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Brexit-Verhandlungen mit der EU: Was will Johnson?
REUTERS

Boris Johnson steht kurz davor, britischer Premierminister zu werden - und verbreitet Unsicherheit in Sachen Brexit. Seine provokanten Sprüche glaubt ihm in Brüssel niemand. Aber was will Johnson wirklich?

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fkfkalle3 20.07.2019, 15:27
140. Nur zur Information

Die Queen ist auch ein Nachkomme aus der schottischen Linie, von daher hat sie keinerlei Probleme in Schottland. Der Handel mit den Kolonien wird das Gröbste lindern, der Handel mit Russland allerdings ,wäre der Startschuss gute alte Beziehungen , insbesondere für Deutschland, neu zu justieren. Immerhin wollen wir nicht in Form der bodenständischen englischen Kanonenbootpolitik russische Häfen blockieren. Der Ausstieg aus dem Boykott der Engländer in Bezug auf Russland hätte erhebliche Synergiewirkungen für ganz Europa. Hmm ,ob das die Kolonien lustig finden ? Ich kann dieses ganze blödsinnige Theater nicht mehr nachvollziehen .Eine umfassende Reform der EU im Sinne der Völkerverständigung ,das mit GB , war der Königsweg. Nationalistsches Rumgeeiere schadet uns Allen.

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lathea 20.07.2019, 15:31
141. @Ottokar Nr. 3

"Mal sehen was den EU Funktionären noch alles einfällt um andere Länder von einem Austritt abzuhalten." -->>> den EU-Funktionären könnte womöglich einfallen, einen Antrag GB's auf Austritts-Verlängerung abzulehnen. Dann könnte GB den Austritt nicht mehr verschieben und müsste Ende Oktober wirklich die EU verlassen. Ansonsten kann jedes EU-Land jederzeit, so wie es GB auch konnte, einen Austritt aus der EU beantragen. Auch Florida könnte einen Austritt aus den USA beantragen. Das muss es allerdings erst wollen. Sie können ja mal eine Volksabstimmung bei uns initiieten und einen Austritt von Deutschland aus der EU beantragen. Wenn Sie dann der nächste Bundeskanzler sein werden, dürfen Sie den Austrittsantrag sogar selbst unterschreiben. Allerdings nicht vergessen, vorher nach dem Muster von Johnson und Farage noch eine Dexit-Partei zu gründen, sonst wird das nix mit dem Austritz. Trump und Putin werden Sie dabei vielleicht sogar noch finanziell und mit Hilfe von Wahlfälschungen unterstützen. Denn die AfD hat ja den Dexit leider schon auf Eis gelegt, obwohl das mit der Mark und der Mauer für den Osten sooo schön war. ;-))))) Viel Glück dabei !!!

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dw_63 20.07.2019, 15:34
142. Beängstigende Zahlen

Zitat von Piantao
Ist es nicht eher so das die "Rest EU" schlechtere Karten haben wird als GB selbst bei einem "no deal Austritt" ? Ziemlich beängstigende Zahlen was es die EU kosten wird wurden ja schon veröffentlicht. Andererseits freut sich nicht nur Putin sondern auch USA, Kanada, Gesamt Südamerika, China, Japan, SE Asia etcpp über zukünftig florierenden Handel mit dem UK.
"Ziemlich beängstigende Zahlen was es die EU kosten wird wurden ja schon veröffentlicht. "

Dann sehen Sie sich den Bericht des Office for Budget Responsibility, das regelmässig Analysen zur Stabilität des britischen Haushalts im Auftrag der Regierung erstellt.

"These decisions will of course need to be taken against the unusually uncertain economic and fiscal backdrop created by different possible outcomes to Brexit. Our March forecast was conditioned on the UK securing a deal and exiting smoothly. Given the leadership contenders’ willingness explicitly to countenance a ‘no-deal’ exit on October 31, we use the ‘stress test’ in this FRR to illustrate the potential fiscal impact of a no-deal, no-transition Brexit scenario set out by the International Monetary Fund (IMF) in its April 2019 World Economic Outlook. This scenario is not necessarily the most likely outcome and it is relatively benign compared to some (for example, assuming limited short-term border disruptions). But it still adds around £30 billion a year to borrowing from 2020-21 onwards and around 12 per cent of GDP to net debt by 2023-24, compared with our March forecast baseline."

https://obr.uk/overview-july-2019-fiscal-risks-report/

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marcaurel1957 20.07.2019, 15:54
143.

Zitat von wolle21
Die EU verliert mit dem Brexit ihre zweitgrößte Volkswirtschaft, einen der wenigen Nettozahler. Und das ist nur eine"Delle"? Die EU verliert durch den Brexit massiv an Gewicht gegenüber Asien, Indien, Amerika. Man sollte in Brüssel alles daransetzen, um B.J. zu einem neuen Referendum zu "zwingen", mit dem höchstwahrscheinlich ein Exibrexit herauskommt.
Mir wäre nichts lieber, als der Exibrexit....

Nur glaube ich weder dass das gegenwärtig sinnvoll noch möglich wäre!

Ein so zerrissenes Land wie UK würde die Europäische Union nur behindern.

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Watschn 20.07.2019, 16:06
144. UK & B. Johnson werden vermtl. mit Brexit auf die Länge Erfolg haben

- denn auf längere Sicht sind locker angelegte Freihandelszonen stabiler, als dogmatisch angelegte Konstrukte.
Man muss ja sehen, dass diese EU - welche bis als EWG regulatorisch u. politideologisch eher pragmatisch und damit noch im 'gesunden' Verhältnis angereichert war - nun völlig fehlerhaft, vollgepfercht, rechtlich wie rechtsnegierend überfrachtet, oft nicht zusammenpassend u. somit unnötig (über)beladen ist. Das letzte Hinterzimmer-geknobel dieses EU-Parlamentswahl-Gehampels war ja mehr als bezeichnend. Die meisten SPON-Leser welche nun anscheinend im ihren alten Anti-Brexit-Krakeele weiterkrächzen, beneideten auf dieses unwürdige v.d. Leyen-Geschacher ja (gemäss hier ihren Posts), ..in Grün u. Gelb...die Brexit-Insulaner..

(Stichworte dieser überladenen EU: verfehlter Euro, nicht optimale Eurozone, mehr als fragwürdiges EZB-Gebaren, fatale Europolitik, zu fragmentierter EU/Euro-Wirtschaftsraum, Euro-Staatenüberschuldungen, No-Bail-Out-Missachtung, zu starke Divergenzen in...Asyl- u. Migrationpolitik, Steuerpolitik, Rechtspolitik, Umweltpolitik; viel zu grosse Sozialsystemdivergenzen, keine durchgehend gemeinsame Aussenpolitik, zu starkes Gefälle hochproduktiver, wirts.-geschmierter EU-Norden > vs. südl. Oliven- bzw. südöstliches Balkan-Armenhaus).

Und was die EU/Eurozone unter einer nächsten EU-Kommission noch vorhat, macht das Ganze ja nicht erträglicher, im Gegenteil - es kostet u. belastet (die EU-Bürger) noch mehr: gemeinsames Eurozonenbudget, Zusammenführen Nicht-EuroStaaten mit Eurostaaten > Zwingende Einführung des Euro, gemeinsame Transferunion (beginnend zuerst in den Euroländern), gemeinsame Steuerharmonisierung > bedeutet defacto höhere Steuern für die Nord-EU, gemeinsame EU-Arbeitslosenversicherung/gemeinsame EU-Bankenspareinlagenhaftung, gemeinsame angedachte EU-Sozialsystemnivellierung =(Angleichung) > bedeutet auch hier massiv grössere finanzielle Belastung des EU-Nordens.

Die bereits vorhandene Überregulierung u. verfehlte finanzielle Belastungen machen die EU schon jetzt zu teuer u. zu unflexibel, innerhalb der EU u. auch gegenüber anderen Nachbarstaaten u. Freihandelszonen, ...welchen dieser überwiegend unnötige Ballast (Euro, eurobedingte Überschuldung, Haftungen, finanzielle Beistände > gem. No-Bail-out untersagt; Überregulierungen, Harmonisierung, generell zu hohe Steuern uam...) nicht aufgebürdet ist.
Die EU wird daher als Handelskonglomerat weltweit zu teuer und - das können auch Laien erkennen - auf Dauer folglich -nicht mit davon überfrachteten und somit frei agierenden Freihandelszonen- es nicht aufnehmen u. bestehen können. Die EU wird somit entweder - gewaltig (auf ein EWG-Rahmen-Niveau) abspecken müssen, oder sie wird implodieren (weitere EU-Staaten gehen raus) u. obsolet werden.

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ambulans 20.07.2019, 16:08
145. @suzuki,

Zitat von susuki
Ich will mindestens vier Staffeln Brexit Die erste war Klasse.
merci, unbekannter forist - dieser post ist wirklich klasse ...

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123rumpel123 20.07.2019, 16:20
146.

Zitat von Stephan H.
U.K. macht ihr Banking in U.K für die Menschen dort. Wir machen unser Banking in der EU für die Menschen auf dem Kontinent. Dienstleistungsfreizügigkeit und freien Kapitalverkehr heben wir auf. So geht saubere Trennung und jeder schaut selbst wie er erfolgreich bleibt. Wird doch keiner gezwungen Investmentbanking in der EU zu betreiben. Ganz einfach. Und so käme jetzt endlich wieder Spannung in die Brexit Soap Teil 2.... so ist’s im Moment eher langweilig und wies aussieht geht U.K. eh wieder auf Knien zur EU mit der Bitte um Verlängerung.....
Selbst wenn man sich nicht einigt, sind Dienstleistungen im Wto-Gats geregelt.

Was wollen Sie denn da aufheben?

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ralf_wörter 20.07.2019, 16:22
147. Das Recht der Dummen

Was Boris Johnson will ist doch völlig egal. Der Austrittstermin steht ja fest.
GB ist eine Insel die sich auch selbst versorgen kann, egal wie.

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jowi.krause 20.07.2019, 16:26
148. Was Johnson will?

Das ist schon lange klar: Er will Premierminister werden. Sonst nichts.
Wie alle diese Berufspolitiker will er an die Macht, um der Macht willen, ohne wirklich eine Idee zu haben, wozu oder wofür er sie einsetzen will. Er ist da nur krasser als die meisten anderen seiner Art.
Deshalb wird er auch immer das tun, was ihn an der Macht hält: Wenn dies ein harter Brexit ist, gegen den Willen des Parlaments, dann wird er das wird er das machen; wenn eine eine Rücknahme des Austrittsantrags ihm das Verbleiben im Amt verspricht, dann wird er das machen. Wenn es das Bestehen des Königreichs kostet - egal, Hauptsache er bleibt Premier des Rumpfes England.
Das einzige, was er fürchtet, ist ein Mißtrauensvotum im Parlament, damit kann das Parlament ihn vor sich her treiben.
Und Brüssel kann der absurden Veranstaltung zuschauen, ohne irgendwas zu tun. Sollte es auch: Zugeständnisse jeder Art verlängern nur die Vorstellung ohne irgendwas zu verbessern.

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spon-facebook-10000420664 20.07.2019, 16:40
149. ERG zieht die Strippen

Boris Johnson ist doch lediglich der Strohmann. In Wahrheit ziehen die rechten Hardliner die Strippen im Hintergrund (Rees-Mogg, Duncan Smith, Peter Bone und der ganze Rest der ERG). Sie wollen mit aller Macht einen harten Brexit durchdrücken und danach das Land nach ihren Wünschen formen (wie im Buch "Britannia Unchained" beschrieben). Abbau des Sozialstaates und Deregulierung im großen Umfang. Boris Johnson wird mit einem fadenscheinigen Versuch zum Nachverhandeln der Austrittsvereinbarung bei der EU erscheinen. Dies wird abgelehnt und BoJo startet das "Blame-Game" um der EU die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Er wird die Öffentlichkeit im UK gegen die EU aufwiegeln (das kann er zumindest sehr gut als Populist) und es wir zu einem harten Brexit kommen. Danach werden die Konservativen die Wahl gewinnen, da die Brexit Party nach dem Brexit von der Bildfläche verschwindet und Labour in sich zerstritten ist und einen hoffnungslosen Parteivorsitzenden hat den niemand als PM haben will.

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