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Brexit-Verfechter Rees-Mogg: "Briten können selbst entscheiden, ob sie Chlor-Hühnchen
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Der ultrakonservative Jacob Rees-Mogg ist Anführer der britischen Brextremisten. Hier erklärt er, warum er die Europäische Union zutiefst ablehnt - und weshalb die Scheidung angeblich nur Gutes für sein Land bringt.

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albertaugustin 17.06.2018, 16:37
60. Klevere und gescheite Antworten

von Jacob Rees-Mogg. Die EU-"Fanatiker" sollten diesen Mann ernst nehmen. Ich habe schon immer die Meinung vertreten, dass es GB nach dem vollzogenen Brexit wirtschaftlich besser gehen wird, alles andere ist Larifari.

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marcaurel1957 17.06.2018, 16:42
61.

Zitat von Bruno Bug
Ich kann die Briten voll verstehen. Die hyperideologisierte Politik der EU nervt. Was geht es die EU an wieviel mein Auto verbraucht oder wie klinisch rein die Luft bei uns sein soll. Warum werde ich gezwungen Salmonellenhühnchen zu essen, nur weil die Ökos dies so wollen. Warum muss ich teures Steak aus Bayern oder Frankreich kaufen, wenn man es aus Süd oder Nordamerika viel billiger und besser bekommt. Komplett freie Märkte für Arbeit, Waren und Dienstleistungen, das hat Singapur zu einer der wohlhabendsten Wirtschaften gemacht von der alle in der Stadt profitieren. Und dahin wollen die Briten hin, zumindest wenn die Konservativen an der Regierung bleiben und nicht der verrückte Sozialist an die Macht kommt. Die Alternative zu Singapur wäre dann wohl eher klopapierfreies Venezuela. Und Klopapier verbieten könnte der EU auch noch irgendwann mal einfallen.
Sie haben nicht begriffe , dass für nichts was Sie aufzählen „die Eu“ verantwortlich sind, sondern dass es sich in jedek einzelnen Fall um gemeinsame Entscheidungen der Mitgliedsstaaten handelt. Wieviel ihr Auto verbrauchn darf und wie sauber die Luft sein soll, wird im europäischen Rat ausgehandelt, es werden Kompromisse geschlossen und Absprchen gemacht. Eben so wie das in einer Demokratie üblich ist.

Der Vergleich mit einem diktatorisch regierten Stadstaat dürfte auf den UK kaum passen....

Auch glaube ich, dass der Slogan „Komplett freie Märkte für Arbeit, Waren und Dienstleistungen“ nur für Milliardäre gut ist, in jedem Fall ist er mit dem Sozialstaatsmodell wie wir es kennnen kaum vereinbar

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Aberlour A ' Bunadh 17.06.2018, 16:42
62. Die Karikatur ihrer selbst

Zitat von Bruno Bug
Ich kann die Briten voll verstehen. Die hyperideologisierte Politik der EU nervt. Was geht es die EU an wieviel mein Auto verbraucht oder wie klinisch rein die Luft bei uns sein soll. Warum werde ich gezwungen Salmonellenhühnchen zu essen, nur weil die Ökos dies so wollen. Warum muss ich teures Steak aus Bayern oder Frankreich kaufen, wenn man es aus Süd oder Nordamerika viel billiger und besser bekommt. Komplett freie Märkte für Arbeit, Waren und Dienstleistungen, das hat Singapur zu einer der wohlhabendsten Wirtschaften gemacht von der alle in der Stadt profitieren. Und dahin wollen die Briten hin, zumindest wenn die Konservativen an der Regierung bleiben und nicht der verrückte Sozialist an die Macht kommt. Die Alternative zu Singapur wäre dann wohl eher klopapierfreies Venezuela. Und Klopapier verbieten könnte der EU auch noch irgendwann mal einfallen.
Genau, deswegen spricht man in Singapur auch von "Government-Linked Companies (GLCs)", die den industriellen Bereich im Stadtstaat dominieren (Ironie off). Nebenbei wird im Einparteienstaat Singapur übrigens ein besonders hoher Grad an Überwachung praktiziert. Deswegen haben sich Trump und Kim genau dort getroffen. Das Interview mit Rees-Mogg hat eins wieder deutlich gemacht: britische Konservative sind die Karikatur ihrer selbst. Wie auch die Beiträge mancher SPON-Foristen.

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Outdated 17.06.2018, 16:44
63. Einige der Kritikpunkte sind durchaus berechtigt.

Das EU Parlament z.B. ist eine Farce.
Das fängt schon dabei an das die Stimmen der Bürger der Länder unterschiedlich gewichtet sind.
Ein deutscher Abgeordneter benötigt z.B. mehr als zehnmal soviele Stimmen für seine Wahl wie ein malthesischer Abgeordneter.
Oder andersherum gesagt ein Maltheser hat mehr als 10 mal so viele Stimmen wie ein Deutscher.
Würde man die Worte durch Weiss und Schwarz ersetzen, wäre jedem klar womit man es hier zu tun hat.

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marcaurel1957 17.06.2018, 16:49
64.

Zitat von querdenker1964
Der Nationalstaat ist das bislang einzige Ordnungssystem der neueren Geschichte, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und individuelle Freiheiten seiner Staatsangehörigen garantieren vermag. Was sollte an seine Stelle treten? Eine Monarchie, eine Theokratie oder Anarchie?
Der Nationalstaat war sicher für 200-300 Jahre eine gute Idee, gat Feudalstaaten und Stammesstrukturen abgelöst, aber es hindert uns nichts daran, eine supranationale Organisation namens „ United Nations of Europe“ zu schaffen, die sich um die Dinge kümmert, die der Nationalstaat nicnt mehr leisten kann und gleichzeitig so subsidiär ist, dass unter diesem Dach die Kommunen, Regionen und Länder ihre Angelegenheiten regeln können, ohne ven den globalen „Big boys“ übernommen zu werden

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p-touch 17.06.2018, 16:58
65. Der gute Mann

hat es sich gemütlich auf seiner Hinterbank eingerichte von der aus er May vor sich hertreibt. Aber das kennt man ja von Populisten, große Klappe, aber keine Verantwortung übernehmen wollen. Konnte man ja schön nach dem Brexit-Votum beobachten als die größten Schreihälse schlagartig abtauchten.

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der.tommy 17.06.2018, 17:00
66. @albertaugustin

Und das ist ja auch ihr gutes Recht diese MEINUNG zu haben. Nur ist es eben nur eine Meinung die nicht auf nachweisbaren Tatsachen beruht und im Gegenteil an der Realität völlig vorbei geht. Meinen sie denn, andere Länder werden freudig aufspringen und so einem kleinen Land wie GB sämtliche Zölle erlassen? Warum sollten sie? GB ist weder wirtschaftlich noch von der Bevölkerungszahl her weltweit relevant. Der maßgebliche Teil des BIP stammt aus Bankgeschäften (übrigens auch in der EU) und dem Dienstleistungssektor (nämlich 80% des gesamten BIP). Sie haben ein aussenhandelsdefizit von etwa 100mrd Pfund, gleichzeitig einen schuldenstand von über 90% des bip. Sie importieren mehr als sie exportieren (ungefähr 40%). Die Produktivität von GB ist 20-30% niedriger als die in Deutschland. Um wettbewerbsfähig zu sein, müsste das Pfund also maßgeblich abwerten nach dem brexit. Es steht wirtschaftlich nicht unbedingt rosig für GB. Wer das Gegenteil behauptet lügt absichtlich oder ist nicht informiert. All die obigen Infos lassen sich nämlich ohne weiteres aus Wikipedia ziehen und das dauert keine 5min. Ihre „Meinung“ daher in allen Ehren, aber sie entbehrt jeder Grundlage.

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varesino 17.06.2018, 17:07
67. Auch ohne Brüssel

Zitat von Bruno Bug
. Warum muss ich teures Steak aus Bayern oder Frankreich kaufen, wenn man es aus Süd oder Nordamerika viel billiger und besser bekommt.
Auch ohne Bevormundung durch Brüssel, macht es Sinn Rinderhälften, oder Hühnerfleisch in einer Kühlkette von einem Kontinent zum anderen zu transportieren?
Noch besser ist der Transport von Wasser in Flaschen. Wenn Transport realistisch bepreist würde, wäre einiger Irrsinn nicht möglich.

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varesino 17.06.2018, 17:14
68. Ärmer aber evtl. glücklicher?

Zitat von der.tommy
Und das ist ja auch ihr gutes Recht diese MEINUNG zu haben. Nur ist es eben nur eine Meinung die nicht auf nachweisbaren Tatsachen beruht und im Gegenteil an der Realität völlig vorbei geht. Meinen sie denn, andere Länder werden freudig aufspringen und so einem kleinen Land wie GB sämtliche Zölle erlassen? Warum sollten sie? GB ist weder wirtschaftlich noch von der Bevölkerungszahl her weltweit relevant. Der maßgebliche Teil des BIP stammt aus Bankgeschäften (übrigens auch in der EU) und dem Dienstleistungssektor (nämlich 80% des gesamten BIP). Sie haben ein aussenhandelsdefizit von etwa 100mrd Pfund, gleichzeitig einen schuldenstand von über 90% des bip. Sie importieren mehr als sie exportieren (ungefähr 40%). Die Produktivität von GB ist 20-30% niedriger als die in Deutschland. Um wettbewerbsfähig zu sein, müsste das Pfund also maßgeblich abwerten nach dem brexit. Es steht wirtschaftlich nicht unbedingt rosig für GB. Wer das Gegenteil behauptet lügt absichtlich oder ist nicht informiert. All die obigen Infos lassen sich nämlich ohne weiteres aus Wikipedia ziehen und das dauert keine 5min. Ihre „Meinung“ daher in allen Ehren, aber sie entbehrt jeder Grundlage.
Die Briten werden es herausfinden.
Evtl. sind sie am Ende "ärmer", aber zufriedener. Die Unzufriedenen werden auswandern, viele in ehemalige Kolonien.
Evt. kann man ja auch noch so etwas wie den Falklandkrieg anzetteln, mindestens einen Fischereistreit mit Franzosen und Iren.
Damit bekommt man dann die Medien voll.
Business as usual, mit oder ohne EU.

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theodtiger 17.06.2018, 17:14
69. EU Demokratie

Zitat von Outdated
Das EU Parlament z.B. ist eine Farce. Das fängt schon dabei an das die Stimmen der Bürger der Länder unterschiedlich gewichtet sind. Ein deutscher Abgeordneter benötigt z.B. mehr als zehnmal soviele Stimmen für seine Wahl wie ein malthesischer Abgeordneter. Oder andersherum gesagt ein Maltheser hat mehr als 10 mal so viele Stimmen wie ein Deutscher. Würde man die Worte durch Weiss und Schwarz ersetzen, wäre jedem klar womit man es hier zu tun hat.
Sie haben offenbar die Verfasstheit und Demokratie der EU nicht verstanden. Es sind die Mitgliedstaaten im Rat, die bei der EU am meisten zu sagen haben. Und im Rat sieht es ganau andersherum aus. Bei Mehrheitsentscheidungen muss auf die Mehrheit 65% der Bevölkerung der EU entfallen. Da hat dann die Stimme Deutschlands das 190-fache Gewicht im Vergleich zur Stimme Maltas, denn in Deutschland leben 190 mal so viele Menschen wie in Malta. Es handelt sich bei der EU um einen ausgewogenen Kompromiss aus vielen Erfordernissen. Dies ist nicht zuletzt auch das Vermeiden von über 7000 Abgeordnerten im EU Parlament, wenn man eine Repräsentation wie in Malta haben wollte. Oder der Unmöglichkeit einer Repräsentation von kleineren Parteien in kleinen Mitgliedstaaten, wenn diese nur ein, zwei oder drei EU Abgeordnete stellen würden. Zudem: Wenn Sie den Einfluss der Mitgliedstaaten zurückdrängen wollten, würde das Parlament mehr direkt entscheiden und dann sähe das Wahlrecht auch anders aus. Dann hätten wir ein anderes Gleichgewicht mit deutlich mehr Kompetenzen auf EU Ebene - allerdings ist es gerade das, was die EU Kritiker wohl am wenigsten wollen.

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