Forum: Politik
Brexit: Tusk und Juncker bieten Großbritannien EU-Verbleib an
AFP

In Großbritannien ist die Skepsis gegenüber dem Brexit zuletzt gewachsen. EU-Ratspräsident Tusk und Kommissionspräsident Juncker befeuern die Debatte um ein erneutes Referendum nun. Europas Tür stehe "nach wie vor offen".

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MTBer 16.01.2018, 14:10
80. Ich habe so manches Mal in meinem Leben . . .

Zitat von birdie
und ihr Blatt dabei hoffnungslos überreizt. Das scheint ihnen langsam selbst klar zu werden. Und es wäre wünschenswert, dass sie mit stiller Bescheidenheit den Weg zurück in die Gemeinschaft finden würden. Wobei unabdingbar ist, dass die Zeiten der Rosinenpickerei für immer vorbei sind.
. . . meine Meinung aufgrund veränderter Umstände oder neuer Informationen ändern müssen. Das war meistens kein großes Problem. Nicht ohne Grund sagt man ja: ,,Aus Schaden klug.''

Aber ich verstehe auch, dass im Falle eines Exit aus dem Brexit die Angst vor einem Gesichtsverlust paralysierend wirkt.

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spontandemo 16.01.2018, 14:12
81. Insel-Lösung

Letztlich sind Entscheidungen, die aufgrund Vorspiegelungen falscher Tatsachen getroffen werden, im Rechtsverkehr in der Regel nichtig oder zumindest anfechtbar. Ich denke, dass nicht wenige Briten, die den Lügen der Brexiteers augesessen sind, ihre Entscheidung inzwischen bereuen und heute anders abstimmen würden. Von denen, die das Plebiszit nicht ernst genommen und daher gar nicht abgestimmt haben, erst gar nicht anzufangen...

Die Sturheit, mit der die einstige Brexit-Gegnerin May jetzt am Brexit festhält, lässt mich vermuten, dass sie insgeheim immer für den Brexit war, das aber aus politischem Kalkül nie offen zugegeben hatte.

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neurobi 16.01.2018, 14:14
82.

Zitat von jan.22301
Diese Idee der Eurokraten muß wohl nochmal überdacht werden. Die Briten haben schriftlich den Austritt aus der EU erklärt. Das war eine Kündigung des EU-Vertrags. Wenn wir Bürger unseren Mietvertag gekündigt haben, dann kann das auch nicht durch das Gelaber des Hausmeisters außer Kraft gesetzt werden. Sondern bedarf eines Vertrags zwischen Mieter und Vermieter. Auf EU gewendet müssen wohl die Briten und danach alle EU-Staaten zustimmen, wenn die Briten in der EU bleiben wollen.
Soweit ich gehört habe, ist dem nicht so.
Sie können bis zu Vollzug des Austritts ihren Antrag jederzeit zurückziehen. Sie müssten noch nicht mal die Kosten für bereits eingeleitete Maßnahmen tragen (z.B. Umzug von EU-Institutionen).

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wordfix 16.01.2018, 14:14
83. Der Brexit ist eine historische Chance für die EU

um jene notwendigen Strukturreformen zu beginnen, die ein weiteres Auseinanderbrechen
verhindern können. Ohne Reformen oder mit erfolglosen Reformen ist die EU in Gefahr, weitere Mitglieder und/ oder Zukunfstfähigkeit zu verlieren. Der Brexit muß erfolgen, damit die EU nicht zerbricht, so einfach ist das.

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MTBer 16.01.2018, 14:18
84. Mit einem Federstrich . . .

Zitat von hle
Also wie stellt man sich das vor in Bruessel. So ein Referendum wird ja nicht von heute auf morgen durchgefuehrt, und der Zeitplan ist eh schon knapp. Und ausserdem, die EU muesste sich bewegen, damit ueberhaupt noch einmal ein Referendum abgehalten werden kann. Ich glaube die ....
. . . radieren Sie DEN Kerngedanken der EU aus: Freizügigkeit! Auf die Idee muss man erst einmal kommen.

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lupenrein 16.01.2018, 14:18
85. Man

darf wohl eher annehmen, dass Huncker, Tusk und Cofürchten, dass mit dem Brexit ihre eigene Domäneins Wanken kömmen könnte. Vielleicht werden nach dem Brexitnoch andere EU-Mitglieder erkennen, welche Vorteile ihrAusscheiden aus der EU haben könnte.
Wer will den schon gerne in einem Feudalsystem dahin vegetieren.

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mostly_harmless 16.01.2018, 14:20
86.

Zitat von wolfsauge
Das englische Volk hat gewählt! Mit welchem Recht wollen Juncker und Tusk diese Entscheidung außer Kraft setzen? Das ist wäre ein Euro-kratisch-diktatorisches Verhalten, unter Missachtung des englischen Volkswillens.
Da Sie offenbar nicht wissen, was die Bedeutung des Begriffs "Angebot" ist, hier der Link auf den Duden

https://www.duden.de/rechtschreibung/Angebot

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betonklotz 16.01.2018, 14:21
87. Die Herren Juncker und Tusk haben das ja wohl nksaicht zu entscheiden.

Wenn ich richtig informiert bin, läuft das Austrittsverfahren bereits und kann nicht einfach so gestoppt oder rückgängig gemacht werden. Da wäre ja wohl die einstimmige!! Zustimmung aller EU-Mitglieder vonnöten, nebst "kreativer Auslegung" geltender? Verträge. Ok, im zweiten Punkt haben wir ja schon Übung (wobei gerade DE mit unrühmlichem Beispiel voranging, ich weiss) aber der erste Punkt erscheint mir schwer durchsetzbar.

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sheffard 16.01.2018, 14:23
88. Es ist gut wenn die Briten gehen

Sie sollen ruhig mal eine Lernphase durchmachen und zurechtgestutzt werden. Auf der anderen Seite geht es der Schweiz prächtig. Dabei haben die Briten noch ihren Commenwealth der ihnen freien Handel ermöglicht.
Am Ende haben ev alle gewonnen. Die Briten leben in ihrer Welt und orientieren sich woanders hin. Die Europäer sind den Querulanten los der sowieso nie dazu gehörte.

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hassoa 16.01.2018, 14:23
89. Kein Weg zurück

Der Brexit ist erklärt, ein Wiedereintritt wäre nur möglich, wenn GB den Euro einführen, einen EU-Finanzminister, eine EU-Armee und letztenendes die Vereinigten Staaten von Europa akzeptieren würde. So viele Kröten kann man garnicht schlucken. Vielleicht bliebe als einzige Konzession, dass die Briten dann noch auf der linken Seite fahren dürften. Aber nicht einmal das wäre sicher. Junkers und Tusks Gesäusel von der offenen Tür ist nicht zu trauen, denn beide suggerieren harmonische Lösungen, die es so nicht geben kann.

Nein, da müssen wir jetzt durch, und der Brexit wird auch keine Katastrophe, weil niemand ein Interesse daran haben kann, die gesamteuropäische Wirtschaft nachhaltig zu schädigen. Und wenn doch gemeinsame wirtschaftliche Interessen auf einem politischen Altar geopfert werden sollten, müssten wir uns wirklich einmal genauer ansehen, wer uns hier eigentlich führt.

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