management des Clubs zu stellen hat. Und natürlich muss man den offenen Bierdeckel noch zahlen, sonst ist man in Zukunft auch als Gast im Club nicht willkommen.

Man kann natürlich auch schlicht darauf verzichten, unrealisitsche Ansprüche stellen, sich als Opfer inszenieren und das Beste hoffen im Sinne eines "Game of Chicken", in dem zwei Autos aufeinander zurasen, um zu sehen wer in letzter Sekunde ausweicht und damit verliert
.
Das Problem des UKs ist, dass sie in diesem Spiel tatsächlich ein Chicken sind und was auf sie zukommt ein Lastwagen ist - der ausser einem Fleck auf der Windschutzscheibe, der teuer weggeputzt werden muss, wenig Schaden nimmt beim Zusammenstoss, ganz im Gegensatz zum chicken, das dachte, dass es sich ernsthaft mit einem Laster duellieren kann.

Wieviel Mitleid hätten sie als unbeteiligter Zuschauer des abzusehenden Ausgangs dieses Unfalls in Zeitlupe, mit diesem geistig gestörten Hahn, auf dessen Fussring "B. J." steht und der sich selbst, in Ermangelung jeder validen Realitätswahrnehmung, für einen unbezwingbaren Kampfhahn hält?

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spadoni 26.08.2019, 08:25
45. kaiservondeutschland

Wie es aussieh,t gehören Sie zu denen die grosse Sehnsucht nach den deutschen Kaiser empfinden, das drückt allein schon Ihr nickname aus. Den Namen dieser "Leute" wage ich nicht zu nennen. Von daher springen Sie auch diesem dubiosen Trump Verschnitt Boris Johnson so vehement bei. Wie sehen Drohungen denn in Ihren Augen aus?

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frenchie3 26.08.2019, 08:26
46. @15 Warum so negativ?

Zitat: "....Alternativen zum Backstop zu reden." Warum muss die EU wieder anfangen einzuknicken?". Das ist doch nur ein diplomatisches "laß mal hören was Du vorschlägst, ansonsten mach Dich vom Acker". Jeder EU Verantwortliche weiß genau wie hoch das Risiko für tatsächlich vernünftige Vorschläge ist: großzügig aufgerundet Null

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123rumpel123 26.08.2019, 08:27
47. xxxx

Zitat von 7jahrepech
Das UK wird wieder einmal dargestellt als sei es der Aggressor und stelle noch dazu haltlose Forderungen. Es gibt gute Gründe, als Politiker, der einen echten Brexit will, keinen Backstop zuzulassen. Objektiv verharren beide Seiten auf ihrer Position. Johnson will keinen Backstop, die EU will ihn. Beide Parteien wollen eigentlich eine Einigung. Und wenn beide Parteien völlig unnachgiebig sind, kann in keine Richtung ein Kompromiss erzielt werden. Johnson hat das Abkommen nicht verhandelt. Was darin steht, kann man ihm nicht ankreiden. Wenn der Backstop ohnehin unverhandelbar ist, mit welchem Vorschlägen soll Großbritannien dann kommen? Es ist ein machtpolitisches Patt. Beide Parteien sind gleichermaßen uneinsichtig. Es ist ein Unding, dass der Spiegel durch manipulative Sprache in einen Nachrichtenartikel, der Fakten erörtern soll, Meinungselemente einstreut. Achten Sie mal darauf. Man liest im Spiegel oft Formulieren wie "Trump provoziert, indem er..." Der Leser erhält so eine Anleitung, wie er sich meinungstechnisch zu dem folgenden Nachrichtenereignis verhalten soll. Man könnte stattdessen natürlich ausgewogen bzw zumindest objektiv berichten, aber daran besteht offenbar kein Interesse. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass vom Spiegel ungeliebte Politiker prinzipiell in Fotos mit verzerrten Gesichtern oder in lächerlichen Posen gezeigt werden. Auch das ist manipulatives Framing. Propaganda des 21. Jahrhunderts. Mal gucken ob dieser Kommentar kassiert wird. Wundern kann's einen nicht.
In der Tat, die Fronten sind so verhärtet, die werden sich erst kurz vor Schluß aufweichen. Und bis dahin zeigen die Briten der EU , was sie alles so Schönes in Vorbereitung haben.

Plötzlich sind für den Notfall auch schon die Mrd. für die Bauern vorhanden, bis im VK eine neue Agrarpolitik eingeführt wurde.

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wokri 26.08.2019, 08:28
48. @1

Doch genau das hat er gemacht. Sie sollten einmal die englische Presse lesen, sowohl die rechte Murdock geführte Presse, als auch die left Wings Medien bestätigen das! Sie versuchen hier etwas die Wahrheit zu verdrehen, schade aufgefallen!

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s.l.bln 26.08.2019, 08:28
49. Ne Menge Worte...

Zitat von 7jahrepech
Das UK wird wieder einmal dargestellt als sei es der Aggressor und stelle noch dazu haltlose Forderungen. Es gibt gute Gründe, als Politiker, der einen echten Brexit will, keinen Backstop zuzulassen. Objektiv verharren beide Seiten auf ihrer Position. Johnson will keinen Backstop, die EU will ihn. Beide Parteien wollen eigentlich eine Einigung. Und wenn beide Parteien völlig unnachgiebig sind, kann in keine Richtung ein Kompromiss erzielt werden. Johnson hat das Abkommen nicht verhandelt. Was darin steht, kann man ihm nicht ankreiden. Wenn der Backstop ohnehin unverhandelbar ist, mit welchem Vorschlägen soll Großbritannien dann kommen? Es ist ein machtpolitisches Patt. Beide Parteien sind gleichermaßen uneinsichtig. Es ist ein Unding, dass der Spiegel durch manipulative Sprache in einen Nachrichtenartikel, der Fakten erörtern soll, Meinungselemente einstreut. Achten Sie mal darauf. Man liest im Spiegel oft Formulieren wie "Trump provoziert, indem er..." Der Leser erhält so eine Anleitung, wie er sich meinungstechnisch zu dem folgenden Nachrichtenereignis verhalten soll. Man könnte stattdessen natürlich ausgewogen bzw zumindest objektiv berichten, aber daran besteht offenbar kein Interesse. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass vom Spiegel ungeliebte Politiker prinzipiell in Fotos mit verzerrten Gesichtern oder in lächerlichen Posen gezeigt werden. Auch das ist manipulatives Framing. Propaganda des 21. Jahrhunderts. Mal gucken ob dieser Kommentar kassiert wird. Wundern kann's einen nicht.
...am Thema vorbei.
Der EU könnte das irische Grenzproblem komplett schnuppe sein. Haben die Briten eben wieder Bürgerkrieg, so what? Blöderweise findet der dann auch in einem EU Mitgliedsland statt.
Was von Ihnen ignoriert wird, ist die Tatsache, daß, falls Johnson sich durchsetzt, in wenigen Wochen die Iren anfangen werden, Grenzanlagen zwischen Irland und Nordirland zu bauen, weil sie als EU Mitglied gar nicht anders können. Ohne backstop ist das dann EU Außengrenze.
Johnson behauptet frech, das werde nicht passieren, ignoriert aber hartnäckig sämtliche Fragen dazu, auf welchem Weg er das verhindern will. Die britische Presse wollte das wissen, die EU will das wissen und vor Allem wollen die Iren das wissen.
Johnson ignoriert das einfach und hat sogar versucht, das britische Parlament bis nach dem (ungeregelten) Austritt "in den Urlaub" zu schicken, um vollendete Tatsachen zu schaffen, weil ihm die Konsequenzen komplett egal sind.
Welches Zugeständnis soll die EU denn hier machen, außer dem Angebot, Alternativen zum Backstop zu diskutieren?

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