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Brexit-Verhandlungen mit der EU: Was will Johnson?
REUTERS

Boris Johnson steht kurz davor, britischer Premierminister zu werden - und verbreitet Unsicherheit in Sachen Brexit. Seine provokanten Sprüche glaubt ihm in Brüssel niemand. Aber was will Johnson wirklich?

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wolle21 20.07.2019, 16:41
150. Behindern?

Zitat von marcaurel1957
Mir wäre nichts lieber, als der Exibrexit.... Nur glaube ich weder dass das gegenwärtig sinnvoll noch möglich wäre! Ein so zerrissenes Land wie UK würde die Europäische Union nur behindern.
Nein, die Ursachen der Zerissenheit des Landes zu bekämpfen, zu überwinden ist die Aufgabe, Herausforderung der EU.
Der Brerxit wurde ja "erfunden", weil es berechtigte Kritik an der Politik der Brüsseler Spitzen gab.
Wenn man ei einiges Europa anstrebt, muß man vorher erreichen, daß die Länder Europas in sich selbst einig sind. Außer dem UK gilt das z.B. auch für Spanien/Katalonien.
Brüssel muß sich reformieren, seine Forderungen beschränken, die Eigenheiten der Mitgliedsstaaten besser berücksichtigen.
Ein "Vereinigtes Europa" wie die USA kommt in diesem Jahrhundert keinesfalls zustande - ist auch nicht erstrebenswert.

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Fuscipes 20.07.2019, 16:42
151.

"Man sollte in Brüssel alles daransetzen" die Tür offen zu halten, aber was sie wollen müssen sie selber wissen, daran scheiterts.

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hartwig2 20.07.2019, 16:59
152.

Gerade in letzter Zeit hat die Eu gezeigt mit dem VdL Schauspiel, das man , vielleicht doch nicht so gut aufgehoben ist in einer Eu. Kommt noch eine Eu CO2 Steuer etc, dazu, werden die Briten nachher die Gewinner sein. Will die Eu nicht auf Dauer Konzerne, Aktionäre Geldgeschäfte besser kontrollieren und besteuern? Der kaputt geredete Bankplatz London wird immer attraktiver.
Wenn es doch bald um die Verteilung von Flüchtlingen geht, die sind raus.
So kann man so manches aufzählen, was unter dem Brexit überhaupt nicht angedacht war, aber ich mag noch nicht sehen das England mit diesem Schritt untergeht.

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georg.sperr 20.07.2019, 17:00
153. Hört sich,

Zitat von spon-facebook-10000420664
Boris Johnson ist doch lediglich der Strohmann. In Wahrheit ziehen die rechten Hardliner die Strippen im Hintergrund (Rees-Mogg, Duncan Smith, Peter Bone und der ganze Rest der ERG). Sie wollen mit aller Macht einen harten Brexit durchdrücken und danach das Land nach ihren Wünschen formen (wie im Buch "Britannia Unchained" beschrieben). Abbau des Sozialstaates und Deregulierung im großen Umfang. Boris Johnson wird mit einem fadenscheinigen Versuch zum Nachverhandeln der Austrittsvereinbarung bei der EU erscheinen. Dies wird abgelehnt und BoJo startet das "Blame-Game" um der EU die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Er wird die Öffentlichkeit im UK gegen die EU aufwiegeln (das kann er zumindest sehr gut als Populist) und es wir zu einem harten Brexit kommen. Danach werden die Konservativen die Wahl gewinnen, da die Brexit Party nach dem Brexit von der Bildfläche verschwindet und Labour in sich zerstritten ist und einen hoffnungslosen Parteivorsitzenden hat den niemand als PM haben will.
Ja etwas nach Verschwörungstheorien an, aber das es irgend welche Vögel gibt , die das ganze befeuern , ist offensichtlich.
Sie vergaßen Murdoch. Also weniger Lohn,weniger Umweltstandards und weniger Rechte für den kleinen Mann.
So wollen es die Wirtschaftsliberalen. Da gibt’s bei uns in Deutschland auch ein paar Anhänger. Schaut mal in die Parteiprogramme.

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schmetterling76 20.07.2019, 17:01
154. Verantwortung

Verantwortung trägt jeder, der das offensichtliche unterdrückt. England weißt über die eskalierende Situation mit dem Iran bescheid. Fördert diese mit "EU-Sanktionen" und will aber einen harten Brexit. Was das bedeutet oder was England wirklich will, ist mehr als offensichtlich. Doch jeder der diese Wahrheit unterdrückt, vertuscht bzw. nicht ausspricht trägt Verantwortung für das was nun kommen wird.

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MissMorgan 20.07.2019, 17:15
155. @Ottokat

Irgendwie scheint Ihnen da etwas entgangen zu sein. Die EU hindert niemanden am Austritt. GB hat das Abkommen nicht unterschrieben.

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dw_63 20.07.2019, 17:16
156. Lustig Watschn Nr. 145

Mit ihren "Argumenten" können Sie jedwede Bundesvereinigung / Föderales System abschaffen, sei es die Bundesrepublik Deutschland mit den Ländern, oder die anderen föderalistische Staaten.

" denn auf längere Sicht sind locker angelegte Freihandelszonen stabiler, als dogmatisch angelegte Konstrukte."

Eben das ist die EU, VK wäre so ein "dogmatisch angelegtes Konstrukt".

"vollgepfercht, rechtlich wie rechtsnegierend überfrachtet, oft nicht zusammenpassend u. somit unnötig (über)beladen ist. "

Wo liegen die Massstäbe, die Sie zu solchen Aussagen bewegen, sind das allgemein anerkannte Massstäbe, oder nur ihr Bauchgefühl?

"Das letzte Hinterzimmer-geknobel dieses EU-Parlamentswahl-Gehampels war ja mehr als bezeichnend. "

War auch mit AKK so, jetzt Deutschland abschaffen und zur Kleinstaaterei?

"zu starkes Gefälle hochproduktiver, wirts.-geschmierter EU-Norden > vs. südl. Oliven- bzw. südöstliches Balkan-Armenhaus)."

Ach wie Bremen und Bayern?

"> bedeutet auch hier massiv grössere finanzielle Belastung des EU-Nordens."

Siehe Länderfinanzausgleich, auch abschaffen?

"Die EU wird daher als Handelskonglomerat weltweit zu teuer und - das können auch Laien erkennen - "

Na da sprechen aber die Zahlen eine andere Rolle, gerade das Bündnis hat den Handel vorangebracht.

"Die EU wird somit entweder - gewaltig (auf ein EWG-Rahmen-Niveau) abspecken müssen, oder sie wird implodieren (weitere EU-Staaten gehen raus) u. obsolet werden."

Sind Sie Wirtschaftswaiser, um solche Behauptungen in einer komplexen weltweiten Marktstruktur überhaupt abschätzen zu können? Wenn nicht, sind das alles nur tumbe Behauptungen eines Europagegners.

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lesheinen 20.07.2019, 17:16
157. Was will Johnson?

So der Titel. Nun, der wahre Prophet wartet die Ereignisse ab (wie Egidius Braun einst gesagt hat). Es ist müßig zu spekulieren, nur eines ist klar: er will Primeminister werden. Und dann schauen.
Was kann Johnson? An anderer Stelle wurde seine Zeugungsfähigkeit gelobt bzw. seine Promiskuität verteufelt. Ob das auf dem Feld der Politik hilft? Ich glaube nicht Sonst fällt mir nichts ein, erst recht nicht, was den Briten weiterhelfen könnte.

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kumi-ori 20.07.2019, 17:18
158.

Ich hoffe, dass Boris Johnson endlich gewählt wird und Großbritannien endlich aus der EU austritt, weil ich das ewige Gemecker und Gejammer Leid bin. Ob Großbritannien danach eine glänzende Zukunft haben oder zum failed State abdriften wird, ist mir erst mal Powidl. Ich wünsche den Engländern nichts Schlechtes, aber entscheidend ist, wie es in der EU weitergeht. Ich denke, wir sind auf einen Brexit ohne Deal mittlerweile vorbereitet. Einen "Deal" mit dem Vereinigten Königreich zum Austritt wünsche ich mittlerweile nicht mehr, weil wir dann ständig irgendwas neu- und nachverhandeln sollen werden. Ich habe mittlerweile kein Vertrauen mehr in das Vereinigte Königreich, dass es eine reibungslose Zusammenarbeit geben werde.

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kumi-ori 20.07.2019, 17:21
159.

Zitat von wolle21
Die EU verliert mit dem Brexit ihre zweitgrößte Volkswirtschaft, einen der wenigen Nettozahler. Und das ist nur eine"Delle"? Die EU verliert durch den Brexit massiv an Gewicht gegenüber Asien, Indien, Amerika. Man sollte in Brüssel alles daransetzen, um B.J. zu einem neuen Referendum zu "zwingen", mit dem höchstwahrscheinlich ein Exibrexit herauskommt.
Die EU wird an Gewicht gewinnen, wenn sie zeigt, dass sie in der Lage ist, im Brexitprozess mit einer Stimme zu sprechen. Meine Erwartungen daran, wie zielgerichtet und unbeirrt die EU ihren Kurs verfolgen würde, wurden ehrlich gesagt übertroffen. Niemand wird mehr sagen, dass die EU ein Papiertiger sei.

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