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Brexit-Verfechter Rees-Mogg: "Briten können selbst entscheiden, ob sie Chlor-Hühnchen
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Der ultrakonservative Jacob Rees-Mogg ist Anführer der britischen Brextremisten. Hier erklärt er, warum er die Europäische Union zutiefst ablehnt - und weshalb die Scheidung angeblich nur Gutes für sein Land bringt.

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schwarzrotgold 17.06.2018, 13:11
10. einfach nur faszinierend

Faszinierend wir dieser "ehrenwerte" Herr konsequent sein Publikum bedient. So geht's, hochkomplexe Zusammenhänge und Problematiken einfach ignorieren oder in simpelste Sätze eindampfen. Also denn ihr 52% Brexiters, alles in Ordnung, das Königreich geht einer goldenen Zukunft entgegen.

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a.vollmer 17.06.2018, 13:20
11. Und wer trägt die Folgen dieses subventionierten Konsums?

Die gesamte Gesellschaft seines Landes trägt diese Kosten, bei der medizinischen Versorgung, durch nachlassende Produktivität und durch sinkenden Export, weil die Billigproduzenten nicht die Einnahmen haben um Produkte aus Großbritannien zu kaufen. Das ist eine Spirale des Negativ-Wachstums, die er sich wünscht. Dagegen sind Mindestlöhne, Mindeststandards und das Pre-Cautionary Principle der EU ein Motor des nachhaltigen Wachstums, Grundlage steigenden Wohlstands, gestärkter Volksgesundheit und verkleinern nebenbei den Social Gap.

Die Wirtschaftsanarchisten vom Schlage Rees-Mogg sehen nur ihren kleinen Winkel der Ökpnomie und sind nicht imstande das große Ganze im Blick zu halten, ein Ganzes in dem nach deren Weltbild Selbstausbeutung ein zentrales Subventionsinstrument ist und Menschen als Human Resources verschwendet werden können. Selbst im zynischsten und egoistischsten Wirtschaftsmodell muss klar sein, dass das kontraproduktiv ist. Aber Mathematik jenseits der Grundrechenarten ist für Leute seines Schlages ein Minenfeld vor dem sie zurückschrecken.

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dekorte 17.06.2018, 13:29
12. Endlich!

Endlich mal eine interessante Information über den Brexit. Die Fragen waren natürlich wie immer einseitig gestellt, aber die Antworten waren klasse! Weiter so GB. ihr macht alles richtig. Der Wirtschaftsprotektionismus in der EU unter deutscher Kontrolle und deutscher Korruption hat keine Zukunft mehr. Die einseitigen Profitverschiebungen Richtung deutsche Industrie Besitzer wird in dieser Form nicht mehr lange funktionieren. Welcher Staat schaut schon gerne, zu wenn er von Billigprodukten (durch Lohndumping) aus DE überflutet wird seine heimische Industrie sowie sozialen Strukturen zerstört?

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Juergen Euteneuer 17.06.2018, 13:37
13.

Ergänzt werden muss noch, dass sich der smarte Herr Mogg mit dem goldenen Löffel im Mund gerade eine Dependance in Dublin aufbaut.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

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hauser 17.06.2018, 13:49
14. Investfirma von Rees-Mogg öffnet Büro in Irland...

Kürzlich in Medien berichtet: die Investmentfirma, an der Rees-Mogg Anteile hält, eröffnet eine Niederlassung in Dublin... Dabei sagt doch Rees-Mogg hier im Interview, dass die EU die Finanzindustrie überreguliert und in London die goldene Zukunft blüht...

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stadtmusikant123 17.06.2018, 13:54
15. xxx

Zitat von rabbijakob
... aus Europa kaufen, obwohl das weite Ausland billiger Produziert.... Unglaublich, was für unfähige Menschen da oben sitzen. Ich würde gerne mal mit dem Herren diskutieren. Produkte aus GB, und China zu vergleichen... der Herr hat nicht verstanden, was Europa in den letzten 100 Jahren für eine Entwicklung durchgrmacht hat. Arbeitsrecht Umweltschutz etc.. Ein Philippinischer Abgeordneter wåre auch billiger als er.
Entweder man praktiziert Freihandel, oder man predigt ihn nur.

Im Agrarbereich beschränkt sich der EU-Freihandel leider nur aufs Predigen.

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stadtmusikant123 17.06.2018, 13:58
16. xxxx

Zitat von alt-nassauer
Wenn da sich Rees-Mogg nicht irrt. Es gab schon mehrfach Berichte das besorgte Landwirte in Wales und Schottische Destillen, bei Austritt der EU und neuen Handelsverträge mit den USA. Folgendes Szenario befürchten und schon Forderungen gestellt werden. US Lobbyisten der Agrarindustrie die jetzt schon darauf drängen, das der von der EU gewährte Schutz der Waren aus bestimmten Regionen fallen muss. Eben das man sich nicht mehr sicher sein kann, das wirklich "walisische" oder "schottische" Produkte aus den Landesteilen kommen. Sondern diese mit einem Aufdruck versehen, dann doch aus den USA kommen. Das die Verschlechterung der Heimischen Agrarwirtschaft droht. Ja unter der EU leiden ja diese Herren und Damen ganz gewaltig... Schön das man noch Agrarsubventionen bekommt. Ob sich das GB in Zukunft auch leisten kann. Welche Wahl hat den GB bei Austritt aus der EU? Wieder Rosinen picken nun mit den USA oder andere Staaten? Bei der Einstellung die Trump zur Zeit hat, heißt es "Friss oder stirb"... Zu der Sache mit Irland und der "Trump-Mauer" oder dem Zoll den GB den Iren auferlegt, Da sollte Rees-Mogg mal aufpassen, das die Nordiren dem Königreich nicht mal die kalte Schulter zeigen oder bei Verschärfung der Problematik nicht wieder Opfer gibt. Vielleicht wieder mal "Forgotton Sons" in "Body Bags". Das ist ein verdammt hoher Preis, der Friede. Wie mir scheint ist das Britische Volk auch dazu wieder bereit... Wenn er meint das das "Friedensprojekt" Europa am Wirtschaftlichen Aspekten gescheitert ist. Zu dem wohl die Briten auch ihr eigenes Volk "knapp" halten und der EU gerne die Schuld zu weisen. Dann scheint mir das die Briten wirklich keine Europäer sind. Sondern ein "Volk" der See- und Kriegsschlachten sind und ihre Kriegslieder heute noch zu gerne singen, mit vollem Stolz als große Nation. Wie konnte man die Briten solange nur in der EU/EWG behalten... Spätestens seit Frau Thatcher hätte es einen Ausschluss geben müssen.
Die Briten sind keine Selbstversorger.

Und schottischer Whiskey bleibt halt schottischer Whiskey. Qualität halt.

Von daher hat er natürlich Recht, dass sich die Agrarimporte verbilligen würden.

Ohne EU wäre mein Rinderfilet auch 2/3 billiger.

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gerechtzz 17.06.2018, 13:59
17. @dekorte

Deutschland überschwemmt also UK mit billigen VWs und verdrängt einheimische Qualitätsprodukte wie zB Rover? Und wo in der EU sind die Löhne nochmal am niedrigsten? I am confused :)

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Atheist_Crusader 17.06.2018, 14:01
18.

"Europa ist Vergangenheit?"

Was ist dann die Zukunft? Gemäß den Brexiters dann ja der Nationalstaat. Und der soll dann versuchen sich gegen Giganten wie die USA oder China zu behaupten?
Wer die EU restriktiv findet, der kann sich ja mal anschauen was die Amis oder Chinesen einem so aufzwingen wenn man nicht mehr das Verhandlungsgewicht der EU im Rücken hat. So hat die USA zum Beispiel extrem hohe Standards für importierte Pharmazeutika. Nicht um den Verbraucher zu schützen, sondern um die eigene Pharmaindustrie vor Konkurrenz aus dem Ausland zu schützen.

Der Mann scheint mir ein typischer Leave-Wähler zu sein: eine Menge anti-europäische Ressentiments, die felsenfeste Überzeugung dass es ohne die EU besser wird... aber keine realistische Vorstellung davon wie das zu erreichen ist. Und selbstverständlich auch kein Eingeständnis eigener Fehler. Immer sind die Anderen Schuld.

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stadtmusikant123 17.06.2018, 14:02
19. xxx

Zitat von schwarzrotgold
Faszinierend wir dieser "ehrenwerte" Herr konsequent sein Publikum bedient. So geht's, hochkomplexe Zusammenhänge und Problematiken einfach ignorieren oder in simpelste Sätze eindampfen. Also denn ihr 52% Brexiters, alles in Ordnung, das Königreich geht einer goldenen Zukunft entgegen.
Dann erhellen Sie uns doch mal, was an seinen Aussagen nicht stimmt.

Die Kritik am Brexit hat sich bisher nur auf Annahmen, Vermutungen und Polemik beschränkt.

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