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Brexit-Verhandlungen: May will Parlament über EU-Deal abstimmen lassen
REUTERS

Theresa May hält ihre Rede zum Brexit, Auszüge kursierten schon vorab und erhärteten die Vermutung: Die Premierministerin will einen harten Ausstieg aus der EU - und nichts, "das uns halb drinnen, halb draußen lässt".

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Beat Adler 17.01.2017, 16:24
330. Die Geschaefte gehen auch nach dem Brexit weiter.

Zitat von Freundschafter
Welches Unternehmen baut ein Werk in einem 60 Millionen Land wenn es einem Markt mit 400 Millionen Kunden haben kann? Natürlich wird GB weiter bestehen aber halt nur mit einer Wirtschaft für 60 Millionen Menschen!
Die Geschaefte gehen auch nach dem Brexit weiter. Firmen mit Sitz in der EU exportieren ihre Produkte und Diensleistungen nach Grossbritanien. Firmen in Grossbritanien exportieren ihre Produkte und Dienstleistungen in die EU. Da aendert sich prinzipiell gar nichts.
Auch bei den Produktionstandorten wird sich nicht viel aendern. Grossbritanien, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland sind die 5 Augenstaaten, die zusammen nicht nur die gleiche Sprache haben sondern mentalitaetsmaessig, kulturell und traditionell miteinander verbunden sind. Fuer eine EU Firma kann der Produktionsstandort in Grossbritanien fuer Lieferungen in die 5-Augenstaaten durchaus interessant sein. Wenn Mexiko als Sprungbrett fuer den USA Markt ausfaellt, kann Grossbritanien einspringen. Langlebige, technische Gueter werden eh in menschenleeren Hallen gefertigt. Lohnkosten entscheiden immer weniger bei der Standortwahl.

Naechsten Monat ist Theresa May bei Donald Trump. nach diesem Treffen wissen wir mehr.

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spiegelneuronen 17.01.2017, 16:24
331. Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union

Zitat von sozialismusfürreiche
Warum bitte braucht es 2 Jahre für einen harten Brexit, den Frau May und die Briten möchten? Für mich ist klar das ist in 2-3 Monaten zu erreichen. Je schneller desto besser für alle Beteiligten. Ich hoffe die EU lässt sich nicht auf diese Verzögerungstaktik ein.
Zunächst sollte nicht übersehen werden, dass die heutige Premierministerin May, zum Zeitpunkt des Referendums eine Befürworterin des VERBLEIBS von GB in der EU gewesen ist. Dies hat Sie auch so kommuniziert.

Nachdem Cameron, nach dem Referendum zurücktrat und Sie Premierministerin wurde, erklärte Sie, dass Sie den erklärten Willen im Sinne des Referendums umsetzen werde. Dabei erklärte Sie, dass Sie keine spitzfindigen Auslegungen hineininterpretieren werde. Im Sinne von: nicht bindend/ die, die nicht ihre Stimme abgaben wollten aber keinen Brexit/ u.s.w.
Wörtlich: "Come on ...Brexit means Brexit"

Im übrigen ergeben sich die Fristen nicht aus persönlichen Ansichten der Premierministerin o.ä. - sie ergeben sich aus den EU-Vertragswerken. Hier ist es der "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union", der Artikel 50. Ihre Kritik richtet sich somit exakt an den falschen Adressaten. Vielleicht ist sie aber auch etwas überzogen, wenn sie bedenken, wie sich ein Aufnahmeverfahren gestaltet, das in eine Vielzahl von Kapiteln und oft jahrzehntelange Prüfungen unterteilt ist. Jedenfalls dann, wenn es sich nicht um geopolitisch motivierte Aufnahmeorgien, wie damals bei der EU-Osterweiterung handelt.

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NahGha09 17.01.2017, 16:26
332. Zu Ende lesen

Zitat von myonium
Mit anderen Worten: Auch wenn die ausgehandelten Verträge nicht in Kraft treten können (weil sie von wem auch immer abgelehnt werden), tritt der Austritt genau 2 Jahre nach der entsprechenden Mitteilung an den Europäischen Rat ein. Ohne Wenn, ohne Aber.
... "es sei denn, der Europäische Rat beschließt im Einvernehmen mit dem betroffenen Mitgliedstaat einstimmig, diese Frist zu verlängern."
Sie haben ihr eigenes Zitat nicht zu Ende gelesen. Dieser letzte Satz in §50, Abs.3 des EU-Vertrages ermöglicht eine "unendliche lange" Austrittsverhandlung, wenn alle Beteiligten das wollen.

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ivar.malmstrom 17.01.2017, 16:28
333.

Zitat von tim_struppi
Und warum sollten Einzelstaaten weniger streiten und weniger isoliert sein als in einer sie einenden Union?
Die Union eint sie nicht sondern spaltet sie. Internationale Zusammenarbeit wäre wichtig. Das "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" der EU gegenüber dem Ausland wie auch gegenüber ihren eigenen Bürgern sowie unbotmäßigen Mitgliedsländern gefährdet den Frieden und die Dempkratie.

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markus.v 17.01.2017, 16:29
334. Witzbold

Zitat von schlaueralsschlau
Auch Blödsinn. Zum letzen Satz: man kann auch Ausgaben kürzen
schon mal erlebt das Ausgaben gekürzt würden?
Das sind Traumvorstellungen.Die Realität sieht ganz anders aus.

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myengland 17.01.2017, 16:29
335. help, please

Wann immer ich die Gelegenheit bekam, in einem Forum in dem es um UK/EU ging, habe ich die Foristen darum gebeten mitzuhelfen, mein England aus der EU zuwerfen. Vielleicht kan sich der eine oder andere daran erinnern.
Damals war ein Referendum noch in weiter Ferne und den Begriff “Brexit“ gab es noch garnicht! Ich habe auch nicht daran geglaubt, dass David das Referendum ueberhaupt zulaesst. Heute habe ich Zweifel, dass Theresa den Brexit durchsetzt.
Kurzum es bleiben noch 2 Jahre in denen alle Foristen helfen koennen mein England aus der EU zu mobben. Ich moechte hiermit wieder alle bitten im Ramen ihrer Moeglichkeiten mitzuhelfen. Mein England muss raus, vielleicht auch Wales denn die haben auch ueberwiegend mit NO gestimmt.

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querdenker13 17.01.2017, 16:30
336. Das muss so sein!

Zitat von pavel1100
Leider hat UK anderen Staaten nicht viel zu bieten. Ich schätze nach wenigen Jahren hat sich Rumpf UK so weit runter gewirtschaftet dass sie freiwillig den Rechtsverkehr einführen wenn wir sie wieder aufnehmen.
Nein, nicht freiwillig, sondern ein muss. Genauso muss auf der Insel dann das Metrische und Dezimalsystem eingeführt werden. Keine Extrawürste mehr und keine Rosinenpickerei!

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schwester arno 17.01.2017, 16:30
337.

Zitat von tim_struppi
Und warum sollten Einzelstaaten weniger streiten und weniger isoliert sein als in einer sie einenden Union?
War ja voerher auch nicht so "Ironie aus", mehrere jahrhundertelang waren die alle Friede, Freude,Eiferkuchen. Wenn die Union weg ist, auf die man die Schuld, für eigenes persönliches Versagen, und für das Versagen der eigenen Regierung schieben kann, dann sinds die Ausländer, und wenn die mal weg oder gar nicht da sind, dann sind es die Nachbarländer, das ist bewäherte europäisch christlich abendländische Praxis. In Ihrem Drang zu meinen, man ist etwas besseres, weil man Deutscher, Engländer, Franzose, u.a. ist, scheint diese Praxis immer mehr in Mode zu kommen.

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wolly21 17.01.2017, 16:34
338. Warum

Zitat von nicksnutz
Glauben Sie denn, das in GB nach dem Brexit niemand mehr etwas aus der EU kaufen will? Das ist keine Einbahnstrasse. Manche Dinge stellt GB gar nicht mehr selbst her sondern muss es importieren. Nur dann eben teurer
sollte die ein EU-Land Firma (z.B. Merzedes) an GB teurer verkaufen als bisher?
Wenn GB an die EU verkaufen will, könnte es schwierig werden, aber so viele sind das - sagen die Foristen - ja nicht, und ihre RollsRoyce Flugzeugtriebwerke werden die Briten weiterhin los werden.

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markus.v 17.01.2017, 16:40
339. Der

Zitat von schwerpunkt
Der knifflige Begriff im dritten Absatz ist "einstimmig". Und das würde für GB bedeuten ein paar wirklich bittere Pillen schlucken zu müssen, um wirklich ALLE verbliebenen EU-Staaten für eine verlängerte Verhandlungsdauer zu gewinnen. Alleine Spanien dürfte sich schon .....
Einzigste der gekniffen sein wird ist der deutsche Steuerzahler, der nämlich die britischen Nettozahlungen mitübernehmen müssen, zumindest zum grössten Teil.

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