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Brexit-Verhandlungen: May will Parlament über EU-Deal abstimmen lassen
REUTERS

Theresa May hält ihre Rede zum Brexit, Auszüge kursierten schon vorab und erhärteten die Vermutung: Die Premierministerin will einen harten Ausstieg aus der EU - und nichts, "das uns halb drinnen, halb draußen lässt".

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der-junge-scharwenka 17.01.2017, 16:01
320. Das Gegenteil ist richtig.

Zitat von mijaps
Das Volk hat entschieden - der Volkswille wird durchgesetzt. Das Ergebnis der Verhandlungen mit den BerufspolitikerInnen in Brüssel werden demokratisch dem Parlament vorgelegt. Alles offen und demokratisch. Sollten sich die BerufspolitikerInnen in Berlin, Paris und Brüssel ein Beispiel nehmen.
Dass der Brexit und das weitere Procedere auf der Insel etwas mit Volkswillen zu tun haben könnte, wird man nur dann glauben können, wenn man unkritisch - um nicht zu sagen: naiv - alles, was gesagt wurde, für bare Münze nimmt. Im Augenblick geht es gerade für Frau May allerdings um das exakte Gegenteil: Es geht darum, UK am Ende doch in der EU zu belassen. Alles andere ist Show. Der Independent sagte es kürzlich sehr treffend: Remain is the Name of the Game.

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peterka60 17.01.2017, 16:01
321. Genau, das ist doch der

Zitat von onkelzahm
Es ist Eine der schwierigste Zeiten , was die europäische Union erlebt. Die Union wird von ideologisch bornierten Demagogen eingekesselt: Theresa May vom Norden, Donald Trump vom Westen, Wladimir Puten vom Osten und Recep Tayyip Erdogan vom....
"Martin Schulz", der an jedem Tag Tagesgelder "abgezockt" hat, auch in den Ferien, bei Einsätzen als Wahlkämpfer, usw. Genau so ein Mann brauchen wir jetzt. Geradlinig, vertragstreu, vertrauenswürdig und selbstlos. :-)

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schwaebischehausfrau 17.01.2017, 16:04
322. @Schwanzhund: Wieso unrealistisch?

Zitat von Schwanzhund
Frau May will also ein vorteilhaftes Freihandelsabkommen mit der EU schließen, aber ohne Zahlungen und ohne Anerkennung europäischer Rechtsprechung und natürlich ohne Arbeitnehmerfreizügigkeit? Ernsthaft? Dafür haben die jetzt so lange gebraucht? Und wenn die EU das nicht möchte, dann zurück in die Schmollecke? Und ein Appell an die Presse in GB und (Ex-)Minister, bitte nur noch positiv über den Brexit zu berichten. Und jetzt auch noch die Drohung des Steuerkriegs. Das kann ja lustig werden. Die Wahrheit ist wohl, dass die Politik in GB weiterhin keinerlei wirkliche Idee hat, wie es weitergehen soll.
Wieso soll das denn unrealistisch ? "Beitragszahlungen" an die EU und "gegenseitige Arbeitnehmerfreizügigkeit" ist in keinem einzigen bestehenden Freihandels-Abkommen beinhaltet, das die EU bisher mit anderen Staaten geschlossen hat. Die EU muss sich jetzt einfach überlegen, wieviel ihr und ihren Mitgliedstaaten der Zugang zu dem britischen "Markt" mit immerhin 60 Mio. Verbrauchern wert ist. Wieso sollte es den Briten denn nicht gelingen, ein Abkommen mit der EU mit ähnlichen Konditionen zu schliessen wie das, das die EU gerade mit Kanada mit gerade mal 35 Mio. Verbrauchern (also einem deutlich kleineren "Markt" als GB) ausverhandelt hatte. Auch Kanada zahlt nichts an die EU und es gibt auch keine gegenseitige AN-Freizügigkeit. Unsere EU-Strategen haben den Briten damit gedroht, dass es Zugang zum EU-Binnenmarkt (also sowas wie eine EU-Assoziation oder "EU-Membership light") nur gibt mit diesen zu schluckenden Kröten. Jetzt hat May die EU locker auflaufen lassen, weil die Briten das gar nicht anstreben. Sie dürfen davon ausgehen, dass Unternehmen wie Daimler, VW, Renault ,Danone, Fiat ihren nationalen Regierungen schon gehörig Feuer unterm Hintern machen werden, damit sie weiterhin ihre Produkte nach UK verkaufen können - ohne Strafzölle. Und innerhalb der EU wird's erst so richtig lustig, wenn klar wird, dass jetzt ein paar Milliarden in der Vereins-Kasse fehlen werden. Was bedeutet: Entweder weniger Ausgaben im EU-Haushalt oder die verbliebenen Netto-Zahler (und vorneweg Deutschland) müssen noch mehr zahlen. Es war von Anfang an klar, dass die Briten ein gutes Blatt auf der Hand haben - da können Juncker, Schulz & Co. noch so viel bluffen und tönen gegenüber ihren Wählern.

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giostamm11 17.01.2017, 16:06
323. Suppengrün - England hat viele grosse Firmen

Global Players im Energiesektor beispielsweise ( BP, Royal Dutch Shell und noch einige weitere), eine hervorragende Luftfahrtindustrie (BAE) und Luftfahrtzulieferer wie RollsRoyce (die wohl besten Düsenantriebe der Welt) und noch einiges mehr wie Pharma (Glaxo und Astra) die zu den weltgrössten zählen.... Aber in einer Wirtschaftsleistung eines Landes spielt auch nicht nur die Industrie eine wichtige Rolle sondern auch Dienstleistung. London ist der Handelsplatz der Welt, in England wird viel geforscht und es hat mit Abstand die besten UNIS Europas.

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schwerpunkt 17.01.2017, 16:06
324.

Zitat von santoku03
Es sei denn, Ihr Arbeitgeber ist froh über die Rücknahme Ihrer Kündigung und stellt Sie mit Kusshand wieder ein, vielleicht sogar mit einem Bonus. Sehen Sie, und genau so sieht die EU Großbritannien. Mit Kusshand!
In dem (zugegebenermaßen etwas hinkenden Vergleich), wäre es aber so, dass 27 Geschäftsführer alle individuell zustimmen müssten, damit Ihre Kündigung zurück genommen wird. Und einer davon hat schon lange ein Auge auf Ihre Frau geworfen .... da bekommt das mit der "Kusshand" einen ganz seltsamen Beigeschmack.

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wolly21 17.01.2017, 16:07
325. Wie

Zitat von neurobi
Den Briten wird es nicht um Autos gehen, sondern um ihre Finanzprodukte. Und hier ist der entscheidende Hebel der EU. Man kann problemlos.....
machen Sie das: Den Finanzplatz London austrocknen?
Wie kicken Sie ihn problemlos aus der Weltliga?
Schon mal was vom Internet gehört?

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wolly21 17.01.2017, 16:10
326. Glauben Sie,

Zitat von ich-geb-auf
..sind zu sehr auf Import angewiesen und haben kaum was zum exportieren..
daß die EU nach Brexit nichts mehr nach GB verkaufen will?

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tim_struppi 17.01.2017, 16:11
327.

Zitat von ein_verbraucher
Wir werden wieder verschaukelt werden. Hier der Artikel 50:(1) ...Also können sowohl die EU und auch GB nach wie vor sagen, sry Leute, das geht doch nicht mit dem Austritt...ganz großes Kino !
Bei ihrem zitierten Absatz 2 geht es um die Zustimmung des europäischen Rates zu einem Austrittsabkommen. Für einen Austritt ist aber kein Austrittsabkommen nötig, ein solches Abkommen soll lediglich die Beziehungen zwischen dem Land und der EU neu regeln. Verhindern kann der europäische Rat einen Austritt nicht, denn Absatz 3 stellt eindeutig klar:

"Die Verträge finden auf den betroffenen Staat [...] zwei Jahre nach der in Absatz 2 genannten Mitteilung keine Anwendung mehr."
Mit anderen Worten: Die bloße Mitteilung des Austritts genügt, um eine Frist von maximal zwei Jahren in ganz zu setzen, nach deren Verstreichen die EU-Verträge (und damit die EU-Mitgliedschaft) für diese Land nicht mehr gelten.

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syracusa 17.01.2017, 16:14
328.

Zitat von pom_muc
Sie können ja mal jemandem in GB erklären dass es "vernünftig" ist wenn Luxemburg in vielen EU-Entscheidungsgremien genauso eine Stimme hat wie Deutschland.
... oder wenn Bremen in manchen BRD-Entscheidungsgremien genau so eine Stimme hat wie Bayern.
Sie haben ganz offenkundig das Konzept der Demokratie nicht ganz verstanden. Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit. Demokratie ist Freiheit, Gleichheit, Solidarität.

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schwester arno 17.01.2017, 16:14
329.

Zitat von markus.v
sagte es treffend, glaube Gorbatschov wars, ihr baut bei euch auf, was wir abgebaut haben. GB funktionierte auch vorher ohne die EU gut, und wird es sichen nun auch wieder.
Das stimmt eben so nicht, schaun sie sich GB Ende der 60er Anfang der 70er, nachdem das Imperium kollabiert ist, mal an, sagt ihnen die Floskel "der Kranke Mann Europas". was glauben Sie wer damit gemeint war,

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