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Brexit-Verhandlungen: May will Parlament über EU-Deal abstimmen lassen
REUTERS

Theresa May hält ihre Rede zum Brexit, Auszüge kursierten schon vorab und erhärteten die Vermutung: Die Premierministerin will einen harten Ausstieg aus der EU - und nichts, "das uns halb drinnen, halb draußen lässt".

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jjcamera 17.01.2017, 14:06
100. rasant

Zitat von sozialismusfürreiche
Warum bitte braucht es 2 Jahre für einen harten Brexit, den Frau May und die Briten möchten? Für mich ist klar das ist in 2-3 Monaten zu erreichen. Je schneller desto besser für alle Beteiligten. Ich hoffe die EU lässt sich nicht auf diese Verzögerungstaktik ein.
Keine Verzögerungstaktik. Nur ein schneller Brexit bringt Vorteile für GB, das weiß auch May. Aber es dauert ca. 2 Jahre wegen der EU-Bürokratie, die per EU-Vertrag 2 Jahre Austrittsverhandlungen vorsieht.
Vom Bundestagsbeschluss über eine Maut Anfang 2015 bis zu deren voraussichtlich Einführung Anfang 2018 sind es drei Jahre. Das gilt im EU-Zeitsystem als "rasant".

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jj2005 17.01.2017, 14:07
101. Inflation?

Zitat von mostly_harmless
Nur wie Frau May ihren Bürgern erklären will, warum - die Lebenshaltungskosten um 10 - 20% steigen - die Banker in der City keinen Zugang zum EU-Binnenmarkt mehr haben - die Unternehmer im Export nun nicht mehr konkurrenzfähig sind. Ist mir nicht klar.
Naja, wenn's nicht klar ist: Es gibt da noch einen Artikel zur dramatisch steigenden Inflation (1.6%!!!) auf SPON, da steht u.a. "Die Bank von England achtet derzeit stark auf die Inflationsentwicklung. Sie befürchtet, dass anziehende Preise auf die Verbraucherausgaben drücken und damit die Konjunktur bremsen." Dass das gleiche Argument öfters mal zur Warnung vor der Deflation benutzt wird, sollte man hier nicht so ernsthaft diskutieren. Wahr ist aber, dass das Pfund als floatende Währung abwerten wird, dann Importe tatsächlich teurer werden, und als Folge die britische Industrie (sofern es sie noch gibt) schlagartig wieder konkurrenzfähig wird. Und das mit den Bankern der City glaube ich erst, wenn die EU eine saftige Financial Transaction Tax einführt.

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eriatlov 17.01.2017, 14:07
102. Es muss muss einen guten Plan geben

Warum Frau May und ihre Regierung plötzlich den harten Brexit wollen und freiwillig das Parlament miteinbeziehen. Sowas kommt nicht von Ungefähr. Nein, so blöd wie viele Foristen hier meinen, sind die Briten nicht - die haben in ihrer Geschichte auch schon ganz andere Probleme gemeistert.
Und schon bald fliegt Frau May nach Washington, von wo sie womöglich eine Wundertüte mitbringt, über die man in Berlin und Brüssel sprachlos ist. Ich wette auf GB und nicht auf die EU.

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pietschko 17.01.2017, 14:08
103.

Zitat von winwin_link
Das ist etwas anderes. Kein Wischi-Waschi, kein halb drin - halb draußen, sondern klare Verhältnisse. Das ist gut. Da weiß jeder, woran er ist. Und ein wesentlicher Grund für den Brexit war die Flüchtlingspolitik von Merkel. Merkels Desaster. GB wird wohl Fluchtburg für Steuerflüchtlinge, Briefkastenadresse der ....
1. wurde der brexit bereits vor der flüchtlingskrise diskutiert.
2. was will man bitte im pfund land mit einem 500 euro schein?
3. welche wasserkopf, die eu hat weniger beamte pro steuerzahler, als die britische verwaltung.

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pom_muc 17.01.2017, 14:08
104.

Zitat von cour-age
Das ist reines Wunschdenken ... wer geht, verliert immer
Denken Sie mal an all die Menschen die die DDR vor dem Mauerbau verlassen haben und denken Sie noch mal genau nach.

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Liberalitärer 17.01.2017, 14:08
105. Keine Forderungen

Zitat von argonaut-10
Viel Allgemeinplätze und die Quintessenz... wir wollen Cherry-Picking. Keine Partizipation an schwierigen Themen, außer es passt in den Kram. Mal sehen, wie das so gehen soll in einer globalisierten Welt. Aber eine begnadete Rednerin... immerhin.
Nein, es wird gar nichts gewollt. Kein Zugang zum Binnenmarkt. Kein Freihandelsabkommen, keine Zollunion. Nur wenn die EU Interesse hat.

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ebenfalls.hofnarr 17.01.2017, 14:09
106. Wie bitte?

Was bitte ist denn tatsächlich gescheitert wie hier immer behauptet wird? Griechenland? Der Euro? Die EZB?
Ja, es hat gerappelt im Karton und es es rappelt immer noch, wo ist aber der Wohlstandsverlust wie z.B. 1929?
Gut, man bekommt keine 5% mehr auf das Sparbuch; aber warum eigentlich soll eine Nullrisikoinvestition (Stichwort: Einlagensicherungsfond) mehr Rendite abwerfen, als eine Investition in eine Firma?
Ja, Solidarität tut weh, aber ich erinnere an Ernst Reuter: "Völker dieser Welt, schaut auf diese Stadt (Berlin)..."
Ja, beim Euro holpert es, aber jetzt kann sich niemand mehr hinter seiner Währung verstecken und muß ranklotzen. Passt zwar nicht allen, aber das ist deren Pech.
Und ja, die bösen Flüchtlinge: Toll, die USA zusammen mit ihrem Kettenhündchen GB und der Allianz der Willigen haben den Nahen Osten komplett zerschossen und wollen jetzt nichts mehr damit zu tun haben. Stichwort: Ursache und Wirkung!

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elkemeis 17.01.2017, 14:09
107. Von der Insel nichts Neues

Nachdem ich mir Mays Rede eine Weile angehört habe, kann ich nur konstatieren: Von der Insel nichts Neues. Schöne Worte, die vor allem die eigene Bevölkerung inkl. Schottland und Nordirland beruhigen sollen. Inhaltlich war unter dem Strich nur eines zu hören: Wir wollen alle Rechte, aber keine Pflichten. Zu den Rechten zählt freier Handelsverkehr zur EU, keine Zollschranken von seiten der EU, freien Finanzverkehr Richtung EU, weiterhin bei der militärischen Verteidigung mitmischen (was durch NATO leider möglich ist), Freihandelsabkommen mit der EU. Das Ganze gewürzt mit einer Portion Drohung gegen die EU.

Mir macht nur eines etwas Sorge: GB hat sich als EU-Mitglied immer wieder als Spaltpilz erwiesen, nach dem Brexit werden sie verstärkt versuchen, einen Keil zwischen die EU zu treiben. Es wird die Aufgabe unserer Politiker sein, dies zu verhindern.

Die Verantwortung von uns Bürgern ist es, nicht auch auf die nationalistischen Rattenfänger hereinzufallen. Nationalismus, Abschottung und Fremdenfeindlichkeit sind nur SCHEINBAR die Lösung gegen die negativen Seiten der Globalisierung. In der Realität werden sie zum wirtschaftlichen und damit sozialen Niedergang führen, da vor allem die kleineren Länder keine Chance haben, sich alleine gegen die großen Spieler auf den Weltmärkten durchzusetzen.

Wir müssen verstehen, dass nur ein nach außen einiges Europa ein starkes Europa ist. Wir müssen ebenso verstehen, dass nur ein SOZIALES Europa die negativen Seiten der Globalisierung auffangen und die Rechtsdrift beenden kann, so dass alle davon profitieren. Da haben wir einen großen Korrekturbedarf!

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nicksnutz 17.01.2017, 14:09
108.

Zitat von mistermister
Es gibt aber seit heute ein Hintertürchen: Das britische Parlament soll über den Brexit abstimmen. Damit ist meiner Meinung nach alles offen.
Die Hintertür gibt es nicht. Sobald der Artikel 50 gezogen wird, kann er nicht mehr so einfach zurückgenommen werden. Sollte nach der 2jährigen Verhandlungsphase das britische Parlament gegen die Verhandlungsergebnisse stimmen, würde der Austritt aus der EU trotzdem erfolgen. Nur dann eben nicht anhand der Verhandlungen sondern mit den Forderungen der EU

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mschiebe 17.01.2017, 14:10
109. Inselmentalität & Murdochs Revolverblätter haben sich durchgesetzt

Das Vereinigte Königreich wollte es in seiner Mehrheit so, darüber darf kein Zweifel herrschen. Inselmentalität in den Genen und Murdoch als Verstärker der britischen Echokammern haben es vollbracht. Die EU tut gut daran, nun keine primitiven Rachegedanken aufkommen zu lassen sondern sich um einen fairen Ausstieg zu bemühen. Vielleicht führt das dazu, dass sich die EU in positiver Weise reformiert, denn Reformbedarf ist ja vorhanden und eine fortentwickelte EU wird angesichts der weltpolitischen Entwicklungen dringend gebraucht. Man denke nur daran, dass ab jetzt auf die USA kein Verlass mehr sein wird.
Das Vereinigte Königreich wird sich am Commonwealth orientieren, angelsächsische Netzwerke (Kanada, Australien, Neuseeland, USA) aktivieren und kann auf diese Weise durchaus erfolgreich werden und das sollten wir nicht bedauern..

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