Forum: Politik
Brexit-Streit mit Brüssel: Johnson reagiert kühl auf Drohung von Finnlands Premier Ri
Henry Nicholls/ AP

Die britische Regierung hat erstmals Unterlagen zu ihren Positionen im Brexit-Streit an Brüssel übersendet - doch das seien nur "Non-Papers", teilt London mit. Fristen lasse man sich keine setzen.

Seite 1 von 8
jla.owl 19.09.2019, 14:38
1. Einfache Antworten, kein Plan...

die Brextitiers, allen voran Leute wie Johnson, hatten jahrelang Zeit, entsprechende Pläne zu erarbeiten... haben sie wohl vergessen, dass man sowas nicht ohne Plan durchziehen kann. Und ein Plan kann nicht auf reinen Wunschvorstellungen beruhen. "Chef, ich mach mich Selbständig, den Firmenwagen behalte ich, kostenlos, steht mir laut Arbeitsvertrag ja zu. Ach ja, den Firmenschlüssel behalte ich auch, falls ich mal die Maschinen nutzen will. Nö, über die Finanzierung hab ich noch nicht mit der Bank gesprochen, aber ich will von denen mindestens 250.000€. Ach ja, und sagen sie bitte den Kunden, dass sie mich jederzeit anrufen können. Ist doch ein toller Plan, hab ich mir schon seit ein paar Jahren so überlegt... was sagen sie, ich spinne, wieso das jetzt?" geht halt auch nicht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Duffy73 19.09.2019, 14:42
2.

Johnson schafft den Austritt ganz einfach ohne Gesetzesbruch: er sorgt dafür, dass min. ein EU-Land (z.B. Finnland) gegen einen Aufschub stimmt und diesen somit verhindert. Dann beantragt er diesen (vielleicht noch recht kurzfristig) und die böse EU lehnt ihn ab. Aber er hat ja getan, was er konnte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
norobato 19.09.2019, 14:43
3. unter Druck gesetzt?

Das ist Johnson doch völlig egal. Hauptsache, es kommt ihm keiner mit dem ersehnten Austritt in die Quere. Und das klappt dann ja zum 31.10. dank finnischer Unterstützung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tombadil1 19.09.2019, 14:51
4.

Was soll dieses Gesetz in England überhaupt bringen? Es hätte eine Wirkung wenn es besagen würde: „Nimm einen Deal an oder ziehe das Austrittsgesuch zurück.“
Ich hoffe stark, dass die EU die Fristverlängerung schlichtweg ablehnt.
Wenn wir den Kaspern nochmal 6 Monate Zeit geben, stehen wir in 5 einhalb Monaten wieder exakt an der selben Stelle wie jetzt und verlängern die Frist wieder. Die britische Regierung hat einfach keine Ahnung von Politik. Bereits Johnsons Wahlkampf für den Brexit bestand nur aus Stimmungsmache und Lügen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wo_st 19.09.2019, 14:58
5. Schon gestern war das so

Wenn er den Backstop nicht will, muss BoJo einfach aus der EU austreten. Danach gelten alle alte Grenzen. Wo ist das Problem, die Briten machen was sie wollen, das war schon immer so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichliebeeuchdochalle 19.09.2019, 14:58
6.

Boris zu seinen Regierungsleuten nach seiner Rückkehr aus Brüssel: "Leute, die in Brüssel wollen echt jetzt was Schriftliches. Glaubst' 'de ... tackert mal was zusammen ... pro forma. Irgendein zusammenhangloses Zeug. Wenn Ihr Hilfe braucht, das Telefonbuch ist eine Inspiration."

"Geht klar, Cheffe."

Beim Treffen der Regierungschefs Mitte Oktober: "Ja, Boris, das ist was Handfestes ... das lassen wir gelten ... da habt Ihr Euch echt Mühe gegeben ... darauf gestützt können wir aber sowas von eine Verlängerung anbieten ..."

In London ein entsetzer Boris: "Ach du meine Güte, die in Brüssel wollen mich ähh uns doch ver...schen. Wasd muß ich denn noch tun? Angela unsittlich berühren? ... Donald, sag mal schnell, wie geht das noch?"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nandinda 19.09.2019, 15:04
7. No-Brexit-Lösung: Nordirland bleibt in der EU!

Um Johnsons Brexit-Termin einzuhalten, könnte er der EU den Verbleib Nordirlands in der Europäischen Union vorschlagen. So könnte eine Zollgrenze zwischen der Republik Irland und dem nördlichen Teil der Insel vermieden werden; die Zollgrenze würde dann zwischen Großbritannien und Nordirland verlaufen...
Der Vorteil für den britischen PM: Er hätte sein Versprechen, am 31. Oktober 2019 auszutreten, glorreich eingelöst und seine begeisterten Wähler zufriedengestellt. Dies dürfte dem irrlichternden Premier doch leicht gelingen: Er müsste den britischen Völkern nur verschweigen, dass der (britische) Norden Irlands in logischer Folge sich demnächst der irischen Republik anschließen und damit den Zerfall des Vereinigten Königreichs einleiten würde. Auch Schottland würde sich bald per Referendum von Großbritannien loslösen - und Wales...? Dann wäre das einstige Empire auf sein Kernland England geschrumpft. Deren Nationalisten wären stolz auf Ihren Premier.
Johnson würde als letzter britischer Premier und Totengräber der Monarchie mit Sicherheit einen Ehrenplatz in den Annalen der Geschichte einnehmen dürfen. Das allein will er doch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
iasi 19.09.2019, 15:07
8. Clever, dieser Johnson

Er wartet und erhöht letztlich den Zeitdruck, dem die EU dann ausgesetzt ist. Das finnische Drängen zeigt sehr deutlich, dass die EU fürchtet, in die Ecke gedrängt zu werden. Johnson wirft der EU einige erste Ideen zu und wird dann bis kurz vor dem EU-Gipfel warten, bis er die britischen Vorschläge präsentiert. Einfach ablehnen kann die EU diese Vorschläge nicht. Sicher sein, dass Johnson die Fristverlängerung beantragt, kann die EU auch nicht. Die EU will natürlich auch verhindern, dass sie als der Schuldige für einen No-Deal-Brexit dasteht. Johnson spielt seine Karten recht gekonnt aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
magmakammer 19.09.2019, 15:08
9. Künstliche Frist?

Wovon redet Johnsons Sprecher? Wenn die EU einer Verlängerung der Frist nicht zustimmt hat das UK am 31.10. genau drei Möglichkeiten: mit DEM Vertag, ohne, oder Verbleib in der Union.
Ist das nicht lustig?
Ja, das ist nicht lustig!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8