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Brexit-Unterhändler Barnier: EU von Boris Johnsons "No-Deal"-Drohung unbeeindruckt
REUTERS

"Großbritannien wird die Konsequenzen tragen": EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagt in einem BBC-Interview, beim Vertrag werde nicht nachverhandelt - die Europäische Union fürchte einen No-Deal-Brexit nicht.

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Listkaefer 18.07.2019, 12:01
1. Arme Welt!

Nach Erdogan, Salvini, Trump, Bolsonaro, Maduro ... droht der Welt und uns in Europa mit Johnson der nächste chaotische Staatslenker. Wie kommt es, dass sich solche Figuren in Wahlen durchsetzen können?

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Bell412 18.07.2019, 12:03
2. Michel Barnier

Wirklich das Beste, was der EU passieren konnte.
Die englischen Clowns einfach hart abtropfen lassen.
Und den restlichen EU Gegnern unmissverständlich klar machen, was Sache ist.
Am Rande: Den Barnier hätte man sich wirklich als Komissionspräsidenten vorstellen können.
Aber der ist ja vom Fach, dann darf der das nicht.

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hausfeen 18.07.2019, 12:08
3. Die Brexit-Party hat dem Parlamentspräsidenten ...

... den Popo gezeigt. So etwas ist nicht hilfreich wenn man verhandeln will. Das fällt auch auf die Torys zurück. Schließlich hat deren Wählerschaft die Farage-Blamage ins EU-Parlament entsendet.

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mueller23 18.07.2019, 12:10
4. Was ist ein bestehender Vertrag?

Meiner Meinung nach ein Vertrag, der von den Vertragspartnern unterschrieben worden und damit gültig ist.

"Nachverhandlungen werde es nicht geben, betonte Barnier, der bestehende Vertrag sei das einzige Angebot auf dem Tisch."

Es handelt sich wohl eher um einen Vertragsentwurf als um einen bestehenden Vertrag.

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ofbdxn 18.07.2019, 12:15
5. Ohne Ende

In Wahrheit wollen die Briten doch nur mit ihrer „Rosinenpickerei“ weiter machen so wie es sei Thatcher gewohnt sind! Kein No Deal Brexit und kein Deal Brexit, freien Zugang zu allen Vorteilen ohne einen cent dafür zu bezahlen (Stichwort: Schweiz bzw. Norwegen) oder irgendeinen vermeintlichen Nachteil zu akzeptieren für den Binnenmarkt Europa! BJ ist nur wieder der nächste Bluffer mit offenen Karten. Jedoch sollte er den harten Brexit wirklich vollziehen werden er und die, die den harten Brexit ersehnen wohl wie immer nicht die sein die es auslöffeln dürfen!

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raphael_schäfer 18.07.2019, 12:16
6. Ungewaehlt

Zitat von Listkaefer
Nach Erdogan, Salvini, Trump, Bolsonaro, Maduro ... droht der Welt und uns in Europa mit Johnson der nächste chaotische Staatslenker. Wie kommt es, dass sich solche Figuren in Wahlen durchsetzen können?
Johnson hat sich in keiner oeffentlichen Wahl durchgesetzt. Er (oder Hunt) werden von den Konservativen installiert.

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schwester arno 18.07.2019, 12:20
7.

Zitat von Listkaefer
Nach Erdogan, Salvini, Trump, Bolsonaro, Maduro ... droht der Welt und uns in Europa mit Johnson der nächste chaotische Staatslenker. Wie kommt es, dass sich solche Figuren in Wahlen durchsetzen können?
Na ja, die Tories haben 160'000 Mitglieder, wenn die den wählen, hat er noch lange nicht die Mehrheit des UK hinter sich und ob er bei seinem Kurs ein Misstrauensantrag "überlebt" ist auch nicht sicher.

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mueller23 18.07.2019, 12:23
8. Gute Frage

Zitat von Listkaefer
Wie kommt es, dass sich solche Figuren in Wahlen durchsetzen können?
Vielleicht trägt die fortschreitende Verunklugung der Bevölkerung dazu bei.

Heiner Geißler:
"Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit ihrer Bewunderer zusammen"

Jürgen Habermas:
"Zur postdemokratischen Einschläferung der Öffentlichkeit trägt auch der Gestaltwandel der Presse zu einem betreuenden Journalismus bei, der sich Arm in Arm mit der politischen Klasse um das Wohlbefinden von Kunden kümmert."

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Gluehweintrinker 18.07.2019, 12:26
9. Wenn Lügen attraktiver sind als Fakten...

Zitat von Listkaefer
Nach Erdogan, Salvini, Trump, Bolsonaro, Maduro ... droht der Welt und uns in Europa mit Johnson der nächste chaotische Staatslenker. Wie kommt es, dass sich solche Figuren in Wahlen durchsetzen können?
...geschieht genau das. Ganz ehrlich, mir wird höchst blümerant, wenn ich mir vorstelle, dass das Intrenet ja eigentlich ein recht junges Medium ist, zumindest in der heutigen Form der permanenten und bezahlbaren Verfügbarkeit an fast jedem Ort - wenn man von den wenigen schützenswerten Naturräumen einmal absieht.

Aufgrund der um sich selbst kreisenden Zwickmühle, es allen Recht machen zu müssen bzw. zu wollen, haben sich Regierungen in den vergangenen jahrzehnten quasi ihre unzufriedenen Wutbürger selbst herangezüchtet, denn sie ließen es zu, auch wenn sie sich sozialistisch nannten, dass Wohlstand ungleicher verteilt wurde.

Und nun bricht Panik aus. Vermutlich brauchen wir neue Regierungskonzepte wie z.B. längere Legislaturperioden, dafür keine Möglichkeit zur Wiederwahl. Das würde bedeuten, dass Politiker mehr Mut hätten, den Bürgern reinen Wein einzuschenken und sich nicht ständig mit der nächsten Wahl beschäftigen müssten.

Leider wurde lange vergessen, dass Politiker UND die Wirtschaft den Menschen zu dienen habe, und nicht umgekehrt. Ursula von der Leyen formulierte diese überraschend linken Satz kürzlich in ihrer Bewerbungsrede. Nun müssen Worten Taten folgen, und zwar schleunigst. Unsere politischen, sozialen und ökologischen Probleme häufen sich Tag für Tag zu einem immer höheren Berg von dringenden Aufgaben an und jeder Tag des Zuwartens verringert unsere Chance, dass wir damit noch zurecht kämen.

Die Bürger Großbritanniens werden spüren (müssen), welchen fatalen Weg sie wählten, gleichzeitig sollten Sie offene Türen bei den EU-27-Ländern finden, freilich bei zurechtgestutzten Rechten. Sollten Sie sich irgendwann zur Rückehr in den EuroClub entscheiden, dann wäre die Gesprächsgrundlage eine ganz andere als zur Zeit ihres ersten Beitritts. Britenrabatt und Extrawürstchen - das müsste von vorn herein ausgeschlossen sein.

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