Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen: Die drei Optionen der Theresa May
REUTERS

Die britische Regierung muss sich in Kürze entscheiden, wie ihre Beziehung zur EU aussehen soll. Der Wunsch der Bevölkerungsmehrheit kommt für sie nicht in Frage.

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omanolika 07.01.2018, 08:02
1. Kurzsichtige Vorteile?

Wenn die Remainer jetzt eifrig anfangen,
zu sagen, es wäre nur um die aktuelle Mitgliedschaft gegangen,
bem ersten abgehaltenen Referendum,
dann wirkt das - zum einen eher dumm,
zum andren aber ja auch äußerst dreist,
weil das eine Sache ist, die nur beweist,
dass Briten leiden unter Kurzsichtigkeit,
denn die Folgen waren klar, lange Zeit...

Die nun zur Verfügung stehenden drei Optionen,
nehmen manchen jetzt vielleicht ihre Illusionen,
und das kann man sagen, ganz einfach nur weil,
keine der drei Optionen nur bietet einen Vorteil,
wohingegen es beim Referendum Nummer zwei,
mit der "britischen Glaubwürdigkeit" wäre völlig vorbei...

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Newspeak 07.01.2018, 08:10
2. ....

"Und was große Teile der Bevölkerung in Sachen Brexit wollen, scheint bei alldem überhaupt keine Rolle mehr zu spielen."

Sorry, es gab eine Abstimmung. Wenn man sich vor so einer wichtigen Abstimmung keine Gedanken über die Folgen machan kann, dann hat man Pech gehabt. Einen Brexit mit Binnenmarkt und Zollunion wird es hoffentlich nicht geben, denn das wäre dann kein Brexit, sondern wieder nur eine Sonderregelung für die Briten. Ich mag England sehr, ich hätte mir einen Verbleib in der EU gewünscht, sogar eine wichtigere Rolle, aber der Snobismus und die selbstverliebte Arroganz muss mal einen massiven Dämpfer bekommen. Also Goodbye...zu 100%...Reisende soll man nicht aufhalten...

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sdietze 07.01.2018, 08:17
3. Option 3:

Völlig vergessen wird, dass das UK kein Mitglied der WTO ist (nur als Mitglied der EU). Das heißt, dass May und Konsorten mit der WTO eine Mitgliedschaft verhandeln müssten. Das kann 5-10 Jahre dauern. Bis dahin ist die britische Wirtschaft den Bach runter!

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philosophus 07.01.2018, 08:34
4. Über Schafe und Wölfe...

Es ist immer wieder erstaunlich, wie so "grosse Köpfe" der Õkonomie und Politik mit Titeln, unanfechtbarem ausgewiesenem Fachwissen und Welterfahrung, an ganz einfachen Sachverhalte scheitern und die Gesamtheit aller in einem bestimmten Zusammenhang bedeutsamen Umstände ignorieren oder noch schlimmer, gar nicht erst erkennen. Der Brexit ist eine sehr schwierige fast unlösbare Aufgabe für starke Nerven und klar absehbarem Ende: Vorteile wird es für die Briten und auch für Europa, nicht bringen. Hätten Sie nur vorher einen einfachen Schafshirten -Respekt- gefragt, würden sie als Anwort bekommen: "Das Schaf welches aus der Herde austritt, wird von den Wölfen gerissen."... so einfach ist es. Schade um die schwewiegende vielversprechende Titeln, Fachwissen und Welterfahrung. Nur ein Bre-zurück hätte die Situation -einigermassen- gerettet. Die Blamage bleibt...

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JerryKraut 07.01.2018, 08:38
5. Man will

also Fakten schaffen bei den Tories auch wenn man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darüber die Macht verlieren wird, denn Labour wird den Brexit nicht rückgängig machen. Die Tories hoffen wohl damit den Weg für einen Manchester Capitalism 2.0 zu ebnen, der im Interesse von Leuten wie Rees-Mogg ist. Dumm nur, dass Corbyn den Brexit genau für das Gegenteil davon nutzen wird, wenn er an der Macht ist.

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d.meinung 07.01.2018, 08:38
6. Labour

Eines - wenn nicht sogar das grösste - Problem bei dem Irrsinn heist Jeremy Corbyn. Hätte er Labour vor der letzten Wahl klar auf pro-EU Kurs positioniert, wäre er mit ziemlicher Sicherheit jetzt in No 10 und der Brexit Spuk vorüber. Als alter Trotzkist träumen er und seine Jünger (man kann die wirklich so nennen) aber von einer sozialistischen Utopie die sie in Grossbritannien errichten wollen - und da passt natürlich ein eingebunden sein in eine multilaterale Staatengemeinschaft wie die EU es ist, nicht ins Konzept. Sie müssten sich dann nämlich an die Regeln dieser Gemeinschaft halten. Corbyn und die Seinen sind den Brexiteers wesentlich mehr seelenverwandt als es auf den ersten Blick aussieht. Leider.

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Atheist_Crusader 07.01.2018, 08:47
7.

Ein zweites Referendum zum Brexit hätte den blöden Nebeneffekt, dass es die Optionen massiv limitieren würde. Selbst wenn die Verhandlungen rechtzeitig abgeschlossen werden könnten um eine Abkommen zu formulieren dass den Bürgern dann zur Beurteilung vorgelegt werden kann, dann wäre es zu spät um im Falle des Nichtgefallens ein weitere zu verhandeln.

Das hieße, nach dem Referendum gäbe es drei Optionen:
1. Die Bürger wollen das Referendum.
2. Die Bürger wollen das Referendum nicht. Stattdessen wollen sie den Hard Brexit.
3. Die Bürger wollen das Referendum nicht. Stattdessen wollen sie das Angebot Brüssels annehmen und den Austrittsprozess abbrechen - auf Kosten aller Sonderrabatte die das VK genießt.

Das wäre dann sowohl für pro-Leaver als auch pro-Remainer eine Wahl zwschen zwei Extremen.

Aber immerhin könnte man das wieder als halbwegs gute Demokratie bezeichnen: Den Bürgerauftrag annehmen, eine Lösung ausarbeiten und das Volk dann entscheiden lassen (was natürlich auf dem Weg dorthin passiert ist, trübt das Bild dann wieder ein wenig). Immerhin besser als ein einmaliges Referendum abhalten, dessen Ergebnis dann für verbindlich erklären und es trotz der immensen Auswirkungen auf die Lage des Landes mit einer hauchdünnen Mehrheit gewinnbar machen.

Meine Hoffnungen für die Zukunft der britischen Demokratie sind jedenfalls nicht so furchtbar hoch. Aber dabei ist der Brexit nicht der Dreh- und Angelpunkt, sondern nur ein Symptom.

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finchen0598 07.01.2018, 08:49
8. Wahnsinn

ich habe den Eindruck gewonnen, dass das Vereinigte Königreich sehenden Auges in die Katastrophe rennt nur um nicht zugeben zu müssen, dass die ganze Idee nach reiflicher Überlegung vollkommener Schwachsinn ist.
Lieber opfert man wirtschaftliche Stabilität, als dass man Fremde im Land toleriert.....ich weiß nicht wie das die Briten nennen, aber ich halte das für dumpfen Ausländerhass, der staatlich gefördert wird

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nestor01 07.01.2018, 08:54
9. May`s Optionen sind alle schlecht

Am wahrscheinlichsten ist wohl die Option 3 mit möglicherweise späteren Beitritt zum TPP. In dem Falle wird wohl GB das Anhängsel von China und seinen ehemaligen Kolonien. Schuld an diesem Desaster trägt natürlich die britische Politik, aber ohne die Bilder der wandernden Flüchtlingskolonnen auf dem Balkan im Spätherbst 2015 und dem Verahlten der Kanzlerin, wäre bei der Brexit-Abstimmung ein anderes Ergebnis heruas gekommen.
Möglicherweise wird aber im letzten Moment noch die Notbremse aktiviert, natürlich unter Umgehung der vertraglich vorgesehenen Regelungen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Brüssel gegen Verträge verstoßen würde.

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