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Brexit-Streit im Unterhaus: Schlagabtausch mit blauen Flecken
AFP

Nach zweitägiger Debatte um den Brexit-Kurs ist Theresa May eine Niederlage im Unterhaus erspart geblieben - allerdings womöglich nur vorläufig. Und es gab einen handfesten Eklat.

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stadtmusikant123 14.06.2018, 12:21
10. xxx

Zitat von rhywden
UK hat noch viel weniger Zeit - denn es stehen diverse Sommerpausen an. Man möge mich korrigieren, aber ich glaube es sind effektiv nur noch ein paar Wochen...
Da schon britische Vorschläge auf dem Verhandlungstisch liegen, denke ich, Brüssel muss sich entscheiden was es will.

Mit May & Johnson, die jetzt , durch die Parlamentsabstimmungen den Rücken frei haben, gilt wohl wieder "bad deal is no deal"!

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zynischereuropäer 14.06.2018, 12:36
11. @stadtmusikant

Auch wenn Sie das wieder behaupten, aber es liegen eben keine vernünftigen britischen Vorschläge auf dem Tisch...
Entweder widersprechen Sie den Bedingungen der EU, die im übrigen seit Monaten bekannt sind, oder sie widersprechen sogar den Vereinbarungen, welche die EU und das UK im Dezember bzw März getroffen haben.
Das UK weiß doch nicht einmal was es intern überhaupt will, man ist ja mit einem Bürgerkrieg innerhalb der Tories beschäftigt. Es wäre schön, wenn die Briten endlich mal mit sinnigen Vorschlägen ums Eck kämen, dann könnte man endlich mal Probleme wie Nordirland angehen.

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Pickle_Rick 14.06.2018, 14:25
12.

Zitat von tadano
... haben Großbritannien diese Suppe eingebrockt. Auslöffeln sollen sie nun Theresa May und der Rest der EU. Ukip und Farage halten sich jetzt vornehm zurück.
Frau May hat doch diese Chance auf einen bedeutenden Eintrag in den Geschichtsbüchern dankend angenommen. Mit Leidenschaft hat sie ihr Brexit means Brexit Mantra gesungen. Sie hat sich vollkommen ohne Not in diese Lage gebracht.

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stadtmusikant123 14.06.2018, 14:31
13. xxx

Die Methode "Friss oder stirb" wird hier nicht zielführend sein.
Wenn die EU, so wie Sie, auf ihrem jeweiligen Standpunkt beharrt, haben wir den "harten Exit", und diesen wiederum scheuen die Leute um Johnson und Mogg nicht im Geringsten .

Ich denke auch das die Grenzfrage noch viele Varianten offen hält.
Nach dem Brexit kann GB die Organisation der Zollabfertigung wieder selbst bestimmen.
Wenn man also den Warenverkehr zwischen NI und Ireland so gering wie möglich halten will, könnte man Abfertigung hinsichtlich Menge, LKW-Größe Produkten usw vorgeben. (Ist nur eine theoretisch mögliche Variante, möchte den Briten nichts Böses unterstellen, zumal May diese Möglichkeit in ihrer Nov.-Dez.-Rede auch ausgeschlossen hat)

Hat EU-Frankreich in den 60igern mit Fernsehern aus Japan so gehandhabt. War das klassische "nicht tarrifäre Handelshemmnis" schlechthin.
Ich denke Verhandlungsspielraum ist noch genügend vorhanden. Und dann drängt natürlich auch noch die Zeit.

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Pickle_Rick 14.06.2018, 14:42
14.

Zitat von zynischereuropäer
Auch wenn Sie das wieder behaupten, aber es liegen eben keine vernünftigen britischen Vorschläge auf dem Tisch... Entweder widersprechen Sie den Bedingungen der EU, die im übrigen seit Monaten bekannt sind, oder sie widersprechen sogar den .....
Es ist ziemlich klar was man als Brexiteer will.
Möglichst alle Privilegien der EU ohne die dazu gehörenden Verpflichtungen. Es ist allerdings logisch, dass man das nicht bekommen wird und die EU hat daraus nie einen Hehl gemacht. Weder vor noch nach dem Referendum. Die erstaunten und enttäuschten Minen der britischen Verhandler haben daher eine tragische Komik. Daher wird es in der Tat langsam mal Zeit, dass die Brexiteers sich einem Realitätscheck unterziehen und sinnvolle Vorschläge machen. Sonst fährt eine priviligierte Elite mit fianziellem Auffangnetz dieses Land mutwillig vor die Wand.

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die-metapha 14.06.2018, 17:00
15.

Zitat von zynischereuropäer
Auch wenn Sie das wieder behaupten, aber es liegen eben keine vernünftigen britischen Vorschläge auf dem Tisch... Entweder widersprechen Sie den Bedingungen der EU, die im übrigen seit Monaten bekannt sind, oder sie widersprechen sogar den Vereinbarungen, welche die EU und das UK im Dezember bzw März getroffen haben. Das UK weiß doch nicht einmal was es intern überhaupt will, man ist ja mit einem Bürgerkrieg innerhalb der Tories beschäftigt. Es wäre schön, wenn die Briten endlich mal mit sinnigen Vorschlägen ums Eck kämen, dann könnte man endlich mal Probleme wie Nordirland angehen.
GB hatte weder vor dem Votum zum BREXIT noch danach einen Fahrplan. Es wurden Luftschlösser suggeriert, welche zum Teil erlogen waren und zum größten Teil nicht umsetzbar sind und waren um Stimmen für einen BREXIT zu bekommen.
GB wird nichts liefern können und läuft deshalb Gefahr, den harten BREXIT zu riskieren.
Wenn man nun von Seiten der BREXITeers hört, das
Zitat von stadtmusikant123.
Das Parlament hat entschieden, und in einer Demokratie repräsentiert das Parlament das Volk - oder nicht?
dann muss man aber auch verstehen, dass dies nicht nur einseitig für GB gilt, sondern ebenso für alle im Europaparlament vertretenen EU Mitgliedsstaaten in genau gleichem Umfang so gilt.
Mich nervt diese Sonderrolle und dieser Sonderstatus, den hier einige GB so gönnerisch und fast schon jähzornig und trotzig zukommen lassen wollen.
Wer oder was ist GB eigentlich im Vergleich zu all den anderen Mitgliedsstaaten dieser EU und ihren rund 450 Mio Einwohnern? Welchem Automatismus folgend sollten hier 27 Staaten einem Land - das zudem auf eigenen Wusch die EU verlassen möchte - derlei weitreichende Zugeständnisse machen, welche gegen ihre ureigensten Interessen und denen einer EU stehen.
Die Regierung in GB löst keine Probleme - sie sorgt für weitere. Für die Bevölkerung des eigenen Landes und die bisherigen Partner.

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lanzelot72 14.06.2018, 19:12
16. @spaßmusikant (13)

Was ist denn das Ziel?

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olafbachmann 14.06.2018, 20:04
17. @Stadtmusikant123

Lieber Stadtmusikant. Ich weiss nicht ob Sie Bremer sind aber auch ein Chor aus Eseln, Hunden, Katzen und Haehnen kann nur erfolgreich sein wenn der beruehmte Ueberraschungseffekt eintritt. Im Falle des Brexit war das die uebelgesinnte Hoffnung die EU zum Zusammenbruch zu fuehren um dann die gute alte europaeische Kriegsordung des balance of power wieder einzufuehren. Das haette es den Briten auch erlaubt den wahrscheinlichen Kollaps der eigenen Gesellschaft unter den noch groesseren Ruinen Europas verschstecken zu koennen. Das ist nunmal nicht passiert und damit ist Brexit england auch schon am Ende ihrer Spekulation. Es gibt keinen Plan B. Es gibt nur ein Desaster aus Fehleinschaetzung, verleichbar mit Hitlers 1941 Idee Russland wuerde zusammenfallen wie ein Karten haus. Brexiters haben die selbe daemliche Fehleinscgaetzung ueber Europa gehabt. Sie haben geglaubt dass sie so wichtig und maechtig seien dass ohne sie alles zusammenfaellt. forget it darling. Dass Leute wie Sie diesem Traum nachtrauern ist nicht verwunderlich. Sie haetten auch Marine LePen oder irgend einem anderen Nazi zugejubelt. Seien Sie gewiss, auf der Seite der Menschen die ein Europa des Friedens verteidigen wollen gibt es auch kluge Koepfe. Sie und Ihre Konsorten werden immer und immer wieder scheitern ... ob im Krieg oder im Frieden. Lassen Sie uns das wenigstens in Frieden austragen.

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lanzelot72 15.06.2018, 20:56
18. So wie es aussieht ...

... geht der Schlagabtausch nächste Woche erst so richtig los! Und ein zweites Mal wird der Trick (man könnte auch von "Ver...schung" sprechen) ganz sicher nicht funktionieren. Fool me once, shame on you. Fool me twice, ...

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lanzelot72 15.06.2018, 21:04
19. Neue Sichtweise !

Es gibt ja immer wieder Stimmen die behaupten, das Ganze sei alles nur Theater. Das Ergebnis sei längst vorbestimmt, und die Verhandlungen und die zugehörigen Pressemeldungen seien nur zur Unterhaltung der Öffentlichkeit inszeniert. Also, falls das tatsächlich so wäre - wer wäre dann der Autor dieses Stücks und wer der Regisseur? Mir fallen spontan Franz Kafka und Monty Phyton ein. Hat jemand bessere Vorschläge?

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