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Brexit-Streit beim EU-Gipfel: Feinstes englisches Theater
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Premier Cameron muss beim EU-Gipfel möglichst viel herausschlagen, um den Briten den EU-Verbleib schmackhaft zu machen. Im Kampf um die kleinen, giftigen Details hat er ein Vorbild: Margaret Thatcher.

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gustav-von-wolkenfels 18.02.2016, 14:36
1. Experiment gescheitert

Ich glaube nicht mehr an die EU. Das ganze ist zu einem Geschacher geworden, nicht zu letzt wegen der Briten.
Kann man Reisende aufhalten? Sollte man es überhaupt?

Meine Antwort lautet: Nein. Die Idee Europa war ursprünglich eine Friedensinitiative über den Weg der wirtschaftlichen Verpflechtung. Jetzt geht es nur noch darum so viel herauszuholen, wie möglich. Frieden und Werte sind bestenfalls Abfallprodukte in diesem unwürdigen Pokerspiel. Die Regierung Merkel hat ja auch erst die Werte wieder erkannt als die Flüchtlingskrise ihr auf die Füsse gefallen war.
Bye Bye Britania, Bye Bye EU

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guntergunter 18.02.2016, 14:38
2. Sollen sich...

...die Briten doch bitte aus der EU verabschieden, auf der Insel ihr Taka-Tuka-Land bauen und in grenzenlosem Devotismus den USA mit einem zukünftigen TrumpDesaster zuwenden!
Wer an einer Gemeinschaft teilnehmen möchte, aber nur die Vorzüge in Anspruch nehmen will, gehört entfernt!

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archivdoktor 18.02.2016, 14:39
3. Sehr gut!

Cameron wird mir immer sympathischer - der Mann weiß, wie man verhandelt und wie man für sein Land das Beste herausholt! Hoffe, unsere Kanzlerin hört gut zu und vor allem, sie lernt noch was dazu!

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josef rosenberg 18.02.2016, 14:39
4. Wohl eher 111 Milliarden statt 111 Millionen

Aus dem Artikel:

"Camerons Vorbild ist die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher, die beim EU-Gipfel 1984 den sogenannten Britenrabatt durchsetzte ("I want my money back!"). Seitdem gilt für die Briten eine besondere Formel: Dank Thatcher erhalten sie zwei Drittel der Differenz zurück, zwischen dem, was sie zum EU-Budget beisteuern und dem, was sie aus dem Budget (beispielsweise als Regionalhilfen) erhalten.
Immer wieder geht es um die Sozialleistungen
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission Kristalina Georgieva hat kürzlich errechnet, wie viel die Briten damit sparen: Von 1985 bis 2014 waren es über 111 Millionen Euro. Also gerade mal ein Betrag, den britische Premierleague-Clubs für einen einzigen Fußballspieler wie Lionel Messi gerne zahlen würden. Thatchers Ruf als eiserne Lady hat es trotzdem enorm genützt."

Der britische Rabatt beläuft sich pro Jahr auf annähernd 4 Milliarden Euro. Über einen Zeitraum von 30 Jahren ist also eine Summe von 111 Milliarden - und nicht Millionen! - realistisch. Und das würde niemand für einen Fußballspieler bezahlen, nicht einmal für Messi.
Der Rabatt lohnt sich also durchaus für Großbritannien, das eben eine an nationalen Interessen ausgerichtete Politik betreibt, während ein Land wie Deutschland in völliger Verkennung der Situation weiterhin brav seinen Beitrag leistet, zu Lasten des deutschen Steuerzahlers.

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karend 18.02.2016, 14:44
5. .

I want my money back! Verständlich! Wenn das Halten Großbritanniens für Merkel ebenso alternativlos ist wie die Rettungsschirme Griechenlands, wird das erneut teuer für die Steuerzahler. Aber das interessiert die sogenannten Volksvertreter schon lange nicht mehr.

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heinzi55555 18.02.2016, 14:47
6.

Sollten die Briten weitere Zugeständnisse erhalten, dann hab ich den Glauben an ein gemeinsames Europa endgültig verloren.

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Helmuth Niessner 18.02.2016, 14:51
7. Brexit now!

Das fehlt noch, dass die an die Wand gefahrene EU sich von den Postkolonialisten überm Kanal auch noch erpressen lässt. Wer so unsolidarisch ist, soll gehen. Er schadet doch nur der europäischen Idee oder den letzten davon noch vorhandenen Resten.

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querdenker101 18.02.2016, 14:51
8. Lasst die Briten

gehen. Ruckzuck würden sie wieder an der Titte der EU betteln. Das Getöse von Cameron ist doch nur heiße Luft für die eigene Wählerschaft.

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mictann 18.02.2016, 14:52
9. Wem nützen den Briten denn in der EU?

Welchen Beitrag, außer der Börse in London, leisten sie denn? Was erhebt die Briten über andere Länder in der EU? Ist es tatsächlich die Vorbildwirkung? Wer von den Großen soll denn sonst noch gehen, ohne Pleite? F und D . Der Rest hängt am Tropf oder ist unbedeutend.

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