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Brexit-Verhandlungen: EU fürchtet britischen Realitätsverlust
REUTERS

Brexit-Frust bei der EU: Die Briten begreifen die Position der 27 Mitgliedstaaten noch immer nicht, heißt es in Brüssel. Das Europaparlament trifft bereits Vorkehrungen für ein Scheitern der Verhandlungen.

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kuac 13.09.2017, 10:25
150.

Zitat von kpkuenkele
Europa hat auch Zollabkommen mit anderen Nicht-EU Staaten. Warum also sollte den Briten der Zugang zum Binnenmarkt verwehrt werden? ..
Weil GB den Binnenmarkt ablehnt. GB will ein Freihandelsabkommen mit der EU. Kein Problem. Erstmal raus und dann über ein Abkommen (so wie TTIP oder NAFTA usw.) verhandeln.

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robho 13.09.2017, 10:27
151. Gegen die Wand

So sieht der Totalschaden aus, den neoliberale Ideen anrichten. Insofern ist der Sun-Artikel tatsächlich ein Augenöffner. Danke Spiegel !

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franco72 13.09.2017, 10:29
152. Schlussstrich

Lasst die Briten gehen, so rasch als möglich, so hart wie möglich. Mit May als politisch halbtote Premierministerin und ihrer auf der UDP basierenden Regierung wird es keinen Kompromis geben. Die EU steht vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommen mit Japan. Das gleicht wirtschaftlich mehr als aus. Die Briten dagegen werden erstmal hart aufschlagen. Und May wird Geschichte sein. Mit der folgenden Regierung auf Start neu anfangen wird da mehr Erfolg bringen. Und offen gesagt mach ich mir um 800'000 Polen im UK keine grossen Gedanken. Wird auch für die PiS eine Zäsur. Auch nicht unverdient.

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DMenakker 13.09.2017, 10:29
153.

Zitat von schumbitrus
Alles schön und gut, nette Prosa .. Aber wo stecken denn die Zahlen, mit denen die Briten ihr Laissez-faire rechtfertigen und umgedreht? Wo sind die Zahlen, die die Position der Europäer stützen, dass es für die Briten so schlimm wird?! Der Artikel lässt einen etwas ......
Sorry, aber Sie können nicht von jedem Online Artikel erwarten, dass er die Grundlagen eines jahrelangen Streits jedesmal bis ins kleinste Detail neu erzählt. Man muss auch einmal davon ausgehen, dass das Thema eingegangene Verpflichtungen bekannt ist Ob jetzt der Haushaltsbeitrag bis zum Austrittdatum bezahlt wird, oder sogar für das volle Wirtschaftsjahr, sind sicherlich Streitpunkte. Das meiste sollte aber bekannt sein.

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ramuz 13.09.2017, 10:29
154. Ohne Zweifel!

Zitat von touri
Die Asiaten oder Amerikaner würden garantiert mit Freude in event. Versorgungslücken einspringen, die durch den EU Austritt entstehen. Es dürfte zwar trotzdem alles etwas teurer werden, aber ein Weltuntergang, denn einige krampfhaft herbeizuschreiben versuchen, wird es nicht geben.
Da diese aber gerade sehen, wie ernst die Briten vertragliche Abmachungen nehmen, sobald diese ihnen nicht gefallen, lassen die Amis erst mal eine Armada von Anwälten antreten, die den Briten nicht nur die Brieftaschen, Krawatten und rahmengenähten Schuhe wegnehmen gegen Asiatische und US- Waren, sondern sich auch deren Boxershorts verpfänden lassen - um dann trotzdem das volle Verlustrisiko in die dann festzulegenden Preise einzupflegen. Billig wird das alles nicht.

Aber auch kein Weltuntergang, denn wenn Britannia dann untergegangen ist, so kümmert die Welt das in der Tat - nicht.

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pascht 13.09.2017, 10:31
155. Man muss Junckers Rede nur zustimmen, es reicht jedoch noch nicht

nur den Euro überall in der EU einzuführen, denn genau da liegt das Problem woran die EU bisher gescheitert ist und endgültig unterzugehen droht, nur die ökonomischen Interessen des Großkapitals als Ziel zu haben. Es muss nun endlich die vollständige Harmonisierung von Gesetzen auf allen Rechtsgebieten erfolgen, Sozialrecht, Arbeitsrecht (macht Macrons Reformen überflüssig), Steuerrecht, Rentenrecht, Verkehrsrecht. usw. Das setzt die Einführung des Euro im gesamten Euro-Raum voraus, aber nicht nur, sondern auch die Angleichung der Lebensverhältnisse in der gesamten EU. Eine Mamutaufgabe bei der Jahrzehnte versäumt wurden.

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Atheist_Crusader 13.09.2017, 10:32
156.

Zitat von ingofischer
Hier wird wiederholt einseitig der Anschein erweckt, der Brexit hätte ausschließlich für GB negative Auswirkungen und es läge allein im Interesse GB den Rückzug mit entsprechenden Einigungen und Verträgen zu besiegeln. Dem ist m.E. aber eben nicht so. Auch die EU hat am Verlust dieses Nettozahlers, Wirtschafts- und Absatzraumes schwer zu schlucken. Dass jetzt BEIDE Seiten erstmal größtmögliche Ansprüche und Erwartungen äußern, um ihre Verhandlungsposition zu stärken, war bei solchen Vertragsverhandlungen wohl zu erwarten. Letztendlich wird ein Vertrag zustande kommen, da ein ungeordneter Rückzug keinesfalls im Interesse der EU wäre.
1. Stimmt. Aber die EU verliert euch gleichzeitig einen der größten Nörgler und blockierenden Faktoren. Und bekommt eine ständige Erinnerung daran was man eigentlich an der EU hat und wie schmerzhaft ein Austritt wird. Finanzieller Nachteil, politischer Vorteil.
2. Vielleicht sollten Sie sich die Positionen und ihre Entwicklung mal ansehen. Da läuft es praktisch ausschließlich anch Willen der EU:
- Die Briten wollen künftige Beziehungen diskutieren bevor der Austritt geregelt ist? EU sagt nein und es passiert nicht.
- Die EU will dass die Briten ihre finanzielle Verantwortung übernehmen. Die EU sagt ca. 100 Millionen, die briten sagen 0. Dann sagen die Briten 40.

Mit dem Ausland ist das nicht anders:
- Die Briten wollen einen neuen Handelsvertrag mit indien, aber ohne Personenfreizügigkeit. Indian sagt nö und dass ihr die EU wichtiger ist.
- Die Briten wollen künftige Handelsverträge mit der Eu einfach 1:1 kopieren. Japan sagt nö, weil die EU mehr Verhandlungsgewicht hat.

Und so weiter... Für jemanden den so viele Leute für so brilliant halten (oder ist das nur der unterschwellige irrationale Hass auf die EU, die jeden der sich damit anlegt plötzlich als Helden dastehen lässt?), schlägt sich das bald nicht-mehr-so-vereinigte Königreich aber ziemlich schlecht.

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Markus Frei 13.09.2017, 10:33
157. Abwarten

Ich denke das die Linie der Briten schon richtig ist, man muss nur abwarten, weil eins ist sicher, bevor die deutschen Konzerne auch nur auf einen cent Profit verzichten wird man dafür sorgen das Frau Merkel umkippt. Das wissen die Briten und auch wir.

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isi-dor 13.09.2017, 10:33
158.

Ich finde es absolut in Ordnung, dass sich kein Land die Rosinen rauspicken darf und die Grundwerte eingehalten werden müssen. Wenn die Briten das nicht wollen, dann sind sie eben ohne Abkommen raus. Sie sind ohnehin in einer schlechten Position für ihre Erpressung, denn erstens produzieren sie überhaupt gar nichts, was nicht auch der Rest Europas produziert und zweitens müssen sie sogar den Großteil ihrer eigenen Lebensmittel importieren. Das wird für die Briten teuer, es sei denn, sie setzen in Zukunft auf chinesisches Milchpulver.

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Liberalitärer 13.09.2017, 10:34
159. Nach dem Konklave

Zitat von Olaf
...Der Ablauf wird wohl eher den Ritualen deutscher Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern folgen. Lautes Kraftgemeier und Getöse und kurz vor Schluß nächtelange Sitzungen auf denen ein erwartbares Ergebnis ausgehandelt wird.
Exzellente Prognose. Am Ende werden uns übernächtigte Damen und Herren in den frühen Morgenstunden ein Ergebnis mitteilen. Dann steigt weißer Rauch aus dem Kamin. Als Ergebnis wird das UK 20 Mrden offen zahlen (das Maximum, was nach Umfragen geht) und weitere 20 Mrden unter der Hand, verbunden mit einer Übergangsfrist von 2-4 Jahren. Beide Seiten werden selbstverständlich einen großen Sieg verkünden.

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