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Brexit-Verhandlungen: May will Parlament über EU-Deal abstimmen lassen
REUTERS

Theresa May hält ihre Rede zum Brexit, Auszüge kursierten schon vorab und erhärteten die Vermutung: Die Premierministerin will einen harten Ausstieg aus der EU - und nichts, "das uns halb drinnen, halb draußen lässt".

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lbgt 17.01.2017, 15:10
220. Realitätsverlust

Wenn man liest was Frau May gesagt haben soll, dann gewinnt man den nicht Eindruck, dass Großbritannien aus der EU austritt, sondern dass die EU aus Großbritannien rausgeworfen werden soll. Wenn die EU dann weiter mit den Briten Handel treiben will, dann muss die EU natürlich etwas bieten und dieses Angebot legt sie dann dem Britischen Parlament zur Abstimmung vor. Oder habe ich da etwas falsch verstanden.
Aber im Ernst. Ich befürchte, dass die Britten tatsächlich so denken. Die Realität ist doch aber genau anders herum. Die EU kann doch gar kein Interesse daran haben den Briten ein gutes Verhandlungsergebnis zu ermöglichen.

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marcaurel1957 17.01.2017, 15:11
221.

Zitat von pragmat
Das mit den zwei Jahren für die Kündigung ist eine Erfindung der EU. Die meint, den Austritt möglichst lange hinauszögern zu können. Wenn die EU mit den Briten kein Handelsabkommen abschließen will, kann es natürlich lange dauern, bis die Wirtschaft .....
Das mit den 2 Jahren ist keien "Erfindung", sondern steht in den EU Verträgen....

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orage 17.01.2017, 15:13
222. Brexit

Zitat von sozialismusfürreiche
Warum bitte braucht es 2 Jahre für einen harten Brexit, den Frau May und die Briten möchten? Für mich ist klar das ist in 2-3 Monaten zu erreichen. Je schneller desto besser für alle Beteiligten. Ich hoffe die EU lässt sich nicht auf diese Verzögerungstaktik ein.
Das ist keine Verzögerungstaktik sondern vertraglich verankert.

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arrogist 17.01.2017, 15:14
223. Reisende soll man nicht aufhalten

Aber es darf jetzt auf gar keinen Fall eine Rosinenpickerei geben, wenn die EU hier nicht knallhart bleibt, dann fliegt der Laden auseinander - das hat Merkel schon ganz richtig erkannt.
Aber mal sehen, ob sich da nicht die Banken- oder Autolobby durchsetzt. Würde mich nicht wundern.

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Timo Siedler 17.01.2017, 15:14
224.

Zitat von romeo_mike
Wenn in GB und in den USA die Wirtschaft wirklich signifikant einbricht, dann hat auch die EU ein Problem. Und der "Exportweltmeister" Deutschland erst recht. Und zwar kein kleines!
Das steht außer Frage. Aber ich denke, dass die Rest-EU näher zusammen rücken wird und die Nationalisten an Rückhalt verlieren.

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pavel1100 17.01.2017, 15:14
225. @auweia

Nach dem Austrittsantrag, während der Austrittsverhandlungen kann UK jederzeit den Austrittsantrag, z. B im Falle einer negativen Abstimmung im Parlament, zurücknehmen.

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HaukeHaien 17.01.2017, 15:15
226. Brexit is not going to happen.

Zitat von Zuppi64
Sie verhandeln einen völlig unakzeptablen Brexit und stellen den dem Parlament dann zur Abstimmung. Das scheitert krachend und der Brexit ist vom Tisch. Alle Verantwortlichen ziehen dabei den Kopf aus der Schlange.
Genau so wird das laufen.

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MütterchenMüh 17.01.2017, 15:15
227. Ohne EU geht alles besser so wird es am Ende wohl aussehen

Zitat von clearglass
nachvollziehbarer Verhandlungs-Einstieg. Schnell wird die deutsche Wirtschaft Mord und Zetrio schreien, den Untergang sämtlicher Unternehmen an die Wand malen - und Schwuppdiwupp wird unsere Kanzlerin Merkel alle hehren Werte und europäischen Gesinnungen auf den Scheiterhaufen geworfen und zugunsten des Mammons verbrandt..... May kennt seine Papenheimer.....
Das ist das wahrscheinlichste Szenario.

Die deutsche Industrie hat da mehr zu verlieren als die britische.

Im Übrigen scheint hier bisher niemandem aufgefallen zu sein, daß die Gründe für den Brexit genau die sind, die De verhalten, aber in anderen Länder lautstark an der EU kritisiert werden.

Man möchte sich das Recht nicht vom EU-Gerichtshof diktieren lasen, man möchte wisssen wer, warum im Lande ist. Und viel wichtger, man will sich die Leute , die ins Land wollen selber aussuchen.

Die Diskussion in De wird nur fokusiert auf den Binnenmarkt geführt, nur das ist leider nicht das Wesentlich. Handelsabkommen kann man mit Gott und der Welt abschließen, da brauchts keine EU dazu.
Vielleicht geht es ohne EU auch einfacher, siehe TITIP.

Tja, das Ganze wird für Frau Merkel noch bitter, teuer und demütigend werden. Darüber kann man eine Wahl aber zumindest die eigene Glaubwürdigkeit verlieren.

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nofreemen 17.01.2017, 15:16
228. England ist Europa

Klar wird England gute Beziehungen zu Europa haben, genau so wie China, Brasilien und andere Länder auch. Nur Irre glauben das geht nicht.

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Leibdschor 17.01.2017, 15:16
229. Kein Problem draus machen

Wir sollten uns langsam daran gewöhnen, dass Gemeinsamkeit zur Zeit kein Zukunftsmodell unserer Zeit ist. Wer also einer Gemeinschaft nicht angehören will, soll auch gehen können. Mit allen Konsequenzen. Was der Mensch für sich als persönliche Freiheit bezeichnet und sich selbst keinem Diktat unterstellen will, sollte auch für Staaten gelten. Staatenbünde waren übrigens noch nie auf Dauer. Es ist also nichts besonderes. Keiner sollte also eingeschnappt sein. Gleichzeitig sollte man aber auch Staaten aus diesem Bund entfernen, wenn sie nicht wirklich mitmachen wollen und nur die Annehmlichkeiten für Gut gefinden. Siehe Ungarn, Polen usw. Das Problem ist, dass die EU keine Vereinigung gleichgesinnter Staaten ist, sondern alleine aus rein wirtschaftlichen und geopolitischen Gründen der beiden Großen Frankreich und Deutschland entstanden ist mit anhängenden Staaten, die den Großen nützen und die selbst daraus ein paar Vorteile ziehen können. Prinzipiell spricht ja nichts dagegen, aber wer nicht einzahlt, sondern nur bekommt, sollte dann auch nicht mit gleicher Stimme die Richtung vorgegen können. Das funktioniert nur in guten Zeiten und nicht, wenn Probleme aufkommen, siehe Flüchtlingskrise. Entscheidungen zum Wohle der ganzen Gemeinschaft werden somit nicht getroffen. Das ist der große Fehler von Anfang an in der EU. Ergo: Lasst die Briten ziehen, es dreht sich das Rad der Welt auch ohne sie. Wirklich!

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