Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen: EU lässt britische Regierung bei Bürgerrechte-Vorstoß abblitzen
Yiannis Kourtoglou/ REUTERS

Welcher Teil des Brexit-Deals darf's denn sein? Die Regierung in London hat eine separate Einigung zu Briten in der EU und EU-Bürgern in Großbritannien vorgeschlagen - und ist nach SPIEGEL-Informationen gescheitert.

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oisisi 27.06.2019, 14:51
20. Was heißt "erfolgreicher" Brexit?

Ein erfolgreicher Brexit, lieber SonstNichts, ist ein Brexit, bei dem alle Seiten sagen können, das ist jetzt einigermaßen fair über die Bühne gegangen. Oder was meinen Sie, sagen die Norweger und Schweizer dazu, dass sie für ihre Rechte, am Markt teilzunehmen, mit Geld und Pflichten bezahlen, während die Briten diese als Belohnung für ihren Austritt umsonst bekämen?

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bert1966 27.06.2019, 14:54
21.

Wenn das schon die "Attacke der Leichten Brigade" sein soll, dann hat Großbritannien doch sehr viel von seiner früheren Macht verloren. Werden die Kontrahenten in Zukunft dadurch zum Einlenken gebracht, dass sie sich totlachen?

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dgbmdss 27.06.2019, 14:55
22. Barnier macht alles richtig

Gut das wenigstens andere Länder kompetente Politiker nach Brüssel schicken. Man stelle sich vor ein Weber oder ein Oettinger wären Chef Unterhändler, nicht auszudenken Das deutsche politische Personal in Brüssel ist noch schlimmer als das in Berlin.

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der-junge-scharwenka 27.06.2019, 14:55
23. Interessenwahrung

Zitat von SonstNichts
Die EU darf gar keinen erfolgreichen Brexit zulassen. Das ist alles, nur darum geht es. Man stelle sich vor, den Briten geht es ohne EU besser, als mit, so wie der Schweiz und Norwegen. Das beantwortet doch jede Frage. Das Pech der Briten ist, dass sie vor Jahr und tag eingetreten sind. Aus diesem Sumpf jetzt wieder rauszukommen, ist ein ganz anderer Snack, als einen Betritt abzulehnen, so wie es Norwegen und die Schweiz in kluger Vorsicht getan haben.
Es geht nicht darum, einen erfolgreichen Brexit zu verhindern. Was allerdings in der Tat zu verhindern ist, ist ein Brexit, dessen Erfolg sich vorrangig aus einer Schwächung der Union und der Rechte ihrer Bürger speist. Michel Barniers Aufgabe ist es, die Interessen der Union und ihrer Bürger - also Ihre und meine Interessen - zu wahren: Wer austreten will, soll austreten, aber nicht auf Kosten derer, die bleiben. Das ist ziemlich leicht zu verstehen.

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bepekiel1 27.06.2019, 14:57
24. Ach gehen Sie

Zitat von SonstNichts
Die EU darf gar keinen erfolgreichen Brexit zulassen. Das ist alles, nur darum geht es. Man stelle sich vor, den Briten geht es ohne EU besser, als mit, so wie der Schweiz und Norwegen. Das beantwortet doch jede Frage. Das Pech der Briten ist, dass sie vor Jahr und tag eingetreten sind. Aus diesem Sumpf jetzt wieder rauszukommen, ist ein ganz anderer Snack, als einen Betritt abzulehnen, so wie es Norwegen und die Schweiz in kluger Vorsicht getan haben.
durch das wiederholen von Halbwissen wird es nicht wahrer und besser:
Entweder Sie sind unbedarft oder produzieren wissentlich Unwahrheiten:
Sowohl die Schweiz als auch Norwegen müsssen den größten Teil der EU-Gesetze in nationales Gesetz umsetzen. Beide zahlen jährlich eine beträchtliche Summe in die EU-Kasse ein, ohne aber irgendein Mitsptracherecht zu haben.
Beide sind auch Mitglied im Schengen-Raum.
In beiden Ländern genießen die EU-Bürger Freizügigkeit, so wie die Bürger der beiden Länder in der EU.
Mir ist nicht bekannt, das die Brexiter irgendetwas davon haben wollen.
Also entweder Sie wissen das nicht, oder Sie verbreiten weiterhin Märchen.

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ClausB 27.06.2019, 14:59
25. Gut so, Herr Barnier

Es liegt ein Verhandlungsergebnis bzw ein Abkommen vor ! Über zwei Jahre hatten die Briten Zeit und haben es bis heute nicht geschafft, sich intern ( Patrteien/ Parlament/ Land ) zu einigen. Mehrfach wurde der Austrittstermin von der EU verschoben. Und jetzt soll das Paket erneut aufgeschnürt werden ? Sind die noch zu retten ( so leid es mir tut für die Briten ) ? Einige Zeit später wird dann ein weiterer Verhandlungspunkt hinterfragt usw usf ? Wenn die EU darauf eingeht verliert sie jede Glaubwürdigkeit.

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uk2011 27.06.2019, 15:01
26.

Zitat von SonstNichts
Die EU darf gar keinen erfolgreichen Brexit zulassen. Das ist alles, nur darum geht es. Man stelle sich vor, den Briten geht es ohne EU besser, als mit, so wie der Schweiz und Norwegen. Das beantwortet doch jede Frage. Das Pech der Briten ist, dass sie vor Jahr und tag eingetreten sind. Aus diesem Sumpf jetzt wieder rauszukommen, ist ein ganz anderer Snack, als einen Betritt abzulehnen, so wie es Norwegen und die Schweiz in kluger Vorsicht getan haben.
Sie haben aber die Aussage von Johnson gelesen (und verstanden?):
"Zunächst müssen wir den aktuellen Austrittsvertrag loswerden und uns die besten Teile davon sichern".
Jetzt ist die EU aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen (zumindest für die Briten) dazu nicht bereit, dass die Briten sich nur die besten Teile davon sichern - völlig unverständlicher Weise - und deshalb lässt die EU keinen erfolgreichen Brexit zu?
Warum gehen denn die Briten nicht einfach raus? Steht Barnier mit der Pistole in der Hand vor Johnson und droht ihn zu erschießen, wenn die Briten gehen? Marschiert die EU in GB ein? Hat die EU die Briten angefleht, bitte nicht zum 29.März zu gehen, aber die May, die ja schon alle Papiere vorliegen hatte, hat im letzten Moment sich von der EU einschüchtern lassen und den Termin dann entgegen dem erklärten Willen des britischen Parlaments doch noch verschoben, weil die EU so schön auf den Knien lag?
Manchmal frage ich mich echt, welchen Realitätsverlust man haben muss, wenn man der Meinung ist, dass der Brexit nicht vollzogen wird, weil die EU das mit allen Mitteln verhindert.
Bitte erklären Sie doch mal, was genau die EU macht, damit die Briten NICHT die EU verlassen? Und noch spannender: Welche Maßnahmen sorgen genau dafür, dass es den Briten im Falle eines Brexit schlechter geht. Was genau erwarten Sie denn jetzt von der EU? Jetzt mal ganz konkret: Welche Punkte, die die Briten fordern, stimmt die EU nur deshalb nicht zu, weil sie stur, boniert, verblödet, ... ist, obwohl es eigentlich überhaupt keinen Nachteil für die EU hätte.

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bert1966 27.06.2019, 15:02
27.

Was sollen diese ganzen Diskussionen über "norwegisches Modell", "die Schweiz", "Rosinenpickerei"? Herr Barnier erklärt sehr gut den Ist-Zustand: Das einzig mögliche Abkommen mit Großbritannien ist ausgehandelt, die EU hat den Briten aus Freundlichkeit (und auf deren Wunsch) eine Fristverlängerung gewährt, Großbritannien ist Schuldner der EU, am 31. Oktober erfolgt der Austritt Großbritanniens aus der EU. Warum sollten die Faxen eines blonden Narren aus Eton daran etwas ändern?

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skeptikerjörg 27.06.2019, 15:04
28.

Zitat von SonstNichts
Die EU darf gar keinen erfolgreichen Brexit zulassen. Das ist alles, nur darum geht es. Man stelle sich vor, den Briten geht es ohne EU besser, als mit, so wie der Schweiz und Norwegen. Das beantwortet doch jede Frage. Das Pech der Briten ist, dass sie vor Jahr und tag eingetreten sind. Aus diesem Sumpf jetzt wieder rauszukommen, ist ein ganz anderer Snack, als einen Betritt abzulehnen, so wie es Norwegen und die Schweiz in kluger Vorsicht getan haben.
Quatsch! Die EU lässt jederzeit einen erfolgreichen Brexit zu - sie hat sogar mit der britischen Regierung ein Abkommen dazu verhandelt. Die Nordseeinsulaner sind es doch, die nichts auf die Reihe bekommen. Und nach einem Brexit könnte das Vereinigte Königreiche jederzeit denselben Status bekommen, wie Norwegen und die Schweiz - wenn es dieselben Abkommen dazu schließt. Und wieso haben Norwegen und die Schweiz einen Beitritt abgelehnt? Hat sie jemand dazu aufgefordert? Sie haben nie einen Beitrittsantrag gestellt, das ist aber ganz etwas anderes.

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hanka-matho 27.06.2019, 15:09
29. Was?

Der Austrittvertrag hat für die Menschen bessere Bedingungen als ein ungeregelter Brexit mit unilateralen Zusagen?
Unerwartet das ist....

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