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Brexit-Verfechter Rees-Mogg: "Briten können selbst entscheiden, ob sie Chlor-Hühnchen
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Der ultrakonservative Jacob Rees-Mogg ist Anführer der britischen Brextremisten. Hier erklärt er, warum er die Europäische Union zutiefst ablehnt - und weshalb die Scheidung angeblich nur Gutes für sein Land bringt.

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moistvonlipwik 17.06.2018, 12:45
1.

Der Nationalstaat basiert auf zwei Lügen:
1. innerhalb lebt eine vollkommen andere Subspezies Mensch, die sich von denen außerhalb substanziell unterscheide
2. diese Gruppe können ohne Rücksicht auf andere ihr Leben beliebig gestalten.
Diese beiden Lügen verwandeln sich nicht in Wahrheiten, egal wie oft man sie wiederholt.

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rabbijakob 17.06.2018, 12:46
2. wir müssen teure Produkte...

... aus Europa kaufen, obwohl das weite Ausland billiger Produziert....
Unglaublich, was für unfähige Menschen da oben sitzen. Ich würde gerne mal mit dem Herren diskutieren. Produkte aus GB, und China zu vergleichen... der Herr hat nicht verstanden, was Europa in den letzten 100 Jahren für eine Entwicklung durchgrmacht hat. Arbeitsrecht Umweltschutz etc.. Ein Philippinischer Abgeordneter wåre auch billiger als er.

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desmoulins 17.06.2018, 12:47
3. Britische Hybris

Da ist sie wieder, die großbritannische Überheblichkeit, die es der Welt zumuten will, sich nach ihr zu richten, gepaart mit dem Gedanken, sich keinesfalls an einen Kompromiss halten zu müssen. Und das ganze wird artikuliert von einem Mann, der mit einem güldenen Löffel im Mund geboren, sich zum Fürsprecher der Armen zu machen versucht. Und all das klappt nur, weil über all der Unvernunft die Soße des Nationalismus gegossen wird. Mal sehen, wie lange wir in Deutschland noch gegen derlei Idiotie gewappnet bleiben..

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aurichter 17.06.2018, 12:49
4. Ja das passt wieder,

wir wollen alle Vorteile, aber keine Gegenleistung bringen, die EU benutzt Irland als Druckmittel (OMG ) und die Briten werden von billigen Waren abgeschnitten, weil die EU den großen Raibach machen will. Rees-Moog ist rückwärtsgewandt aber dreht den Spieß um, gelernt ist halt gelernt, so sind sie die wohlerzogenen Nationalisten mit dem goldenen Löffel im Maul. Da könnte man sagen " Hey Theresa, entweder unser Wille oder es geht dir an den Kragen!" In welchem erlesenen Dunstkreis diese Meinung vorherrscht braucht man nicht großartig fragen.

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Benjowi 17.06.2018, 12:51
5.

Der Mann ist wohl eher an willfährigen Arbeitssklaven und an den Privilegien der upper-class interessiert, als am Wohl des kleinen Mannes in England. Die meisten Regeln der EU machen durchaus Sinn, wobei er was die Chlorhühnchen und ähnliche Dinge angehen Recht haben könnte, denn das sind Regeln, die aus ideologischen Gründen als Protektionismus einzustufen sind. Ähnliches gilt für den Landwirtschaftsbereich-da ist die EU mit fragwürdigen Lobbybegründungen protektionistisch ohne Ende.

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adrian.ruest 17.06.2018, 12:56
6. Wir sind Europa!

Ein kleingeistiger Egoist, der nicht kapiert, dass die Idee "Europa" weit über wirtschaftliche Vorteile hinausgeht. Sie ist ein Friedensprojekt, ein Leuchtturm für rechtsstaatliche und demokratische Werte, auch ein Aufarbeitungsprojekt einer blutigen und unterdrückerischen Vergangenheit. Hier sollen die Menschen gemeinsam frei und in Wohlstand leben. Um das zu sichern, zu verbessern, daran zu arbeiten und gemeinsam stark gegen aussen auftreten zu können, müssen wir 500 Mio sein und nicht 30 mal 3, 10, 35 oder 80 Mio. Wir sind Europa!!!

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gueneroell 17.06.2018, 12:58
7. Hinterwäldler

trifft es wohl besser als Hinterbänkler.
Ausserdem: Wer die Zahlung seiner Schulden mit Forderungen verknüpft sollte sich nicht wundern wenn er nichts mehr geliehen bekommt.
Viel Spaß noch mit Harry Ballwanz als neuem Handelspartner. so sirios

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ruebenkatze 17.06.2018, 13:08
8. Respekt

Ich dachte immer er wäre nur ein schrulliger Mann von vorgestern. Auch wenn ich seine Position nicht teile: Er versteht es sehr gut, den Finger exakt auf die Wunden zu legen. Und mit leerem Pathos kann man ihn nicht so einfach widerlegen. Aber ich fürchte trotzdem, dass er unter dem Strich hauptsächlich dazu beiträgt die unseligen Geister des Nationalismus von 1880 bis 1933 wiederzuerwecken. Dafür ist er aber nur Katalysator und die EU in ihrem aktuellen Zustand mehr Mitverursacher als ihr lieb ist. Wir werden uns schon entscheiden müssen wo wir hinwollen. Ein bisschen Macron und ein wenig Orban wird nicht funktionieren.

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alt-nassauer 17.06.2018, 13:09
9. Wirklich, können die das?

Wenn da sich Rees-Mogg nicht irrt. Es gab schon mehrfach Berichte das besorgte Landwirte in Wales und Schottische Destillen, bei Austritt der EU und neuen Handelsverträge mit den USA. Folgendes Szenario befürchten und schon Forderungen gestellt werden. US Lobbyisten der Agrarindustrie die jetzt schon darauf drängen, das der von der EU gewährte Schutz der Waren aus bestimmten Regionen fallen muss.

Eben das man sich nicht mehr sicher sein kann, das wirklich "walisische" oder "schottische" Produkte aus den Landesteilen kommen. Sondern diese mit einem Aufdruck versehen, dann doch aus den USA kommen. Das die Verschlechterung der Heimischen Agrarwirtschaft droht. Ja unter der EU leiden ja diese Herren und Damen ganz gewaltig... Schön das man noch Agrarsubventionen bekommt. Ob sich das GB in Zukunft auch leisten kann.

Welche Wahl hat den GB bei Austritt aus der EU? Wieder Rosinen picken nun mit den USA oder andere Staaten? Bei der Einstellung die Trump zur Zeit hat, heißt es "Friss oder stirb"...

Zu der Sache mit Irland und der "Trump-Mauer" oder dem Zoll den GB den Iren auferlegt, Da sollte Rees-Mogg mal aufpassen, das die Nordiren dem Königreich nicht mal die kalte Schulter zeigen oder bei Verschärfung der Problematik nicht wieder Opfer gibt. Vielleicht wieder mal "Forgotton Sons" in "Body Bags". Das ist ein verdammt hoher Preis, der Friede. Wie mir scheint ist das Britische Volk auch dazu wieder bereit...

Wenn er meint das das "Friedensprojekt" Europa am Wirtschaftlichen Aspekten gescheitert ist. Zu dem wohl die Briten auch ihr eigenes Volk "knapp" halten und der EU gerne die Schuld zu weisen. Dann scheint mir das die Briten wirklich keine Europäer sind. Sondern ein "Volk" der See- und Kriegsschlachten sind und ihre Kriegslieder heute noch zu gerne singen, mit vollem Stolz als große Nation.

Wie konnte man die Briten solange nur in der EU/EWG behalten... Spätestens seit Frau Thatcher hätte es einen Ausschluss geben müssen.

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