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Brexit-Verhandlungen: Barnier watscht die Briten ab
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Das Irland-Problem ist der Hauptknackpunkt bei den Brexit-Verhandlungen - nun haben die Briten eine Lösung präsentiert. Dachten sie zumindest. Denn die Reaktion von EU-Chefunterhändler Barnier fällt drastisch aus.

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aurichter 09.06.2018, 00:06
30. Arme Briten

die sind wahrlich zu bedauern / Sarkasmus Off. Was mich beruhigt an diesen ganzen Verhandlungen ist die Tatsache, dass es sich bei Barnier um einen Franzosen handelt. Man Stelle sich Mal vor, hier würde ein Deutscher als Chefverhandler vor die Kamera treten! Da würden aber die Zeitungen zur Höchstform auflaufen und die Gemüter bei den Briten zum Kochen bringen. Die Briten entwickeln sich zu Traumtänzern ihnen Frage, da wird es durch die Borniertheit auf der irischen Insel noch reichlich "Gesprächsstoff" geben. Die Abhängigkeit von der DUP wird TM noch Einiges kosten. Das Grinsen wird dem Boris auch noch vergehen!

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rene.macon 09.06.2018, 00:09
31. Großbritannien hat ein Referendum abgehalten, ohne dass die Bürger...

die Konsequenzen kennen konnten. Das ist wie Springen vom 5 m Brett ohne zu Wissen, ob Wasser im Pool ist. Boris Johnson hat Busse durch London fahren lassen mit Behauptungen, die nachweislich falsch waren. Cambridge Analytica hat mit seinen speziellen Methoden, nach Aussagen von Whistleblower Christopher Wylie, auf Seiten der Brexiter gekämpft. In den USA ist ein Präsident an die Macht gekommen, der dabei ist das westliche Bündnis zu zerstören. Ist das alles Zufall, oder orchestriert das jemand im Hintergrund? Darf man noch fragen, welche Rolle Russland und China bei all diesen Vorgängen spielen?

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zynischereuropäer 09.06.2018, 00:29
32. @quark

Die EU ist doch genau das, sie bedeutet gutes für ihre Mitgliedstaaten und Staaten, die an ihr partizipieren und zusammenarbeiten. Die EU - die im übrigen wir alle sind, Sie, Ich, ihr Nachbar etc - ist aber kein Almosenverein, der die kumulierten Werte und Interessen der restlichen 27 Staaten über Bord wirft, nur weil GB nicht bekommt was es will und anfängt die Konsequenzen zu spüren. Man hätte sich seitens GBs ja auch vor der Austrittserklärung mal überlegen können, was man will und wie man sich das vorstellt. Es ist nicht die Aufgabe der EU oder von Hr Barnier sich um Lösungen für Probleme zu kümmern, welche GB überhaupt erst verursacht hat. Wir (die EU) haben unsere eigenen Interessen die wir verfolgen und verteidigen, ebenso wie GB welche hat. Niemand stellt GBs Entscheidung in Zweifel, aber es ist GBs Verantwortung mit machbaren Lösungen aufzutreten. Die EU wartet nun seit Monaten auf konkretes aus London, aber letztendlich kommt nur heisse Luft. Anders ausgedrückt: ist es die Verantwortung ihres Fitnessstudios sich um ihre Gesundheit zu kümmern, wenn sie gerade Tür knallend den Vertrag gekündigt haben?

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olivergarch 09.06.2018, 00:33
33. Welche Lösungen sind real?

Es wird dann auf eine EU Außengrenze auf der irischen Insel hinauslaufen. Irland muß die sicherstellen, wie jedes andere Land an der EU Außengrenze auch. Alternativ können sie Nordirland wieder rausrücken und die See ist die Außengrenze. Mays nicht realisierbare Träumereien sind eine Unverschämtheit gegenüber dem britischen Wahlvolk, diese als umsetzbare Minimalforderung zu proklamieren.

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caput medusae 09.06.2018, 00:34
34. Quadratur des Kreises

Das was sich GB hier als "Lösung" vorstellt, kann die EU nicht geben. Hierbei ist es sogar unerheblich ob sie es wollte, denn die Meistbegünstigtenklausel in anderen Abkommen der EU würde sofort Ansprüche in diesen Verträgen gegenüber der EU verursachen. Es ist schlicht unmöglich den Brexit zu vollziehen, gleichzeitig die Verpflichtung zu Nordirland einzuhalten und die Grenzen des Möglichen der EU einzuhalten, ohne von GB gesetzte Ziele des Brexits aufzugeben. Es geht nicht.
Das schlechteste Ergebnis wäre aber ein "Aufgeben" des Brexits und ein Verbleib in der EU. GB würde zur Natterngrube des rechten Populismus.
GB muss da jetzt durch und ich sehe keine realistische Chance die Schäden zu vergindern.
Gibt es bzgl der WTO Kontingente eigentlich mittlerweile eine Einigung?

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steveleader 09.06.2018, 00:36
35. Ein Exempel...

statuieren. Dem Wahlvolk muss klar gezeigt werden was es mit seiner Stimme anrichten kann. England sollte ungebremst an die Wand krachen. Die EU würde von dem Tag an als Weltmacht wahrgenommen und am Ende betteln die Engländer wieder um Aufnahme. Diese dann aber ohne Sonderbehandlung. Problematisch wird es für die EU wenn sie nicht hart bleibt dann werden alle aus der Reihe tanzen.

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Algol-Paradoxon 09.06.2018, 00:43
36. merkwürdige Zusage

> May aber hat der EU fest zugesagt, dass es in Irland nach dem Brexit keine harte Grenze geben wird.

Wieso der EU? Müsste sie das nicht eher ihrer "großbritischen" Bevölkerung in Nordirland zusagen? Diese sind es doch, die keine Grenze wollen. Für die EU wäre es hingegen mit Grenze alles viel klarer und akzeptabler. Einfach mal "Grenze" machen! Die Bevölkerung wird das ganze Theater eine gewisse Zeit ertragen und hoffentlich die Torries dann auch mal wieder in die Wüste schicken ...

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colouredwolf 09.06.2018, 01:57
37. Die Briten müssen liefern,...

... sie wollen ja austreten. Sie sind ja nicht rausgeschmissen worden. Und wer in derselben Minute Tag und Nacht haben möchte, hat doch einen gewissen Realitätsverlust. Nur tun sich die Briten sehr schwer, dies selbst zu bemerken.

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Yggdrasil 09.06.2018, 02:04
38. Brexit geht nicht

Brexit geht nicht, das war von Anfang an offensichtlich. Dessen katastrophale Folgen kann kein verantwortlicher Politiker verantworten. Egal, wie ausführlich darüber diskutiert wird. Wahrscheinlich wird - auf eine seltsam widersinnige Weise - Trump Mays Rettung sein. Denn die Träumerei, die ökonomischen Nachteile des Brexit durch einen bilateralen Vertrag mit den USA auszugleichen, ist so obsolet wie populistisch gut zu "verkaufen".

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synthcunt 09.06.2018, 02:17
39. Die Lösung ist denkbar einfach

GB gibt Nordirland auf und holt die Protestanten auf die Hauptinsel.
Irland wird unter EU-Flagge wiedervereinigt und die Irische See bildet die natürliche Aussengrenze.
Wenn die Engländer irgendwann zur Vernunft gekommen sind und verstanden haben, auf welche Scharlatane sie hereingefallen sind, dürfen sie reumütig in den Schoß der europäischen Familie zurückkehren. Bis dahin haben sich dann vielleicht auch die nationalstaatlichen Grenzen in Europa aufgelöst....

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