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Brexit-Verhandlungen: Komm, wir spielen Blame game
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Die Aussichten auf einen Brexit-Deal zwischen Briten und EU schwinden. Theresa May gibt Brüssel die Schuld - und dort wächst der Frust auf die Briten.

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koch-51 09.03.2019, 08:57
70. Es gibt keinen Brexit

Den Brexit wird es nie geben. Verschieben ohne konkretes Datum oder Verschieben mit konkretem Datum, dann nochmals verschieben, bis in GB neu gewählt wird. Das neue Parlament ist an nichts mehr gebunden und die Abgeordneten waren ja eh eigentlich für "Remain". Ihr Problem war ja nur, dass 52% der Wähler für den Brexit gestimmt hatten. Das ist nach den nächsten Wahlen ohne Belang und alles bleibt wie es ist. Dass die möglich wurde, ist einzig und allein George Soros zu verdanken. Er allein hat mit seinen Open-Society-Organisationen "Best for Britain" und "People's Vote" im Oktober 700 000 "Remainer" auf die Straßen Londons gebracht, als jeder gedacht hatte, die Sache sei "gelaufen". Es ist an der Zeit, dass sich Merkel, Juncker, Timmermans und Macron offen zu ihm bekennen. George Soros hat den Karlspreis verdient, denn wenn es einem gelungen ist, den Brexit zu verhindern, ist es diesem ungarisch-amerikanischen Philanthropen zu verdanken.

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rick1979 09.03.2019, 09:05
71. Ein No-Deal wäre hochgefährlich für Nordirland

Wer sagt, die Briten sollen das Theater endlich beenden und die EU ohne Vereinbarung verlassen, ignoriert, das damit eine Grenze zwischen Irland (EU) und Nordirland (UK, nicht mehr EU) entstünde. Das Karfreitagsabkommen wäre damit gebrochen, das vor 21. Jahren den blutigen Bürgerkrieg in Nordirland beendet hat.

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Theophanus 09.03.2019, 09:05
72. Es wächst der Frust...

...gegen die Briten? Die wollen aus der alternativlosen, hochgelobten EU raus. Das war schon Majestätsbeleidigung pur. Dann musste man natürlich die Briten bestrafen und mal zeigen, wo der Hammer hängt und ihnen alle Nachteile der EU aufzwingen, ohne auch Vorteeile zu gewähren.

Die Briten werden gehen, so oder so. Die Kleingeistigkeit in Brüssel hat auch noch die allerletzte Sympathie für eine EU bus ins Mark zerstört. Evht gut gemacht!

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schwarzrotgold 09.03.2019, 09:10
73. Sehr sauber!

Zitat von best.lars
... sind wie ein nerviger Partygast, der allen erzählt wie sch... deine Party ist aber nicht geht, weil noch genug Bier im Kühlschrank ist.
Es sind für den Brexit ja schon viele Vergleiche bemüht worden (Clubmitgliedschaft kündigen aber weiter die Anlage benutzen wollen, Wohnung kündigen aber ohne Mietzahlung drin bleiben wollen etc.) aber der "nervige Partygast" gefällt mir eindeutig am besten :D . Ist ab sofort mein Standardvergleich.

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Der Kopfschüttler 09.03.2019, 09:26
74. Zahlungsverpflichtungen

Guten Morgen,
ich weiss ja nicht wie einige Foristen darauf kommen, GB könnte Mal eben so die Leistung eingegangener Zahlungsverpflichtungen einstellen. Klar kann man machen, Problem ist bloß, das im gleichen Moment das Rating von GB auf D herabgesetzt würde. Damit einher ginge ein kompletter Crash des £ . Ich glaube, mehr muss ich hier nicht schreiben. Der Rest ist für jeden ersichtlich, der etwas mehr Ahnung von Wirtschaft hat als der gemeine YouTube University Absolvent.

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mirage122 09.03.2019, 09:26
75. Schuld sind immer die Anderen!

Ich frage mich bei all' dem Chaos, ob Frau May überhaupt noch als Verhandlungspartnerin von der EU ernst genommen wird. The royal family mt Lizzy und William haben sich doch schon indirekt für einen Verbleib in der EU geäußert. Aber die haben ja keinen Einfluss. Ich bin nur froh, wenn diese armselige Veranstaltung endlich aus den Schlagzeilen heraus kommt. Sie wollten den Brexit - dann sollen sie den auch ohne Wenn und Aber bekommen. Zum Rumjammern ist es nun zu spät!

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die-metapha 09.03.2019, 09:37
76.

Zitat von claus7447
123rumpel123 amüsiert uns ja beim Thema BREXIT seit geraumer Zeit... Unverdrossen erzählt er uns, wie super gut es GB danach, und uns armen Rest Europäern miserabel geht. Wie Frau May Junker etc. über den Tisch ziehen wird.
Aber auch auf mehrfaches Fragen will er uns nicht verraten, weshalb man dann trotzdem noch Verhandlungen von Seiten GB führt, wenn es einem doch mit dem sofortigen Austritt so viel besser geht. Denn das sieht Artikel 50 EUV ebenfalls vor. Da heißt es:
" ab dem Tag des Inkrafttretens des Austrittsabkommens oder andernfalls zwei Jahre nach der in Absatz 2 genannten Mitteilung keine Anwendung mehr"
Weshalb also bitte zwei Jahre weiter darben, wenn man doch bereits vorgestern viel besser dran gewesen wäre?
Ich habe bisher jedenfalls keine Antwort auf diese Frage durch unser rumpelchen erfahren.

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die-metapha 09.03.2019, 09:47
77.

Zitat von Corona17
Ist Theresa May für die EU überhaupt noch der richtige Ansprechpartner? Es sieht doch so aus, als ob alles, was bisher die EU mit ihr verhandelt hat, keine gesetzgebende Mehrheit in GB findet.
Theresa May ist als PM mit ihrer Delegation offiziell die Verhandlungspartnerin für die BREXIT Verhandlungen vom britischen Unterhaus entsandt.
Das Sie durch das britische Unterhaus nicht mit einem klaren Mandat dafür ausgestattet ist und sich nach jedem Verhandlungstag dort zerpflücken lassen muss und die mühsam verhandelten Ergebnisse in Rauch aufgehen, ist eigentlich nur Ausdruck einer schwachen Regierung in GB.
Als EU kann man dort keine innenpolitische Entscheidung herbeiführen - ist auch nicht die Aufgabe der EU und ganz nebenbei ein weiterer Beweis dafür das der Vorwurf, die EU sei ein zentralistisches System das die nationalen Regierungen übergehe eben nicht stimmt.
GB hat sich selbst und aus reiner Selbstverliebtheit in eine klassische Zwickmühle gebracht und zeigt, was rechte Kräfte eigentlich bewirken.

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taglöhner 09.03.2019, 09:50
78. Grandios

Zitat von schwarzrotgold
Es sind für den Brexit ja schon viele Vergleiche bemüht worden (Clubmitgliedschaft kündigen aber weiter die Anlage benutzen wollen, Wohnung kündigen aber ohne Mietzahlung drin bleiben wollen etc.) aber der "nervige Partygast" gefällt mir eindeutig am besten :D . Ist ab sofort mein Standardvergleich.
Schließe mich an.

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bloub 09.03.2019, 09:52
79.

Zitat von Frida_Gold
Ah ja. Dass die Nordiren in der Mehrheit aber zu Großbritannien gehören wollen, ignorieren wir dann einfach mal? Sehr demokratisch.
Dann holen Sie mal die entsprechenden Umfragen hervor. Ich behaupte einfach mal, dass sich das die Waage hält. Übrigens gibt es wohl seit längeren eine satte Mehrheit unter den Briten für eine Vereinigung von Irland und Nordirland. Auf jeden Fall ist das wesentlich demokratischer, als ein Land zu annektieren und dann seine eigene bevölkerung anzusiedeln, um eine "Mehrheit" vorzugaukeln.

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