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Brexit-Streit: Johnson will Neuwahlen durchdrücken
Andrew Milligan /AFP

Das Unterhaus soll erneut gegen die von Boris Johnson geforderten Neuwahlen abstimmen. Laut Medienberichten arbeitet der britische Premier zudem an einem Plan, wie er das Anti-No-Deal-Gesetz umgehen kann.

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lathea 09.09.2019, 09:27
1. Man kann bei GB eigentlich nur....

.....hoffen, dass die Demokratie und die Vernunft siegen.

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thomas haupenthal 09.09.2019, 09:46
2. Röttgen...

...hat Recht. Johnson führt Großbritannien in den Untergang. Sehenden Auges, planvoll. Warum? Ich glaube, dass es da in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht als diesen vermaledeiten Brexit, mit oder ohne Abkommen. Die Frage ist ihm und seinen Kumpels schon ziemlich "wurscht", die Sache ist gefrühstückt. Am 31.Oktober ist Schluss, so oder so, da kann sich die Opposition auf den Kopf stellen. Wichtig und entscheidend sind die Neuwahlen. Die wird er gewinnen, clear as mud. Er hält sich für Churchill und draußen tobt die Schlacht um Dünkirchen. "Wir oder die"wird er sagen, damit gewinnt man immer eine Mehrheit. Und dann kann er in Brüssel die Türe hinter sich zuwerfen und beginnen, England, wohlgemerkt England ( und Wales) , so umzubauen, dass Maggie Thatcher sich die Augen reiben würde. Schottland interessiert auch nicht mehr. Zu viele Remainer, mal abgesehen von der Tatsache, dass die Tories dort seit Jahrzehnten kein Bein mehr auf die Erde bekommen. Warum also sich bemühen? Und Nordirland? Nichts als"troubles", sollen die doch gucken, wie sie allein zurechtkommen...Wohlgemerkt, das wäre der "worst case", es muss nicht so kommen, nichts ist klar in diesen Tagen. Aber man hat schon Pferde kotzen sehen. Vor der Apotheke....

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floedy 09.09.2019, 09:50
3. Unmaßgeblich

Wertungen, die in Talkshows oder von anderen nicht entscheidungsberechtigten Experten vorgenommen werden, haben zum Glück auf das tatsächliche Geschehen keinen Einfluss. Die tatsächlichen Entscheider zeichnen sich nicht nur zur Zeit durch vornehme und vorbildliche Zurückhaltung aus; alle Scheinwerfer der Aufmerksamkeit richten sich deshalb zu Recht auf die britische Politbühne und die dort in voller Souveränitat Handelnden, wirklich niemand kann Verantwortung woanders als allein dort erkennen.
Alle anderen beugen sich sozusagen (mäßig) gespannt über das Schachbrett und wundern sich höchstens, dass derjenige, der den nächsten Zug tun darf/muss, das Ziehen bis zur Verweigerung hinauszögert.

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bran_winterfell 09.09.2019, 10:21
4. Röttgen...

hat Unrecht. Zumindest was die Zerstörung der Tory-Partei angeht. Was immer man BoJo vorwerfen kann, er ist wohl die letzte Chance für die Tories, relevant zu bleiben. Nur durch seinen stringenten Brexit-Kurs sähe es bei Wahlen für seine Partei halbwegs gut aus. Labour hat da keine klare Linie, und wird sich nicht ewig vor Neuwahlen drücken können. Ich kann natürlich falsch liegen, aber ich glaube das wird Corbyn noch schwer auf die Füße fallen. Letztlich hat das britische Volk das Recht zu entscheiden: Brexit auf die Tour von BoJo oder nicht... 3 Monate mehr oder weniger spielen da auch keine Rolle.

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Hamberliner 09.09.2019, 10:26
5. Give Ireland back to the Irish.

Was mich interessieren würde ist, wie die Rechtsgrundlage eines Austritts Nordirlands aus dem UK aussieht. Geht das so einfach mit einem Referendum wie in Schottland? Das wär doch das einfachste. Ich finde es sowieso mehr als peinlich, dass die Engländer sich nicht entscheiden können, wie sie ihre Nation definieren. Mal UK = "United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland" und mal GB (was demzufolge Nordirland nicht beinhaltet). Und bei internationalen Fußballmeisterschaften treten sie gar nicht unter dem Union Jack an, sondern beschränken ihre Nation auf England. Was wollen die mit Nordirland, wenn sie auf ihren Autos mit GB kundtun, dass Nordirland gar nicht zu ihrer Nation gehört?

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Nonvaio01 09.09.2019, 10:38
6. die demokratie hat doch gewonnen

Zitat von lathea
.....hoffen, dass die Demokratie und die Vernunft siegen.
was dort in GB ablaeuft ist exakte Demokratie, es wird abgestimmt, das Volk wird befragt..etc. Was genau ist denn keine Demokratie in GB?

Das das resultat nicht so ist wie gewuenscht liegt nicht an der demokratie.

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floedy 09.09.2019, 10:50
7.

Zitat von thomas haupenthal
...hat Recht. Johnson führt Großbritannien in den Untergang. Sehenden Auges, planvoll. Warum? Ich glaube, dass es da in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht als diesen vermaledeiten Brexit, mit oder ohne Abkommen. Die Frage ist ihm und seinen Kumpels schon ziemlich "wurscht", die Sache ist gefrühstückt. Am 31.Oktober ist Schluss, so oder so, da kann sich die Opposition auf den Kopf stellen. Wichtig und entscheidend sind die Neuwahlen. Die wird er gewinnen, clear as mud. Er hält sich für Churchill und draußen tobt die Schlacht um Dünkirchen. "Wir oder die"wird er sagen, damit gewinnt man immer eine Mehrheit. Und dann kann er in Brüssel die Türe hinter sich zuwerfen und beginnen, England, wohlgemerkt England ( und Wales) , so umzubauen, dass Maggie Thatcher sich die Augen reiben würde. Schottland interessiert auch nicht mehr. Zu viele Remainer, mal abgesehen von der Tatsache, dass die Tories dort seit Jahrzehnten kein Bein mehr auf die Erde bekommen. Warum also sich bemühen? Und Nordirland? Nichts als"troubles", sollen die doch gucken, wie sie allein zurechtkommen...Wohlgemerkt, das wäre der "worst case", es muss nicht so kommen, nichts ist klar in diesen Tagen. Aber man hat schon Pferde kotzen sehen. Vor der Apotheke....
Und ganz selten hat das entsprechende Pferd den Schlamassel hinterher selbst weggewischt.
Ich glaube, Sie haben mit Ihrer Einschätzung der möglichen Motive des Boris Johnson Recht, deshalb kann man sein Handeln aber auch so schwer vorhersagen, irgendwie fehlt da eine logische Stringenz.
Möglicherweise gibt er sich folgsam, liefert sein Verlängerungsbittgesuch ab und zerreißt es anschließend mit der Erklärung, das sei nicht Wunsch und Wille der Regierung. Stutzig könnte einen aber auch seine Bemerkung machen, man werde bis zum 19. Oktober "a" Deal haben, also "einen"; wie, wenn er damit den alten meint, der ja immer noch auf dem Tisch liegt und für den er damals in dritter Abstimmung mitgestimmt hatte?

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Roland Bender 09.09.2019, 11:31
8. Ein Meister bei der Arbeit

Ich verstehe diesen Artikel nicht. Johnson ist dabei, alle Ziele zu erreichen. 1/ Er hat die konservative Partei von Moderaten gesäubert und braucht in Zukunft keine Angst mehr zu haben, dass jemand aufmuckt. 2/ Er führt in den Opinion Polls und hat gute Chancen mit einer eigenen Mehrheit gewählt zu werden, nach der er dann einen No-Deal durchziehen kann. 3/ Er braucht eine Neuwahl, weil er fünf Jahre Zeit haben will, nach dem Desaster eines No-Deal ein paar Erfolge vorzeigen zu können - so nach dem Motto - "es hat sich doch gelohnt". 4/ Er kann den Widerstand im Parlament nutzen, um gewählt zu werden, indem er vorgibt von den Eliten gezwungen worden zu sein, um eine Verlängerung zu fragen und sich zum Martyrer zu stilisieren.

Wir sehen einen Meister bei der Arbeit. Der weiß was er tut. Mal abgesehen davon, daß er seinem Land sehr schadet. Aber da es ihm ausschließlich um seine eigene Haut geht, ist das für ihn kein Problem.

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kurzanbinden 09.09.2019, 12:23
9. die quadratur des kreises

die quadratur des kreises ist unmöglich. aber in kinderaugen geht es. Johnson will offenbar den brief abschicken so wie es das gesetz vorsieht. aber im Anschluss schreibt er dann einen neuen brief, der den ersten negiert. Ein Kasperle der Theater macht. UK ist inzwischen dermassen verkommen das einem Angst und Bange wird.

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