Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen: Barnier watscht die Briten ab
AP

Das Irland-Problem ist der Hauptknackpunkt bei den Brexit-Verhandlungen - nun haben die Briten eine Lösung präsentiert. Dachten sie zumindest. Denn die Reaktion von EU-Chefunterhändler Barnier fällt drastisch aus.

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willibaldus 08.06.2018, 21:50
1.

Tja, dann wird es wohl der härteste aller Brexits. LKW Schlangen bis London und Utrecht. Aufkündigung des Good Friday Abkommens mit eventuell wieder aufflammender Gewalt im Norden der irischen Insel. Boah, wer hätte das gedacht. Die Chancen schmelzen dahin. Was Westminster sich vorstellt, kann Brüssel nicht geben. Mehr als ein Ceta wird nicht gehen und das muss erstens erstmal verhandelt werden und braucht dann zum zweiten auch noch die vollen Kontrollen.

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lahozdeoro 08.06.2018, 21:57
2. "unklar" ???

"May aber hat der EU fest zugesagt, dass es in Irland nach dem Brexit keine harte Grenze geben wird. Wie das zusammengehen soll, ist bislang unklar."
Eigentlich jeden Tag dasselbe Theater. Es ist nicht "unklar", es ist mit den bisher vorgelegten Vorschlägen (falls man die überhaupt so nennen kann) UNMÖGLICH. Ob das mal jemand in GB kapiert?

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quark2@mailinator.com 08.06.2018, 22:02
3.

Wenn ich die Situation jetzt mit der vor der Finanzkrise vergleiche, mir ansehe, was mit der EU und rund herum so passiert ... nicht das wir am Ende noch dastehen und stolz sind, wie hart wir doch geblieben sind ... eigentlich sollte die EU für sich und die Staaten rund rum Gutes bedeuten ... im Moment passiert eher das Gegenteil. Ich wünschte mir eine kooperative Lösung für das Problem. Natürlich kann niemand komplett aus der EU und die Grenze nach Nordirland offen halten ... was soll UK denn machen ? Einfach gegen den Willen der Leute für immer in der EU gebunden sein ? Soll doch Barnier ne Lösung vorschlagen, wenn er so schlau ist.

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Cluedo 08.06.2018, 22:08
4. Die britische Regierung tritt aus der EU aus - ohne ....

.... Plan, ohne Sinn, ohne die Bereitschaft, die Konsequenzen ihrer eigenen Entscheidung zu tragen, getrieben von der Murdoch-Presse und den Tory-Hardlinern, die außer platten Sprüchen und Parolen nichts Substantielles zu bieten haben. März 2019 ist in weniger als einem Jahr - und May und ihr Kabinett stochern immer noch im Londoner Nebel herum. Selten hat eine Regierung so viel Dilletantismus bewiesen.

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lanzelot72 08.06.2018, 22:23
5. O I smell a rat ...

Was sich die gute Theresa da ausgedacht hat, ist doch ganz einfach zu verstehen: Unbegrenzter Defacto-Verbleib des UK in Binnenmarkt und Zollunion. Dadurch würde das UK als Nichtmitglied weiter von den Handelsabkommen der EU profitieren. Den Widerstand Davis hat sie dabei nicht einkalkuliert, genauso wenig die Tatsache, daß die EU keine Quasi-Mitgliedschaft durch die Hintertür unter dem Deckmantel der Nordirlandfrage akzeptieren kann und wird. Die von den britischen Ministerien erstellten Szenarien scheinen intern durchaus Wirkung zu entfalten. Bringt uns das alles irgendwie weiter? Nein, ganz sicher nicht. Die Times schrieb diese Woche bereits sinngemäß: Wäre der BREXIT eine Fernsehserie, wäre diese längst abgesetzt und eingestellt worden. Viel zu unsinnig und unplausibel, als daß das jemand glauben würde. Ach ja, apropos Nordirland: Was BoJo von der Region als ganzes und von seinen Landsleuten und den dort ansässigen Unternehmen hält, hat er ja auch sehr eindrucksvoll ausgesprochen. Völlig unerträglich, dieser Chefdiplomat, Hetzer und Clown in einer Person.

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nisse1970 08.06.2018, 22:27
6. Ich finde..

... übrigens das der Karlspreis an Barnier gehen sollte. Danke Herr Barnier.

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lanzelot72 08.06.2018, 22:47
7. @quark2@mailinator.com (3)

Barnier hat das doch bereits vor Monaten getan. Sie sollten öfter mal SPON lesen ...

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virtuteetanimo 08.06.2018, 22:51
8. Folge langjähriger Sonderstellung

Die gesamte Verhandlungsstrategie der Briten, sofern man diese überhaupt als solche bezeichnen kann, resultiert aus der jahrzehntelangen Sonderstellung innerhalb des europäischen Verbundes seit EWG-Zeiten. Die jahrzehntelange Rosinenpickerei hat zu einem massiven Realitätsverlust geführt. Die britische Regierung und die britischen Massenmedien haben leider nicht verstanden, dass dieses Verhalten innerhalb des europäischen Verbunds toleriert werden konnte, außerhalb dieses Verbundes für eben diesen Bund existenzbedrohend ist. Ich befürchte eine harte Landung in der Realität für die Insulaner.

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rainer60 08.06.2018, 22:52
9. seltsam

wir sind zwar.zt.auf eine mehrmonatige Reise durch England. uns erscheinen die Engländer genauso realitätsfremd wie einige foristen.warum soll sich die EU Gedanken machen über Probleme die die Engländer verursachen.
wenn sie hier mit brexitern sprechen wissen diese nicht nicht einmal dass das pfund bereits 15 proz. verloren hat.die glauben allen Ernstes dass die EU den Euro aufgewertet haben um dem pfund zu schaden.ausserdem sind sie davon überzeugt daß die EU mehr Schäden erleidet als GB.wirklichkeitsfremd und informiert sind sie.

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