Forum: Politik
Brexit-Streit: Londoner Machtspiele
REUTERS

Theresa May versucht, sich von den Wirren nichts anmerken zu lassen, die Boris Johnsons und David Davis mit ihrem Rücktritt verursacht haben. Doch der Ärger in ihrer Partei verfolgt sie überallhin.

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aurichter 10.07.2018, 21:44
1. Tut mir leid,

aber wenn man sieht, was Typen wie Trump, Johnson, Rees-Moog und auch diese Patel da verlauten lassen, dann kommt man schon zwangsläufig auf den Gedanken dass die Welt ein Irrenhaus ist und die Zentralen in den jeweiligen Hauptstädten. "Johnson war immer so nett zu mir", dazu braucht man eigentlich nichts mehr sagen. Selbsterklärend.

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der-junge-scharwenka 10.07.2018, 21:46
2. Frau May will bleiben!

In der Brexit-Frage geht eindeutig ein Riss durch die britischen Konservativen (das ist bei Labour allerdings auch nicht anders). Insofern wird es kein PM allen Mitgliedern seiner Partei recht machen können. In der Person von Frau May kommt aber noch eine Besonderheit hinzu: Sie war bis Juni 2016 eine erklärte Remain-Befürworterin. Nur die Naivsten werden glauben, dass Frau May nach der Durchführung der Befragung ihre Überzeugung wirklich geändert hätte: In derartigen zentralen Fragen hat man seine Auffassungen; die gibt man über Nacht nicht auf. Dass nun ausgerechnet Frau May den Auftrag erhalten hat, den Brexit zu exekutieren, spricht doch Bände über das Innenleben dieser Partei. Und bei lebensnaher Betrachtung wird man davon ausgehen müssen, dass Frau May ihren Job darin sieht, den Brexit - wenn sie ihn schon nicht verhindern kann - für ihr Land so verträglich wie irgend möglich zu gestalten. Jedenfalls würde ich das so machen, wenn ich eine Vorgabe umsetzen müsste, die ich für falsch halte. Das wäre dann, die unveränderten Überzeugungen von Frau May zugrunde gelegt, zwar ein Schaden, aber kein völliges Desaster für's Land. Es ginge schlimmer!

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dunnhaupt 10.07.2018, 23:40
3. Könnte Johnson eine neue Regierung bilden?

Es sieht wahrhaftig aus, als ob einige Leute dabei sind, hinter May's Rücken eine neue Regierung zu planen und ihren Sturz vorzubereiten. Ob May diese Krise überstehen kann, bleibt abzuwarten. Johnson, der wie Trump deutsche Vorfahren hat, ist alles zuzutrauen. Lord Conrad Black nannte ihn den listigen Fuchs, der sich als Teddybär verkleidet.

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liedigk 11.07.2018, 00:56
4. Theresa May und Brexit

Die Kommentare im SPON sind leider völlig einseitig uns geben ein schiefes Bild ab. Kanzlerin Merkel wird von der Mehrheit der Brexit -Voter als die treibende Kraft in der EU angesehen. Barbier und Junker gelten als nicht-gewählte Akteure ein Anzeichen für die negative Entwicklung die die EU genommen hat, seit die Briten vor 40 Jahren eingetreten sind. Die Artikel über einzelne Personen wie Jacob Rees Moog oder Boris Johnson (voriger Bürgermeister von London) wird meist hämisch berichtet und in Klischees. Beide sind in ihrem eigenen Land angesehen Politiker, wie in einer Demokratie üblich, gibt es natürlich auch Kritiker, aber diese sind nicht so persönlich verletzend und abwertend, sondern reagieren mit Argumenten.
Brexit wird stattfinden, auch wenn Theresa May gerade das Manifesto der Tories verlassen hat mit einem U-Turn in Richtung "Remainer", (die Briten die in der EU bleiben wollen), sie hat sich, ehe sie ihr eigens Cabinet unterrichtet an Angela Merkel gewandt, die zu ihre sagte, sie gehört nicht zu den Verhandlern, also May's Reise war umsonst. In ihrer Heimat hängt bis zum Wochenende die Vertrauensfrage ihrer Partei noch in der Luft. Sehr interessant, aber im Spiegel kommt kaum was vor, aus wirklich in Uk gerade stattfindet.

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liedigk 11.07.2018, 01:03
5. PM May

Hat gerade eine neue Kehrtwende hingelegt.

https://bit.ly/2JbxohY

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heinz.murken 11.07.2018, 01:05
6. So sehe ich das auch

Niemand kann das zu 100% richtig und allen recht machen.
Hätte Labour No 10 würde es mindestens genauso schlimm ablaufen.
Von den mittlerweile dreistellig vorhandenen Rücktrittsforderungen gegenüber Corbyn ganz zu schweigen.
Was passiert denn, wenn die Tory Brexiteers putschen? Sie haben allein auch keine Mehrheit!
Und nein, David Cameron hat Ihnen und dem Land das nicht eingebrocktem. Ohne Referendum säßen jetzt sehr viele UKIP Abgeordnete im House Öhmd commons. Und das wäre wahrscheinlich noch schlimmer als das, was wir jetzt erleben müssen

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dasfred 11.07.2018, 01:07
7. Langsam glaube ich, man braucht das Königshaus,

damit eine Frau mit Jahrzehnte langer Berufserfahrung die Regierung übernimmt, wenn sich sämtliche Berufspolitiker als untauglich erwiesen haben. Das Trauerspiel, das dort aufgeführt wird, mag sich kaum noch jemand ansehen. Mittlerweile scheint auch kaum noch jemand in Großbritannien wirklich vom Brexit zu profitieren. Zumindest nicht objektiv. Subjektiv mag ja noch ein Gefühl vorhanden sein, man könne jetzt endlich die Zuwanderung abschaffen und Britannien great again zu machen, aber die Problematik dahinter geht im derzeitigen Chaos unter.

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holy64 11.07.2018, 07:30
8. Mich würde interessieren

wie die Briten selbst nun zu dem Brexit stehen angesichts immer neuer Nachrichten von Firmenverlagerungen und Job-Wegfall.

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neutralfanw 11.07.2018, 07:37
9.

Wenn Kleinkinder ihre Interessen und Wünsche nicht durchsetzen können, weinen sie und/oder ziehen sich zurück. Ihnen fehlt es noch an Worten, Argumenten und Überzeugungskraft. Wenn Erwachsene/Politiker nicht ihre Interessen durchsetzen können und sich dann verhalten wie ein Kleinkind, ist das Unfähigkeit und Feigheit. Man muss immer Kompromisse finden und man kann auch mal der Verlierer sein. Es ist verantwortungslos und schwach, wenn man als gewählter Volksvertreter zurücktritt. Diese Sonnenschein-Politiker gibt es überall in der Welt.

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