Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen: May will Parlament über EU-Deal abstimmen lassen
REUTERS

Theresa May hält ihre Rede zum Brexit, Auszüge kursierten schon vorab und erhärteten die Vermutung: Die Premierministerin will einen harten Ausstieg aus der EU - und nichts, "das uns halb drinnen, halb draußen lässt".

Seite 36 von 40
ivar.malmstrom 17.01.2017, 17:14
350.

Zitat von sikasuu
Nett die Aufzählung, aber wenn da keine Verbindungen ohne Grenzen bestehen, ist das alles sehr überflüssig, Wird der Airbus in GB montiert, das ÖL in GB gefördert, liegt London . die Unis diesseits des Kanals, ? Das alles wird nicht mehr viel wert sein, wenn der "Zaun" um dei Insel hoch ist. . Ist schon witzig mit Leuten zu reden die noch nie im Stau an Grenzen gestanden haben, ein Weihnachtpäckchen aus dem Ausland am Zoll abholen & verzollen mussten.... Banken, Industrie&Handel bekommen bekommen wohl "Brechreiz" bei solchen Gedanken & Otto Normaluser wird spätestens bei der "Sprach-&Bildungsreise" nach GB sein "blaues" Wunder erleben.
China, Rußland und sogar der Iran exportieren in die EU, obwohl sie außerhalb des Zauns liegen.
Ich kenne auch die Grenz- und Zollkontrollen dieser drei und vieler weiterer Länder. Sie sind alle harmlos verglichen mit den Kontrollen bei der Wiedereinreise in die EU.

Beitrag melden
romeo_mike 17.01.2017, 17:24
351.

Zitat von arrogist
Aber es darf jetzt auf gar keinen Fall eine Rosinenpickerei geben, wenn die EU hier nicht knallhart bleibt, dann fliegt der Laden auseinander - das hat Merkel schon ganz richtig erkannt. Aber mal sehen, ob sich da nicht die Banken- oder Autolobby durchsetzt. Würde mich nicht wundern.
Meinen Sie damit, dass die Autolobby der verbleibenden EU-Länder unter Umständen sogar selber zu "Rosinenpickern" werden könnten? :-)))

Beitrag melden
kufu 17.01.2017, 17:31
352.

Zitat von diba1958
Ganz einfach zu verstehen, oder etwa nicht? Nicht der Austrittsgesuch via Artikel 50 steht im Parlament zur Diskusion, sondern das Verhandlungsergebnis im Laufe der naechsten 2 Jahre
Bei Ablehnung des Verhandlungsergebnisses durch das Parlament ist es aber aber so als ob man nicht verhandelt hätte. Ganz einfach zu verstehen, oder etwa nicht?

Andererseits ist es denkbar, dass die EU eine Fristverlängerung zugesteht, dann gehen die Verhandlungen weiter, bis zur nächsten Abstimmung und zur nächsten Fristverlängerung. Irgendwann liegt das Referendum Jahre zurück und braucht eine Bestätigung duch eine Neuauflage. Vielleicht eine Möglichkeit für einen Exit vom Brexit.

Beitrag melden
mostly_harmless 17.01.2017, 17:31
353.

Zitat von markus.v
Ausspruch in demokratischen System , one man, one vote. Verlässt man diese Regel, hat man es mit einem Feudalsytem zu tun,worin eine Minderheit previligiert ist gegenüber dem Rest.
Nach Ihren "Kriterien" dürfte es mit ziemlicher Sicherheit weltweit keine einzige Demkratie geben. Wahlkreise sind verschieden groß, entsprechend wählen verschieden viele Leute einen Abgeordneten (die Stimmen sind also unterschiedlich viel "wert"), in JEDEM Parlament mit 2 Kammern wird in einer der beiden 1 oder wenige Vertreter pro Region / Bundesland. Die wiederum verschieden groß sind, bei UN, EU und so ziemlich jeder anderen multinationalen Organisation hat jedes Land eine Stimme ...

Es gibt allerdings eine - selbstverständlich völlig unwahrscheinliche - Alternative: Ihre These ist einfach Quatsch.

Beitrag melden
pietschko 17.01.2017, 17:35
354.

Zitat von wasistlosnix
aber leider ein Zeichen des völligen Versagens der europäischen Politik Elite. Wenn man ein Monster schafft dann hauen die ersten halt ab, wäre natürlich die Chance den Briten zu zeigen wir machen es jetzt besser. Aber irgendwie glaube ich die Briten machen es ganz gut und die EU löst sich auf. Das wird Trump wahrscheinlich nicht mehr als Präsident erleben, er darf ja nur 8 Jahre. Man darf nie vergessen die EU wurde auch dazu gebaut um den Frieden in Europa zu sichern. Dafür durften und dürfen wir Sandkastenspiele der Politiker genießen. Da wird sich um einen Überschuss von 6 Milliarden gestritten das sind am Ende für jeden Bürger 75? wenn man das plötzlich mehr hat dann gibt man es aus als Sondertilgung für die Hypothek hilft es nicht wirklich aber für eine kleine Reparatur reicht es.
was für ein monster? dieses pauschale verurteilen, ohne echte, diskutable argumente zu bringen.
die eu ist für mich die heimat. ich kann mit nationalstaaten, wie deutschland nichts anfangen. genau diese gebilde habern die größten kriege der neuzeit zu verantworten.
wenn uk meint, dass sie das projekt nicht mehr verfolgen möchte. bitte. gern. aber zu den gleichen konditionen, wie alle anderen.
es ist nicht so, dass uk nicht wusste, was sache ist. es wurde, klar und fair kommuniziert. aber frau may scheint es immer noch nicht verstanden zu haben, wie das austrittsverfahren läuft. sie kann gerne das parlament vor austrittserklärung fragen, aber nicht nach den verhandlungen, denn dann ist es aus. brexit heisst halt brexit.

Beitrag melden
pietschko 17.01.2017, 17:36
355.

Zitat von amb
die eu ist erledigt und das ist gut so. übrigens, auch die globalisierung ist grandios gescheitert. wie es scheint werden die zeiten besser. naja, für den rest der welt. für deutschland eher nicht.
ja, wo ist denn die eu gescheitert? und die globalisierung? schauen sie mal auf die entwicklung der tonnagen, auch wenn es aktuell etwas stagniert, so wächste der welthandel seit jahrzehnten enorm.

Beitrag melden
pietschko 17.01.2017, 17:39
356.

Zitat von BaMargera
Natürlich wird Brüssel an Großbritannien ein Exempel zu statuieren versuchen, um potenzielle Nachahmer-Staaten, die sich ebenfalls mit dem Gedanken an einen Austritt tragen, abzuschrecken. Großbritannien war schon immer halb drin, halb draußen: bei den für das Königreich vorteilhaften Dingen wollte man mitreden, bei unvorteilhaften Dingen pochte man hingegen stets auf der Eigenständigkeit. Also Cherry Picking vom Feinsten. Das Problem der EU-Eliten ist ihre Trotzhaltung, die bereits Erich Honecker demonstrativ an den Tag legte und mit dem Satz „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ krönte. Diese Haltung führt dazu, dass man nicht bereit ist, sich mit den in der Vergangenheit gemachten Fehlern auseinanderzusetzen und das eigene Handeln bzw. die eigenen Entscheidungen nicht kritisch zu hinterfragen bereit ist – getreu dem Motto: das Eingeständnis eines Fehlers ist ein politischer Karriere-Killer. Wo gab es denn mal ein kritisches Hinterfragen der Entscheidungen, die die EU dorthin gebracht haben, wo sie heute steht – nämlich am Rande des Abgrunds? Weder die gescheiterte Griechenland-Rettung, noch die Migrationskrise, noch der Brexit haben dazu geführt, dass die Politik das aktuelle, leider nicht funktionierende Fundament der EU hinterfragt und neu aufstellt. Stattdessen heißt es „Weiter so…!“. Die Menschen auf diesem Kontinent haben nichts gegen ein vereintes Europa – aber sie haben sehr wohl etwas gegen die EU in ihrer derzeitigen Verfassung und Ausgestaltung. Das einmal Erreichte, auch wenn es zu erheblichen Problemen und Verwerfungen innerhalb der EU führt, soll nicht mehr in Frage gestellt werden. Und genau hier liegt das Problem: die EU ist bei vielen Anlässen wiederholt falsch abgebogen und fährt aktuell zielsicher in einer Sackgasse mit einer Mauer am Ende. Trotzdem ist eine 180-Grad-Kehre für keinen in der Politik vorstellbar. Man streitet sich lieber darüber, ob man das Lenkrad ein bisschen mehr nach rechts (z.Bsp. beim Thema innere Sicherheit oder Schutz der Außengrenzen) oder ein bisschen mehr nach links (z.Bsp. beim Thema Kampf gegen die zunehmende Vermögensungleichheit) drehen soll. Keiner kommt jedoch auf die Idee, die Fahrtrichtung per se mal in Frage zu stellen und falschen Weg wieder zurückzufahren. Kaum ein Politiker hat eine echte Vision, zumal man sich noch nicht einmal darüber einig ist, in welchen Punkten man für die Zukunft mehr EU und in welchen Punkten man weniger EU braucht. Europa lähmt sich immer wieder selbst und versucht um jeden Preis zusammenzuhalten, was einerseits zusammen gehört, de facto aber nicht zusammen passt.
was erdreisten sie sich zu schreiben, "die menschen" wollen die eu nicht! ich will die eu. sogar noch ein viel mehr integrierte eu.
es ist so unverschämt und typisch für einige gruppierungen einfach alle menschen zu vereiinahmen. nein, sie vertreten nicht die menschen. im gegenteil. die mehrheit sieht die voorteile der eu.

Beitrag melden
ivar.malmstrom 17.01.2017, 17:39
357.

Zitat von myengland
Wann immer ich die Gelegenheit bekam, in einem Forum in dem es um UK/EU ging, habe ich die Foristen darum gebeten mitzuhelfen, mein England aus der EU zuwerfen. Vielleicht kan sich der eine oder andere daran erinnern. Damals war ein Referendum noch in weiter Ferne und den Begriff “Brexit“ gab es noch garnicht! Ich habe auch nicht daran geglaubt, dass David das Referendum ueberhaupt zulaesst. Heute habe ich Zweifel, dass Theresa den Brexit durchsetzt. Kurzum es bleiben noch 2 Jahre in denen alle Foristen helfen koennen mein England aus der EU zu mobben. Ich moechte hiermit wieder alle bitten im Ramen ihrer Moeglichkeiten mitzuhelfen. Mein England muss raus, vielleicht auch Wales denn die haben auch ueberwiegend mit NO gestimmt.
Wir werden mit Freude England helfen, dem Brüsseler Ungeheuer zu entkommen und werden selber versuchen, es loszuwerden.
Ich hoffe auf ein Wiedersehen in einem einigen, friedliebenden und demokratischen Europa.

Beitrag melden
pavel1100 17.01.2017, 17:43
358. @markus.v

Vor deu Eintritt in die EU (damals noch EWG) war UK bettelarm und in großen wirtsvhaftlichen Schwierigkeiten. Durch die EU ist UK wohlhabend geworden. Haben wohl viele vergessen.

Beitrag melden
Hajojunge 17.01.2017, 17:44
359. Das Parlament über die Verhandlungsergebnisse abstimmen lassen?

Eigentlich sollte nach demokratischer Tradition das Parlament erst einmal darüber abstimmen, ob überhaupt ein Antrag auf EU-Austritt gestellt werden sollte. Oder ist die parlamentarische Demokratie in England bereits abgeschafft?

Beitrag melden
Seite 36 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!