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Brexit-Unterhändler Barnier: EU von Boris Johnsons "No-Deal"-Drohung unbeeindruckt
REUTERS

"Großbritannien wird die Konsequenzen tragen": EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagt in einem BBC-Interview, beim Vertrag werde nicht nachverhandelt - die Europäische Union fürchte einen No-Deal-Brexit nicht.

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artep 18.07.2019, 13:03
30.

Zitat von hopihalido
Gewisse Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der 1920-30er Jahre sind ja offensichtlich. Es kommt zur großen Krise, die Kosten werden auf das gemeine Volk abgewälzt (denn die verursachenden Banken sind ja "too big to fail", also "Austerity" für alle), wenn es Otto Normalverbraucher dann dreckig geht, kommt ein Trump/Johnson/AFDler her und bietet einfache Lösungen zu komplexen Problemen und schiebt die Schuld auf diejenigen, die noch verletzlicher/ärmer sind - damals die Juden, heute die Migranten. Am Ende gewinnt der, der am längsten und lautesten brüllt und an dumpfe Angstschemata appelliert, Fakten und Wahrheit sind dabei egal. WARUM so viele Wähler dabei auch noch mitmachen ist mir auch ein Rätsel, aber die Taktik scheint wieder prima zu funktionieren. Vielleicht weil es einfacher ist, dumpfen Parolen hinterher zu laufen und die, die eh schon am Boden liegen, mit Füßen zu treten, als sich mit den wahren (mächtigen, reichen) Schuldigen anzulegen und echte Lösungen (die eben auch komplex sind) anzustreben... Arme Welt allerdings!
So wird es nicht werden. Die Deutsche Bank hat sich aus diesen Geschäften zurückgezogen und schon 2008 hat es Deutschland nicht so getroffen, wie vergleichbare Länder. Die Briten und ihre Ableger in USA zocken gerne und was Zockern passiert, weiß man.

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geminiape 18.07.2019, 13:03
31. Humor nicht verlieren!

Oh ja bitte die Queen auch noch mit hineinziehen. Was eine Farce aber ich komm nicht Drumherum immer wieder darüber in lautes Lachen auszubrechen! Was für Id....

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s.l.bln 18.07.2019, 13:05
32. Das sind doch nur semantische...

Zitat von mueller23
Meiner Meinung nach ein Vertrag, der von den Vertragspartnern unterschrieben worden und damit gültig ist. "Nachverhandlungen werde es nicht geben, betonte Barnier, der bestehende Vertrag sei das einzige Angebot auf dem Tisch." Es handelt sich wohl eher um einen Vertragsentwurf als um einen bestehenden Vertrag.
...Feinheiten.
Die Botschaft ist klar zu verstehen: was mit May ausgehandelt wurde, hat Bestand. Johnson kann das unterzeichnen, oder man entläßt ihn und sein Land "in die Freiheit".

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TheBear 18.07.2019, 13:07
33. Die EU hat es nicht gerafft

Was immer wieder vergessen wird: Der Brexit war für Ende Mars des Jahres 2019, also diesen Jahres vorgesehen.

Die EU hat sich herumschubsen lassen, sie hat es nicht gerafft, dass die Briten chaotisch sind, und das herausschieben nichts bringt, ausser dass die Briten sogar noch weiter das Geschehen in der EU bestimmen können (z.B. EU-Wahlen), und uns in der EU Kraft und Zeit stehlen, die wir wahrhafttig für wichtigere Sachen nötig haben.

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birdie 18.07.2019, 13:09
34. Der harte Brexit wird die Engländer empfindlich treffen und ...

Folgewirkungen für sie haben, die sie anscheinend nicht einmal ansatzweise erkennen wollen. Wenn das Elend dann über sie hereinbricht, wird das Jammern überhand nehmen. Positiver Aspekt: alle kleinen EU-Länder werden dann am praktischen Fall vorgeführt bekommen, was es zur Folge hat, wenn sie von einer Zukunft ohne EU träumen. Ein ad absurdum geführter Austritt aus der EU wird dann weniger reizvoll erscheinen.

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siryanow 18.07.2019, 13:09
35. Brexit ohne Finale

Ich verstehe nicht bei einem Referendum-Ergebnis von 51:49 dass diese 49 % nicht alle Kraefte mobilisiert haben um es zu drehen . Stattdesssen wird in Depression und Apokalypse gemacht.,Die Briten haben mit ihrer EU-Storie soviel Kredit verspielt ( bereits in den 70er Jahren bereits nach 2 Jahren erste Austrittsbestrebungen , als einziges Land Sonderkonditionen ect. ) Sie spielen foul. Wenn einer der anderen so spielen wuerde, die Britts schrieen laengst nach der roten Karte. Meiner Meinung nach ist es ein Sozio-psychologisches Problem und sie sollten sich auf die Couch begeben. Sie schweben immer noch in ihrem Empire-Ding

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Luba 18.07.2019, 13:11
36. Normal

Die Hälfte der Bevölkerung hat einen IQ von unter 100, kein Wunder, dass solche Pappnasen gewählt werden.

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eggshen 18.07.2019, 13:14
37. Nun ja,...

Zitat von mueller23
Vielleicht trägt die fortschreitende Verunklugung der Bevölkerung dazu bei. Heiner Geißler: "Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit ihrer Bewunderer zusammen" Jürgen Habermas: "Zur postdemokratischen Einschläferung der Öffentlichkeit trägt auch der Gestaltwandel der Presse zu einem betreuenden Journalismus bei, der sich Arm in Arm mit der politischen Klasse um das Wohlbefinden von Kunden kümmert."
so sehr ich (als bekennender Kulturpessimist) geneigt bin, Ihnen zuzustimmen - aber an die 'goldenen Zeiten', in denen das Volk (welches Landes auch immer) vor politischer Bildung geradezu strotzte, kann ich mich beim besten Willen nicht zurückerinnern.
Ich will einräumen, daß die (potentiellen) Möglichkeiten einer umfassenden Informationsbeschaffung heutzutage größer sind, als je zuvor und daß die fast schon stolz zu Schau getragene Borniertheit vieler Menschen in Anbetracht dessen zum Verzweifeln ist.

Aber IMHO war das grundsätzlich nie anders. Ganz im Gegenteil.

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schwerpunkt 18.07.2019, 13:15
38.

Zitat von mwroer
Herr Barnier entscheidet das leider auch nicht. Die EU fürchtet sehr wohl einen 'no deal' Brexit - sonst hätte sie nicht 2 Verlängerungen gewährt und die absurde Situation entstehen lassen dass das UK noch mal an den Wahlen teilnimmt und Abgeordnete stellt. Also kann Herr Barnier sagen was er will, die Entscheidungen werden sowieso woanders getroffen. Unsere Staats- und Regierungschefs werden verlängern und verlängern ... bis dann alle das Thema satt sind und irgendein Parlament im UK sich erbarmt und den Rücktritt von Artikel 50 verkündet. So lange werden hunderttausende in Ungewissheit gelassen, zig tausend Firmen verbrennen täglich Geld und die Großen der Wirtschaft werden größer. Leider kann Herr Barnier nicht so wie er will.
Das sind zwei verschiedene Dinge. Aus EU-Sicht ist ein Brexit (egal welcher Art) nicht wünschenswert. Die EU will gar nicht, dass GB geht. Das ist GB, die raus wollen.
Aus EU-Sicht: wir wollen nicht dass ihr geht, aber wenn, dann zu diesen vertraglichen Bedingungen, wenn ihr weiterhin irgendwie an unserem markt partizipieren wollt.
Der Vertragsunterhändler GBs (May) hat dies mit der EU ausgehandelt und unterschrieben. Wenn die EU als die fristen für GB verlängert ist das dem Umstand geschuldet, das ein Brexit grundsätzlich nicht im Interesse der EU liegt. Insofern: Klar, bleibt so lange ihr wollt.

Aber wenn GB raus will, dann eben mit DIESEM Deal oder ohne. Es gibt einen von beiden Seiten unterschrieben Vertrag. jegliche Änderung daran wäre zum Nachteil der EU. Weshalb sollte die EU diesen also nochmal aufschnüren und damit ein verheerendes Zeichen an alle anderen EU-Staaten senden, in dem sie sich selbst zum Obst macht?

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rudig 18.07.2019, 13:18
39. naja,

so wie die EU z.Zt. aufgestellt ist beneide ich die Briten, die aus diesem Verein austreten.
Ich denke da an die Wirtschaft, die Finanzen, das Euro-Problem,
das Flüchtlingsproblem u.s.w.

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