Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen: London arbeitet an Plan B für Fall des Scheiterns
AFP

Was passiert, wenn sich Großbritannien und die EU in den Brexit-Verhandlungen nicht auf eine neue Partnerschaft einigen können? Die Regierung von Theresa May bereitet sich auch auf ein Scheitern der Gespräche vor.

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Knack5401 28.02.2017, 15:52
1. Verhandlungsdauer lt. EU-Verträge sollen 2 Jahre dauern?

Nein, die Verhandlungen dauern lt. Verträgen 2 Jahre. Danach ist Schluß. Hoffentlich wird das gegenüber den Briten nicht verwässert.

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Atheist_Crusader 28.02.2017, 15:57
2.

Natürlich gibt sich May selbstbewusst. Was soll sie auch sagen? Dass man sich und die eigene Position maßlos überschätzt hat? Dass der Rest der Welt sich unerwarteterweise nicht vor Freude überschlägt und viele tolle neue Deals mit ihnen aushandeln will? Dass man es ja nun absolut nicht vorhersehen konnte, dass die EU nicht von ihrer lange im Voraus bekannten unverrückbaren Position abrücken würde?
Sollte sie gar am Ende zugeben, dass das Brexit-Referendum eine idiotische Idee war, geboren aus Apathie, Arroganz, jahrzehntelanger Desinformation und nationalistischen Wahnvorstellungen?

Ohne den Brexit wäre May nicht Premierministerin. Und wenn sie den Leuten mit der hässlichen Realität kommt, dann ist sie es nicht mehr lange.
Solange man mit einer dummen Idee seine Karriere vorantreiben kann, finden sich schon Leute die sie verteidigen. Das gilt für May und auch für Johnson, beide früher durchaus pro EU. Aber damit lässt es sich halt schlechter Punkte beim Wahlvieh sammeln.

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GSYBE 28.02.2017, 16:00
3. Hilfe erwünscht

Vielleicht kann mir hier jemand mit einer Erklärung helfen:
"...dass in den zweijährigen Brexit-Verhandlungen kein neues Freihandelsabkommen mit den europäischen Partnern erreicht werde."
Soweit ich die bisherige Berichterstattung verstanden habe, waren und sind dies - auch zeitlich - voneinander getrennte Vorgänge, bzw ein Verfahren dass mit einem Schritt nach dem anderen abgearbeitet wird und nie zeitlich parallel.

Es hiess m. E. nach immer, dass die Brexit-Verhandlungen mindestens 2 (+1) Jahre dauern werden und erst danach ein Freihandelsabkommen in Angriff genommen werden kann, zumindest waren dies die Verlautbarungen aus Brüssel.
Wie also können die Briten davon sprechen, dass sie bei den Brexit-Verhandlungen davon ausgehen am Ende ein Freihandelsabkommen als Ergebniss zu haben?

Entweder habe ich die monatelange Berichterstattung falsch verstanden oder diese Mitteilung ist absurd oder die Briten basteln sich ihre eigene Realität zurecht (scheint ja gerade gross n Mode zu sein).

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spontanistin 28.02.2017, 16:00
4.

Ist die EU denn nun eine Friedensunion oder nur eine Wirtschaftsunion? Als Friedensunion müßte sie einen gemeinsamen Friedensminister haben - und keine nationalen Armeen mehr. Außerdem müsste es eine Europäische Staatsangehörigkeit geben - bevor es irgendwann eine Weltbürgerschaft gibt und Nationalismen vollkommen überflüssig. Wirtschaftsunion beinhaltet immer Wettbewerb/Konkurrenz und damit Wirtschaftsspionage und Wirtschaftskriege unterschiedlichsten Grades. Eine Einigung aller (!) EU Mitgliedstaaten mit UK wird es nie geben. Dazu sind die jetzigen Kerninteressen zu unterschiedlich.

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opinio... 28.02.2017, 16:01
5. Plan B?

Britannia rules the waves und das Empire steht fest zur Queen mit niedersächsischen Wurzeln auf ihrer Pirateninsel.

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emo.alberich 28.02.2017, 16:02
6. EU als Bund der Sonderbünde.

Mit der EU der verschiedenen Geschwindigkeiten wird das sowieso nix mit einem Handelsabkommen EU/UK.

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass sich Brüssel bewegt in den nächsten 20 Jahren, aber angenommen, Juncker machte ernst mit der EU als Staatenbund der Sonderbünde, wäre ja der Vertragspartner EU nicht klar, sondern es gäbe neben den 27 Mitgliedern noch Sondergruppen wie Eurozone, Club Med, Visegrad und anderes Geschwindigkeiten mehr. Der EU-Vertrag müsste neu geschrieben werden, was wohl auf eine Entlastung Deutschlands und anderer Nettozahler herausliefe. Und eine Kürzung der Beiträge an die Nettoempfänger.

Wer sollte in so einer Umbruchphase für die EU für wen und wie und worüber rechtsgültig verhandeln können?
Ja, die EU wäre als Verhandlungspartner stark, selbst wenn es nur um eine vertraglich vereinbarte Kündigung des aktuellen EU Vertrages geht. Aber als Ganzes ist die EU eben noch immer ein politisches Projekt, eine Idee ohne Verfassung, ohne Regierung und ohne wirkliche Projektleitung.
Das UK verhandelt als Staat und hat eine Regierung als alleinigen Vertreter mit allen Vollmachten.

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enoughnow 28.02.2017, 16:07
7. Kürzung der Zuschüsse?

Diese opportunistischen EU-Mitglieder im Osten, die momentan ausserhalb der Wertegemeinschaft stehen, sind doch nur an Kohle und jetzt an der Nato interessiert. Für was bauen wir eigentlich diese werdenden totalitären Systeme auch noch auf? Geld gegen Werte sollte gelten. Wäre doch eine attraktive Idee eine kleinere Gruppe zu schaffen. Wenn man das bis Ende 2018 schafft, kommen die UK wieder zurück - wetten? Ungarn und Konsorten sollen sich doch dem russischen Wirtschaftraum anschliessen.

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joG 28.02.2017, 16:07
8. Dass es bei der....

....feinschaftlichen Einstellung hier und den Schäden, die man bereits jetzt gegen England anrichtet? Immerhin hat die Eu den Zusammenschluss der Londoner und Frankfurter Börsen verhindert. Also, ich würde den Engländern auch dringend raten sich auf ein Scheitern vorzubereiten. Ich würde sogar in der Eu verbleiben, bis die Eu die notwendigen Änderungen vollzogen hat. So könnten die Engländer das mit bestimmen. Es ist sogar unverantwortlich vorher Art. 50 auszulösen.

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derhey 28.02.2017, 16:09
9. das wäre ja mal ganz was Neues

es gehört doch langsam zum guten Ton, daß Vertäge, insb. die der EU nicht eingehalten werden.
Irgenwie wird schon ein Kuhhandel erfolgen, sei es auch nach 5 Jahren, Hauptsache die Kassen stimmen nachher.

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